St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Schärtenalm
Blick vom Kleinkalter auf den Hochkalter, das Ende des langen, wunderschönen Grates ist in Sicht.

Blick vom Kleinkalter auf den Hochkalter. Das Ende des langen, wunderschönen Grates ist in Sicht. Der zähe Abstieg vom Gipfel durch das Ofental steht noch bevor…

Die Hochkalter-Überschreitung

Am zweiten Tag meiner Blaueis-Expedition sollte es mich auf den Hochkalter (2607m) führen. Die Hochkalterüberschreitung gilt als einer der Klassiker unter den anspruchsvollen Bergtouren im Berchtesgadener Land und verlangt vom Bergsteiger deutlich mehr Können und Erfahrung als die Schärtenspitze am Vortag.

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind auf der langen, durchgehend ungesicherten Kammüberschreitung obligatorisch. Zusätzlich müssen mehrere, teilweise ausgesetzte Kletterstellen überwunden werden, die zumeist im ersten Schwierigkeitsgrad verbleiben, an der Schlüsselstelle aber auch kurzzeitig den zweiten Grad der UIAA-Skala berühren.

Auch der Abstieg durch das Ofental ist im steilen, schuttigen und felsdurchsetzten Gelände eine ernstere alpine Angelegenheit und ist vor allem weit und mühsam, sehr weit und mühsam…Eine Top-Kondition ist also unerlässlich um die 18,5 Kilometer und 1800 Höhenmeter jeweils im Auf-und Abstieg erfolgreich hinter sich zu bringen. Insbesondere wenn man die Überschreitung ohne Übernachtung auf der Blaueishütte durchführt.

Aufstieg über die Blaueishütte und den schönen Fleck

Ausgangspunkt und Endpunkt der Überschreitung war für mich der Parkplatz Seeklause kurz vor dem Hintersee, den ich morgens von Berchtesgaden aus erst um 10 Uhr erreichte. Entsprechend versuchte ich auf dem Anstieg zur Blaueishütte Zeit gut zu machen und überholte das bunt zusammengesetze Wanderpublikum, das sich an diesem heißen Sommertag auf zur Blaueishütte machte. Die Tatsache, dass ich den Hüttenzustieg bereits am Vortag erkundet hatte, beschleunigte meinen Gang zusätzlich. An der Hütte angekommen, füllte ich meine Wasserreserven auf (letzte Möglichkeit auf der langen Überschreitung) und erlaubte mir ein Stück von dem berühmten Kuchen auf der Blaueishütte. Eigentlich schade, dass man auf der Überschreitung nicht ein zweites Mal an der Hütte vorbeikommt, sonst hätte es später mit Sicherheit noch eine zweite Kostprobe gegeben.

So verlasse ich die Hütte gegen frühen Mittag und werfe einen ersten Blick auf den langen Grat, der über den Rotpalfen und Kleinkalter zum Hochkalter führt.

Der gesamte Grat der bis zum Gipfel überschritten wird, ist einzusehen.

Der gesamte Grat, der bis zum Gipfel (über dem Blaueisgletscher) überschritten wird, ist von der Blaueishütte einzusehen.

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Die beiden Gipfelziele der letzten Tage: Schärtenspitze links und Hochkalter in Wolken

Die beiden Gipfelziele der letzten Tage: Während sich die Schärtenspitze links forsch in den Vordergrund rückt, versteckt sich der Hochkaltergipfel in den Wolken über dem Blaueisgletscher.

Zwei Tage im Reich der Blaueishütte

Mitte der Woche zeigte sich der Sommer im Berchtesgadener Land von seiner besten Seite. Am Dienstag haben sich Christian und ich den Nachmittag frei genommen, um gemeinsam mit seinem Cousin die Schärtenspitze, den Hausberg der Blaueishütte, zu überschreiten. Am Folgetag bin ich dann alleine in das felsige Reich der Blaueishütte zurückgekehrt und hab die Hochkalterüberschreitung in Angriff genommen. Während die Schärtenspitz-Überschreitung von allen trittsicheren Bergsteigern, die mit guter Kondition und einem Mindestmaß an Schwindelfreiheit ausgestattet sind, als Tagestour durchzuführen ist, sind die Anforderungen an den Hochkalter-Überschreitenden eine Stufe höher anzusiedeln (dazu mehr in Teil 2).

