Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Berchtesgaden
Sabrina Moriggl

© Spargelerzeugerverband Südbayern e.V.

Martina Reinhold ist amtierende Schrobenhausener Spargelkönigin. Die lebenslustige 23-Jährige geht gerne auf Reisen. Eine davon wird sie in die Alpenstadt Bad Reichenhall bringen. Am 2.6.2016 findet am Rathausplatz zum 11. Mal das Spargelfestival statt. Mehrere Gastronomen aus der Region werden aus dem mitgebrachten Schrobenhausener Spargel, der auch vor Ort käuflich zu erwerben sein wird, vielfältige und köstliche Gerichte kreieren. Offiziel „angestochen“ wurde am Viktualienmarkt in München mit Staatsminister Helmut Brunner. Martina II. läutete damit die diesjährige Spargelsasaion ein.

Martina, auf ein Wort: Der Spargel benötigt viel Wärme, durch den Klimawandel schwinden die Übergänge zwischen Frühling und Sommer, es wird heißer und heißer. Ideale Bedingungen für den Spargelanbau? 

„Die Saison beginnt früher, dann muss auch das Stech
ende früher als Johanni (24.6.) sein. Ggf. müssen die Spargelfelder beregnet werden um der Trockenheit entgegen zu wirken und damit nach dem Stechende, der Spargel sich erholen und Nährstoffe in die Rhizome(Wurzel) einlagern kann.“

Flugsandboden, was genau kann ich mir darunter vorstellen?

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Alles andere als sandig: Spargelcremesuppe mit Schwarzbrot Croutons und Sahne.

„Vor Urzeiten wurde ein feiner Sand mit einem bestimmten Lehm- und Schluffanteil durch Stürme angetragen. Im Schrobenhausener Anbaugebiet beträgt dieser Anteil ca. 20%, der für den besonderen nussigen Geschmack des Schrobenhausener Spargels verantwortlich ist.“

Oha. Sag mal Martina, Du stammst selbst aus einem Spargelbetrieb – tut Dir manchmal der Rücken vom Stechen der Spargelstangen weh?

„Anfangs ja, aber daran gewöhnt man sich dann. Wir auf unserem Hof stechen maximal in Spitzenzeiten 4 Stunden in der früh. Das ist dann auch für Frauen machbar.“

Klingt trotzdem ziemlich anstrengend. Spargel wird nach wie vor per Hand gestochen, der Arbeitsaufwand macht rund 50% der Kosten aus. Derzeit wird eine maschinelle Ernte erprobt. Zwar bliebe dadurch mehr Ertrag hängen, aber die Arbeitsplätze würden sich verflüchtigen. Fluch oder Segen?

„Es werden derzeit Erntehilfen wie z.B. Spargelspinnen eingesetzt welche die Arbeit erleichtern. Dennoch wird man in naher Zukunft den Arbeitsaufwand nicht wesentlich verringern können. Der Ertrag einer Spargelanlage wird durch die maschinelle Ernte nicht mehr, nur die Stundenleistung steigt. Sollte sich die maschinelle Ernte durchsetzen, dann kann man sicherlich davon ausgehen, dass es weniger Arbeitsplätze gibt. Dies würde vor allem osteuropäische Arbeitskräfte treffen.“weiterlesen

Frühling am Emmausweg

 von Sepp
Die Kirchleitenkapelle am Ponnzenzenbichl Berchtesgaden

Die Kirchleitenkapelle am Ponnzenzenbichl Berchtesgaden

Viele von Euch kennen wahrscheinlich den Emmausweg in Berchtesgaden nur im Advent. Dann schmücken nämlich mehr als 70 handgefertigte hölzerne Laternen den besinnlichen Rundweg zu den Kirchen und Kapellen in und um den Markt Berchtesgaden. Der Weg ist aber zu jeder Jahreszeit einen Spaziergang wert, besonders natürlich bei traumhaftem Frühlingswetter. So wie gestern: Bevor es am Abend zu regnen begann, bin ich noch den Emmausweg gegangen.

