Winter-Berchtesgaden-Skitour

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Alm

Wanderung auf die Halsalm

 von Sepp

Frühlingswanderung oberhalb des Hintersees

Die Almen im Berchtesgadener Land sind zwar noch nicht bewirtschaftet (das wird noch etwa zwei Monate dauern), dennoch lohnt sich schon jetzt ein kleiner Ausflug. Zum Beispiel auf die Halsalm oberhalb des Hintersees in Ramsau.

Blick auf den Hintersee von der Halsalm

Blick auf den Hintersee von der Halsalm

Mehrere Aufstiegsvarianten

Es gibt drei Aufstiegs- und Abstiegsvarianten zur Halsalm

  1. Vom Parkplatz am Klausbachhaus in Richtung Klausbachtal und dann nach rechts auf dem breiten Wanderweg über die Halsgrube und zur Halsalm
  2. Vom Parkplatz Fernseben auf zuerst auf einem Forstweg, dann auf einen schmalen Steig zur Halsalm
  3. Vom Hintersee über einen schmalen Steig am Antonigraben entlang zum Steig, der von Fernseben kommt.weiterlesen
Ursula

Dornröschenschlaf am Predigtstuhl beendet

 von Ursula

Vorwort: Ja, wir haben gestern nicht den ganzen Tag hart gearbeitet. Ja, wir haben diesen Arbeitseinsatz in vollen Zügen genossen. Aber auch: Ja, es war eine Ausnahme, normalerweise (z.B. jetzt gerade) müssen wir die Sonne mit Rollos aussperren, um Blick auf den PC-Bildschrim zu haben und ja, hart zu arbeiten.

Aber jetzt zur Sache. Am Predigtstuhl schlummerte das Bergrestaurant und Hotel eine langen Dornröschenschlaf. Gestern luden die neuen Besitzer Max Aicher und die gute Fee Marga Posch ein zum Tourismustag.

Die stilgerechte Einladung zum Tourimustag auf den Predigtstuhl

Die stilgerechte Einladung zum Tourimustag auf den Predigtstuhl

Herrliches Frühlingswetter, im Tal blühen Schneeglöckchen, Forsythien und Primeln um die Wette. Nach oben hin nehmen die Schneeflecken zu, an der Bergstation ist noch eine geschlossene Schneedecke. Leichte Inversionslage, droben am Berg hat es ein paar Grad mehr als unten im Tal. Unser Begleiter in der historischen Gondel lässt es sich nehmen und erklärt und die Umgebung, vom Wilden Kaiser über den Thumsee bis hin zum Stau in der Salzburger Ignaz-Harrer-Straße.

Und spielt uns dann noch zwei, drei Stückerl auf der Mundharmonika.

Und spielt uns dann noch zwei, drei Stückerl auf der Mundharmonika.

Oben angekommen begrüßt uns schon Marga Posch. Wir hatten sie ja bereits am Sonntag im Beitrag der Berggeschichten des Bayerischen Fernsehens erlebt. Eine energische Frau, deren Herz für den Predigtstuhl brennt. Vor einigen Jahrzenten hat sie hier oben im Berghotel ihre Lehre absolviert, hat hier den Glanz der Kurstadt Bad Reichenhall erlebt und später gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Sohn im Baumgarten, also in direkter Nähe, ein beliebtes Gasthaus und ein erfolgreiches Outdoorcenter aufgebaut. Die Jahre des Stilstands am Predigtstuhl, des Verfalls der ehemals ehrwürdigen Hallen, muss sie furchtbar geschmerzt haben. Und wir zollen Marga Posch höchsten Respekt, wie sie diesen Schmerz überwunden hat, in dem sie nie aufhörte an den Predigtstuhl zu glauben, dafür zu kämpfen und letztendlich diejenige ist und sein wird, die dem Berg neuen Atem einhaucht.

 

Mit Liebe hat sie die unterschiedlichen Bereiche des Restaurants eingedeckt. Draußen auf der Terrasse stehen dunkelrote Holztische und –stühle, darauf frische rot-weiß-karierte Tischdecken und nostalgisch anmutende Blumenvasen. Drinnen finde ich meine persönlichen Favoriten wieder, alte, geschwungene Sprossenstühle und Bänke, die Tische ganz in weiß eingedeckt. Leise denke ich daran, dass nächstes Jahr mein 10. Hochzeitstag sein wird…

Frisch und einladend präsentiert sich die Terrasse des Bergrestaurants

Frisch und einladend präsentiert sich die Terrasse des Bergrestaurants

Natürlich verstehe ich, was Geschäftsführer Harald Labbow meint, wenn er in seiner Begrüßungsrede sagt, hier gibt es nichts, nichts als Ruhe und Natur – aber zeigt uns die liebevolle Gestaltung der Gasträume nicht so viel mehr?

