Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Marktschellenberg

Das Riesending im Untersberg

 von Sepp

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Der Untersberg, 1.972 Meter hoch, die deutsch-österreichischen Grenze verläuft genau über seinen zerklüfteten Rücken, ist von zahlreichen Höhlen durchzogen. Mehreren Sagen zufolge haben Zwerge und Wildfrauen dort in der Tiefe marmorne Schlösser erbaut und sie mit Silber- und Goldschätzen ausgeschmückt. Auch Karl der Große oder Kaiser Barbarossa wurden in Untersberg-Höhlen vermutet; dort erwarteten sie schlafend die Schlacht, in der das Schicksal der Welt entschieden wird. Esoteriker und Mystiker wiederum schreiben dem Berg magische Kräfte als Zeitportal zu, die Alpenschamanen sehen ihn im einen Kraftort und der Dalai Lama bezeichnet den Untersberg bei seinem Salzburgbesuch 1992 gar als Herz-Chakra Europas..

Vor allem auf österreichischer Seite haben Speläologen, die Erforscher der Unterwelt, tatsächlich fantastische Schattenreiche im Innern des Untersbergs aufgespürt: riesige Labyrinthe wie die mittlerweile auf 33 Kilometer kartierte Gamslöcher-Kolowrat-Höhle etwa.

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Abgesehen von der Schellenberger Eishöhle bleibt die deutsche Seite des Berges unterhalb der zerklüfteten Oberfläche unbekanntes Land. 1995 begannen schwäbische Höhlenforscher der Arbeitsgemeinschaft Höhlenkunde Bad Cannstatt das Hochplateau des Unterberges systematisch auf Löcher abzusuchen. Der große Fund aber bleibt ihnen verwehrt. Erst im Sommer 2002 stößt eine Gruppe von acht jungen Höhlenforschern in einem vergessenen Felstrichter auf ein Gangsystem von gewaltigem Ausmaß, das die Höhlenforscher zum Ausschrei Was ist denn das für ein Riesending? veranlasst. Dieser Name sollte bleiben!weiterlesen

Ursula

Familien-Herbstwandertipp

 von Ursula

Die Almbachklamm neu entdeckt

Bisher war ich der Meinung, die Almbachklamm muss man auf jeden Fall im Frühsommer gehen, wenn unglaubliche Wassermassen die ausgehöhlte Schlucht hinabschießen, von allen Seiten kleine Wasserfälle herunterrieseln und oben in Ettenberg auf den Bauernwiesen ein einzigartige Blumenpracht das Herz übergehen lässt. Aber am vergangenen Sonntag habe ich meine Meinung geändert.

Beeindruckender Blick von der Brücke in die Almbachklamm

Beeindruckender Blick von der Brücke in die Almbachklamm

Halbschariges Wetter, raus wollten wir auf jeden Fall, die Klassiker an einem solchen Tag schreckten uns aufgrund der in hoher Zahl zu erwartenden anderen Wanderer – und Anita, 8 Jahre, wollte schon ein bisschen Action, nicht nur den Berg rauf.

 

Herbstwanderung durch die Almbachklamm

Also die Almbachklamm, Mitte September, ganz gegen meine Überzeugung. Der Himmel ist grau in grau, die Regenjacken sind im Rucksack. Seit den Unwettern und dem Hochwasser Anfang Juni war ich nicht mehr in der Klamm. Dass diese bereits seit 6. Juli schon wieder begehbar ist, grenzt nach den ersten Bildern von damals an ein Wunder. Brücken und Stege waren zerstört, abgegangene Muren hatten die Wege teilweise meterhoch mit Geröll verschüttet. Wir finden am vergangenen Sonntag davon fast keine Spuren mehr. Einige verkeilte Baumstämme sind zu sehen, das war‘s. Die Brücken sind bestens repariert bzw. komplett neu aufgebaut, die Wege neu geebnet, es gibt sogar zusätzliche Sicherungsseile an den schmalen Wegpassagen.

Diese Brücke wurde nach dem Unwetter komplett erneuert

Diese Brücke wurde nach dem Unwetter komplett erneuert

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Lisa-Graf-Riemann

Brot & Spiele – die vierte

 von Lisa

Die viel besuchte und gut angenommene Reihe Brot & Spiele im Café Cupido in Marktschellenberg geht in die vierte Runde. Am letzten Donnerstag im Monat, ab 19.00 Uhr heißt es wieder Vorhang auf und Bühne frei!

