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Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Mordaualm

Schwend-Einsatz auf der Mordaualm

 von Sepp
Schwenden auf der Mordaualm © Biosphärenregion BGL

Schwenden auf der Mordaualm © Biosphärenregion BGL

Schützen unterstützen – Urlaub in der Biosphärenregion Berchtesgadener Land

Zehn Gäste – jung und alt aus Bayern und Hessen – haben sich im Rahmen der Pauschalreise „Schützen unterstützen“ der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH im Frühsommer dieses Jahr aufgemacht, um in der Biosphärenregion Berchtesgadener Land auf der Alm aktiv zu werden. „Almschwenden“ – selbst die Teilnehmer wussten nicht gleich, was genau sich hinter dem Begriff verbirgt, waren aber gespannt und voller Motivation auf der Mordaualm erschienen.

Spannendes konnte die Almführerin Gerti Rutz den Teilnehmern der nachhaltigen Urlaubsreise „Schützen unterstützen“ auf der Mordaualm erzählen © Biosphärenregion BGL

Spannendes konnte die Almführerin Gerti Rutz den Teilnehmern der nachhaltigen Urlaubsreise „Schützen unterstützen“ auf der Mordaualm erzählen © Biosphärenregion BGL

Almführerin Gerti Rutz brachte schnell Licht ins Dunkel. Almschwenden bezeichnet das händische Entfernen von Wurzeln von Gehölzen und sogenannten Weideunkräutern. Das ist wichtig, damit die Almen nicht über kurz oder lang zuwachsen, wieder zu Wald werden und damit ein Teil unserer Kulturlandschaft verschwindet. Eineinhalb Tage zeigten die Teilnehmer vollen Einsatz und leisteten so einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des regionaltypischen Landschaftsbildes. Auch die Erkenntnis, dass die Arbeit der Almbauern nicht hoch genug geschätzt werden kann, machte sich breit. Bei den zahlreichen Wanderern stieß die Schwend-Aktion auf erstauntes Interesse. Viele blieben stehen und ließen sich den Einsatz und die Hintergründe dazu erklären.

Verwöhnt wurden die Gäste nach getaner Arbeit mit einer zünftigen Brotzeit von der Almbäuerin mit regionalen Köstlichkeiten, wie frischem selbstgemachten Mozzarella sowie Kuchen und Kaffee. Auch das wunderbare Wetter und die traumhafte Aussicht auf die umliegende Bergwelt erleichterten den Einsatz für die Gäste und ließen trotz Arbeitseinsatz das Gefühl von Urlaub aufkommen.weiterlesen

Michael

Der Wetterbericht für den Sonntag ist – wie so oft – mehr als durchwachsen. Bei Gewittergefahr wollen wir keine größere Bergtour unternehmen, aber das geplante»Abschlußgangei« nach einem sehr erlebnisreichen Urlaub in Nord- und Südtirol soll deswegen auch nicht ausfallen. Und es muss ja nicht unbedingt eine »3« zu Beginn der Höhenangabe stehen. So entscheiden wir uns als erfolgreiche Senior-Trailrunner für einen Lauf um den Schmuckenstein vom Hochschwarzeck aus. Das kann man immer machen, und wenn wir nass werden, na ja, das überlebt man auch. Und der Blitz wird uns ja nicht gleich treffen …

So starten wir zu ziviler Zeit, gehen uns auf den Wiesen über dem großen Seilbahnparkplatz etwas ein, begrüßen ein paar sehr neugierige Kühe und Ziegen, und starten dann auf dem steilen Waldwegerl. Schön geht’s dahin, auf und ab, ein schmaler Steig, nichts Grandioses wie in den letzten beiden Wochen, aber einfach »liab«. Ein paar Wanderer begegnen uns und schauen etwas verdutzt, wie der weißhaarige Alte mit seiner jung gebliebenen Mitläuferin da flink über die Wurzeln springt (in Wirklichkeit ist hier natürlich eher die Frage, WER hier der Mitläufer ist … ;-).