 
Es wurden bereits über eine Million Euro in die Renovierung des Restaurants und in eine neue Küche investiert. Und es ist noch so viel mehr zu tun. Nicht nur im Hoteltrakt, wo Zimmer nach den Ansprüchen der heutigen Zeit umgestaltet, Bäder eingebaut und historische Möbel hergerichtet werden müssen. Die Tür, die auf die herrschaftliche Terrasse führt, gehört abgeschmirgelt und neu gestrichen und das Glasdach erneuert – die nächsten Jahre warten noch zahllose kleine und große Arbeiten auf das Team hier oben. Mir als Gast hat es gefallen zu spüren, das hier nicht auf Teufel komm raus und unter Zeitdruck erneuert wird, sondern dass diese Schritte miterlebt werden können. Denn ich bin sicher, beim nächsten Besuch entdecke ich viele neue Details, die wieder in dem Licht leuchten, das sie vor vielen, vielen Jahren gewohnt waren.weiterlesen

Tourismus-Tag auf dem Predigtstuhl

 von Sepp

Der Predigtstuhl Bad Reichenhall lädt zum 1. Tourismus-Tag

Die Gastgeber Evelyn und Max Aicher sowie Marga und Josef Posch freuen sich, die Touristiker des Berchtesgadener Landes am 12. März ab 10 Uhr willkommen zu heißen. Beginnen Sie den Tag mit einer Nostalgiefahrt mit der Predigtstuhlbahn, der ältesten im Original erhaltenen Seilbahn der Welt.

Die Predigtstuhlbahn

Die Predigtstuhlbahn

Oben angekommen empfängt Sie das wieder eröffnete Bergrestaurant in neuem Glanz und im Charme einer vergangenen Epoche. Freuen Sie sich auf diesen Tag mit spannenden Gesprächen und in gemütlicher Runde unter Kollegen der Tourismusbranche.

 

Was erwartet Sie?

  • Empfang im neu renovierten und seit Anfang März wieder eröffneten Bergrestaurant direkt an der Bergstation auf 1.583 Meter.
  • Führung durchs Haus: Präsentation der Seminarräume, des Kaminzimmers sowie des Bergrestaurants. Anschließend Besichtigung unserer Schlegelalm und – für technisch Interessierte – des Technikraums der Bahn in der Bergstation.
  • Speis & Trank in gemütlich, geselliger Runde

 

Wo?

Auf dem Predigtstuhl im Bergrestaurant und in der Schlegelalm,  Talstation: Südtiroler Platz 1, 83435 Bad Reichenhall (Parken direkt an der Bahn)

 

Wann?

Am Mittwoch, den 12. März 2014 ab 10 Uhr laufend bis circa 18 Uhr. Anmeldung bitte per email oder unter der Telefonnummer +49-8651-968556

 

www.predigtstuhlbahn.de

Berchtesgadener Katzen

 von Sepp
Kühe auf der Mittereisalm

Kühe auf der Mittereisalm

Wer öfter in den Berchtesgadener Bergen unterwegs ist, weiß wahrscheinlich, dass es viele verfallene und aufgelassene Almen gibt. Oft liegen diese ehemaligen Almen in sehr schwer zugänglichen Gebieten im absoluten Hochgebirge. Als Beispiele seien hier nur genannt: Die Trischübel-Alm, die Reinersberg-Alm, die Schlumm Alm, die Sigeret-Alm, die Landtal Alm. Es gibt aber noch viele mehr.

Der verfallene Kaser auf der Feldalm

Der verfallene Kaser auf der Feldalm

Selbst kleinste Grasflächen in absolut unwegsamem Gelände wurde als Weideflächen genutzt. Man fragt sich, wie Viehwirtschaft unter diesen Bedingungen möglich war, wenn der Aufstieg zur Alm schon den zweibeinigen Menschen vor eine gewaltige Herausforderung stellt. Wie haben es dann die Vierbeiner über schmale Steige durch das felsige Gelände auf die Weidefläche geschafft? Die Antwort ist ganz einfach: Die vorherrschende Rinderrasse war bis zur Mitte des 19 Jahrhunderts die Berchtesgadener Katze.

