St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Marktschellenberg
Lisa-Graf-Riemann

Der Untersberg

 von Lisa

ist der Hausberg der Marktschellenberger

Von dort sind wir zu unserer ersten diesjährigen Tour am Pfingstsamstag hinauf aufs Plateau losgewandert.  Ausgangspunkt: der Schellenberger Passturm. In 2,5 Stunden sind wir mit noch ein paar anderen Wanderern hinauf zur Toni-Lenz-Hütte gestiegen. Die Terrasse war voll, die Hütte selbst noch geschlossen, was einige sehr bedauerten, vor allem die, die keine Brotzeit mitgebracht hatten.

 

Die Schellenberger Eishöhle

Dann ging’s weiter hinauf, an der Eishöhle vorbei, deren Eingang immer noch voll Schnee war, also auch geschlossen. Worauf aber schon ein Zettel unten am Passturm hingewiesen hatte. Das war also zumindest keine Überraschung. 20 Minuten Gehzeit von der Hütte.

Thomas Eder Steig

Von der Eishöhle ging es hinein in den Thomas-Eder-Steig, auf in den Fels gehauenen Stufen, die teilweise recht steil durch den Untersberg oder an der Bergwand entlang hinauf in die Mittagsscharte führen. Von dort noch einmal in Serpentinen bergauf und in einer guten Stunde, je nach Tempo auch ein bisschen länger, ist man schließlich oben und durchquert Latschen- und ein paar Schneefelder.  Wer mag, steigt noch auf den Salzburger Hochthron (1.853 m) und hat damit den höchsten Punkt der Tour erreicht. Nach 1.400 Höhenmetern  Aufstieg.  Von hier ist es nur mehr ein Katzensprung zum Geiereck, von wo wir diesmal die knieschonende Abstiegsvariante mit der Gondel gewählt haben, ich geb’s ja zu.

 

PS: Je weiter man raufkommt, desto bemerkenswerter wird das Schuhwerk, das einem begegnet: Adidas Turnschuhe, Sneaker mit glatter Sohle, sogar Riemchensandalen mit Keilabsatz kamen uns etwa ab der Mittagsscharte entgegen, außerdem eine unter den Arm geklemmte riesige Damenhandtasche, die zum Eder-Steig wollte. Ein Japaner schließlich lernte oben auf dem Plateau das Fliegen, weil seine Sneaker auf Schnee die Haftung verweigerten. Er landete auf dem Allerwertesten und vergaß für ein paar Minuten sogar zu lächeln.

 

PPS: Die Toni-Lenz-Hütte am Untersberg ist seit Pfingstmontag wieder geöffnet.

Lisa-Graf-Riemann

Brot & Spiele

 von Lisa

Veranstaltungsreihe im Café Cupido, Marktschellenberg

Ob die neue Veranstaltungsreihe im Marktschellenberger Café Cupido in der Salzburger Straße gleich zur Massenunterhaltung wird wie im Alten Rom («Panem et Circenses»), muss sich erst noch erweisen. Auf jeden Fall bekommt der Markt nach Bärlauchwoche, Flohmarkt und Standkonzerten der Musikkapelle eine weitere Attraktion: Jeden letzten Donnerstag im Monat, jeweils ab 19.00 Uhr, heißt es Vorhang auf und Bühne frei  für Gesang, Spiel und Literatur.

Wir beginnen am 23. 5. (wegen des Feiertags ausnahmsweise der vorletzte Donnerstag) mit dem „Vierklang Berchtesgaden“, der 3 x 3 Frühlingslieder vom Mittelalter bis heute zum Lauschen und Genießen und einen Kanon zum Mitsingen präsentieren wird. Vierklang, das sind: Kathrin Fraas, Mia Kaiser-Wenig sowie Martha und Erwin Fendt aus Berchtesgaden.

Weiter geht es am 27.6. mit dem „Trollkind“, einem Puppentheater auf dem Bügelbrett mit Mia Kaiser-Wenig und Bettina Nagl. Was es bedeutet, wenn ein Trollmädchen im Schloss aufwächst und eine Königstochter bei den Trollen, das erfahren große und kleine Zuschauer im Stück von den vertauschten Kindern.

 

Brot & Spiel im Cafe Cupido

Brot & Spiel im Cafe Cupido

Krimi und Märchen

Am 25.7. gibt es einen Workshop mit Kurzlesung der Krimi-Autorin Lisa Graf-Riemann. Unter fachkundiger Anleitung lernen die TeilnehmerInnen selbst eine Kurzgeschichte zu schreiben.

Am 29.8. spielen Mia Kaiser-Wenig und Bettina Nagl das Märchen „Prinzessin auf der Erbse“ nach H. Chr. Andersen. Ein Marionettentheater für Groß und Klein.