Die Überschreitung der Schärtenspitze

Die Schärtenspitze (2153m) ist ein beliebter Gipfel oberhalb der Blaueishütte. Nicht zu einfach, aber auch nicht zu schwierig zu erreichen, bietet sie ein tolles Bergerlebnis in Angesicht des Hochkalters. Scheint sie mit ihren steilen Wänden aus der Talperspektive zunächst für den Normalbergsteiger unerreichbar, muss sie sich doch zwei Schwachstellen eingestehen, die jeweils mit Steigen erschlossen sind und eine abwechslungsreiche Überschreitung ergeben. Ausgangs- und Endpunkt der Unternehmung ist der Wander-Parkplatz an der Pfeifenmacherbrücke in Ramsau.weiterlesen »

Sepp Wurm

Blaueis Wanderung

 von Sepp
Die Schärtenalm auf dem Weg zum Blaueis

Die Schärtenalm auf dem Weg zum Blaueis

Nachdem ich am Donnerstag bereits das Watzmannhaus besucht habe, steht am Sonntag die zweite große Alpenvereinshütte im Bergsteigerdorf Ramsau auf dem Plan: Die Blaueishütte!

Ich starte am Parkplatz Holzlagerplatz kurz vor dem Hintersee. Der Alpenvereinsweg 482 führt auf einem Fahrweg durch den Wald an der Nordflanke des Hochkalter-Stocks. Stellenweise ergeben sich durch den Wald Tiefblicke zum Hintersee. Unterhalb der Schärtenalm wird der Weg dann für ein kurzes Stück sehr steil. Nach dem Steilstück erblicke ich die Schärtenalm. Hier haben sich schon einige Wanderer versammelt und machen Brotzeit. Übrigens: Man kann auf der Schärtenalm auch hervorragend frühstücken. Hüttenwirtin Annemarie Graßl bietet für Frühaufsteher verschiedene Frühstücke an.

Ich gehe aber erstmal weiter, denn bis zur Blaueishütte ist es nicht mehr weit. Nach der Schärtenalm führt der Weg noch ein Stück weiter auf dem Fahrweg, bis nach einer Kurve sich plötzlich der Blick ins Blaueiskar weitet.

Blick ins Blaueiskar

Blick ins Blaueiskar

An der Talstation der Materialseilbahn endet der Fahrweg und der Weg ins Blaueis wird schmaler und steiler, das Gelände unwegsamer. In Serpentinen geht es jetzt die letzten hundert Höhenmeter erst durch den Wald unterhalb der Steinbergwand, dann durch das felsige Gelände direkt unter der Blaueishütte.

Die Blaueishütte

Die Blaueishütte

Ich setze mich auf die Terrasse und genieße erstmal den Ausblick: Das Blaueiskar ist noch ganz schön winterlich, der Gletscher sieht gut aus. Ein paar Enthusiasten sind sogar mit den Skiern unterwegs und ziehen ihre letzten Schwünge der Skitourensaison über die steile Schneefläche des Blaueisgletschers. weiterlesen »

Lisa-Graf-Riemann

Hochkalter Tagestour

 von Lisa
Der Gipfel des Hochkalter (2.607 Meter) in Wolken

Der Gipfel des Hochkalter (2.607 Meter) in Wolken

Dass die Hochkalter-Überschreitung mit Abstieg durchs Ofental eine weite Tour ist, das haben wir uns schon gedacht. Die Blaueishütte war jedoch bis auf den letzten Platz ausgebucht fürs Wochenende, sodass wir die Tour doch an einem Tag rauf und runter angepackt haben. Also: Früher Aufstieg vom Hintersee, Parkplatz Seeklause, noch im Dunkeln mit Stirnlampen, und in 1:50 Std. flott auf die Blaueishütte. Dort erst einmal ein heißer Kaffee zur Stärkung.

