St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Naturschutz
Sepp Wurm

25 Jahre Waldklimastation am Watzmann

 von Sepp
Seit 1991 betreut Nationalpark-Mitarbeiter Stefan Donath die Waldklimastation am Watzmann im Nationalpark Berchtesgaden.

Seit 1991 betreut Nationalpark-Mitarbeiter Stefan Donath die Waldklimastation am Watzmann im Nationalpark Berchtesgaden.

Bayerns Wälder vor großen Herausforderungen

Die Waldklimastation nahe der Mitterkaseralm am Watzmann liefert seit über 25 Jahren Daten über die Witterung im Nationalpark Berchtesgaden. Damit ist die Station auf rund 1.500 Metern Höhe von Beginn an dabei im Netzwerk der heute 19 bayerischen  Waldklimastationen. Zum traditionellen Jahrestreffen der Waldklimastations-Betreuer kamen kürzlich 47 Betreuer, Probenehmer und Forstexperten der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) nach Berchtesgaden.

Die Waldklimastation am Watzmann betreut seit 1991 Nationalpark-Mitarbeiter Stefan Donath. „Seit mehr als 25 Jahren liefert unsere Station, die von der LWF betrieben wird, zuverlässig wichtige Kenndaten zu Witterung und Stoffeinträgen in die Wälder“, erklärt Donath. Bayernweit kommen so jährlich über 750.000 Messdaten zusammen, die eine Aussage über die Wirkungen der Umwelteinflüsse auf den Wald erlauben. Für Berchtesgaden sind die Werte gut: Die Station liegt fast an der Reinluftgrenze, die Belastungen sind hier so niedrig wie an keiner anderen Station im bayerischen Messnetz der LWF oder im bundesweiten forstlichen Umweltmonitoring. Doch die Fakten langjähriger Forschungen liegen auf der Hand. Im Rahmen der Fachtagung im Nationalparkzentrum Haus der Berge verwiesen zahlreiche Referenten ebenso wie LWF-Präsident Olaf Schmidt und LWF-Projektleiter Hans-Peter Dietrich auf die Herausforderungen für Bayerns Wälder durch den Klimawandel. Und diese sind durchaus ernst zu nehmen: Durch Stoffeinträge und die Klimaerwärmung ändern sich die Bedingungen in Bayerns Wäldern nach Auskunft der Experten nach 1990 stärker und rascher als im gesamten Jahrhundert zuvor. Damit haben lange bewährte Planungsgrundlagen ihre Gültigkeit verloren. Veränderungen und ihre Risiken zu erkennen ist daher für umwelt- und forstpolitische Entscheidungen besonders wichtig. weiterlesen »

Sepp Wurm

Die Marzoller Au

 von Sepp
Die Marzoller Au

Die Marzoller Au

Im Norden der Alpenstadt Bad Reichenhall liegt ein echtes Juwel: Die Marzoller Au, Deutschlands südlichster, noch erhaltener Auwaldrest mit Tieflandcharakter. Als Refugium für bedrohte Auwaldarten stellt die Marzoller Au eine wichtige ökologische Stufe zwischen den Auen des Voralpenlandes und den Lebensräumen der Alpen dar. Aufgrund dieser Einzigartigkeit wurde das Kleinod zum NATURA 2000 beziehungsweise FFH (Flora-Fauna Habitat) Schutzgebiet erklärt. Außerdem dient die Marzoller Au Touristen sowie Bürgern der Stadt Bad Reichenhall als Naherholungsgebiet. Dafür wurde 2010 ein Naturerlebnispfad eröffnet, der Besucher über die Bedeutung und die Besonderheiten des Auwaldes aufklärt.

Im 19. Jahrhundert wurde die Saalach, wie viele andere Flüsse, begradigt. Die damit einhergehende Erhöhung der Abflussgeschwindigkeit bewirkte einen vermehrten Abtransport von Gestein aus der Gewässersohle. Damit trat eine allmähliche Vertiefung des Flussbettes ein. Die Saalachauen wurden immer seltener überschwemmt und die für den Auwald typische Lebensräume, die von Überschwemmungen und schwankenden Grundwasserpegeln geprägt sind, traten mehr und mehr zurück.