 

Am 29.8. spielen Mia Kaiser-Wenig und Bettina Nagl das Märchen Prinzessin auf der Erbse nach Hans Christian Andersen. Ein Marionettentheater für Groß und Klein. Nach dem großen Erfolg mit ihrem Handpuppenspiel über das Trollkind – volles Haus im Cupido – haben die beiden Puppenspielerinnen die Messlatte ziemlich hoch gehängt. Die Fans warten bereits auf eine Fortsetzung mit dem genialen Duo.

 

Der Eintritt pro Abend kostet 9.90 Euro. Im Preis inbegriffen ist ein  überbackenes Baguette mit Salatbeilage.

 

Die Reihe soll im Herbst fortgesetzt werden. Wer Interesse hat, selbst aufzutreten, große oder kleine Kunst vorzuführen, auch spontan, der wende sich an Christiane Riepert, Inhaberin des Cafés Cupido, Salzburger Str. 1, 83487 Marktschellenberg, Tel. 08650 984485.

 

Schellenberger Kirtag

 von Sepp

Marktschellenberg feiert

Jedes Jahr am Wochenende nach „Ulrich“ feiert Marktschellenberg seinen traditionelle Kirtag. So auch heuer wieder: Vom 6. bis zum 8. Juli ist ein breites Programm geboten. Los gehts am heute Abend ab 19 Uhr mit dem Blasmusikhoagoascht im großen Festzelt am Holzhof Marktschellenberg, am Sonntag läutet dann ein Frühschoppen den eigentlichen Kirtag ein .Dazu gibt es morgen das klassische Kirtagsprogramm mit verschiedenen Ständen der fliegenden Händler vor der Kulisse des historischen Ortskerns Marktschellenbergs.

Schellenberger Kirtag

Schellenberger Kirtag

Blauer Montag

Tag der Behörden und Betriebe ist beim Schellenberger Kirtag traditionell der Montag, die örtlichen Betriebe lassen in der Regel an diesem Tag die Arbeit ruhen. An jedem Tag des Kirtages ist natürlich für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt: Hendl und Schweinshaxn vom Grill, Grillwürstl, Kas und Radi gehören zu jedem Bierzelt ebenso dazu wie a gscheides Bier, beim Schellenberger Kirtag natürlich vom Hofbrauhaus Berchtesgaden!

 

Euer Sepp BGLT

Almbachklamm öffnet wieder

 von Sepp

Wiedereröffnung der Almbachklamm am 5. Juli

Nachdem das Unwetter Anfang Juni in der Almbachklamm große Schäden angerichtet hat und die Klamm daraufhin gesperrt wurde, öffnet sie morgen wieder für Besucher. Auf einer Strecke von knapp 3 Kilometern kann man dann wieder über die instand gesetzten Stege und Brücken durch die enge Schlucht wandern, während links und rechts das Wasser in die Tiefe stürzt. Der Almbach schlängelt sich wildromantisch durch die enge Klamm, zahlreiche Gumpen – also tiefe Becken – sammeln das herabstürzenden Wasser.

In der Almbachklamm

In der Almbachklamm

Der Weg durch die Almbachklamm führt über Brücken und Stege, durch Tunnels und durch in den Fels geschlagene Wege, bevor sich nach etwa 200 zurückgelegten Höhenmetern die Klamm zu einem breiteren Tal weitet.weiterlesen

Lisa-Graf-Riemann

Brot & Spiele

 von Lisa

Im Café Cupido, Marktschellenberg am 27.6.

Weiter geht unsere Reihe Brot & Spiele am Donnerstag, 27. Juni mit dem „Trollkind“, einem Puppentheater, das von Mia Kaiser-Wenig und Bettina Nagl auf dem Bügelbrett gespielt wird.

 

Trollkind – ein nordisches Märchen

Unter dem Schlosspark beginnt das Reich der Trolle. Als die Königin nicht aufpasst, stiehlt der Trollvater die Prinzessin und legt sein eigenes Trollkind in die Wiege. Was es bedeutet, wenn ein Trollmädchen im Schloss aufwächst und eine Königstochter bei den Trollen, das erfahren große und kleine Zuschauer im Stück von den vertauschten Kindern.

Der Trollvater

Der Trollvater

Beginn: 19 Uhr.

