Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Naturschutz
Rosi Fürmann

Der Frühling im Haarmoos

 von Rosi

Das Gebiet Haarmoos im herrlich blühenden Frühling mit dem Hochstaufen und Zwiesel im Hintergrund

Ein unbeschreiblich-bleibendes Erlebnis für Herz, Seele und Gemüt: Der blühende Frühling im LBV-Gebiet Haarmoos

Unbeschreiblich die Eindrücke für Herz, Seele und Gemüt – das LBV-Gebiet Haarmoos in der Zeit des blühenden Frühlings. Das Gebiet im Naturraum Salzach-Hügelland im Berchtesgadener Rupertiwinkel gilt als eines der größten Wiesenbrütergebiete Südostbayerns.

herrlich in ihrer großen Vielfalt blühende Wiese im Haarmoos

Entstanden nach der letzten Eiszeit mit dem Abschmelzen der Gletscher vor etwa 10 000 Jahren bedeckte damals ein flacher See das Gebiet. Mit dem langsamen Einwachsen von Schilf, Seggen und Binsen begann die allmähliche Verlandung. Der an dieses Gebiet angrenzende Abtsdorfer See blieb als eine tiefe „Schürfwunde“ des damals abschmelzenden Salzachgletschers zurück und zeugt bis heute von der eisigkalten Zeit.weiterlesen

Versuchsfläche im Nationalpark, auf der auch totholzbewohnende Insekten untersucht werden © Bernhard Huber

Versuchsfläche im Nationalpark, auf der auch totholzbewohnende Insekten untersucht werden © Bernhard Huber

Ist Euch beim Autofahren schon einmal aufgefallen, dass kaum noch Insekten auf den Windschutzscheiben kleben? Wundert Ihr euch, wo all die Schmetterlinge hin sind? Und warum sterben fast überall Bienen und Hummeln in großer Zahl? Diese Fragen bewegen viele Menschen in Deutschland. Gerade in den vergangenen Jahrzehnten wird vielerorts ein dramatischer Rückgang selbst häufiger Insektenarten beobachtet. Die intensive Landnutzung lässt nicht mehr nur Rebhühner und Feldlerchen verschwinden, sondern inzwischen auch viele Tagfalter und andere fliegende Insekten. Eine international viel beachtete Publikation lieferte 2017 den Beweis: Die Zahl der Insekten nimmt in Deutschland seit vielen Jahren dramatisch ab. Der Arten- und Biomasseschwund an Insekten betrifft dabei nicht nur einzelne Gebiete, sondern ist ein großräumiges Problem. Fachleute vermuteten dieses Phänomen schon lange, verlässliche Daten waren bislang rar. Nun ist es traurige Gewissheit: Forscher verzeichnen an rund 60 Probestellen im gesamten Bundesgebiet einen Rückgang um mehr als 75 Prozent an Biomasse bei Fluginsekten. Die Ursachen des Artensterbens sind vielfältig, könnten jedoch eine Kombination aus Klimafaktoren, Intensivierung der Landwirtschaft oder noch unbekannten Lebensraumfaktoren sein. In den beiden bayerischen Nationalparks ist die aktuelle Entwicklung der biologischen Vielfalt erfreulicherweise umgekehrt. Hier darf sich die Natur auf großer Fläche ohne menschliches Zutun entwickeln. In nicht genutzten Wäldern dürfen Bäume alt werden, Borkenkäfer und Stürme schaffen Totholzstrukturen und Lücken im Wald.

