Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Wasserfallalm
Isabel

Der Senner auf der Wasserfallalm

 von Isabel
Markus Nitzinger beim Fuikl machen auf Wasserfallalm

Markus Nitzinger beim Fuikl machen auf Wasserfallalm

Vergangene Woche haben wir Senner Markus Nitzinger auf der Wasserfallalm im Nationalpark besucht. Den Sulzbergkaser erreicht man zu Fuss vom Parkplatz Hinterbrand in etwa 30 Minuten. Es ist  ein nebliger Vormittag, noch sind wenige Wanderer unterwegs, zur Einkehr ist es noch zu früh. Daher hat Markus Zeit für ein Gespräch mit uns. Wir möchten über sein Leben auf der Alm sprechen, und wie er sich auf das Ende des Almsommers mit dem Almabtrieb am 3. Oktober vorbereitet.

Bereits mit neunzehn Jahren verbrachte Markus seinen ersten Sommer auf der Alm, dies ist seine vierte Saison. „Schon als Kind war das mein Berufswunsch“, sagt der junge Mann aus Anger, der eigentlich gelernter Bäcker ist.“ Andere wollen zur Feuerwehr oder zur Polizei, für mich gab es schon damals nichts Schöneres als die geschmückten Kühe beim Almabtrieb“.

Senner Markus Nitzinger beim Fuikl machen

Senner Markus Nitzinger beim Fuikl machen

9 Milchkühe, und 11 Kalbinnen und Kälber betreut der Senn, darunter auch sein eigenes Kalb „Sternei“, ein Weihnachtsgeschenk von Freunden. Der Tag beginnt um 5 Uhr mit Einheizen, Melken, Ausmisten, Milchkammerl herrichten. Einen kleinen Teil der Milch verarbeitet Markus selbst, vor allem zu Butter und Schüsselkäse. Der größte Teil wird abgeholt und auf den Hof gefahren, und dort vom Käsemobil, das auch auf der Kallbrunnalm zum Einsatz kommt, verarbeitet.

Der Almsommer dauert für Markus von Mitte Mai bis Anfang Oktober. Dabei verbringt er etwa 9 Wochen auf der Hochalm , die restliche Zeit auf der Niederalm. Die beiden „Sulzbergkaser“ auf der Königsberg– bzw. Wasserfallalm gehören Familie Stangassinger vom Obersulzberglehen in Schönau am Königssee. Mit Bauer Franz versteht sich Senn Markus prächtig, „er vertraut mir und lässt mir wirklich freie Hand“. Seit dem 24. August, dem Bartholomäus Tag, ist Markus mit dem Fertigen von den Fuikln , dem prächtigen Kopfschmuck für die Kühe für den Almabtrieb, beschäftigt. Es werden 8 Fuikl gebraucht, 2 davon macht er selbst.weiterlesen

Almabtrieb von der Wasserfallalm

 von Sepp

Bereits zum dritten Mal verbrachte der heute 22-jährige Markus Nitzinger vom Stoißberg (Gmd. Anger) einen Almsommer auf der Wasserfallalm und der Königsbergalm als Senner der Familie Stanggassinger vom Obersulzberglehen aus der Schönau. Mit Leib und Seele kümmerte sich der gelernte Bäcker den Sommer über um seine Tiere zuerst ab 24. Mai für fünf Wochen auf die Wasserfallalm (Niederalm, 1250 m), dann ging es für 2 Monate hinauf auf die Königsbergalm (Hochalm, 1600 m) und später bis zum Almabtrieb in den heimischen Hof wieder nochmal für 5 Wochen zurück auf die Wasserfallalm. „Ein Senner wie Markus, das ist ein Glücksfall“, schwärmt Franz, der mit seiner Frau Sylvia und den Töchtern Lena und Lisa den heimatlichen Hof  – das Obersulzberglehen – bewirtschaftet. „Er kümmert sich beispielhaft um das Vieh, hat eine gute Hand bei der Herstellung von Butter und Käse und liebt die Gesellschaft von Freunden und vorbeikommenden Wanderern – beste Voraussetzungen für ein Leben auf der Alm.“

