Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Watzmannhaus

Über den Falzsteig zum Watzmannhaus

 von Sepp
Das Watzmannhaus

Das Watzmannhaus

Lange habe ich mir diese Jahr Zeit gelassen mit der ersten Tour aufs Watzmannhaus. Immerhin hat das Haus schon seit Wochen offen und ich war noch nicht oben. Heute war es dann aber soweit! Als Aufstiegsvariante wähle ich den Falzsteig. Der Weg über Kühroint ist zwar ein Umweg im Vergleich zum Normalweg über die Stuben- und Mitterkaseralm, dafür ist diese Variante landschaftlich extrem reizvoll und bietet auch ein paar alpine Momente. Um den gewählten Umweg möglichst schnell zu überwinden, fahre ich mit dem E-Bike auf der Forststraße zur Kühroint. Dort deponiere ich das Radl.

Kühroint

Kühroint

Von der Kühroint-Hütte geht es in Richtung Watzmannkar. Am Ende der Almfläche zweigt der Weg in den Wald ab.

Von Kühroint Richtung Watzmannkar

Von Kühroint Richtung Watzmannkar

Unterhalb des Watzmannkars wandere ich auf einem meist flachen, stellenweis aber feuchtem Steig bis unter eine bewaldete Steilstufe.weiterlesen

Dem Himmel ganz nah: Im Watzmannkar

 von Sarah

Mit viel Genuss aber auch einer Portion Wehmut betrachtete ich in den vergangenen Wochen traumhafte Bilder aus dem Watzmannkar. Im letzten Jahr war ich das erste Mal dort gewesen – natürlich in der sommerlichen Jahreszeit. Erlaufen hatte ich dabei das dritte Watzmannkind. Solcher Trailrun hinterließ eine strake Wirkung auf mich, war das Terrain doch recht steil, anspruchsvoll und nicht für jedermann geeignet.

Steiles Terrain im Watzmannkar

Da ich im Winter oftmals einen Gang aufgrund der Schneelage zurückschalte(n) (muss) erfreute ich mich dennoch an den Bildern, die sich mir aus dem verwegenen Kar präsentierten. Ließen meine Ski-Fertigkeiten noch keine allzu schwierige Abfahrt zu. (Wer meinen Blog verfolgt weiß, dass ich in dieser Saison erst mit dem Skifahren begonnen habe).

Das Gelände erfordert Abfahrtskönnen

Nachdem ich jedoch, zum gefühlt hundertsten Mal, zeitschriftentaugliche Bilder von der Jungfrau sah, ereilte mich ein Blitzgedanke: Wenn zwar nicht mit Skiern könnte ich wohl mit Schneeschuhen ins Kar, und letztlich zur Skischarte laufen! Gepackt von solchem Impuls lieh ich mir am darauffolgenden Tag Schneeschuhe aus und machte mich auf den Weg zum Hammerstieler Parkplatz, um von dort aus meine Tour zu starten.

Die Watzmann-Jungfrau: Auch mit Schneeschuhen zu erreichen

Bereits um kurz vor neun Uhr füllte sich der Parkplatz allmählich mit SkitourengeherInnen. Interessiert beobachtete ich das Geschehen während ich mich selbst für mein kleines Abendteuer wappnete. Da mein Laufrucksack aufgrund der Wärmebekleidung kein Platz mehr zuließ, klemmte ich mir die Schneeschuhe kurzerhand zwischen Rucksack und Rücken. In der rechten Hand die Laufstöcke und los konnte es gehen. Ich lief zunächst, vorbei an den SkitourengeherInnen,  in Richtung Schapbachalm. Durch zahlreiche TourengeherInnen der letzten Wochen war der Weg bis dorthin festgetreten und für mich gut laufbar. Lediglich zu rutschen begann ich einige Male, wenn mich eisige Stellen ereilten.weiterlesen

Blick gen Watzmann-Hocheck © Ann-Kathrin Helbig

Blick gen Watzmann-Hocheck © Ann-Kathrin Helbig

Sonntagmorgen. Ich hatte genau vier Stunden Schlaf, aber die Wintersonne strahlt schon kräftig durch meine Vorhänge im Schlafzimmer. Vor nicht vielen Stunden, da schlenderte ich noch durch das frühlingshafte Venedig und nun bin ich wieder hier, mitten im tiefsten Winter. Wer wäre ich, wenn ich nur einen Sonnenstrahl verpasse? Keine Frage, schlafen kann ich wieder wenn es dunkel ist 🙂 Also packe ich schnell meinen Rucksack, trinke einen extra starken Kaffee und dann wird ausgerückt. Heute soll es hinauf zur Falzalm gehen. Richtig Sonne tanken ohne sich zu verausgaben.