Ich starte am Kongresshaus Berchtesgaden und gehe über den wunderschönen alten Friedhof zur Franziskanerkirche, der ersten Station des Emmaus-Wegs.

Die Franziskaner Kirche und der Friedhof Berchtesgaden

Die Franziskaner Kirche und der Friedhof Berchtesgaden

Die Kirche „Unserer lieben Frau zum Anger“ ist Teil eines größeren Ensembles. Ursprünglich für die Augustiner Chorfrauen errichtet, wird ein Teil der Gebäude wird heute von polnischen Ordensleuten der Franziskaner genutzt.

Der Läutturm der Franziskaner Kirche

Der Läutturm der Franziskaner Kirche

Durch die Angergasse sehe ich schon die nächste Station des Emmausweges: Die Christuskirche.

Die Christuskirche Berchtesgaden

Die Christuskirche Berchtesgaden

Die Christuskirche liegt etwas oberhalb des Ortszentrums Berchtesgaden am Soleleitungsweg und ist ein wichtiger Knotenpunkt für Spaziergänge im Markt. Von hier aus führt die steilste Stelle des Emmausweges weiter zum Kalvarienberg.

Kalvarienberg Kapelle Berchtesgaden

Kalvarienberg Kapelle Berchtesgaden

Die Hauptkapelle (es gibt auch noch 4 kleinere Nebenkapellen) zeigt die Kreuzigung Jesu anhand lebensgroßer Skulpturen und einer bunten Bemalung.weiterlesen

Gratwanderer: Das Berchtesgaden Cap

 von Sepp
Gratwanderer: Das Berchtesgaden Cap

Gratwanderer: Das Berchtesgaden Cap

Beim Modehaus Unterländer mitten in der Berchtesgadener Fußgängerzone gibt’s was Neues: Das Berchtesgadener Cap! Eine klassische Schirmmütze mit der Silhouette unseres Watzmanns und der Aufschrift Gratwanderer!

Das Modehaus Unterländer blickt auf eine lange Tradition zurück: 1906 eröffnete der Niederbayer Ludwig Unterländer mitten im Ortszentrum Berchtesgadens sein Modehaus. Im Laufe der über 100 Jahre seines Bestehens wuchs die Ladenfläche des Modehauses Unterländer von ursprünglich 100 m² auf mehr als das Zehnfache an. Allerdings nicht durch unschöne Anbauten, sondern durch die Übernahme der benachbarten Gebäude. So ist das Modehaus Unterländer im historischen Markt auch heute noch ein echtes Schmuckstück in der Berchtesgadener Fußgängerzone.weiterlesen

Watzmann Therme übernimmt Vorreiterrolle

 von Sepp
Der Außenbereich der Watzmann Therme im Winter

Der Außenbereich der Watzmann Therme im Winter

In der Watzmann Therme Berchtesgaden ist jeder Gast willkommen – natürlich auch Gäste mit körperlicher oder geistiger Einschränkung! Für Menschen mit Behinderung ist es jedoch nur möglich den Thermenaufenthalt zu genießen, wenn im Vorfeld sowie während des Besuchs einheitliche und vor allem verlässliche Informationen zur Erlebbarkeit der Einrichtung vorliegen. Aus diesem Grund war es für das Team der Watzmann Therme selbstverständlich, an der deutschlandweiten Klassifizierungs-Initiative „Reisen für Alle“ teilzunehmen und das Familienbad nimmt somit eine Vorreiterrolle in der Region ein.

In Deutschland leben etwa 10 Mio. Menschen mit einer Behinderung. Für sie sind detaillierte und verlässliche Informationen über die Nutz- und Erlebbarkeit diverser Einrichtungen eine wesentliche Grundlage für ihre Reiseentscheidung bzw. für ihre Auswahl des Ausflugsziels. Diese Informationen geben Sicherheit und die Freude an der Reise oder dem Ausflug kann bereits im Vorfeld beginnen. Barrierefreier Tourismus ist außerdem eines der wenigen Segmente mit Wachstum und großem ökonomischen Potenzial in Deutschland. Barriere-freiheit ist für etwa 10 % der Bevölkerung unentbehrlich, für 40 % hilfreich und für 100 % komfortabel – somit ist ein barrierefreies Angebot nicht nur ein Qualitäts- sondern auch Komfortmerkmal!