Fuikln für den Almabtrieb

Schon Wochen vor den Almabtrieb begann der Senner und die ganze Familie die Fuikln mit den kunstvollen Röschen aus gefärbten Holzspänen zu schmücken und banden die Bauchriemen für die Kühe. Aufkranzen darf man nur, wenn der Almsommer unfallfrei auf der Alm und auf dem heimischen Hof verlief,  kein Tier zu Tode kam oder gar in der Familie ein Todesfall zu beklagen war.

 Almabtrieb von der Wasserfallalm hinunter in die Schönau

Unter dem eindrucksvollen Geläut der großen Kuhglocken verließ dann das Vieh mit dem Senner und den Treibern die Alm und kam nach einem flotten, mehr als  zweistündigen Marsch auf dem heimatlichen Hof an. „Bestimmt nicht das letzte Mal verbrachte ich den Sommer als Senner auf der Alm“. In diese Worte legt Markus seine ganze Liebe zu dieser Arbeit.

Text und Bild © RoHa-Fotothek Fürmann, Teisendorf

Frühstück auf 1.800 Metern

 von Sepp

Jeden Sonntag und Mittwoch am Jenner

Was gibt es schöneres als beim Traumpanorama auf die Berchtesgadener Alpen zu frühstücken? Ab 16. Juni könnt Ihr das auf 1.800 Meter Höhe machen: Jeden Mittwoch und Sonntag bis Ende September gibt es im Marktrestaurant an der Bergstation der Jennerbahn von 8:30 Uhr bis 11 Uhr das Genießerfrühstück.*

Terrasse des Marktrestaurants auf dem Jenner

Terrasse des Marktrestaurants auf dem  Jenner

Ob Ihr mit der Seilbahn auf den Berg fahrt oder eine morgendliche Wanderung auf machen wollt, die Jennerbahn hat für jeden das passende Paket geschnürt:

 

  • Berg- und Talfahrt inklusive Frühstück: Erwachsene 26 Euro, Kinder bis einschließlich 14 Jahre 10 Euro*
  • Nur Bergfahrt und Frühstück: Erwachsene 21 Euro, Kinder bis einschließlich 14 Jahre 8 Euro*
  • Nur Frühstück: Erwachsene 12 Euro, Kinder bis einschließlich 14 Jahre 5 Euro*

 

Bitte ruft beim Marktrestaurant am Jenner an, Tel.: +49-8652-9583-0 , wenn Ihr zum Frühstück kommen wollt und reserviert Euch einen Platz.

 

Jenner: Der Erlebnisberg am Königssee

So gestärkt könnt Ihr den Erlebnisberg Jenner erwandern. Der kurze Abstecher zur Aussichtsplattform am Jennergipfel mit dem atemberaubenden Tiefblick zum Königssee ist ein Muss und in einigen Minuten zu schaffen.

Aussichtsplattform am Jenner Gipfel

Aussichtsplattform am Jenner Gipfel

Wer weiter wandern will, kann  über die Almen und Berghütten im Jennergebiet wieder zum Königssee absteigen.weiterlesen

Der Kenner geht auf den Jenner

 von Sepp

Feierabend-Tour bei Sahara-Staub

Der Donnerstag war der heißeste Tag des Jahres, bis jetzt zumindest. Das Thermometer zeigte Temperaturen jenseits der 30° am Nachmittag. Hinzu kam an diesem Tag der Sahara-Staub, der sich wie ein gelber Schleier über den Horizont legte und die Fernsicht trübte. Dennoch nutzten wir den Abend zu einer kleinen Tour: Unser Ziel war der Jenner, der wunderbare Aussichtspunkt oberhalb des Königssees.