Mein Auto stelle ich beim Parkplatz Hammerstiel in Schönau ab. Der Parkplatz ist mehr als voll, glücklicherweise ist mein Auto kompakt genug um das letzte freie Platzerl zu füllen. Hier kommen alle zusammen, ob Skitour zum 3. Watzmannkind , Gugl oder Wanderer die den Grünstein und/oder Kühroint anstreben. Gleich an der Schranke beim Parkplatz schnalle ich die Schneeschuhe an. Selbstverständlich kann man diese Tour auch als Skitour unternehmen, aber leider bereiten mir meine Skitourenstiefel noch zu große Schmerzen und beim abfahren treffe ich wohl jeden 2. Busch, Baum oder Stein.weiterlesen

Trailrunning im Winter: Berchtesgadener Tourentipps

 von Sarah

Zuweilen ist er kalt, eisig und -im Idealfall- durch Schnee determiniert: Der Winter. Ist er einmal da, so ermöglicht er im Berchtesgadener Land zahlreiche Möglichkeiten des Outdoorsports wie skifahren, rodeln, Skitouren- und Schneeschuhtouren gehen, snowboarden, etc. Hierzu bieten sich insbesondere die beheimaten Skigebiete des Götschen und Hirschecks für Groß und Klein an, um solche Aktivitäten ausüben zu können.

Was aber tun wenn entsprechende Fertigkeiten für die o.g. Aktivitäten fehlen oder die Lust auf solche nicht immer vorhanden ist?

Für mich als passionierte Bergläuferin besteht da nur eine Option: Dennoch laufen.

Solches Vorhaben ist bei Tiefschnee und Lawinengefahr jedoch nicht stets umsetzbar, daher muss ich im Winter gewisse Kompromisse eingehen: Flache Läufe im Tal (wie zum Beispiel entlang des Maximilans-Reitweges, der Königseer– oder Ramsauer Ache) sind immer möglich. Interessanter wird es bei Läufen am Berg. Im Folgenden habe ich ein paar trailruns der vergangenen Wochen aufgelistet, die derzeit laufbar sind und auch durch WanderInnen mit oder ohne Schneeschuhen bestritten werden können.

Brandkopf (1156 Meter)

Am Brandkopf

Diese Aussichtskanzel auf Watzmann und Königssee kann selbst im Winter sehr leicht erreicht werden, wie bereits Ann-Kathrin in einem ihrer Beiträge für den BGLT niederschrieb. Von der Gaststätte Vorderbrand ist solcher Trail in weniger als 20 Minuten zu realisieren. Ich startete vom Parkplatz Königssee um in der Summe auf knapp 400 Höhenmeter zu kommen und eine Wegstrecke von circa. fünf Kilometern im Aufstieg zu verzeichnen. Zunächst entlang der Teerstraße bog ich nach einiger Zeit zwischen Wohnhäusern in einen Waldpfad ein, welcher bis hinauf zum Vorderbrand Wirtshaus führt (auch bekannt als Rodelstrecke). Bei Schnee und Eisglätte empfiehlt sich die Mitnahme von Trekkingstöcken und Spikes um eine feste Bodenhaftung zu besitzen.

Am Brandkopf: Aussicht auf den Watzmann

Am Brandkopf

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Neues aus dem Nationalpark

 von Sepp

Thomas Gesell (Mitte), Hüttenreferent der Sektion München des Deutschen Alpenvereins, erläuterte Nationalparkleiter Dr. Roland Baier (l.) und Dr. Peter Loreth von der Biosphärenregion Berchtesgadener Land die Pläne für den Umbau des Watzmannhauses.