Der Eintritt pro Abend kostet 9.90 Euro. Im Preis inbegriffen ist ein feines überbackenes Baguette, eine Spezialität des Cafés Cupido. Sie müssen also nicht vorher daheim zu Abend essen, sondern können dies im Café tun.weiterlesen

Schellenberger Eishöhle öffnet

 von Sepp

Ab 21. Juni 2013 ist die Eishöhle geöffnet

Habt Ihr bei den Temperaturen der letzten Tage nicht auch immer wieder von richtiger Abkühlung geträumt? Ich meine damit nicht die kurzzeitige Kühle, die zwei Kugeln Eis oder ein Sprung ins Wasser eines Freibades verschaffen, sondern tatsächlich kalte Luft in kühler Umgebung. Dann habe ich gute Nachricht für Euch: Die Schellenberger Eishöhle öffnet morgen erstmals in dieser Saison. Der verspätete Saisonbeginn ist dem späten Winter mit großen Neuschneemenge im Mai und sogar noch im Juni geschuldet, die keine frühere Vorbereitung der Eishöhle zuließen (Lisa hat am 22. Mai vom Untersberg berichtet). Morgen aber ist es soweit: Ausgestattet mit Karbidlampen können die Besucher der Höhle in die Tiefen des Untersberges eindringen, bei Temperaturen um circa 0° Celsius.

Schellenberger Eishöhle ©Verein für Höhlenkunde

Schellenberger Eishöhle ©Verein für Höhlenkunde

Angesichts von derzeitigen Außentemperaturen von weit über 30° sind das richtig angenehme Aussichten.

 

Deutschlands einzige erschlossene Eishöhle

Ab 10 Uhr vormittags bis 16 Uhr am Nachmittag kann man ab morgen an einer Führung in die Eishöhle teilnehmen, der Preis beträgt 7 € (mit Gästekarte 6,50 €) für Erwachsenen beziehungsweise 4 E für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre.weiterlesen

Lisa-Graf-Riemann

Der Untersberg

 von Lisa

ist der Hausberg der Marktschellenberger

Von dort sind wir zu unserer ersten diesjährigen Tour am Pfingstsamstag hinauf aufs Plateau losgewandert.  Ausgangspunkt: der Schellenberger Passturm. In 2,5 Stunden sind wir mit noch ein paar anderen Wanderern hinauf zur Toni-Lenz-Hütte gestiegen. Die Terrasse war voll, die Hütte selbst noch geschlossen, was einige sehr bedauerten, vor allem die, die keine Brotzeit mitgebracht hatten.

 

Die Schellenberger Eishöhle

Dann ging’s weiter hinauf, an der Eishöhle vorbei, deren Eingang immer noch voll Schnee war, also auch geschlossen. Worauf aber schon ein Zettel unten am Passturm hingewiesen hatte. Das war also zumindest keine Überraschung. 20 Minuten Gehzeit von der Hütte.

Thomas Eder Steig

Von der Eishöhle ging es hinein in den Thomas-Eder-Steig, auf in den Fels gehauenen Stufen, die teilweise recht steil durch den Untersberg oder an der Bergwand entlang hinauf in die Mittagsscharte führen. Von dort noch einmal in Serpentinen bergauf und in einer guten Stunde, je nach Tempo auch ein bisschen länger, ist man schließlich oben und durchquert Latschen- und ein paar Schneefelder.  Wer mag, steigt noch auf den Salzburger Hochthron (1.853 m) und hat damit den höchsten Punkt der Tour erreicht. Nach 1.400 Höhenmetern  Aufstieg.  Von hier ist es nur mehr ein Katzensprung zum Geiereck, von wo wir diesmal die knieschonende Abstiegsvariante mit der Gondel gewählt haben, ich geb’s ja zu.

 

PS: Je weiter man raufkommt, desto bemerkenswerter wird das Schuhwerk, das einem begegnet: Adidas Turnschuhe, Sneaker mit glatter Sohle, sogar Riemchensandalen mit Keilabsatz kamen uns etwa ab der Mittagsscharte entgegen, außerdem eine unter den Arm geklemmte riesige Damenhandtasche, die zum Eder-Steig wollte. Ein Japaner schließlich lernte oben auf dem Plateau das Fliegen, weil seine Sneaker auf Schnee die Haftung verweigerten. Er landete auf dem Allerwertesten und vergaß für ein paar Minuten sogar zu lächeln.

 

PPS: Die Toni-Lenz-Hütte am Untersberg ist seit Pfingstmontag wieder geöffnet.

Lisa-Graf-Riemann

Brot & Spiele

 von Lisa

Veranstaltungsreihe im Café Cupido, Marktschellenberg

Ob die neue Veranstaltungsreihe im Marktschellenberger Café Cupido in der Salzburger Straße gleich zur Massenunterhaltung wird wie im Alten Rom («Panem et Circenses»), muss sich erst noch erweisen. Auf jeden Fall bekommt der Markt nach Bärlauchwoche, Flohmarkt und Standkonzerten der Musikkapelle eine weitere Attraktion: Jeden letzten Donnerstag im Monat, jeweils ab 19.00 Uhr, heißt es Vorhang auf und Bühne frei  für Gesang, Spiel und Literatur.