 Von Hinterbrand zur Mitterkaseralm

Startpunkt unserer Tour ist der Parkplatz Hinterbrand am Obersalzberg. Von hier führt uns der Weg durch den Wald zur Mittelstation, die Temperaturen sind hochsommerlich. Vorbei an der Krautkaserpiste geht`s unter der neuen 4er Sesselbahn zur Mittelstation der Jennerbahn. Wir folgen dem Königsweg bis zum Sulzbergkaser auf der Wasserfallalm, ehe uns der Weg zurück zur Jennerwiesen führt. Durch den Hohlweg erreichen wir die Mitterkaseralm.

    Mitterkaseralm vor Hohem Brett

Mitterkaseralm vor Hohem Brett

Der Kessel hier oben liegt bereits im Schatten, die etwas niedrigeren Temperaturen sind eine Wohltat. Hier finden sich noch vereinzelte Schneereste, teilweise sieht man sogar noch Spuren der letzten Skifahrer auf den Abfahrten.

Blick zum Schneibstein

Schneereste auf der Skipiste

Wir entscheiden uns für den rechten Weg, da der linke Aufstieg an manchen Stellen noch schneebedeckt ist. Oberhalb vom Mitterkaser entdecken wir zwei Mankein, die wahrscheinlich erst vor kurzem ihren Winterschlaf beendet haben. Erstaunlicherweise ist der Blick in Richtung Hohes Brett ganz klar, der Sahara-Staub kommt scheinbar nicht soweit.weiterlesen

Musikalisch in den Bergsommer

 von Sepp

Musikalisch vom Frühling in den Bergsommer

Bald geht die Alm– und Berghüttensaison wieder los. Ende Mai werden – mit Ausnahme der hochgelegenen Hütten -im Berchtesgadener Land bereits die meisten Berghütten geöffnet haben. Und auch die ersten Almauftriebe erfolgen am letzten Mai-Wochenende.

Priesbergalm

Priesbergalm

Wie jedes Jahr wird der Almsommer in Schönau am Königssee auch heuer wieder musikalisch: Vom 25. Mai bis zum 20. Juli spielt auf einer Berghütte oder Alm Volksmusik und läutet so schon mal den Sommer ein!

 

Das Programm zum musikalischen Bergsommer

Ab 12 Uhr wird auf den Hütten rund um um den Königssee munter aufspuit, gsunga, glacht und musiziert!

Königsbachalm

Königsbachalm

Die folgenden Hütten und Almen sind an der Aktion beteiligt:weiterlesen

Skitour auf den Jenner

 von Sepp

Unterwegs auf dem Königsweg

Absolutes Traumwetter herrschte gestern! Und auch wenn im Tal schon alles nach Frühling aussieht, sind die Skitourenbedingungen in den höheren Lagen noch sehr gut. Ich entschied mich gestern zu einer kleinen Skitour am Jenner. Da die Schneesituation in den Tallagen schwierig ist, startete ich meine Tour an de Mittelstation der Jennerbahn. Von dort ging ich über den Königsweg in Richtung Wasserfallalm. Noch im Schatten liegend, herrschten hier noch relativ kühle Temperaturen. Dafür ergaben sich optisch tolle Kontraste zwischen der dunklen Almfläche und dem sonnenbeschienenen Watzmann gegenüber.

Der Watzmann von der Wasserfallalm

Der Watzmann von der Wasserfallalm

Hin und wieder offenbarte sich ein Blick auf den Königsee, der sich bis in den Vormittag unter einer Nebeldecke versteckte. Ohne große Steigungen führt mich der Weg bis zur Königsbachalm.

Die Königsbachalm

Die Königsbachalm

Natürlich hätte ich auch den Weg über Lohmais einschlagen können. doch ich wollte an diesem Tag ganz gemütlich gehen, ohne die Minuten zu zählen.