544.000 Euro für Wege und Steige im Nationalpark

45 Teilnehmer waren der Einladung von Nationalpark-Leiter Dr. Roland Baier zur Herbstversammlung ins Berchtesgadener Nationalparkzentrum Haus der Berge gefolgt. Traditionell berichtet die Nationalparkverwaltung unter dem Titel „Erholungsnutzung im Nationalpark“ über durchgeführte Arbeiten und Projekte des laufenden Jahres. Vertreter von Behörden, Gemeinden, Vereinen, Verbänden, Forstbetrieb, Tourismus und Hüttenwirten erfuhren darüber hinaus von der Sektion München des Deutschen Alpenvereins (DAV) die Pläne für den rund 1,1 Millionen Euro teuren Umbau des Watzmannhauses.

Die Erhaltung der Wege und Steige spielt im Schutzgebiet rund um Watzmann und Königssee eine bedeutende Rolle. Rund 544.000 Euro investierte die Nationalparkverwaltung im laufenden Jahr für den Erhalt dieser Infrastruktur für Wanderer und Bergsteiger. Die drei Nationalpark-Revierleiter Matthias Hofbeck, Hans Neubauer und Werner Vogel stellten außerdem die erfolgten Maßnahmen zu Borkenkäferbekämpfung, Wegemarkierung, Instandhaltung der Diensthütten sowie Pflanzungen von Buche und Tanne in der Pflegezone vor. Anschließend berichtete Nationalpark-Wegereferent Lorenz Köppl über die aufwändige Sanierung der Watzmann-Überschreitung im Juli 2017. In 300 Arbeitsstunden entfernte das Steigbau-Team insgesamt 171 Meter Stahlseil und 56 Haken. 178 Meter Seil und 43 Haken wurden erneuert und ausgetauscht. Köppl betont: „Die Watzmann-Überschreitung ist durch unsere Maßnahme keinesfalls schwieriger geworden. Wir haben den Watzmann lediglich in unschwierigem Gehgelände von seinem Korsett ein wenig befreit“. Diese Maßnahme hat der Nationalparkverwaltung neben wenigen kritischen Stimmen auch viel Lob und Anerkennung eingebracht. Besonders aus der einheimischen Bevölkerung sowie dem benachbarten Österreich gab es große Zustimmung.

Umbau des Watzmannhauses

Auch einige hundert Höhenmeter unterhalb der Watzmanngipfel, am Watzmannhaus, wurde und wird derzeit gebaut. Thomas Gesell, Hüttenreferent der Sektion München des DAV, präsentierte die Pläne zum laufenden Umbau des Watzmannhauses. Bis Mai 2019 wird die beliebte Bergsteigerunterkunft in drei Bauabschnitten umgebaut und modernisiert. Auch den strengen Auflagen des Brandschutzes wird bei der rund 1,1 Millionen Euro teuren Maßnahme Rechnung getragen. Die Arbeiten finden sowohl während des laufenden Betriebes als auch in der winterlichen Schließzeit statt. Neben moderneren Schlafräumen werden auch die Sitzplätze im Gastronomiebereich erweitert und neue Sanitärräume eingerichtet.

Das Watzmannhaus wird renoviert

Das Watzmannhaus wird bis 2019renoviert

Nationalpark-Ranger Klaus Melde gab einen Überblick über die Arbeitsschwerpunkte des Nationalpark-Dienstes im vergangenen Sommer.weiterlesen

Das Watzmannhaus: Spiel der Jahreszeiten

 von Sarah

Jahreszeitenwechsel am Watzmannhaus auf 1930 Metern

Berchtesgaden: Wir schreiben Mitte September und der erste Wintereinbruch auf den Bergen hat für diese Saison bereits Einzug gefunden. Geschneit hat es bislang auf einer Höhe ab ca. 1300 Metern – der Schnee schmilzt an manch sonnigen Tagen, vermehrt sich an kühlen Herbsttagen. Auch am Watzmannhaus (auf einer Höhe von 1930 Metern) hat sich bereits eine Schneedecke ausgebreitet und ummantelt die sich goldbraun färbende Wiesenlandschaft rund um das Haus.