Auwald in der Marzoller Au

Auwald in der Marzoller Au

In den 1980er Jahren wurde das Problem erkannt und man began mit der Renaturierung der Deutschen Seite der Saalachau. weiterlesen »

Sepp Wurm

Neues aus dem Haus der Berge

 von Sepp

Ausstellung im Haus der Berge wieder geöffnet

Die Ausstellung „Vertikale Wildnis“ im Nationalparkzentrum Haus der Berge in Berchtesgaden ist ab sofort wieder geöffnet.

Das Haus der Berge © Josefine Unterhauser

Das Haus der Berge © Josefine Unterhauser

Der technische Defekt am Schließmechanismus der Lamellen in der Bergvitrine ist behoben.

 

Vortrag: Der Borkenkäfer im Nationalpark

Die Wintervortragsreihe des Nationalparks Berchtesgaden geht in die dritte Runde: „Wie verändert der Borkenkäfer-Befall die Wälder im Nationalpark Berchtesgaden?“ Dieser Frage ist die Forstwissenschaftlerin Barbara Winter in den vergangenen Jahren auf den Grund gegangen und präsentiert neue Ergebnisse aus ihrer Doktorarbeit.

Waldverjüngung im Nationalpark Berchtesgaden

Waldverjüngung im Nationalpark Berchtesgaden

Am Donnerstag, 8. Januar, berichtet die Forstwissenschaftlerin außerdem von einer neu entdeckten Art, dem ungefährlichen Pseudoskorpion Dendrochernes cyrneus, der im Rahmen der Forschungen erstmals für Bayern nachgewiesen wurde. Auch bei totholzzersetzenden Pilzen gab es einige Erstnachweise für Bayern und Deutschland. Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr im Nationalparkzentrum „Haus der Berge“, Hanielstraße 7 in Berchtesgaden. Der Eintritt ist frei.

 

Pressemeldung © Nationalpark Berchtesgaden

Sepp Wurm

Steinadler im Nationalpark

 von Sepp

Steinadler-Projekt im Nationalpark Berchtesgaden

Fernglas, Spektiv und Datenerhebungsbögen sind derzeit ihre wichtigsten Arbeitsgeräte – bei der unermüdlichen Suche sind Geduld, Artenkenntnis und ein kleines Quäntchen Glück unerlässlich: Fünf Praktikanten sind den Steinadlern im Nationalpark Berchtesgaden und angrenzenden Gebieten täglich auf der Spur, um aktuell bebrütete Horste zu finden und den Bruterfolg zu protokollieren. 15 Reviere zählen zu ihrem Beobachtungsgebiet, mehrere aktuell bebrütete Horste hat das Team bereits gefunden.

Fest im Blick hat das Adlerteam rund um Toni Wegscheider (r.) den aktuell besetzten Steinadlerhorst im Klausbachtal.

Fest im Blick hat das Adlerteam rund um Toni Wegscheider (r.) den aktuell besetzten Steinadlerhorst im Klausbachtal.

Aktuell sehr gute Beobachtungschancen

„Im Klausbachtal brüten die Adler erstmals seit 2009 wieder in einem Felshorst“, erklärt Tonio Schaub, Student der Landschaftsökologie in Greifswald. „Damit erhöhen sich die Chancen auf eine erfolgreiche Brut ganz erheblich!“. Im vergangenen Jahr hatte das Steinadlerpaar aus dem Klausbachtal Pech: Zur Brut hatten sie 2013 einen gegen Regen und Schnee nur schlecht geschützten Baumhorst gewählt. Den starken und lang andauernden Regen Anfang Juni hatte der Jungvogel nicht überlebt: Er starb an Unterkühlung. „Der Tod des Jungvogels war zwar tragisch, hatte aber auf den Gesamtbestand der Steinadler in der Region keine negativen Auswirkungen“, beruhigt Toni Wegscheider, Auftragnehmer des Steinadlerprojekts und auch Autor dieses Blogs.weiterlesen »

Sepp Wurm

Drei Jahre Waldinventur im Nationalpark

 von Sepp

Ergebnisse der Waldinventur im Nationalpark Berchtesgaden erstmals öffentlich vorgestellt