In einer kürzlich veröffentlichten, langjährigen und ehrenamtlich durchgeführten Forschungsarbeit im Nationalpark Berchtesgaden konnte Dr. Walter Ruckdeschel in zahllosen Nachtstunden über 600 Nachtfalterarten nachweisen. Das sind 60 Prozent aller Nachtfalterarten Bayerns. Davon stehen 160 Arten auf der Roten Liste der in Deutschland gefährdeten oder vom Aussterben bedrohten Arten. Ein Vergleich mit älteren Daten erlaubte schließlich Aussagen zum Artenschwund: „Da weite Gebiete des Nationalparks nicht oder im Fall der Weiden nur extensiv bewirtschaftet werden und die vielfältigen Biotope im Nationalpark kaum Umweltbelastungen ausgesetzt sind, hat sich das Artenspektrum im Vergleichszeitraum nur wenig geändert“ so Schmetterlingsexperte Ruckdeschel.weiterlesen

Junger Bergmischwald. Wo bis vor rund 25 Jahren ausschließlich Fichten standen, wächst heute ein artenreicher Bergmischwald heran. Das Projekt „Umbau von Fichtenreinbeständen zu Bergmischwäldern in der Pflegezone des Nationalparks Berchtesgaden“ unter der Leitung von Nationalpark-Revierförster Hans Neubauer wurde als beispielhaftes Erfolgsprojekt ausgezeichnet.

Junger Bergmischwald. Wo bis vor rund 25 Jahren ausschließlich Fichten standen, wächst heute ein artenreicher Bergmischwald heran.

Bei der Verleihung des Alpinen Schutzwaldpreises in Kempten hat der Nationalpark Berchtesgaden den Anerkennungspreis der Jury erhalten. Das Projekt mit dem Titel „Umbau von Fichtenreinbeständen zu Bergmischwäldern in Schutzwaldlagen des Nationalparks Berchtesgaden am Beispiel des Steinberges oberhalb der Gemeinde Ramsau“ wurde in der Kategorie „Erfolgsprojekte“ international ausgezeichnet.

Elf nominierte Projekte aus dem Alpenraum in drei Kategorien: Rund 300 Gäste waren der Einladung von Gudula Lermer, Vorsitzende des Bayerischen Forstvereins e.V., in das Kornhaus in Kempten gefolgt. In der Kategorie „Erfolgsprojekte“ sicherte sich der Nationalpark Berchtesgaden den Ehrenpreis der Jury.  Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf betonte anlässlich der Preisverleihung: „Wir wollen die Funktion der Bergwälder als Lebensraum und auch als Schutzraum erhalten und weiter verbessern. Die Auszeichnung ist eine wertvolle Anerkennung unserer Erfolge im Naturschutz und bei der Vorsorge für den Klimawandel. Dazu gratuliere ich der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden. Zugleich ist der Preis Ansporn für die Zukunft. Der Klimawandel wird gerade in den Alpen gravierende Folgen haben – darauf müssen wir uns einstellen. Ein gesunder, artenreicher und vielschichtig aufgebauter Bergwald ist unverzichtbar. Er erfüllt Schutzfunktionen, die der Mensch nur mit großem finanziellem Aufwand erreichen könnte.“

Für Nationalpark-Leiter Dr. Roland Baier ist die Auszeichnung eine große Ehre und Anerkennung: „Zum 40. Jubiläumsjahr konnten wir zeigen, dass in einem Nationalpark Naturschutz und die Wiederherstellung der Schutzfunktion der Bergwälder gleichermaßen möglich sind. Dieses Best-Practice-Verfahren wurde nun von internationalen Experten anerkannt“, freut sich der Forstwissenschaftler. Die Schutzwälder am Steinberg oberhalb des Bergsteigerdorfes Ramsau sind seit jeher ein Schwerpunkt der Waldumbaumaßnahmen in der Pflegezone des Nationalparks Berchtesgaden. Auf großer Fläche wurden hier die naturfernen Fichtenreinbestände in arten- und strukturreiche Bergmischwälder umgebaut.weiterlesen

25 Jahre Waldklimastation am Watzmann

 von Sepp
Seit 1991 betreut Nationalpark-Mitarbeiter Stefan Donath die Waldklimastation am Watzmann im Nationalpark Berchtesgaden.