Um solches Naturschauspiel bewundern zu können, starte ich meinen heutigen Berglauf an der Wimbachbrücke in Ramsau. Ich folge am Parkplatz der gelben Beschilderung in Richtung Watzmannhaus (rote Markierung) – die eine Aufstiegszeit von vier Stunden angibt. Unmittelbar zu Beginn des Laufs folgt eine Konfrontation mit steilem Aufstieg und witterungsbedingt feuchtem Weg. Da die Temperatur an solchem Tag jedoch wieder etwas gestiegen ist, herrscht ein optimales Laufklima.

Auch begegne ich einigen Wanderern, gar Gruppen, die sich auf dem Weg zum bzw. vom Watzmannhaus bewegen.

Nachdem ich eine Rechtszweigung passiert habe, werde ich von eingezäunten – jedoch bellenden Hunden ein Stück meines Weges begleitet. Solche dienen als ,,Radar“ für die, ebenfalls eingezäunten Schafe, welche die Hunde bewachen sollen.

Etwa 50 Minuten später erreiche ich die Stubenalm, wo die Natur sich noch sehr sommerlich/ herbstlich präsentiert: Die Kühe der Alm weiden auf den Wiesenflächen, die Vögel zwitschern und die Bauern gehen ihrer Tätigkeit nach. Auch überwiegt stets die Farbe grün in ihrer Präsenz – vergeblich suche ich hier nach dem weißen Gold: Schnee.

Wegbeschilderung nahe der Stubenalm

Weiter auf meinem Weg nach Oben wird es nun kühler, windiger und ich kann eine Veränderung der Temperatur ,,riechen“. Möglicherweise kennen einige LeserInnen von euch diese Sinnesempfindung – den besonderen Geruch, den der Winter mit sich bringt.

Angekommen an der Mitterkaseralm kann ich jetzt den Wintereinbruch sehen, riechen und spüren: Vor meinen Augen präsentieren sich Watzmannfrau, die Kinder und der Watzmann selbst in weißem Gewand. Lediglich vertikale Ausläufer des Gesteins ermöglichen das Erkennen von grauem Fels.weiterlesen

TV-Tipp: Bergauf-Bergab am 11. Juni im Bayerischen Fernsehen

„Ich war allein in St. Bartolomä, wollte allein gehen und dann sind die zwei abends noch gekommen und haben gesagt: Bua, wenn du willst, kannst du mit uns gehen.“  Ostwand-König Heinz Zembsch über seine erste Ostwand-Durchsteigung als 14-jähriger.

Mehr als 200 Menschen kraxeln an Spitzentagen über die drei Gipfel des 2.713 Meter hohen Watzmann in den Berchtesgadener Alpen. Und immer wieder überfordern sich einige dabei. Zwischen 30 und 40 Einsätze leistet die Bergwacht Ramsau entlang der anspruchsvollen Gratroute in jeder Saison. Die Watzmann-Überschreitung ist einer der Klassiker schlechthin in den bayerischen Alpen und gerade bei jungen Bergtouristen besonders beliebt. Ein Bergauf-Bergab-Team begleitet Rudi Fendt, den Leiter der Bergwacht im Bergsteigerdorf Ramsau, auf dieser Tour; mit dabei sind Heinz Zembsch, der König der Watzmann Ostwand, und der 12-jährige Korbinian, für den es die Premiere auf dem berühmten Hausberg ist.

Auf der Watzmann Überschreitung

Auf der Watzmann Überschreitung

In seinem Porträt blickt der Autor Georg Bayerle mehrfach in die Vergangenheit zurück: so begegnen die Zuschauer auch dem legendären Johann Grill, genannt der „Kederbacher“, dem als Erstem 1881 die Durchsteigung der riesigen Ostwand gelang; ein Ausschnitt zeigt, wie Hermann Magerer in der zweiten Bergauf-Bergab-Sendung 1975 in der Wand unterwegs war; und Thomas Huber, Vater der berühmten Huber-Buam, ist ebenfalls bei einem Beusch in seinem steilen „Wohnzimmer“ zu sehen. Auch das Watzmannhaus spielt eine Rolle: als Tourenziel für die Wanderer und als Ausgangspunkt für die Gipfelstürmer.