5.782 Stichprobenpunkte, 88.000 aufgenommene Pflanzen, 800 Jahre alte Zirben – die Ergebnisse der Waldinventur im Nationalpark Berchtesgaden überraschten die rund 100 Besucher im Nationalparkzentrum Haus der Berge in Berchtesgaden. Inventur-Leiter und Nationalpark-Mitarbeiter Bernd Becker sowie Christian Clasen von der Technischen Universität München hatten von 2010 bis 2012 drei Jahre lang im Nationalpark mit modernem Gerät den Zustand des Waldes ermittelt und bewertet. Die Ergebnisse stellten die beiden Forstwissenschaftler kürzlich im Rahmen der Winter-Vortragsreihe des Nationalparks erstmals öffentlich vor.

Nationalpark-Mitarbeiter Bernd Becker (l.) und Christian Clasen (r.) von der Technischen Universität München

Nationalpark-Mitarbeiter Bernd Becker (l.) und Christian Clasen (r.) von der Technischen Universität München

„In einem 100 mal 200 Meter großen Raster spannt sich ein gleichmäßiges Netz von 5.782 Inventurpunkten über den gesamten Nationalpark“, erläutert Bernd Becker, Leiter der Waldinventur, die Vorgehensweise. „Unser Ziel war es, jeden dieser Punkte im Gelände zu finden. Ein Punkt repräsentiert dabei zwei Hektar Wald, an jedem Punkt haben wir rund 80 verschiedene Parameter aufgenommen“. Bereits in den Jahren 1983 bis 1985 sowie zwischen 1995 und 1997 haben Waldinventuren im Nationalpark stattgefunden, an jedem Inventurpunkt wurden damals kleine Magneten in zehn bis 20 Zentimeter Tiefe vergraben. Diese Punkte mussten Bernd Becker und sein Team nun in mühevoller Kleinarbeit mit Magnetsuchgeräten wieder auffinden. An 5.229 Punkten ist dies gelungen, die anderen Magneten waren aufgrund des Geländes mit vertretbarem Aufwand nicht mehr erreichbar. An allen Inventurpunkten haben die Mitarbeiter verschiedene Daten ermittelt wie Baumart, Baumhöhe, Durchmesser, Alter, Verjüngung, Totholz, Sträucher, Bodenfeuchte, Kleinbiotope oder Belastungen durch Schnee, Wasser und Überschüttung. Außerdem ermittelten die Teams von Becker und Clasen Nachweise von Raufußhühnern sowie das Vorhandensein von Ameisenhügeln und die Verfügbarkeit des Mobilfunknetzes.

 

Extreme Bäume – extreme Standorte

Die Ergebnisse sind erstaunlich: Der älteste Baum des Nationalparks ist eine 801 Jahre alte Zirbe im Klausbachtal, der höchste Baum eine Fichte in der Röth mit 47,6 Metern. Mit 42,5 Metern erreicht auch eine Ulme auf der Halbinsel St. Bartholomä eine beachtliche Wuchshöhe. Ein echter Baumriese ist eine Fichte mit rund 144 cm Durchmesser in Brusthöhe, gefolgt von einem Bergahorn am Jenner mit 121 cm Durchmesser.

Diese Zirbe klammert sich hoch über den Königssee an einen kleinen Felsvorsprun

Diese Zirbe klammert sich hoch über den Königssee an einen kleinen Felsvorsprun

Insgesamt ermittelten die Wissenschaftler knapp 24% mehr Bäume im Vergleich zur Inventur aus den Jahren 1995/1997. In der Kernzone des Nationalparks dominiert die Lärche mit 41%, gefolgt von der Fichte mit 32,6%. Der Anteil von Buche und Zirbe liegt bei rund zehn Prozent.weiterlesen »