Morgenrot Schärtenalm

Schärtenalm

Da geht’s rauf zum Hochkalter

Da geht’s rauf!

Blaueisgletscher

Blaueisgletscher

Die Blaueishütte am Hochkalter

Blaueishütte

Dann hinauf auf den ersten Gipfel, den Rotpalfen, der auf manchen Karten auch Wasserwandkopf heißt. Dazu muss man durch eine plattige Wand aufsteigen, die aber gute Griffe und Tritte bietet (I-II Kletterei).

Das erste “Wandl”

Das erste “Wandl” zum schönen Fleck

Die grüne Scharte oben am Grat heißt “Schöner Fleck”und bietet einen wunderbaren Blick hinüber auf die Reiteralm. Vor dem ersten Gipfel, dem Rotpalfen, steht aber dann noch eine 15 Meter hohe Felswand herum, die als schwierigste Stelle des Aufstiegs gilt, aber ebenfalls mit guten Griffen und festem Gestein auch für Nicht-Bergsteiger mit ein bisschen Armkraft gut zu bewältigen ist.weiterlesen »

Sepp Wurm

Nebel-Wanderung zur Blaueishütte

 von Sepp
Die Blaueishütte im Nebel

Die Blaueishütte im Nebel

Das Wetter was heute alles andere als berauschend, doch ich musste einfach irgendwo hinauf.  Meine Wahl fällt auf eine Wanderung zur Blaueishütte. Die Tour bin ich schon oft gegangen, doch sie lohnt sich immer wieder. Besonders auch, wenn das Wetter mal nicht so schön ist! So wie heute.

Zusammen mit zwei Begleitern starte ich kurz nach 9 Uhr am Morgen am Parkplatz Holzlagerplatz am Hintersee in Ramsau. Bei leichtem Nieselregen, aber idealen Temperaturen zum Gehen, wandern wir auf der breiten Blaueisforststraße in das Hochkaltermassiv. Nach zwei Kehren zweigt nach links der Weg zur Schärtenalm und Blaueishütte von der breiten Forststraße ab. Der Weg führt durch eine auffällig rote Felswand, wo sich das erste Mal Tiefblicke zum Hintersee ergeben! Also bei entsprechenden Sichtverhältnissen. Heute war vom Hintersee nichts zu sehen auf unserem Weg zum Blaueis. Über mehrere Kehren führt der Weg weiter hinauf. Nachdem der Weg von Ramsau Pfeiffenmacherbrücke in den Blaueisweg mündet, wird der Weg merklich steiler. Besonders das letzte Stück zur Schärtenalm ist sehr steil, doch dafür entschädigt eine Einkehr an der Schärtenalm auf 1.362 Metern. Hüttenwirtin Annemarie Graßl hat ihre Alm natürlich schon geöffnet, und so machen wir erstmal Kaffeepause.

Nach der Schärtenalm verläuft der Weg relativ flach, an einer Stelle sogar abfallend in westlicher Richtung, bevor es um ein Felseneck herum geht. An der Wand entlang führt nun ein Steg in Richtung der Materialseilbahn der Blaueishütte. Eigentlich kann man von hier aus schon die Blaueishütte im sich öffnenden Blaueiskar sehen. Heute verdecken aber Nebelschwaden die Sicht. Tatsächlich ist der Nebel hier oben dichter als unten im Tal, doch zumindest ist es trocken. Abgesehen von der fehlenden Sicht also bestes Wanderwetter. Wir folgen dem Weg weiter, bis vor der Talstation der Materialseilbahn der Blaueisweg nach links abzweigt. Die letzten 200 Höhenmeter überwinden wir auf dem schmalen Steig, der sich unterhalb der Felswände des Steinbergs in zahlreichen kleinen Kehren zum Haus hinaufschlängelt. Schließlich erblicke ich die Blaueishütte und vernehme mehrere Stimmen. Wir sind also nicht die Einzigen, die bei diesem Wetter aufs Blaueis gehen.weiterlesen »