„Reisen für Alle: barrierefrei und zertifiziert

„Reisen für Alle“ ist die bundesweit gültige Kennzeichnung im Bereich Barrierefreiheit. Diese wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Erstmals werden für die Gäste notwendige Informationen durch ausgebildete Erheber erfasst und mit klaren Qualitätskriterien bewertet. Diese wurden in mehrjähriger Zusammenarbeit und Abstimmung mit Betroffenenverbänden sowie touristischen Akteuren entwickelt. Ziel sind transparente und deutschlandweit anerkannte Qualitätskriterien samt verständlicher Darstellung. Für die klassifizierten Betriebe erschließen sich dadurch neue, große und stetig wachsende Kundengruppen.weiterlesen

Die Heilige Pforte in Berchtesgaden

 von Sepp
Das Nordportal der Stiftskirche Berchtesgaden

Das Nordportal der Stiftskirche Berchtesgaden

Berchtesgaden im Heiligen Jahr: „Pforte der Barmherzigkeit“ an der Stiftskirche

Nordportal der Stiftskirche

Nordportal der Stiftskirche

Am 8. Dezember 2015  hat Papst Franziskus hatte im Vatikan das Heilige Jahr 2016 ausgerufen und die seit 15 Jahren verschlossene Heilige Pforte des Petersdoms geöffnet. Aber nicht nur im Kirchenstaat haben Gläubige die Gelegenheit, eine Heilige Pforte zu durchschreiten: Am 13. Dezember, dem 3. Adventssonntag, wurde im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes die „Pforte der Barmherzigkeit“ am Nordportal der Stiftskirche Berchtesgaden eröffnet. Bis zum 20. November 2016 steht die Pforte ganz im Zeichen der Barmherzigkeit.

Bereits im März dieses Jahres hatte Papst Franziskus ein außerordentliches Heiliges Jahr angekündigt. Dessen Tradition geht ursprünglich auf hebräisches Brauchtum zurück, in dem das „Jubeljahr“ oder „Jubiläum“ alle 50 Jahre begangen wurde. In der katholischen Kirche griff Papst Bonifatius VIII. im Jahre 1300 die Tradition des Jubiläums wieder auf. Im Jahre 1475 legte man einen Rhythmus von 25 Jahren fest. Dieser sollte es jeder Generation ermöglichen, zumindest ein Jubiläumsjahr mitzuerleben.

Ein außerordentliches Heiliges Jahr steht im Zusammenhang mit besonderen Anlässen und unterbricht die zeitliche Abfolge. Der Brauch, außerordentliche Jubiläen auszurufen, geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Im vergangenen Jahrhundert geschah dies zweimal: 1933 feierte Pius XI. den 1900. Jahrestag der Erlösung und 1983 erinnerte Papst Johannes Paul II. an die 1950 Jahre, die seit der Kreuzigung Christi vergangen waren. Zum „Jubiläum der Barmherzigkeit“ werden in den kommenden Monaten in Rom Millionen von Pilgern erwartet, die die „Heilige Pforte“ im Petersdom durchschreiten werden. Wer die weite Reise in den Vatikan nicht antreten kann, hat diesmal in heimatlichen Pfarreien Gelegenheit, eine sogenannte „Pforte der Barmherzigkeit“ zu durchschreiten. „In jeder Diözese der Welt sollen Kirchen mit überregionaler Bedeutung eine Heilige Pforte öffnen“, erläutert der Berchtesgadener Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob. Insgesamt acht Heilige Pforten gibt es in der Erzdiözese München und Freising, darunter eben auch in Berchtesgaden. Dadurch sollen möglichst viele Menschen die Gelegenheit bekommen, am Heiligen Jahr teilzunehmen, ohne extra nach Rom zu reisen.

