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Die Seeforelle kehrt zurück in den Königssee

2018 starten der Nationalpark Berchtesgaden, der Fischer vom Königssee und die Fachberatung für Fischerei des Bezirks Oberbayern ein Projekt zur Wiederansiedelung der Seeforelle. Wegen ihrer Größe von bis zu über einem Meter wird der Fisch die „Königin der Alpenseen“ genannt. In nahezu allen großen bayerischen Seen gibt es in den 1980er und 1990er Jahren massive Bestandseinbrüche. 2012 gelingt am Königssee der letzte Nachweis einer großen Seeforelle.

Einer der Hauptgründe für den Bestandseinbruch der Seeforelle dürfte in der Verschlammung früher bekannter Laichplätze liegen, wie in der Saletbucht oder bei St. Bartholomä“, vermutet Dr. Bernhard Gum von der Fachberatung für Fischerei des Bezirks Oberbayern. „Sehr wahrscheinlich hängt dies mit der Klimaerwärmung zusammen, die unsere Gewässer langsam erwärmt. Damit einher geht unter anderem ein verstärktes Pflanzenwachstum. Die absterbende Biomasse führte dann über die Jahre gerade in Flachwasserbereichen zu einer fortschreitenden Degradation der Laichplätze“.

Im Nationalpark beginnt man 2011 mit der aufwändigen Renaturierung des Saletbachs. Bald herrschen wieder bessere Lebens- und Laichbedingungen für junge Seeforellen zwischen Salet und Obersee. 2018 beginnt schließlich das Wiederansiedlungsprojekt. Noch bis 2024 werden die Projektbeteiligten hier die Entwicklung der Jungfische genau beobachten und dokumentieren.

„Die Seeforelle ist eine Charakterart des Königssees und gehört wieder zurück in dieses Gewässer“ sagt Nationalpark-Ranger Klaus Melde. Er begleitet das Projekt zur Wiederansiedlung der „Königin der Alpenseen“ von Anfang an. Die Rückkehr der großen, farbenfrohen Forellen in den Königssee ist für den 55-jährigen Ranger eine Herzensangelegenheit.

Seit 2018 bringen Klaus, der Königsseefischer Thomas Amort und andere Projektbeteiligte jedes Jahr im Frühjahr zwischen 10.000 und 15.000 so genannte Seeforellen-Brütlinge (Jungfische im Dottersack oder angefütterte Brut) im Saletbach zwischen Obersee und Königssee aus. Insgesamt wurden in den Besatzaktionen rund 50.000 junge Seeforellen ausgesetzt. Im Herbst findet alljährlich eine Kontrolle der Bestände per Elektrobefischung statt. Dabei werden die Fische kurzzeitig betäubt, mit dem Kescher gefangen, vermessen und wieder in die Freiheit entlassen.

Kürzlich fand die diesjährige Befischung im Saletbach und den angrenzenden Gewässern zur Erfolgskontrolle statt – mit guten Ergebnissen. Bei der aktuellen Kontrollbefischung konnten Dr. Bernhard Gum und Dr. Leonhard Egg von der Fischerei-Fachberatung, Königssee-Fischer Thomas Amort sowie Nationalpark-Ranger Klaus Melde im Saletbach auf 100 Metern Bachstrecke insgesamt elf junge Seeforellen aus drei Jahrgängen nachweisen. Die mit 28 cm Länge größte gefangene Forelle bei der diesjährigen Kontrollbefischung stammt wahrscheinlich aus der Besatzaktion im Jahr 2019.

Das ist ein gutes Ergebnis und lässt uns weiter hoffen, dass die Seeforelle im Königssee wieder heimisch werden kann“, sagt Dr. Bernhard Gum von der Fachberatung für Fischerei des Bezirks Oberbayern.

Mein Name ist Sepp Wurm und ich arbeite seit Sommer 2010 im Tourismus Marketing. Als Social Media Enthusiast kümmere ich mich neben diversen anderen Kanälen auch um den Bergerlebnis Berchtesgaden Blog. Schwerpunkt meiner Blogbeiträge sind Berichte über meine Wanderungen und Bergtouren im Sommer, sowie über Skitouren im Winter. Meine Leidenschaft für die Berge bringe ich gerne in unseren Blog mit ein. Als waschechter Ramsauer „Bergbauernbua“ liegen mir zudem unsere Heimat und ihre Traditionen und Bräuche natürlich besonders am Herzen. Ich hoffe, diese Liebe zu unserem schönen Berchtesgaden spiegelt sich auch in meinen Blogbeiträgen wider.

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