Sepp Wurm

Besuch aus Österreich

 von Sepp

Tennengauer Berg- und Naturwacht besucht Nationalpark

Acht Mitglieder der Salzburger Berg- und Naturwacht, Bezirk Tennengau, besuchten kürzlich den Nationalpark Berchtesgaden. Ziel des Treffens war ein gegenseitiges Kennenlernen sowie der Erfahrungsaustausch zwischen Aktiven benachbarter Schutzgebiete. Aufgabe der Naturwacht ist es, die Einhaltung der Bestimmungen verschiedener Naturschutz-Gesetze zu kontrollieren – so auch im Hagengebirge, das direkt an den Nationalpark Berchtesgaden angrenzt. Dazu hat die Salzburger Landesregierung die Mitglieder mit polizeilichen Befugnissen ausgestattet. Die Ausbildung der ehrenamtlichen Naturwacht-Mitarbeiter im Tennengau leitet Petra Grill (3.v.r.). Nationalpark-Ranger Lorenz Köppl (2.v.r.) und Josef Egger (5.v.l.) vereinbarten für die Zukunft eine engere Zusammenarbeit im Naturschutz sowie zur Verbesserung des grenzüberschreitenden Informationsflusses bei Rettungseinsätzen.

Naturwacht zu Besuch im Nationalpark Berchtesgaden

Naturwacht zu Besuch im Nationalpark Berchtesgaden

Pressemitteilung © Nationalpark Berchtesgaden

Sepp Wurm

Yellowstone-Park der Alpen

 von Sepp

Der Nationalpark Berchtesgaden – Ein Schutzgebiet wird 35

Seit 35 Jahren ist er fester Bestandteil des Berchtesgadener Landes, der einzige Alpen-Nationalpark Deutschlands. Jetzt feiert er Jubiläum: Die „Verordnung über den Alpen- und Nationalpark Berchtesgaden“ wurde am 18. Juli 1978 von der Bayerischen Staatsregierung erlassen und mit Wirkung vom 1. August 1978 in Kraft gesetzt: Nach dem Nationalpark Bayerischer Wald war der zweite Nationalpark Deutschlands geboren!

Als eine der ersten Maßnahmen im Wegeunterhalt des neuen Schutzgebietes wurde im Jahr 1978 der Watzmanngrat versichert. Heute hat der Nationalpark Berchtesgaden die Verkehrssicherungspflicht für rund 260 Kilometer Wanderwege und alpine Steige im Schutzgebiet und investiert jährlich mehr als eine halbe Million Euro in den Wegeunterhalt.

Als eine der ersten Maßnahmen im Wegeunterhalt des neuen Schutzgebietes wurde im Jahr 1978 der Watzmanngrat versichert. Heute hat der Nationalpark Berchtesgaden die Verkehrssicherungspflicht für rund 260 Kilometer Wanderwege und alpine Steige im Schutzgebiet und investiert jährlich mehr als eine halbe Million Euro in den Wegeunterhalt.

Die Geschichte des Naturschutzes rund um Watzmann und Königssee ist jedoch noch deutlich älter. Berchtesgaden beherbergt damit eines der ältesten Schutzgebiete der Alpen.

 

Der Yellowstone Park der deutschen Alpen

Schriftsteller Heinrich Noe wusste bereits Ende des 19. Jahrhunderts von den Vorzügen der Landschaft rund um Watzmann und Königssee zu berichten. Lange bevor Berchtesgaden ein eigenes Schutzgebiet erhielt, beschrieb er es wegen der einzigartigen Schönheit der Berglandschaft als den „Yellowstone Park der deutschen Alpen“. Heute ist der Nationalpark fester Bestandteil des Berchtesgadener Landes und lockt jährlich rund 1,4 Millionen Besucher in eine der schönsten Berglandschaften der Alpen.weiterlesen »

Sepp Wurm

„Open Air-Semester“ im Nationalpark

 von Sepp

Für Studenten vieler Fachrichtungen

Ab sofort können sich Studenten aller Fachrichtungen um ein „Open-Air-Semester“ im Nationalpark Berchtesgaden bewerben. Ob Lehramts-, Geographie-, Biologie- oder Kulturwissenschaftsstudium: Wer gerne in der Natur arbeitet und Spaß hat am Umgang mit Kindern und Jugendlichen, den erwartet im kommenden Jahr im Nationalpark Berchtesgaden ein spannendes Arbeitsfeld. Eine Bewerbung für das so genannte „Praktikum für die Umwelt“ ist ab sofort möglich.