Bald sind wir an der allerliebsten Mordaualm (die eigentlich einen weniger blutrünstigen Namen verdient hätte) und genehmigen uns beim Gschoßkaser etwas zu trinken. Nachdem im Gegensatz zum Wetterbericht (wie so oft!) strahlender Sonnenschein herrscht (vielleicht hätten wir doch eine »richtige« Bergtour machen sollen?), entscheiden wir uns, die Laufrunde erst einmal zu unterbrechen und im flotten Tempo hinauf zum Karspitz zu gehen. Mei, miassn ma do schwitzn!

Aber gottseidank ziehen schon dicke schwarze Wolken auf (damit der Wetterbericht doch recht hat! 😉 und es wird richtig kühl. Oben am Sattel angekommen geht’s ein paar Meter am Weidezaun entlang, wo der kleine Steig zum Karspitz beginnt, den man schon kennen sollte, um ihn zu finden.

Lustig über kleine Gratpassagen, kraxelnd über einige Felsen, manchmal ganz nett ausgesetzt (aber da waren wir durch unseren Urlaub ja bestens trainiert …), auf und ab, zwischen wunderschönen Wiesenblumen – so nähern wir uns dem Gipfelkreuz.weiterlesen

Buchtipp: Sehnsucht Alm

 von Sepp
Sehnsucht Alm: Vom Glück des einfachen Lebens

Sehnsucht Alm: Vom Glück des einfachen Lebens

Vom Glück des einfachen Lebens

Auf der Alm ist das Leben immer noch wie vor Jahrhunderten. Die Tage vergehen im Einklang mit der Natur und im Rhythmus der Jahreszeiten. So stellen es sich viele vor. Tatsächlich ist das Leben auf der Alm verbunden mit harter Arbeit, wenig Komfort. Warum für viele Menschen das Leben auf der Alm trotzdem das pure Glück bedeutet, zeigt der neue Bildband „Sehnsucht Alm: Vom Glück des einfachen Lebens“. Die vielfach prämierte Journalistin und Buchautorin Karin Lochner und der preisgekrönte Fotograf Peter von Felbert ergründen den Sehnsuchtsort Alm, erzählen Geschichten vom Leben am Berg und verraten Rezepte, Kräuterwissen und Lebensweisheiten.

20 Almen in den bayerischen Bergen zwischen Kochelsee und Königssee haben die beiden besucht. Und natürlich waren sie auch auf den Berchtesgadener Almen unterwegs. Den Titel des eindrucksvollen Buches ziert ein Bild der Mordaualm im Bergsteigerdorf Ramsau.

Der Almabtrieb über den Königssee

Auf der Suche nach dem besonderen Almleben sind Fotograf Felbert und Autorin Lochner am Königssee fündig geworden. Und zwar beim einzigartigen Almabtrieb über den Königssee. Das Buch begleitet die Kühe nicht nur bei der Fahrt mit dem Boot über den Königssee,

Almabtrieb über den Königssee

Almabtrieb über den Königssee

sondern auch beim Anlegen der Fuikln an der Seelände

Geschmücktes Jungtier am Königssee

Geschmücktes Jungtier am Königssee

und Ihrem Weg durch die Gemeinde Schönau a. Königssee in den heimischen Bauernhof.

Almabtrieb in Schönau a. Königssee

Almabtrieb in Schönau a. Königssee

Der Bergbrenner auf der Priesbergalm

Weiter oben in den Bergen über dem Königssee liegt die Priesbergalm, das Revier des Bergbrenners der Enzianbrennerei Grassl. In einer uralten Brennhütte verarbeitet der Bergbrenner Lukas Schöbinger die Wurzeln des Pannonischen Enzians zu einem feinen Destillat.weiterlesen

Schwenden auf der Mordaualm

 von Sepp
Almputzen auf der Mordaualm – Schwendaktion © Biosphärenregion Berchtesgadener Land

Almputzen auf der Mordaualm – Schwendaktion © Biosphärenregion Berchtesgadener Land