Die Heilige Pforte in Berchtesgaden

Die Heilige Pforte in Berchtesgaden

Die Pforte der Bamherzigkeit

Betritt man das Nordportal der Stiftskirche Berchtesgaden fällt an der Außenseite die überlebensgroße Figur des „barmherzigen Vaters“ auf. „Er war verloren und ist wiedergefunden“, so heißt es im Lukasevangelium. Der Vater vergibt dem jüngeren seiner beiden Söhne und schließt ihn fest in seine Arme, nachdem dieser viele Jahre, durch das väterliche Erbe begünstigt, in Saus und Braus gelebt hatte. Mit Kalebasse und Wanderstock wird der von seiner unglückseligen Pilgerreise zurückkehrende Jüngling dargestellt. „Das Heilige Jahr ist eine willkommenen Gelegenheit, um die Figur ins Bewusstsein zu rücken“, so der Pfarrer.weiterlesen

TV-Tipp: Schnitzschule Berchtesgaden

 von Sepp
Berufsfachschule für Holzschnitzerei und Schreinerei Berchtesgaden © BR

Berufsfachschule für Holzschnitzerei und Schreinerei Berchtesgaden © BR

Qualitätsfernsehen deines Vertrauens! So wirbt die Sendung PULS für sein Programm. Politik, Popkultur oder Pommes rotweiß – bei PULS im Fernsehen geht es um alles, was gerade wichtig ist. Oder um was ganz anderes. Anschauen lohnt sich auf jeden Fall, denn PULS bietet Fernsehen für Junge und Junggebliebene. Aber PULS beschränkt sich nicht nur auf Fernsehen, es gibt neben dem Radio-Livestream auch viele Beiträge und Videos zum Abruf im Internet an.  Und natürlich findet Ihr PULS in den sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter.

Am 2. Dezember war ein Team der Sendung bei Dreharbeiten im Markt Berchtesgaden unterwegs. Ort der Dreharbeiten war die Berufsfachschule für Holzschnitzerei und Schreinerei, bei den Einheimsichen besser bekannt als Schnitzschule. Dort haben Sie den angehenden Holzbildhauern und Schnitzern über die Schulter geschaut. Moderatorin Ariane Alter bekam in der Schnitzschule eine Aufgabe gestellt: Sie musste eine Figur aus den Simpsons schnitzen. Danach hat das Team noch einen Spaziergang durch den Markt Berchtesgaden unternommen und das historische Ortszentrum gefilmt. Während des Spaziergangs durch den Markt zeigte die Moderatorin den Passanten ihre geschnitzte Figur!

Die insgesamt 30 minütige Sendung könnt Ihr am Freitag, den 11. Dezember um 21:45 Uhr auf EinsPlus oder um 23:50 Uhr im Bayerischen Fernsehen sehen. Der Beitrag aus Berchtesgaden ist etwa 6 Minuten lang.

Schaltet ein, Euer Sepp

Rosi Fürmann

Die Berchtesgadener War

 von Rosi
die bekannte Berchtesgadener Handwerkskunst "Berchtesgadener Ware" - ein ganz besonderer Christbaumschmuck - der Pfau

Die bekannte Berchtesgadener Handwerkskunst „Berchtesgadener Ware“ – ein ganz besonderer Christbaumschmuck – der Pfau – Foto: RoHa-Fotothek Fürmann

 Faszinierendes Kunsthandwerk  – eine jahrhundertalte, lebendige Tradition im Talkessel von Berchtesgaden

Zu Weihnachten hängen sie am Christbaum: Arschpfeifenrössl, Fatschenkind, Schlitten, Stern, Pfau, Hühnerstall, Engerl, Wiege, Leiterwagen, Radlbock, Pfeifenvogel oder Steckvogel, Vogelhäuschen, Spanschachtel, Holzspielzeug und vieles mehr – wunderschön farbenprächtig bemalt oder in der Natürlichkeit des Holzes erzählen sie von der jahrhundertealten Tradition eines Kunsthandwerkes – beheimatet im Talkessel von Berchtesgaden.