Praktikantin im Einsatz

Praktikantin im Einsatz

Praktikum für die Umwelt im Nationalpark Berchtesgaden

Konzepte für Veranstaltungen entwickeln und umsetzen, öffentlichkeitswirksame Aktionen durchführen sowie Sonderveranstaltungen und Projekte betreuen –praktischen Erfahrungen sind für Studenten ebenso wichtig wie Einblicke in das Schutzgebietsmanagement und den Naturschutz. weiterlesen »

Sepp Wurm

Fortbildung im Nationalpark

 von Sepp

20 Fachkräfte aus grünen Berufen nehmen derzeit an einer von der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) in Laufen organisierten Fortbildung zum „Geprüften Natur- und Landschaftspfleger“ teil.

Angehende Natur- und Landschaftspfleger im Nationalpark Berchtesgaden

Angehende Natur- und Landschaftspfleger im Nationalpark Berchtesgaden

Heute machte die Gruppe Station im Nationalpark Berchtesgaden. Ranger Wolfgang Fegg (3.v.r.) begleitete die Gruppe unter der Leitung von ANL-Mitarbeiter Wolf Scholz (7.v.r.) auf einer Exkursion durch das Klausbachtal. Der staatlich anerkannte, einjährige Lehrgang beinhaltet 17 Schulungswochen und schließt mit einer praktischen Prüfung sowie einer schriftlichen Klausur ab. Die ANL beteiligt sich an der Fortbildung zusammen mit der Landwirtschaftsverwaltung und dem fachlichen Naturschutz.

 

Pressemitteilung Nationalpark berchtesgaden

Sepp Wurm

Der Borkenkäfer im Nationalpark

 von Sepp

Borkenkäfer-Exkursion der Waldbesitzervereinigung mit Experten

Ist die Größe der Borkenkäfer-Bekämpfungszone im Nationalpark groß genug, um die angrenzenden Privatwälder vor Käferbefall zu schützen? Werden die Käfer beim Abtransport mit dem Hubschrauber flächig „ausgestreut“? Und kann der Wind große Mengen von Borkenkäfern über weite Distanzen transportieren? Diese und weitere Fragen wurden in der Vergangenheit vielfach kontrovers zwischen Nationalpark und Privatwaldbesitzern diskutiert. Ein Begang verschiedener Flächen im Nationalpark und Privatwald unter der Leitung ausgewiesener Borkenkäfer-Experten hat nun Klarheit gebracht – auch wenn nicht jeder Waldbesitzer die wissenschaftlichen Erkenntnisse gerne hören wollte.

 

Lokalaugenschein im Nationalpark und im Privatwald

Rund 30 Waldbesitzer, Revierleiter und Forstwissenschaftler waren der Einladung der Waldbesitzervereinigung Laufen-Berchtesgaden w.V., des Nationalparks Berchtesgaden und des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zum Thema „Borkenkäfermanagement im Nationalpark Berchtesgaden und Befallssituation in angrenzenden Wirtschaftswäldern“ gefolgt. Als ausgewiesene Borkenkäfer-Experten begleiteten Prof. Dr. Reinhard Schopf von der Technischen Universität (TU) München sowie Dr. Ralf Petercord von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft die Gruppe, um die Fragen zur Ausbreitung des Borkenkäfers zu klären.

Die Borkenkäfer Experten

Die Borkenkäfer Experten

Kein Zweifel besteht mehr unter den privaten Waldbesitzern an dem großen personellen und finanziellen Aufwand, den der Nationalpark in der Borkenkäfer-Bekämpfungszone betreibt. „Insgesamt 2,2 Millionen Euro und 16.000 Mannstunden hat der Nationalpark zwischen 2009 und 2011 in die Bekämpfung des Borkenkäfers investiert“, erklärt Dr. Roland Baier, stellvertretender Leiter der Nationalparkverwaltung. Mit der intensiven Bekämpfung und Dank der günstigen Witterung ist der Käferbefall nach dem Orkan Kyrill im Jahre 2007 nun deutlich gesunken.weiterlesen »