Seit 1991 betreut Nationalpark-Mitarbeiter Stefan Donath die Waldklimastation am Watzmann im Nationalpark Berchtesgaden.

Bayerns Wälder vor großen Herausforderungen

Die Waldklimastation nahe der Mitterkaseralm am Watzmann liefert seit über 25 Jahren Daten über die Witterung im Nationalpark Berchtesgaden. Damit ist die Station auf rund 1.500 Metern Höhe von Beginn an dabei im Netzwerk der heute 19 bayerischen  Waldklimastationen. Zum traditionellen Jahrestreffen der Waldklimastations-Betreuer kamen kürzlich 47 Betreuer, Probenehmer und Forstexperten der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) nach Berchtesgaden.

Die Waldklimastation am Watzmann betreut seit 1991 Nationalpark-Mitarbeiter Stefan Donath. „Seit mehr als 25 Jahren liefert unsere Station, die von der LWF betrieben wird, zuverlässig wichtige Kenndaten zu Witterung und Stoffeinträgen in die Wälder“, erklärt Donath. Bayernweit kommen so jährlich über 750.000 Messdaten zusammen, die eine Aussage über die Wirkungen der Umwelteinflüsse auf den Wald erlauben. Für Berchtesgaden sind die Werte gut: Die Station liegt fast an der Reinluftgrenze, die Belastungen sind hier so niedrig wie an keiner anderen Station im bayerischen Messnetz der LWF oder im bundesweiten forstlichen Umweltmonitoring. Doch die Fakten langjähriger Forschungen liegen auf der Hand. Im Rahmen der Fachtagung im Nationalparkzentrum Haus der Berge verwiesen zahlreiche Referenten ebenso wie LWF-Präsident Olaf Schmidt und LWF-Projektleiter Hans-Peter Dietrich auf die Herausforderungen für Bayerns Wälder durch den Klimawandel. Und diese sind durchaus ernst zu nehmen: Durch Stoffeinträge und die Klimaerwärmung ändern sich die Bedingungen in Bayerns Wäldern nach Auskunft der Experten nach 1990 stärker und rascher als im gesamten Jahrhundert zuvor. Damit haben lange bewährte Planungsgrundlagen ihre Gültigkeit verloren. Veränderungen und ihre Risiken zu erkennen ist daher für umwelt- und forstpolitische Entscheidungen besonders wichtig. weiterlesen

Die Marzoller Au

 von Sepp
Die Marzoller Au

Die Marzoller Au

Im Norden der Alpenstadt Bad Reichenhall liegt ein echtes Juwel: Die Marzoller Au, Deutschlands südlichster, noch erhaltener Auwaldrest mit Tieflandcharakter. Als Refugium für bedrohte Auwaldarten stellt die Marzoller Au eine wichtige ökologische Stufe zwischen den Auen des Voralpenlandes und den Lebensräumen der Alpen dar. Aufgrund dieser Einzigartigkeit wurde das Kleinod zum NATURA 2000 beziehungsweise FFH (Flora-Fauna Habitat) Schutzgebiet erklärt. Außerdem dient die Marzoller Au Touristen sowie Bürgern der Stadt Bad Reichenhall als Naherholungsgebiet. Dafür wurde 2010 ein Naturerlebnispfad eröffnet, der Besucher über die Bedeutung und die Besonderheiten des Auwaldes aufklärt.

Im 19. Jahrhundert wurde die Saalach, wie viele andere Flüsse, begradigt. Die damit einhergehende Erhöhung der Abflussgeschwindigkeit bewirkte einen vermehrten Abtransport von Gestein aus der Gewässersohle. Damit trat eine allmähliche Vertiefung des Flussbettes ein. Die Saalachauen wurden immer seltener überschwemmt und die für den Auwald typische Lebensräume, die von Überschwemmungen und schwankenden Grundwasserpegeln geprägt sind, traten mehr und mehr zurück.