Sepp Wurm

Bergtour auf die Schärtenspitze

 von Sepp
Morgens auf der Schärtenalm

Morgens auf der Schärtenalm

Am Sonntag nutzten wir das schöne Wetter zu einer Bergtour auf die Schärtenspitze. Der aussichtsreiche Berg oberhalb der Blaueishütte ist der wohl meistbestiegene Gipfel im gesamten Hochkaltermassiv. Und das zu Recht: Nicht nur die Aussicht ist verlockend, schon der Aufstieg von der Hütte zum Gipfel ist mit seinen steilen, teilweise versicherten Passagen durch die Felswände sehr spektakulär.

Wir starten um 9 Uhr am Parkplatz am Hintersee. Trotz schönstem Wetter ist es auf den ersten Meter recht kühl, es ist halt schon Herbst. Zum Gehen sind die Verhältnisse aber ideal und so erreichen wir recht bald die Schärtenalm.

Bis zur Materialseilbahn der Blaueishütte führt die Wanderung auf einem breiten, teilweise aber steilen Forstweg. Ab hier führt dann ein schmaler Bergsteig an steilen Felswänden entlang zur Blaueishütte.

An der Blaueishütte

An der Blaueishütte

Kurz unterhalb der Blaueishütte kommt uns eine Gruppe Bergsteiger entgegen, ihrem lauten Gejohle war zu entnehmen, dass Sie bereits am Freitag zur Hütte aufgestiegen sind, am Samstag dann den Hochkalter bestiegen haben, und nach einer weiteren Nacht auf der Hütte erst am Sonntag wieder ins Tal zurückkehrten. So lange wollen wir nicht unterwegs sein. Wir machen kurz Brotzeit an der Hütte, kaufen einen Kaffee und weiter geht`s.

Die tiefstehende Herbstsonne dringt noch nicht ganz bis zur Blaueishütte vor, und auch der hintere Teil des Blaueiskars liegt noch im Schatten. Vielleicht ganz gut für den Gletscher, der mittlerweile nur noch ein kleines Schneefeld ist.weiterlesen »

Sepp Wurm

Belohntes Wandern

 von Sepp

Wanderführer und Gutscheinheft in einem

belohntes Wandern: Wanderführer und Gutscheinheft

Belohntes Wandern

Der neue Wanderführer „Belohntes Wandern“ ist nicht nur ein Wanderführer mit beliebten Spaziergängen, Wanderungen und Bergtouren in allen Schwierigkeistgraden in den Berchtesgadener Bergen, sondern zugleich auch noch ein Gutscheinheft. So könnt Ihr Euch an den teilnehmenden Almen und Berggasthöfen für die zurückgelegte Wanderung selbst belohnen. Der Wanderführer wird herausgegeben vom Outdoor-Club und ist seit 6. Mai zum Preis von 12 Euro in der neuen Geschäftsstelle in der Griesstätterstraße 9 in Berchtesgaden erhältlich. Das handliche Heft entstand in Zusammenarbeit mit dem Hofbrauhaus Berchtesgaden und enthält Gutscheine im Wert von insgesamt 120 Euro. Ihr seht, dieser Wanderführer lohnt sich wirklich!

 

Wandern zu Almen und Bergaststätten

Zu den teilnehmenden Berghütten und Berggasthöfen gehören zum Beispiel die Schärtenalm und die Blaueishütte, die man beide bei einer Wanderung zum Blaueis, dem nördlichsten Gletscher der Alpen passiert.

Die Blaueishütte

Die Blaueishütte

Oder die Kühroint-Hütte, ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen im Gebiet des Watzmann.weiterlesen »