Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Almabtrieb

Almabtrieb von der Stoißer Alm

 von Sepp

Abschied nehmen von der Alm


Mit wunderbaren Fuikln und Daxbuschn gekranzt ging es für 51 Stück Jungvieh zurück in den heimischen Stall

 

r.f.:  Bei herrlichem Frühherbstwetter ging es für 51 Stück Jungvieh von der Stoißeralm (1334 ü.M) auf dem Teisenberg zurück in die heimischen Ställe der Freidlinger Almgenossenschaft. 16 Bauern hatten den Sommer über Jungvieh den beiden Sennerinnen Angelika (aus dem Allgäu) und Veronika (aus Salzburg) auf der Alm anvertraut.

Almabtrieb von der Stoißeralm - Teisenberg

Almabtrieb von der Stoißeralm - Teisenberg

Die Stoißer Alm

 

Aus der Not heraus durch den Wegfall des Schafweiderechtes am Teisenberg im Jahre 1926 gezwungen, kauften die Freidlinger Bauern kurzentschlossen 1928 das Gebiet auf der Stoißeralm vom damaligen Besitzer Korbinian Pointner – Hinterstoißerbauer am Stoißberg – der durch den Verkauf seines Anwesens  mit dem dazugehörigen Almgebiet auf dem Teisenberg den Kauf eines Anwesens in Teisendorf Espannhausen finanzierte. weiterlesen

Almabtrieb von der Schwarzbach Alm

 von Sepp

Der Samstag in der Ramsau stand ganz im Zeichen des Almabtriebs: Viel war los beim Herbstfest mit Almabtrieb am Klausbachhaus, wo der Bauer vom Kressenlehen sein Vieh auf dem Weg von der Bindalm nach Hause vorbeiführte.

 

Aber auch von der Schwarzbach Alm, unserer Niederalm am Wachterl, wurden an diesem Samstag die Kühe nach Hause getrieben: Wir begannen gegen 10:00 Uhr mit dem Schmücken der Kühe mit Fuikln und Latschenboschen, eine Arbeit die etwa 2 Stunden in Anspruch nimmt. Durch die Nähe der Alm zu unserem Hof müssen wir nicht allzu früh anfangen, die Strecke nach Hause bewältigen unsere Kühe und Kälber in ca. 1 1/2 Stunden. So brachen wir auch heuer wieder gegen Mittag an der Schwarzbachalm auf un machten uns auf der Alpenstraße B305 auf den Weg heim.

Sennerin Karin führt ihre Herde von der Schwarzbachalm auf die Alpenstraße

Sennerin Karin führt ihre Herde von der Schwarzbachalm auf die Alpenstraße

Viele Auto- und  Motorradfahrer erfordern von den die Kühe begleiteden Personen höchste Aufmerksamkeit, manche schimpften auch lautstark über die unerwartete Behinderung auf der Straße. Auch viele Schaulustige am Straßenrand ließen sich den Almabtrieb nicht entgehen.weiterlesen

Ramsauer Herbstfest mit Almabtrieb

 von Sepp

Bereits zum 15. mal findet heuer das Ramsauer Herbstfest mit Almabtrieb am Klausbachhaus statt.

Herbstfest Ramsau am Klausbachhaus

Herbstfest Ramsau am Klausbachhaus

Ab 10:00 Uhr spielt die Schlossbergmusi und die  Jugendgruppe des GTEV D`Achentaler plattlet auf. Für das leibliche Wohl sorgen die Ramsauer Bäuerinnen: Der Kallbrunner Almkas und andere regionale Schmankerl verwöhnen Einheimische wie auch Gäste.

 

Höhepunkt des Tages wird aber der Almabtrieb des Kressenbauern von der Bindalm sein. Die geschmückten Tiere sollen die Nationalpark-Infostelle Klausbachhaus im Laufe des Vormittags passieren.