Auwald in der Marzoller Au

Auwald in der Marzoller Au

In den 1980er Jahren wurde das Problem erkannt und man began mit der Renaturierung der Deutschen Seite der Saalachau. weiterlesen

Neues aus dem Haus der Berge

 von Sepp

Ausstellung im Haus der Berge wieder geöffnet

Die Ausstellung „Vertikale Wildnis“ im Nationalparkzentrum Haus der Berge in Berchtesgaden ist ab sofort wieder geöffnet.

Das Haus der Berge © Josefine Unterhauser

Das Haus der Berge © Josefine Unterhauser

Der technische Defekt am Schließmechanismus der Lamellen in der Bergvitrine ist behoben.

 

Vortrag: Der Borkenkäfer im Nationalpark

Die Wintervortragsreihe des Nationalparks Berchtesgaden geht in die dritte Runde: „Wie verändert der Borkenkäfer-Befall die Wälder im Nationalpark Berchtesgaden?“ Dieser Frage ist die Forstwissenschaftlerin Barbara Winter in den vergangenen Jahren auf den Grund gegangen und präsentiert neue Ergebnisse aus ihrer Doktorarbeit.

Waldverjüngung im Nationalpark Berchtesgaden

Waldverjüngung im Nationalpark Berchtesgaden

Am Donnerstag, 8. Januar, berichtet die Forstwissenschaftlerin außerdem von einer neu entdeckten Art, dem ungefährlichen Pseudoskorpion Dendrochernes cyrneus, der im Rahmen der Forschungen erstmals für Bayern nachgewiesen wurde. Auch bei totholzzersetzenden Pilzen gab es einige Erstnachweise für Bayern und Deutschland. Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr im Nationalparkzentrum „Haus der Berge“, Hanielstraße 7 in Berchtesgaden. Der Eintritt ist frei.

 

Pressemeldung © Nationalpark Berchtesgaden

Steinadler im Nationalpark

 von Sepp

Steinadler-Projekt im Nationalpark Berchtesgaden

Fernglas, Spektiv und Datenerhebungsbögen sind derzeit ihre wichtigsten Arbeitsgeräte – bei der unermüdlichen Suche sind Geduld, Artenkenntnis und ein kleines Quäntchen Glück unerlässlich: Fünf Praktikanten sind den Steinadlern im Nationalpark Berchtesgaden und angrenzenden Gebieten täglich auf der Spur, um aktuell bebrütete Horste zu finden und den Bruterfolg zu protokollieren. 15 Reviere zählen zu ihrem Beobachtungsgebiet, mehrere aktuell bebrütete Horste hat das Team bereits gefunden.

Fest im Blick hat das Adlerteam rund um Toni Wegscheider (r.) den aktuell besetzten Steinadlerhorst im Klausbachtal.

Fest im Blick hat das Adlerteam rund um Toni Wegscheider (r.) den aktuell besetzten Steinadlerhorst im Klausbachtal.

Aktuell sehr gute Beobachtungschancen

„Im Klausbachtal brüten die Adler erstmals seit 2009 wieder in einem Felshorst“, erklärt Tonio Schaub, Student der Landschaftsökologie in Greifswald. „Damit erhöhen sich die Chancen auf eine erfolgreiche Brut ganz erheblich!“. Im vergangenen Jahr hatte das Steinadlerpaar aus dem Klausbachtal Pech: Zur Brut hatten sie 2013 einen gegen Regen und Schnee nur schlecht geschützten Baumhorst gewählt. Den starken und lang andauernden Regen Anfang Juni hatte der Jungvogel nicht überlebt: Er starb an Unterkühlung. „Der Tod des Jungvogels war zwar tragisch, hatte aber auf den Gesamtbestand der Steinadler in der Region keine negativen Auswirkungen“, beruhigt Toni Wegscheider, Auftragnehmer des Steinadlerprojekts und auch Autor dieses Blogs.weiterlesen