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Saisonstart am Watzmannhaus

 von Sepp
Blau blüht der Enzian am Watzmannhaus

Blau blüht der Enzian am Watzmannhaus

Seit Christi Himmelfahrt letzten Donnerstag hat das Watzmannhaus geöffnet. Die letzten Jahre war ich eigentlich immer gleich am ersten Wochenende oben, doch dieses Wochenende hatte ich wegen des Almauftriebs zur Bindalm keine Zeit. Zum Glück habe ich diese Woche Urlaub. Also bin ich am Dienstag zu meinem ersten Besuch des Watzmannhauses in diesem Jahr aufgebrochen.

Wie immer starte ich an der Wimbachbrücke im Bergsteigerdorf Ramsau. Als ich aufbreche ist bereits Vormittag und dementsprechend heiß ist es. Zum Glück führt der steile Wanderweg zum Watzmannhaus bis zur Stubenalm die meiste Zeit durch den Wald, im Schatten der Bäume sind die Temperaturen merklich kühler als auf der offenen Almfläche der Stubenalm. Trotz der Hitze komme ich gut voran, nicht mal zum Fotografieren bleibe ich stehen. Erst an der Falzalm mache ich kurz Pause und hole meine Kamera aus dem Rucksack.

Auf der Falzalm

Auf der Falzalm

Der Frühsommer, den wir zurzeit erleben, hat auch im Watzmannkar seine Spuren hinterlassen: Vom Schnee ist nicht mehr viel zu sehen, lediglich das obere Kar ist noch weiß. Kaum zu glauben, vor wenigen Wochen waren im Kar noch die Skitourengeher unterwegs.

Blick von der Falzalm ins Watzmannkar

Blick von der Falzalm ins Watzmannkar

Von der Falzalm ist das Watzmannhaus schon zu sehen, die grüne Fahne des Alpenvereins weht über der Terrasse. Mit dem Ziel vor Augen fallen die nächsten Schritte recht leicht, auch wenn die Sonne jetzt gnadenlos ist. Ein paar Serpentinen führen über die Almwiese auf der Falz, dann wird felsig.weiterlesen

Herbst-Wanderung zum Watzmannhaus

 von Sepp
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Blick über das neu gedeckte Schindeldach des Kasers auf der Falzalm zum Watzmannhaus

Lange hat’s gedauert, doch letztes Wochenende kam er doch noch: Der goldene Wander-Herbst! Temperaturen nah an der 20° Marke und strahlender Sonnenschein sorgten für bestes Wanderwetter. Ich habe den Sonntag zu einer Herbst-Wanderung zum Watzmannhaus genutzt. Das Haus hat zwar seit letzter Woche geschlossen, doch ich gehe gerne außerhalb der Saison hier hinauf.

Ich starte gegen halb 9 an der Wimbachbrücke und steige zügig durch den Wald zur Stubenalm auf. Im Wald ist es noch recht kühl – also zum Gehen ideal, auf der freien Almfläche sorgt die Sonne dann für fast schon sommerliche Temperaturen. Nach dem meist trüben und kalten Wetter der ersten beiden Oktoberwochen eine wahre Wohltat. Über den breiten Wanderweg geht’s weiter zur Mitterkaseralm und zur Waldklimastation des Nationalparks Berchtesgaden. Bis hierher ist der Weg breit und geschottert, ab jetzt wird er schmal und steil. Und rutschig! Die Niederschläge der vergangenen Wochen (es hat bis auf etwa 1.000 Meter Höhe geschneit) haben Spuren hinterlassen. Im Wald zwischen Mitterkaser- und Falzalm konnte die Sonne den Boden nicht mehr richtig trocknen und so ist höchste Vorsicht geboten: Das Erdreich, die Felsen und vor allem die Wurzeln im Steig sind stellenweise richtig rutschig. Auf der Falzalm fällt mir sofort das neu gedeckte Schindeldach des Kasers auf, über das der Blick schon zum Watzmannhaus schweift. Jetzt ist es nicht mehr weit, der Wegweiser sagt eine Stunde. Ich gehe über die freie Fläche der Falzalm bis das Gelände felsiger wird. Ein paar Felsstufen muss man hier überwinden, bis der Weg quasi direkt unterhalb der Terrasse des Watzmannhauses um ein felsiges Eck herumführt.