weihnachtlichter Christbaumschmuck - das Berchtesgadener Arschpfeiferl - traditioneller Christbaumschmuck aus Holz im Talkessel von Berchtesgaden

Weihnachtlichter Christbaumschmuck – das Berchtesgadener Arschpfeifenrössl – traditioneller Christbaumschmuck aus Holz im Talkessel von Berchtesgaden – Foto: RoHa-Fotothek Fürmann

Nicht schon immer ziert diese Ware den Christbaum als Weihnachtsschmuck. Ursprünglich entsteht diese Arbeit aus der Notwendigkeit heraus, sich in der Landwirtschaft des wahrscheinlich schon 12. Jahrhunderts – als von einem „Nithardos tornator (Drechsler) de Pertherskaderne“ und 1393 von einem Ulrich dem Schnitzer die Rede ist, mit einem Zuerwerb das Auskommen zu sichern. Wegen des ungünstigen Klimas und karger Böden reicht das Einkommen aus der Landwirtschaft kaum für das Überleben der Bauern und sie schaffen sich mit der Anfertigung verschiedenster Holzgegenstände für Haus und Hof einen einträglichen Zuverdienst.

der Schnitzer bei der Arbeit der bekannten Berchtesgadener Handwerkskunst "Berchtesgadener Ware" - ein ganz besonderer Christbaumschmuck

Stefan Graßl bei der Arbeit – die bekannte Berchtesgadener Handwerkskunst „Berchtesgadener Ware“ – ein ganz besonderer Christbaumschmuck – Foto: RoHa-Fotothek Fürmann

Die Handwerksordnungen des 16. Jahrhunderts – 1535 erlassen von Fürstprobst Wolfang Lenberg – beschreiben Drechsler, Schindel- und Löffelmacher, auf 1581 datiert sich eine Ordnung für Pfeifenmacher; 1637 folgt der Schnitzer und schon 1556 wird von der Zunft der Schachtelmacher berichtet. Das meist bunt bemalte Spielzeug – wie Truhen, Möbel, Kutschen, Reiterl, Docken (Holzpuppen), Vögel und Pfeiferl – entwickelt sich im Laufe der Jahre zum wohl beliebtesten Exportartikel. Einige Berchtesgadener Protestanten – damals aus ihrer Heimat vertrieben – lassen sich im Nürnberger Raum nieder und gelten als die Mitbegründer der Nürnberger Spielwarenindustrie.weiterlesen

Sabrina Moriggl

Sag mal, Ann-Kathrin Helbig …

 von Sabrina

Ann-Kathrin

Viele kennen Ann-Kathrin Helbig, als Bloggerin, die mit Minirock und wallenden Haaren die Berge unsicher macht.  Jetzt hält sie am 3. Oktober im Haus der Berge ihren ersten Vortrag mit dem Thema „Der Weg zu mir selbst führt über die Berge„.  Zeit die kluge, wie hübsche Frau bei einem persönlichen Gespräch näher kennenzulernen.

Ann-Kathrin, Du lebst jetzt bald 2 Jahre im Talkessel, woran erinnerst Du dich, wenn Du an deine ersten Tage in Berchtesgaden zurück denkst?

An den vielen Schnee und wie ich in Ramsau bei der Forschungsstation (meiner Unterkunft) ankomme und die Auffahrt mit leichter Steigung kaum hochkomme. Es war schon gegen Nachmittag und es dämmerte schon. Als ich mich und all mein Gepäck (mein gesamtes Leben in 2 Koffern und einen Rucksack) endlich hochhiefte und die Hausbetreuerin nicht da war und mich im Erdgeschoss schon einer der Ranger in deren Büro beobachtete, hinausstürmte, mir mit einem warmherzigen Lächeln die Tür öffnete und mir mit dem Gepäck half und mich willkommen hieß.