Geschmückter Almabtrieb in Ramsau

Geschmückter Almabtrieb in Ramsau

Der Erlös dieser Veranstaltung kommt gemeinnützigen Zwecken in der Ramsau zu Gute. Mehr Infos über das Herbstfest in der Ramsau bekommt Ihr bei der Touristinformation Ramsau .

 

Bis Samstag, Euer Sepp BGLT

Von der Hochalm auf die Niederalm

 von Sepp

Heute haben wir unser Vieh von der Bindalm auf die Schwarzbachalm getrieben, also von der Hochalm auf die Niederalm.

Im Morgengrauen am Hintersee

Im Morgengrauen am Hintersee

Eine Woche wird das Vieh auf der Schwarzbachalm verbringen, bevor es nach dem hoffentlich gschmücktem Almabtrieb in den heimischen Stall zurückkehrt. Seit Mitte Juni waren die Tiere – bei unseren handelt es sich ausnahmslos um Pinzgauer – damit auf der Alm.

 

Diese jahrhunderte alte Form der Bewirtschaftung soll eine optimale Ausnutzung der Vegetation über verschiedene Höhenstufen ermöglichen. weiterlesen

Fuikln und Latsch’n-Boschn

 von Sepp
Almabtrieb mit Fuikln in Ramsau

Almabtrieb mit Fuikln in Ramsau

Almabtrieb im Berchtesgadener Land

Der 24. August ist für die Almbauern im Berchtesgadener Land ein ganz besonderer Tag. Ab diesem Zeitpunkt, dem Bartholomäus-Tag, darf nach alter Gewohnheit mit dem „Kranzen“, also dem Anfertigen des Kopfschmuckes der Tiere für den Almabtrieb, begonnen werden. Dieser Tag verkündet damit auch das nahende Ende des Sommers, die Kühe bleiben ab diesem Zeitpunkt noch zwischen 2 und 6 Wochen auf den Almen.

Fuikln: Kopfschmuck für den Almabtrieb

Der aufwändige Kopfschmuck der Kühe darf allerdings nur getragen werden, wenn kein Unglück den Almsommer trübte. Aus diesem Grund finden nicht alle der Almabtriebe geschmückt statt, da fast jedes Jahr einer der Alm-Bauern den Verlust von Jungtieren oder andere Probleme beklagen muss.

Der Kopfschmuck der Tiere lässt sich  traditionell in zwei verschiedene Arten einteilen. Zum einen die „Fuikln“: Dazu werden die Äste einer kleinen Tanne oder Fichte gebogen und festgebunden, so dass je nach Größe der Fuikl zwei bis vier kugelförmige Kronen entstehen. Diese werden dann mit  Rosen und Sternen aus fein gehobelten und eingefärbten Holzspänen geschmückt. Eine Fuikl erfordert je nach Größe bis zu 30 Arbeitsstunden, besonders das Falten der bis zu 200 Rosetten, die auf einer Fuikl Platz finden, erfordert viel Geduld und vor allem Fingerspitzengefühl. Im oberen Bild seht Ihr Fuikln an den ersten 3 Kühen. (Aufmerksame Leser dieses Blogs werden schon festgestellt heben, dass es sich bei den oben abgebildeten Kühen um Pinzgauer handelt).

Latsch`n-Boschn: Gschmückte Latschen

Wesentlich weniger Arbeit erfordert ein sogenannter „Latsch`n-Boschn“: Dabei handelt es sich um ein Stück Latschenkiefer, der mit sehr viel weniger von den Rosen oder Sternen aus den erwähnten Holzspänen geschmückt wird. Da der Latsch`n-Boschn nicht so prächtig erscheint wie eine Fuikl, ist er hauptsächlich bei Jungvieh und den kleineren Kühen verbreitet, wobei es hier allerdings keine festen Regeln gibt. Allerdings ist es meistens so, dass die größte Fuikl, wie auch die größte Glocke von der sogenannten Glockenkuh, der Leitkuh getragen wird.weiterlesen