„Ein milcharmer, unansehnlicher Schlag“ nannte der bekannte Geograph, Historiker und Schriftsteller Joseph Ernst von Koch-Sternfeld (nach ihm ist in Berchtesgaden eine Straße benannt) die Gattung der Berchtesgadener Katze. Lediglich 5 bis 6 Zentner, also 250 bis 300 Kilogramm, brachten ausgewachsene Exemplare auf die Waage. Soviel wiegen heutzutage 1 1/2 jährige Kälber  Dafür waren die kleinen Kühe äußerst trittsicher und geländegängig. Für das extrem steile Gelände der Berchtesgadener Alpen waren die Tiere damit bestens geeignet, allerdings war der Milchertrag weder qualitativ noch mengenmäßig zufriedenstellend.weiterlesen

Die Enzian Brennhütten

 von Sepp

Ein Schluck Tradition

Die Enzianbrennerei Grassl ist die älteste Enzianbrennerei Deutschlands, ihre Ursprünge datieren ins frühe 17. Jahrhundert. Trotz aller Modernisierung und Mechanisierung die auch das Handwerk des Schnapsbrennens in den letzten Jahrhunderten durchlebte, wird bei der Berchtesgadener Enzianbrennerei der Rohstoff des Schnapses teilweise noch traditionell gewonnen. Auf den Brennhütten in den Hochlagen der Berchtesgadener Alpen schlagen Wurzelgraber ihr Quartier auf, um die Grabrechte der Brennerei wahrzunehmen. Dort oben graben sie nach den Wurzeln des gelben Enzians und verarbeiten ihn vor Ort zu hochprozentigen Spezialitäten. Der blaue Enzian mag bekannter sein, für die Spirituosen-Herstellung ist er allerdings nicht geeignet.

Enzian-Brennhütte am Priesberg

Auf der Priesbergalm auf 1.350m liegt die wohl bekannteste Brennhütte. Sie ist zu Fuß vom Parkplatz Hinterbrand in einer etwa einstündigen Wanderung erreichbar.

Enzian-Brennhütte am Priesberg

Enzian-Brennhütte am Priesberg

Hubsi, der Bergbrenner ist von Juni bis Oktober an der Brennhütte anzutreffen, wenn er nicht gerade unterwegs ist um nach den Wurzeln zu graben.

Die Brennhütte auf der Priesbergalm

Die Brennhütte auf der Priesbergalm

Gerne erklärt er Besuchern die  Einzelheiten der Enzianherstellung und trinkt mit den durstigen Wanderern ein Stamperl.

Grassl Brennhütte am Funtensee

Am Funtensee auf 1600m liegt die höchstgelegene Hütte der Enzianbrennerei Grassl .weiterlesen

Toni

Vorfrühling auf dem Ristfeuchthorn

 von Toni

Wandern statt Skitouren

Da die Schneeverhältnisse im Berchtesgadener Land derzeit kaum noch Möglichkeiten für Schitouren bieten, wurden gestern die Bergschuhe aus der Winterruhe geholt. Vor allem die Südseiten bis auf etwa 1500 m Höhe hinauf sind weitgehend schneefrei, also wurde als Ziel das wenig begangene, 1569 m hohe Ristfeuchthorn gewählt. Neben dem üblichen Aufstieg von Schneizelreuth aus gibt es auf der Südflanke des Berges einen alten Alm- und Jagdsteig, den wir schon lange einmal suchen wollten.

 

Steigsuche im Bergwald

Der Müßbach bei Melleck

Die Müßbachschlucht mit ihren vielen Gumpen

Kurz vor Melleck ging es also querfeldein los, über Wiesen hinauf zum tief eingeschnittenen Felsgraben des Müßbachs. Mit Hilfe der Karte fanden wir sofort die ersten Steigspuren und kamen damit steil aber in eleganter Wegführung über die ersten unüberwindlich wirkenden Wände hinweg. Gleich danach wurde das Gelände wieder einfacher und führte uns in eine märchenhafte, einsame Welt. Der Bach schlängelte sich wie in einer kleinen Klamm dahin, überall waren grün schimmernde Gumpen (Wasserbecken) in den Fels geschliffen, und in der strahlenden Sonne ging es durchs raschelnde

Wegsuche am Müßbach

Steigsuche im wilden Bergwald

Buchenlaub weiter. Der Steig war sporadisch erkennbar, aber offensichtlich kaum mehr begangen. Die viele Hirschlosung deutete darauf hin, dass vor allem das Rotwild hier für gangbare Spuren sorgt. Stück für Stück suchten wir uns im immer steiler werdenden Wald hinauf, wobei unzählige knorrige Baumgestalten, pilzübersähte Stämme und von vielen Spechten ausgehöhlte Holzruinen den Weg säumten und eine urwaldartige Atmosphäre schufen. Hier hat seit langer Zeit keine Kettensäge mehr gejault.