Drei Jahre Waldinventur im Nationalpark

 von Sepp

Ergebnisse der Waldinventur im Nationalpark Berchtesgaden erstmals öffentlich vorgestellt

5.782 Stichprobenpunkte, 88.000 aufgenommene Pflanzen, 800 Jahre alte Zirben – die Ergebnisse der Waldinventur im Nationalpark Berchtesgaden überraschten die rund 100 Besucher im Nationalparkzentrum Haus der Berge in Berchtesgaden. Inventur-Leiter und Nationalpark-Mitarbeiter Bernd Becker sowie Christian Clasen von der Technischen Universität München hatten von 2010 bis 2012 drei Jahre lang im Nationalpark mit modernem Gerät den Zustand des Waldes ermittelt und bewertet. Die Ergebnisse stellten die beiden Forstwissenschaftler kürzlich im Rahmen der Winter-Vortragsreihe des Nationalparks erstmals öffentlich vor.

Nationalpark-Mitarbeiter Bernd Becker (l.) und Christian Clasen (r.) von der Technischen Universität München

Nationalpark-Mitarbeiter Bernd Becker (l.) und Christian Clasen (r.) von der Technischen Universität München

„In einem 100 mal 200 Meter großen Raster spannt sich ein gleichmäßiges Netz von 5.782 Inventurpunkten über den gesamten Nationalpark“, erläutert Bernd Becker, Leiter der Waldinventur, die Vorgehensweise. „Unser Ziel war es, jeden dieser Punkte im Gelände zu finden. Ein Punkt repräsentiert dabei zwei Hektar Wald, an jedem Punkt haben wir rund 80 verschiedene Parameter aufgenommen“. Bereits in den Jahren 1983 bis 1985 sowie zwischen 1995 und 1997 haben Waldinventuren im Nationalpark stattgefunden, an jedem Inventurpunkt wurden damals kleine Magneten in zehn bis 20 Zentimeter Tiefe vergraben. Diese Punkte mussten Bernd Becker und sein Team nun in mühevoller Kleinarbeit mit Magnetsuchgeräten wieder auffinden. An 5.229 Punkten ist dies gelungen, die anderen Magneten waren aufgrund des Geländes mit vertretbarem Aufwand nicht mehr erreichbar. An allen Inventurpunkten haben die Mitarbeiter verschiedene Daten ermittelt wie Baumart, Baumhöhe, Durchmesser, Alter, Verjüngung, Totholz, Sträucher, Bodenfeuchte, Kleinbiotope oder Belastungen durch Schnee, Wasser und Überschüttung. Außerdem ermittelten die Teams von Becker und Clasen Nachweise von Raufußhühnern sowie das Vorhandensein von Ameisenhügeln und die Verfügbarkeit des Mobilfunknetzes.

 

Extreme Bäume – extreme Standorte

Die Ergebnisse sind erstaunlich: Der älteste Baum des Nationalparks ist eine 801 Jahre alte Zirbe im Klausbachtal, der höchste Baum eine Fichte in der Röth mit 47,6 Metern. Mit 42,5 Metern erreicht auch eine Ulme auf der Halbinsel St. Bartholomä eine beachtliche Wuchshöhe. Ein echter Baumriese ist eine Fichte mit rund 144 cm Durchmesser in Brusthöhe, gefolgt von einem Bergahorn am Jenner mit 121 cm Durchmesser.