Eine Woche vor meinem ersten Arbeitstag im Nationalparkinformationszentrum Haus der Berge hatte ich sozusagen Winterurlaub. Wintersport war mir vollkommen unbekannt und somit schleppte ich mich teilweise durch fast hüfthohen Schnee – berauscht von dem Naturerlebnis und endlich angekommen zu sein.

Welche Wanderung würdest Du immer wieder machen und weshalb?

Die Runde durch das steinerne Meer. Es ist einfach eine unglaublich einzigartige Landschaft. Vor einigen Jahren, noch als Urlauberin, schaute ich von Berchtesgaden hinauf zum steinernen Meer, der markanten Schönfeldspitze und sah es noch als unerreichbar an als jemand der so gut wie keinen Sport betrieb. Dies änderte sich dann passend zum Umzug und im Herbst 2014 war es dann soweit, ich machte mich alleine auf die Socken ins steinerne Meer. Vor allem der Hundstod (der Große und Kleine) haben es mir angetan. Es war eine tolle Selbsterfahrung vollkommen alleine, ohne Handynetz und mit dem nötigsten an Gepäck hierdurchzuwandern.

Dann im Sommer 2015 der totale Kontrast: Ich habe bei der Almer Wallfahrt teilgenommen, bei der geschätzt 2.500 Personen auch durch das steinerne Meer wanderten. weiterlesen

Rosi Fürmann
Freialatar mit Altarbild auf dem Ahornbüchsenkopf oberhalb der Roßfeldhöhenringstraße - Berchtesgaden, Oberbayern

Freialtar mit Altarbild auf dem Ahornbüchsenkopf oberhalb der Roßfeldhöhenringstraße –  Foto: © roha-fotothek Fürmann

Ein paar Meter unterhalb des Ahornbüchsenkopfgipfels (1604 m) weist ein wunderbares „Bild“ auf die Achtsamkeit gegenüber der Schöpfung hin.

Der kurze Aufstieg dorthin ausgehend vom Parkplatz (1550 m) der Roßfeldhöhenringstraße lohnt! Auf dem Gipfel des Ahornbüchsenkopfes wartet ein 360 Grad Rundumblick und besonders in der teilweise im Tal nebelverhangenen Zeit des kommenden Herbstes bleibt dieser Punkt oft offen für eine wunderbare Fernsicht.

das Gipfelkreuz auf den Ahornbüchsenkopf oberhalb der Rossfeldhoehenringstrasse (Rossfelstrasse) mit dem Untersberg im Hintergund - Berchtesgaden

das Gipfelkreuz auf den Ahornbüchsenkopf oberhalb der Rossfeldhoehenringstrasse (Rossfeldstrasse) mit dem Untersberg im Hintergund – Berchtesgaden – Foto: © roha-fotothek Fürmann

Absolut empfehlenswert, denn nur Wenige nehmen sich die Zeit, zu Fuß den kleinen Abstecher auf ihrer Fahrt über die Roßfeldhöhenringstraße zu machen und nicht selten hat man den Platz auf der Bank ganz für sich allein.

Eure Rosi

Federweißer Tage im Nonntal

 von Sepp
Berchtesgaden Nonntal, Blick auf den Watzmann

Berchtesgaden Nonntal, Blick auf den Watzmann

Unter dem Motto Genuss im Nonntal hat sich der Verein Lebenswertes Nonntal e.V. etwas einfallen lassen. Am Freitag, den 25. September und am Samstag, den 26. September laden alle teilnehmenden Betriebe im Nonntal, dem ältesten Ortsteil Berchtesgadens zu den Federweißer-Tagen in ihre Räumlichkeiten ein.
Die teilnehmenden Gaststätten und Geschäfte sind

Zu verkosten gibt es Federweißen aus verschiedenen Weinanbaugebieteten. Auch österreichische neue Weine gibt es, dann heißt es halt Sturm statt Federweißer! Und auch für die Hungrigen ist gesorgt, es gibt Zwiebel- und Flammkuchenspezialitäten sowie andere Schmankerl. Beginn an beiden Tagen ist um 17 Uhr!weiterlesen