Letztlich gelangten wir in den Bereich der verfallenen Wurzalm, aber konnten im dichten Jungwuchs keine Spuren von Hütten oder einer Bewirtschaftung mehr erkennen. Nun ging es querfeldein mit einem sehr steilen Schlussstück über kleine Schneefelder voller Gamsspuren zum regulären Wanderweg zwischen Sellarn-Alm und Gipfel. Ohne die Notwendigkeit dauernder Steigsuche und Orientierung verlief die weitere Strecke bis hinüber zum Ristfeuchthorn deutlich zügiger.

 

Endspurt zum Gipfel und verdiente Rastweiterlesen

Toni

Schneewanderung zur Mordau-Alm

 von Toni

Winterwanderung am 1. Advent

Die Mordau

Die unberührte Schneefläche der Mordau-Alm

Am 1. Advent ging es bei klirrender Winterkälte unter einem stahlblauen Himmel hinauf zur Mordau-Alm. Vom Taubenseeparkplatz in der Ramsau aus war das erste Stück des Weges trotz des pulvrigen Neuschnees problemlos begehbar – den Reifenspuren hinauf zum letzten, abgelegenen Jagdhaus sei Dank. Bald war die Abzweigung erreicht, an der im Sommer eine breite Forststraße nach links zur Alm führt. Doch derzeit ist nur ein weißes Band aus knietiefem Schnee vorhanden, das sich in den Fichtenwald hinein zieht. Einige Frühaufsteher hatten bereits gute Spurarbeit geleistet, sodass der Weiterweg zwar nicht ganz leicht, aber mit ein wenig Anstrengung gut machbar war.

 

Spurenlesen im Winterwald

Immer wieder kreuzten nun die Fährten von Wildtieren die Strecke, wodurch mit ein wenig Spurenkenntnis kleine Geschichten aus deren Leben wie im Bilderbuch vor einem lagen. Der Fuchs, der eifrig schnuppernd im Zickzackkurs einem Geruch im lichten Wald folgt. Der Feldhase, der im Jungwuchs von einem Busch zum nächsten hoppelt und die jeweils erreichbaren Knospen abknabbert. Eine Maus, die aus einem kleinen Loch durch die Schneedecke schlüpft, einige Meter an der Oberfläche herumtrippelt, und dann schnell wieder vor ihren vielen Feinden in die nächste Wehe hinein flüchtet. Zusammen mit den vielen Vogelstimmen oben im Geäst der Bäume und unzähligen anderen Zeichen wie Spechthöhlen, abgenagten Fichtenzapfen und aufgegrabenen Ameisenhaufen, erhielt man einen guten Überblick über die verschiedenen Tiere des Bergwaldes, ohne sie direkt zu Gesicht bekommen zu müssen. weiterlesen

Ursula

Ein Männlein steht im Walde

 von Ursula

Herbstzeit = Schwammerlzeit = die ideale Zeit, um mit Kindern spannende Wanderungen im Wald zu unternehmen.


Wir haben uns am letzten Sonntag die Runde „Rund um den Schmuckenstein“ in der Ramsau ausgesucht. Los geht’s am großen Parkplatz am Hochschwarzeck. Die Kinder konnten schnell überzeugt werden, schließlich geht es über urige Wegerl durch den Wald und die zu überwindende Steigung hält sich in Grenzen.

Rund um den Schmuckenstein

Rund um den Schmuckenstein

Schon auf der ersten Wiese werden wir fündig. Neben den beeindruckenden Bovisten finden wir Augentrost, Silberdisteln, Erika und noch einige andere Blüten, deren Namen wir nicht kennen. Auch eine herbstliche Wiese ist alles andere als eintönig!