 Die letzten Meter unterhalb des Watzmannhauses

Die letzten Meter unterhalb des Watzmannhauses

Von hier sieht man schön die noch stellenweise schneebedeckte Nordflanke des Hochecks. Nach zwei Holzstegen überwinde ich noch ein paar Stufen und stehe im Sattel zwischen Watzmannhaus und Hocheck. 3 Stunden sind am Wegweiser angeschrieben für den Weg von hier zum Hocheck. Zum Watzmannhaus dagegen nur 3 Minuten.

Wegweiser unterhalb des Watzmannhauses

Wegweiser unterhalb des Watzmannhauses

Das Wetter ist traumhaft, lediglich ein paar Wolken trüben den blauen Himmel. Eine davon hängt über dem kleinen Watzmann und verdeckt die Sonne.weiterlesen

Die Watzmann-Überschreitung

 von Jannis
Zwischen Mittel- & Südspitze.

Auf der Watzmann-Überschreitung zwischen Mittel- & Südspitze.

Watzmann-Überschreitung – Bergtour der Superlative

Für viele Bergsteiger ist es ein Traum, ein Mal in ihrem Bergsteigerleben die drei Gipfel des Königs der Berchtesgadener Alpen zu überschreiten. Bei meiner Tour auf das Hocheck hatte ich bereits ehrfürchtig auf die zackige Schneid hinüber zur Watzmann-Mittelspitze geblickt und mir fest vorgenommen, die Watzmannüberschreitung noch in diesem Sommer durchzuführen.

So oft hatte ich bereits Berichte über die Tour gelesen, Videos von der Überschreitung studiert und mich gefragt, was für mich wohl die größte Herausforderung der Tour darstellen würde. Die krasse Ausgesetztheit des Grates? Wie würde es sich anfühlen, direkt über der höchsten Wand der Ostalpen, 2000m über dem Königssee mit nichts als Luft unter den Füßen Schritt für Schritt über den Grat zu turnen? Das durchgängig geforderte hohe Konzentrationslevel? Immer wieder wird über die Schlüsselpassage der Überschreitung diskutiert. Welche würde wohl meine Persönliche sein? Der Abstieg von der Mittelspitze direkt über den Abgründen der Ostwand? Das extrem schmale Gratstück im Aufstieg zur Südspitze? Oder doch der berüchtigte Abstieg von der Südspitze ins Wimbachgries?

Während der wolkenlosen Schönwetterperiode Ende August kam dann endlich der richtige Zeitpunkt, um den langen Ritt über den Watzmanngrat in Angriff zu nehmen und Antworten auf all diese Fragen zu bekommen. Mit Sepp fand ich einen Watzmann-Überschreitung-erfahrenen Mitstreiter. Wir teilten die Tour auf zwei Tage auf, denn glücklicherweise konnten wir noch zwei Schlafplätze in dem Watzmannhaus ergattern. Dies ist unbedingt zu empfehlen, die etwa 12-14- stündige Strecke von Wimbachbrücke bis Wimbachbrücke an einem Tag zu bewältigen ist schon grenzwertig.

Aufstieg zum Watzmannhaus

Und so fuhren wir nach Feierabend schnell nachhause, um alles Nötige für die Tour und den Hüttenaufenthalt zusammenzupacken und anschließend am frühen Abend an der Wimbachbrücke den Aufstieg zum Watzmannhaus zu starten. Im warmen Abendlicht stiegen wir über das Almentrio Stubenalm, Mitterkaseralm und Falzalm auf und erreichten mit den letzten Sonnenstrahlen des Tages das Watzmannhaus. Schnell verstauten wir unser Gepäck im Lager, bevor wir bei einem leckeren Abendessen die Sonnenuntergangsstimmung auf der Terrasse genossen. Die Lage des Watzmannhauses hoch über dem Berchtesgadener Talkessel ist einfach großartig! Irgendwann wurde es dann doch zu frisch draußen. Noch ein letzter Blick in den überwältigenden Sternenhimmel und wir gesellten uns zu den vielen Watzmannanwärtern und Hüttenwanderern in der warmen Stube. Kurz darauf schlüpften wir auch schon in unsere Hüttenschlafsäcke um ausgeruht für den nächsten Tag zu sein.

watzmannhaus

Ankunft am Watzmannhaus.

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Schuh-Panorama im Trockenraum.

watzmannhaus-sonnenuntergang

Der Hohe Göll fängt die letzten Sonnenstrahlen des Tages ein.

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