Der Eintritt pro Abend kostet 9.90 Euro. Im Preis inbegriffen ist ein  überbackenes Baguette, eine Spezialität des Cafés Cupido. Die Reihe soll im Herbst fortgesetzt werden.

Café Cupido, Inhaberin: Christiane Riepert, Salzburger Str. 1, 83487 Marktschellenberg, Tel. 08650 984485

Plakat: Heli Unterberger, Tourismusverein Marktschellenberg

 

Lisa-Graf-Riemann

Groß oder Klein?

 von Lisa

Barmstein – Wanderung mit leichter Kraxelei

Wir entscheiden uns heute für den Großen Barmstein. Eine Mini-Wanderung mit leichter Kraxelei zwischendurch, am Einstieg sogar mit einer kurzen Seilversicherung. Nix Wildes, der Große Barmstein ist ja auch nur 851 Meter hoch, und damit nur 10 Meter höher als der Kleine. Und doch sind die beiden ein schöner, leicht zu erreichender Aussichtsplatz.

Von der Parkmöglichkeit am Mehlweg über Marktschellenberg aus betrachtet, wirkt der Große Barmstein für Wanderer unbezwingbar. Die senkrechte Wand, die vor einem steht, ist das Revier der Kletterer. Da hinauf geht’s nur per Seil. Wenn man aber um den Barmstoa links herumgeht, dann gibt es einen Steig auf der Rückseite, der Seite, von der aus man auf Hallein und die Salzach hinunterschaut. Und eigentlich ist man dann in einer guten halben Stunde oben – vorausgesetzt, man hat das richtige Schuhwerk an und scheut sich nicht, an ein paar ausgesetzten Stellen durchzumarschieren. Denn links geht‘s senkrecht bergab und das ganz ohne Leitplanke. Für kleinere Kinder ist der Weg deshalb nicht geeignet. Außer, sie sitzen in einer Kraxe oder gehen brav an der Hand. Oben ist man meist ungestört vor dem herrlichen Panorama auf die Berchtesgadener Berge. Gestern war der Blick auf den Watzmann und das verschneite Steinerne Meer ganz fantastisch. Auf der österreichischen Seite sieht man hinunter auf die Salzach und folgt ihr bis Salzburg.

 

Die Burgruine Thürndl

Wer Lust hat, kann nach dem Abstieg noch den Kleinen Barmstein mitnehmen oder dem beschilderten Wanderweg zur Burgruine Thürndl folgen. Auch am Kleinen Barmstein heißt es ein bisschen aufpassen auf dem Steig, der in den Fels gehauen und größtenteils mit einem Seil gesichert ist. Aber Aufpassen schadet im Gebirge sowieso nie.

Die Barmstein-Tour ist übrigens auch beschrieben in den „111 Orten im Berchtesgadener Land, die man gesehen haben muss“, Eure Lisa.

Lisa-Graf-Riemann

Alle Jahre wieder …

 von Lisa

 

laufen Kramperl und Buttenmanndl am 5. Dezember durch Schellenberg. Erst hört man das Aufstellen der Biertische, das Geklapper der Tassen, Glühweintöpfe, Wursttöpfe der netten Damen von der Frauen-Union, das Ratschen der Marktbewohner, ja servus, habe die Ehre, griaß di. Vom Durchgangsverkehr auf der Alpenstraße ist auf einmal nichts mehr zu hören. Die Autos, die sonst am Marktplatz stehen, sind alle in Sicherheit gebracht, der Christbaum leuchtet vor dem hellen Stein der Dorfkirche. Dann endlich hört man sie kommen, die dumpfen schweren Glocken schlagen und schon stürmen sie über den Platz, Kreischen, Zischen von Ruten, noch mehr Kreischen, rußige Gesichter. Alle Jahre wieder.

Und der Winter, der ist jetzt da.

 

Lisa-Graf-Riemann

"Das Gute an Ettenberg ist,

 von Lisa

dass es immer („oiwei“) bergauf geht.“ Sagt einer, der fast täglich mit dem Radl rauffährt, zum Training. Ich bin zwar eher der Genussradler, aber wer nach Ettenberg will, muss halt rauf.

 

Wir nehmen in Marktschellenberg die Verlängerung der Salzburger Straße, den Gastagweg, der asphaltiert ist und gleich recht kernig ansteigt. Nach dem letzten Haus beginnt der Schotterweg. Auf 2,1 Kilometern werden 300 Höhenmeter überwunden. Das ist die Schellenberger Rodelbahn, die während der Weihnachtsferien, bei ausreichender Schneelage, präpariert wird. Auf dem ersten Stück geht’s mit dem Schlitten ganz schön flott nach unten. Für uns Radler ist es das letzte steile Stück, bevor man bei den Hinterrossböden wieder auf die Teerstraße kommt. Wer kurz davor bei der Rothmannmühle absteigt, kann Forellen und zwei Störe in einem kleinen Fischteich beobachten. Dann das letzte Stück hinauf zur Ettenberger Straße, direkt auf den Watzmann zu, dessen Zacken über die Vorberge hinausragen. Rechts das Untersbergmassiv, der Scheibenkaser, die Südwand und darüber der Berchtesgadener Hochthron mit dem Stöhrhaus, das sehr wahrscheinlich nichts mit den Stören im Teich zu tun hat.