Bovist

Bovist

Silberdistel

Silberdistel

Augentrost

Augentrost

Kaum sind wir im Wald angekommen, finden die jungen Schwammerlsucher weitere Farbflecke. Ziemlich ramponiert steht er da, der erste Fliegenpilz. Und steht mit seinem Rot und Weiß doch wunderbar anzusehen auf dem braunen Waldboden.weiterlesen

Ursula

Familien-Herbstwandertipp

 von Ursula

Die Almbachklamm neu entdeckt

Bisher war ich der Meinung, die Almbachklamm muss man auf jeden Fall im Frühsommer gehen, wenn unglaubliche Wassermassen die ausgehöhlte Schlucht hinabschießen, von allen Seiten kleine Wasserfälle herunterrieseln und oben in Ettenberg auf den Bauernwiesen ein einzigartige Blumenpracht das Herz übergehen lässt. Aber am vergangenen Sonntag habe ich meine Meinung geändert.

Beeindruckender Blick von der Brücke in die Almbachklamm

Beeindruckender Blick von der Brücke in die Almbachklamm

Halbschariges Wetter, raus wollten wir auf jeden Fall, die Klassiker an einem solchen Tag schreckten uns aufgrund der in hoher Zahl zu erwartenden anderen Wanderer – und Anita, 8 Jahre, wollte schon ein bisschen Action, nicht nur den Berg rauf.

 

Herbstwanderung durch die Almbachklamm

Also die Almbachklamm, Mitte September, ganz gegen meine Überzeugung. Der Himmel ist grau in grau, die Regenjacken sind im Rucksack. Seit den Unwettern und dem Hochwasser Anfang Juni war ich nicht mehr in der Klamm. Dass diese bereits seit 6. Juli schon wieder begehbar ist, grenzt nach den ersten Bildern von damals an ein Wunder. Brücken und Stege waren zerstört, abgegangene Muren hatten die Wege teilweise meterhoch mit Geröll verschüttet. Wir finden am vergangenen Sonntag davon fast keine Spuren mehr. Einige verkeilte Baumstämme sind zu sehen, das war‘s. Die Brücken sind bestens repariert bzw. komplett neu aufgebaut, die Wege neu geebnet, es gibt sogar zusätzliche Sicherungsseile an den schmalen Wegpassagen.

Diese Brücke wurde nach dem Unwetter komplett erneuert

Diese Brücke wurde nach dem Unwetter komplett erneuert

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Almabtrieb von der Kallbrunnalm

 von Sepp

Kallbrunner Bauern treiben am Samstag das Vieh ins Tal

Der Sommer ist zu Ende. Die Tage werden kürzer und kühler, auf den Gipfeln ist schon der erste Schnee zu sehen und auf den Almen geht das Futter langsam zur Neige. So auch auf der Kallbrunnalm, der größten und viehreichsten Alm im Berchtesgadener Land.

Die Kallbrunnalm

Die Kallbrunnalm

Über 300 Kühe und Jungtiere verbringen den Sommer auf der Kallbrunnalm, einer bayerischen Enklave auf österreichischem Boden. Die ersten der 30 Bauern haben die Alm bereits Richtung Tal verlassen, doch der Großteil der Almleute bringt das Vieh am kommenden Samstag, den 14. September zurück zu den Bauernhöfen im Tal. Die enorme Distanz zwischen Alm und Hof erfordert einen stundenlangen Fußmarsch des Viehs und ihrer Treiber, den sich einige Bauern ersparen und mit LKWs, Traktoren und Viehanhängern die Kühe heimbringen. Einige jedoch treiben ihr Vieh noch traditionell ins Tal.

 

Fuikln und Latschenboschn – Geschmückter Almabtrieb

Die Bauern vom Mayeringerlehen, vom Semleitlen, vom Kaltbach und vom Simonhof werden zwischen 11 Uhr und 13 Uhr am Hintersee und eintreffen und dann nach Hause weitergehen. Bis auf die Herde vom Kaltbachlehen werden die Tiere geschmückt sein.

Almabtrieb vor Ramsauer Kirche

Almabtrieb vor Ramsauer Kirche

In aufwändiger Handarbeit haben die Sennerinnen und Almleute seit dem 24. August, dem Bartholomäus-Tag, Sterne und Rosen aus gehobelten und eingefärbten Holzspänen gebunden und daraus Fuikln und Latschenboschen gamcht, die die Kühe stolz ins Tal tragen werden.

Fuikln und Boschn - Der Kopfschmuck der Tiere beim Almabtrieb

Fuikln und Boschn - Der Kopfschmuck der Tiere beim Almabtrieb

Geschmückt werden die Tiere beim Almabtrieb übrigens nur, wenn während des Almsommers kein Unglück geschehen ist. Hier findet Ihre die weiteren Termine der Almabtriebe, unter anderem über den Königssee!

 

Seht`s Euch an, Euer Sepp BGLT