 

Von der Königsbachalm zur Königsbergalm

Hinter der Königsbachalm wird der Weg dann steiler: Durch den Wald  führt eine gut gespurte Spur als Abkürzung abseits des bekannten Sommerweges zur Königsbergalm. An der Alm ansgekommen grüßt von oben bereits die Bergstation und das Restaurant unterhalb des Jennergiofels.weiterlesen

Über Brettgabel aufs Hohe Brett

 von Sepp

Bergtour bei großer Hitze

An einem Wochenende wie diesem, an dem diverse Meteorologen Hitzerekorde vorhersagen, sollte man sich genau überlegen, ob man eine anstrengende Bergtour macht: Die Hitze kann einem ganz schön zusetzen und auch den stärksten Kreislauf auf die Probe stellen. Will man trotz der Temperaturen auf den Berg, sollte man möglichst frühzeitig aufbrechen, um vor Beginn der Mittagshitze am Gipfel zu sein. Ich zum Beispiel brach am Samstag um 6 Uhr mit einem Kumpel am Parkplatz Hinterbrand zu einer Bergtour über Brettgabel zum Hohen Brett auf. Der Anstieg erfolgt erst durch den Wald bis zur Weidefläche der Krautkaseralm. Hier wird es dann richtig steil: Über die Krautkaserleitn führt der Weg fast gerade nach oben bis zu den Felsen.

Krautkaserleiten

Über die Krautkaseralm zur Brettgabel

Während der Aufstieg zur Brettgabel komplett auf der Schattenseite erfolgt, wurde das gegenüberliegende Watzmannmassiv bereits von der Sonne angestrahlt.

Watzmann & Co im Morgenlicht

Watzmann & Co im Morgenlicht

Nach der Krautkaseralm führt der Steig durch Felsen zur Brettgabel, einem Vorgipfel des Hohen Bretts.

 

Sonnenaufgang auf der Brettgabel (1.805 m)

Als wir an der Brettgabel auf 1.805 Metern Höhe ankamen, war es etwa 7:30 Uhr und die Sonne kam gerade hinter dem Hohen Göll hervor.

Gipfelkreuz Brettgabel bei Sonnenaufgang

Gipfelkreuz Brettgabel bei Sonnenaufgang

Wir genossen die ersten Sonnenstrahlen, machten kurz Brotzeit und brachen wieder auf. Ein paar Meter gingen wir den Weg zurück, dann nahmen wir den gut erkennbaren Pfad durch die Latschen. Wir gingen – wieder im Schatten – immer an der Flanke des Hohen Bretts entlang. Nach den ersten Latschenfeldern veränderte sich die Landschaft: Bergwiesen durchbrochen von schroffen Felsen, gerne gekrönt von Steindauben, ersetzten jetzt die Latschenfelder. Der markante Spalt im Brett-Gebirge, den man schon vom Tal aus erkennt, ist aus der Nähe sehr beeindruckend: In einigen Metern Tiefe erkennt man noch die letzten Schneereste.weiterlesen

Deutschlands jüngste Bergführerin

 von Sepp
Nina (li.) in ihrem Element

Nina (li.) in ihrem Element

Nina Schlesener im Bayerischen Fernsehen

Sie ist die zurzeit jüngste staatlich geprüfte Bergführerin Deutschlands: Nina Schlesener. Das Bayerische Fernsehen widmet ihr aus diesem Anlass einen Beitrag in der Sendereihe „Zwischen Spessart und Karwendel“ am kommenden Samstag .

Dass Nina, eigentlich Christina, einmal Bergführerin wird, ist angesicht ihres Lebenslaufes nur konsequent. Ihre Eltern sind nämlich Christa und Gottfried Strobl, die langjährigen Hüttenwirte des Schneibsteinhauses. So verbrachte Nina schon als junges Mädchen viel ihrer Zeit in den Bergen rund um den Königssee. Auch ein Teil der Dreharbeiten fand an der Berghütte statt.weiterlesen