Wir beginnen am 23. 5. (wegen des Feiertags ausnahmsweise der vorletzte Donnerstag) mit dem „Vierklang Berchtesgaden“, der 3 x 3 Frühlingslieder vom Mittelalter bis heute zum Lauschen und Genießen und einen Kanon zum Mitsingen präsentieren wird. Vierklang, das sind: Kathrin Fraas, Mia Kaiser-Wenig sowie Martha und Erwin Fendt aus Berchtesgaden.

Weiter geht es am 27.6. mit dem „Trollkind“, einem Puppentheater auf dem Bügelbrett mit Mia Kaiser-Wenig und Bettina Nagl. Was es bedeutet, wenn ein Trollmädchen im Schloss aufwächst und eine Königstochter bei den Trollen, das erfahren große und kleine Zuschauer im Stück von den vertauschten Kindern.

 

Brot & Spiel im Cafe Cupido

Brot & Spiel im Cafe Cupido

Krimi und Märchen

Am 25.7. gibt es einen Workshop mit Kurzlesung der Krimi-Autorin Lisa Graf-Riemann. Unter fachkundiger Anleitung lernen die TeilnehmerInnen selbst eine Kurzgeschichte zu schreiben.

Am 29.8. spielen Mia Kaiser-Wenig und Bettina Nagl das Märchen „Prinzessin auf der Erbse“ nach H. Chr. Andersen. Ein Marionettentheater für Groß und Klein.

Der Eintritt pro Abend kostet 9.90 Euro. Im Preis inbegriffen ist ein  überbackenes Baguette, eine Spezialität des Cafés Cupido. Die Reihe soll im Herbst fortgesetzt werden.

Café Cupido, Inhaberin: Christiane Riepert, Salzburger Str. 1, 83487 Marktschellenberg, Tel. 08650 984485

Plakat: Heli Unterberger, Tourismusverein Marktschellenberg

 

Lisa-Graf-Riemann

Groß oder Klein?

 von Lisa

Barmstein – Wanderung mit leichter Kraxelei

Wir entscheiden uns heute für den Großen Barmstein. Eine Mini-Wanderung mit leichter Kraxelei zwischendurch, am Einstieg sogar mit einer kurzen Seilversicherung. Nix Wildes, der Große Barmstein ist ja auch nur 851 Meter hoch, und damit nur 10 Meter höher als der Kleine. Und doch sind die beiden ein schöner, leicht zu erreichender Aussichtsplatz.

Von der Parkmöglichkeit am Mehlweg über Marktschellenberg aus betrachtet, wirkt der Große Barmstein für Wanderer unbezwingbar. Die senkrechte Wand, die vor einem steht, ist das Revier der Kletterer. Da hinauf geht’s nur per Seil. Wenn man aber um den Barmstoa links herumgeht, dann gibt es einen Steig auf der Rückseite, der Seite, von der aus man auf Hallein und die Salzach hinunterschaut. Und eigentlich ist man dann in einer guten halben Stunde oben – vorausgesetzt, man hat das richtige Schuhwerk an und scheut sich nicht, an ein paar ausgesetzten Stellen durchzumarschieren. Denn links geht‘s senkrecht bergab und das ganz ohne Leitplanke. Für kleinere Kinder ist der Weg deshalb nicht geeignet. Außer, sie sitzen in einer Kraxe oder gehen brav an der Hand. Oben ist man meist ungestört vor dem herrlichen Panorama auf die Berchtesgadener Berge. Gestern war der Blick auf den Watzmann und das verschneite Steinerne Meer ganz fantastisch. Auf der österreichischen Seite sieht man hinunter auf die Salzach und folgt ihr bis Salzburg.

 

Die Burgruine Thürndl

Wer Lust hat, kann nach dem Abstieg noch den Kleinen Barmstein mitnehmen oder dem beschilderten Wanderweg zur Burgruine Thürndl folgen. Auch am Kleinen Barmstein heißt es ein bisschen aufpassen auf dem Steig, der in den Fels gehauen und größtenteils mit einem Seil gesichert ist. Aber Aufpassen schadet im Gebirge sowieso nie.

Die Barmstein-Tour ist übrigens auch beschrieben in den „111 Orten im Berchtesgadener Land, die man gesehen haben muss“, Eure Lisa.