Diese Zirbe klammert sich hoch über den Königssee an einen kleinen Felsvorsprun

Diese Zirbe klammert sich hoch über den Königssee an einen kleinen Felsvorsprun

Insgesamt ermittelten die Wissenschaftler knapp 24% mehr Bäume im Vergleich zur Inventur aus den Jahren 1995/1997. In der Kernzone des Nationalparks dominiert die Lärche mit 41%, gefolgt von der Fichte mit 32,6%. Der Anteil von Buche und Zirbe liegt bei rund zehn Prozent.weiterlesen

Besuch aus Österreich

 von Sepp

Tennengauer Berg- und Naturwacht besucht Nationalpark

Acht Mitglieder der Salzburger Berg- und Naturwacht, Bezirk Tennengau, besuchten kürzlich den Nationalpark Berchtesgaden. Ziel des Treffens war ein gegenseitiges Kennenlernen sowie der Erfahrungsaustausch zwischen Aktiven benachbarter Schutzgebiete. Aufgabe der Naturwacht ist es, die Einhaltung der Bestimmungen verschiedener Naturschutz-Gesetze zu kontrollieren – so auch im Hagengebirge, das direkt an den Nationalpark Berchtesgaden angrenzt. Dazu hat die Salzburger Landesregierung die Mitglieder mit polizeilichen Befugnissen ausgestattet. Die Ausbildung der ehrenamtlichen Naturwacht-Mitarbeiter im Tennengau leitet Petra Grill (3.v.r.). Nationalpark-Ranger Lorenz Köppl (2.v.r.) und Josef Egger (5.v.l.) vereinbarten für die Zukunft eine engere Zusammenarbeit im Naturschutz sowie zur Verbesserung des grenzüberschreitenden Informationsflusses bei Rettungseinsätzen.

Naturwacht zu Besuch im Nationalpark Berchtesgaden

Naturwacht zu Besuch im Nationalpark Berchtesgaden

Pressemitteilung © Nationalpark Berchtesgaden

Yellowstone-Park der Alpen

 von Sepp

Der Nationalpark Berchtesgaden – Ein Schutzgebiet wird 35

Seit 35 Jahren ist er fester Bestandteil des Berchtesgadener Landes, der einzige Alpen-Nationalpark Deutschlands. Jetzt feiert er Jubiläum: Die „Verordnung über den Alpen- und Nationalpark Berchtesgaden“ wurde am 18. Juli 1978 von der Bayerischen Staatsregierung erlassen und mit Wirkung vom 1. August 1978 in Kraft gesetzt: Nach dem Nationalpark Bayerischer Wald war der zweite Nationalpark Deutschlands geboren!

Als eine der ersten Maßnahmen im Wegeunterhalt des neuen Schutzgebietes wurde im Jahr 1978 der Watzmanngrat versichert. Heute hat der Nationalpark Berchtesgaden die Verkehrssicherungspflicht für rund 260 Kilometer Wanderwege und alpine Steige im Schutzgebiet und investiert jährlich mehr als eine halbe Million Euro in den Wegeunterhalt.

Als eine der ersten Maßnahmen im Wegeunterhalt des neuen Schutzgebietes wurde im Jahr 1978 der Watzmanngrat versichert. Heute hat der Nationalpark Berchtesgaden die Verkehrssicherungspflicht für rund 260 Kilometer Wanderwege und alpine Steige im Schutzgebiet und investiert jährlich mehr als eine halbe Million Euro in den Wegeunterhalt.

Die Geschichte des Naturschutzes rund um Watzmann und Königssee ist jedoch noch deutlich älter. Berchtesgaden beherbergt damit eines der ältesten Schutzgebiete der Alpen.

 

Der Yellowstone Park der deutschen Alpen

Schriftsteller Heinrich Noe wusste bereits Ende des 19. Jahrhunderts von den Vorzügen der Landschaft rund um Watzmann und Königssee zu berichten. Lange bevor Berchtesgaden ein eigenes Schutzgebiet erhielt, beschrieb er es wegen der einzigartigen Schönheit der Berglandschaft als den „Yellowstone Park der deutschen Alpen“. Heute ist der Nationalpark fester Bestandteil des Berchtesgadener Landes und lockt jährlich rund 1,4 Millionen Besucher in eine der schönsten Berglandschaften der Alpen.weiterlesen