Weiter geht’s hinauf nach Ettenberg, wo zum einen die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung lockt, mehr noch der Mesnerwirt, bei dem die Weißbiergläser klingen und der Krautteller mit Semmelknödeln und Wienern dampft.

Nach einem kurzen Anstieg nach Vorderettenberg geht’s dann auf dem Grasleitenweg weniger steil und auf feinem Schotter bergab. Dann trifft der Weg wieder auf die Ettenberger Straße, rechts grüßen die leeren Masten des Amerosenlifts und im Tal kommt nun Marktschellenberg in Sicht, Ausgangspunkt und Ziel unserer kleinen Runde.

Sepp Wurm

Schellenberger Kirtag

 von Sepp

Marktschellenberg feiert

Jedes Jahr am Wochenende nach „Ulrich“ feiert Marktschellenberg seinen traditionelle Kirtag. So auch heuer wieder: Vom 7. bis zum 9. Juli ist ein breites Programm geboten. Los gehts am Samstag ab 19 Uhr mit dem Blasmusikhoagoascht, am Sonntag läutet dann ein Frühschoppen mit der Bergknappenkapelle Bad Dürnberg den eigentlichen Kirtag ein, nachmittags ab 14:30 Uhr spielen dann die Chambtaler-Spitzbuam. Dazu gibt es ab Sonntag das klassische Kirtagsprogramm mit verschiedenen Ständen der fliegenden Händler vor der Kulisse des historischen Ortskerns Marktschellenbergs.

Schellenberger Kirtag

Schellenberger Kirtag

Blauer Montag

Tag der Behörden und Betriebe ist beim Schellenberger Kirtag traditionell der Montag. So spielt auch am 9. Juli die Musikkapelle Marktschellenberg für alle „Blaumacher“ auf, und ab 19 Uhr ist es dann Vlado Kumpan, der das Kirtagswochenende beendet.

 

Euer Sepp BGLT

Lisa-Graf-Riemann

Die Fliegenfischer waren die ersten …

 von Lisa

… am Schauplatz. Sie standen in der Ache, schwenkten kunstvoll ihre Angelruten und warfen ihre Schnüre kurz vor der Brücke und dem Wehr in den Fluss. Die langen roten Schnüre kringelten sich auf der Wasseroberfläche wie davonschwimmende Nattern. Die ersten Gäste saßen im Café Cupido beim Frühstück im Freien, als die Musiker eintrafen. Die Instrumente der Blechbläser blinkten in der Sonne, die Birkhahnfedern auf den Hüten der Männer flatterten aufgeregt im Wind und sanft bauschten sich die orangefarbenen Dirndlschürzen der Musikantinnen. Zuerst waren noch die Kirchenglocken an der Reihe, die das Ende der Messe einläuteten, und als auch die Kirchgänger auf die Caféterrasse strömten und nur vereinzelt noch Stühle freiblieben und jede Menge Zaungäste die Brücke in der Salzburger Straße bevölkerten, da ging es los: Eine Stunde Standkonzert der Musikkapelle Marktschellenberg. Hier etwas fürs Auge:

Das Ohr kommt beim nächsten Standkonzert wieder an die Reihe, am 22.06.2012 am Café Cupido, 10-11 Uhr. Weitere Termine auf der Marktschellenberger Website. Ein Frühstück im Café Cupido oder Kaffee und sehr feine Kuchen auf der Terrasse am Fluss sind übrigens immer zu empfehlen, sogar ohne Musik.

Und morgen schon der nächste Event: In der Kugelmühle an der Almbachklamm wird morgen, Pfingstmontag,  ab 10 Uhr Mühlentag gefeiert, mit Vorführungen und Musik, dieses Mal mit dem Oxn-Augn-Trio (ab 14 Uhr).

Lisa-Graf-Riemann

Einmal rund um den Untersberg

 von Lisa

Der Untersberg ist ein massiver Brocken vor unserer Haustür, den man, von Marktschellenberg aus, entweder rechts herum, über die Tauernautobahn, oder links herum, über Bischofswiesen und Hallthurm umfahren muss. Einen Tunnel mitten durch gibt es bekanntlich nicht. Aber – wenn’s nicht pressiert – kann man auch mit dem Fahrrad um den Untersberg herumfahren.

Gut Glanegg

Gut Glanegg

Das steht bei uns jedes Jahr mindestens einmal auf dem Programm, genau wie die Skiabfahrt vom Untersberg und der Aufstieg zur Schellenberger Eishöhle. Die Strecke ist 57 Kilometer lang, wobei nicht die Länge das eigentliche Problem darstellt, sondern die kernigen Steigungen. Sie bieten immerhin einen ungeschönten Blick auf die eigene Kondition – und die Qualität des Fahrrads.

 

Blick auf den Untersberg von Glanegg aus

Blick auf den Untersberg von Glanegg aus

Bei mir war’s nicht das Fahrrad, das war mir schnell klar. Aber kein einziger meiner 27 Gänge hat mich über die erste Supersteigung in Fürstenbrunn hinaufgetragen wie von selbst. Es ist reichlich Schweiß geflossen und der innere Schweinehund, der mir die Möglichkeit des Absteigens zugeflüstert hat, hätte einmal fast Oberwasser bekommen. Für die Watzmann-Überschreitung, die wir uns für diesen Sommer vorgenommen haben, muss ich konditionsmäßig noch was tun, das zumindest ist jetzt klar. Aber am Ende zählt ja nur eines: Geschafft! Und schee war’s.

Radweg von Hallthurm nach Winkl

Radweg von Hallthurm nach Winkl

Lisa-Graf-Riemann

Dorfladen bildet

 von Lisa

Als der Edekamarkt der Familie Sterzinger vor zwei Jahren schließen musste, wurde das Einkaufen in Marktschellenberg zur Planungsaufgabe. Hatte man beim Einkaufen etwas vergessen, musste man gleich wieder ins Auto springen und 10 oder 20 km Autofahren, ein Minuspunkt, zumal die Benzinpreisentwicklung nur eine Richtung zu kennen scheint.
Auch ein Ort der Kommunikation ging mit dem Laden verloren und manch Neues erfuhr man erst dann, wenn es schon vorbei war. Ein dritter Aspekt ist der der Bildung. Denn von vielen unbemerkt wurden die Kleinen um die Erfahrung betrogen, die so ein übersichtlicher Dorfladen Kindern bieten kann.

 

Zum Glück sind diese Zeiten vorbei, seit Antonio Estevam im Dezember den Dorfladen eröffnet hat. Und wie am vergangenen Mittwoch zu sehen war, nimmt Antonio seinen Bildungsauftrag ernst und lud Petra Dufter, die Leiterin des Schellenberger Kindergartens mit allen Kindergartenkinder in seinen blitzblank polierten Dorfladen ein. Alle erhielten eine grüne Kappe mit Dorfladenlogo und konnten nach Herzenslust das Sortiment des Ladens inspizieren, sehen, wie das Schneiden und Wiegen von Käse funktioniert, welche Waren in die Kühlung kommen und wie der “warme Leberkäs” warm bleibt. Und damit die Kinder in einer weiteren Exkursion auch noch erfahren, woher die Eier im Dorfladen kommen, sponsert der Dorfladen auch noch die Fahrt zum Eierbauernhof.


Laden-Inhaber Antonio Estevam und seine Mitarbeiterinnen Susann (li.) und Ines (Mitte) ließen sich von den Kindern vorübergehend sogar von der Arbeit abhalten. (Fotos: Franz Heger)

Sepp Wurm

Holzarbeiten an der Kneifelspitze

 von Sepp

Sperrungen an der Nordseite der Kneifelspitze

An der Nordseite der Kneifelspitze führen die Bayerischen Staatsforsten gerade eine große Holzerntemaßnahme durch. Da das Gelände relativ steil und unzugänglich ist, erfolgt die Holzbringung mit einer Seilanlage. Um die Sicherheit der Wanderer zu gewährleisten, sind folgende Wanderwege gesperrt:

 

  • Bachwaldweg: Der Weg zwischen Kugelmühle Marktschellenberg und Hintergern ist gesperrt.
  • Kneifelspitz-Rundweg: Da die Nordseite des Berges gesperrt ist, kann auch der Rundweg nicht begangen werden!

 

Nicht betroffen von den Holzarbeiten ist der Wanderweg durch die Almbachklamm nach Maria Ettenberg. Auch der klassische Aufstieg zur Kneifelspitze von Maria Gern aus ist von der Sperrung nicht betroffen.

Kneifelspitze Gipfelkreuz

Kneifelspitze Gipfelkreuz mit Watzmann im Hintergrund

Der Forstbetrieb Berchtesgaden rechnet mit einer Dauer der Sperrungen von circa 6 Wochen. Seid also bitte vorsichtig bei Wanderungen im Gebiet der Kneifelspitze und beachtet die Sperrungen,

 

Euer Sepp BGLT