Schwendaktion der Biosphärenregion Berchtesgadener Land

Bei einer Veranstaltung der Reihe „Schatzkammer Natur“ setzte sich eine Gruppe fleißiger Freiwilliger in Ramsau aktiv für den Erhalt der artenreichen Almwiesen ein. Trotz unvermutetem Regen ließen sich die Teilnehmenden nicht aufhalten und trafen sich Sonntagmorgen beim Taubensee in Ramsau. Von den Referentinnen der Biosphärenregion Berchtesgadener Land, Gerti Rutz und Elisabeth Brandstetter, erfuhren sie Wissenswertes zur Almwirtschaft und was unter „schwenden“ oder „almputzen“ verstanden wird.

Die Almwiesen auf der Mordaualm werden seit mehr als 600 Jahren bewirtschaftet und sind auf Beweidung und Pflege durch die Landwirte angewiesen. Früher gab es sogar den Beruf des Almputzers, der von Alm zu Alm ging und aufkommende Büsche und Bäume auf der Weidefläche entfernte. In der heutigen Zeit gibt es nicht mehr genug Personal auf den Höfen, das sich um die Weidepflege kümmern könnte. Deshalb wachsen Almen im gesamten Alpenraum immer mehr zu. Damit verschwinden nicht nur wertvolle Futterflächen für das Vieh. Das Landschaftsbild, das von der Vielfalt an Almblumen und seltenen Arten, die heute nur noch auf den Almweiden vorkommen, geprägt ist, geht verloren. Die Gruppe entdeckte bereits auf dem Weg zur Alm einige für Mensch und Tier äußerst wichtige Heilpflanzen wie Edelgamander, Hauhechel und Wilden Majoran. Auf der Mordaualm angekommen, durften die Teilnehmenden kurz in den Käsekessel schauen und bekamen von den Almleuten einen kleinen Einblick ins SennerInnenleben. Danach ging es an die Arbeit! Mit Handschuhen und Zangen ausgestattet wurden kleine Fichten auf der Weide entfernt. Alle konnten hautnah miterleben, wie viel Arbeit die Almpflege ist. Innerhalb von zwei Stunden wurden hunderte kleine Bäume ausgerissen und umgeschnitten, ein ganzer Hügel entbuscht.

Die Almputzer der Schwendaktion © Biosphärenregion Berchtesgadener Land

Die Almputzer der Schwendaktion © Biosphärenregion Berchtesgadener Land

Und doch war es nur ein Bruchteil der Weidefläche. Immerhin hat die Almgemeinschaft aus drei Bauern auf der Mordaualm 24 ha Lichtweide zu bewirtschaften. Die Arbeit der Freiwilligen wurde dementsprechend auch von den Bauern gewürdigt und zwar mit einer großzügigen Brotzeit am Hinterkeilhof Kaser. Die Brotzeit aus almeigenen Produkten, bei strahlendem Sonnenschein und herrlicher Aussicht auf Hochkalter und Watzmann war ein hervorragender Lohn. Zum Abschluss wurden noch die alten und fast vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen – das Schwarze  Alpenschwein und die Pinzgauer Kühe – angesehen. Nach einem gemütlichen Rückweg waren alle Teilnehmenden begeistert von den vielen Informationen zur Alm und der eigenen körperlichen Erfahrung, die zum Nachdenken anregte, wie viel Arbeit hinter der Bewirtschaftung unserer vielgeschätzten Almen steckt.weiterlesen

Die Mordaualm im Bergsteigerdorf Ramsau © BR

Die Mordaualm im Bergsteigerdorf Ramsau © BR

Franz Kuchlbauer und seine schwarzen Alpenschweine

Sie sind äußerst selten und waren in Bayern bereits ausgestorben: Die schwarzen (und gescheckten) Alpenschweine. Bauer Franz Kuchlbauer, der Kederbacher, aus dem Bergsteigerdorf Ramsau hat sich einem Netzwerk angeschlossen, das sich der Zucht und Erhaltung alter Rassen widmet.

Wir machen da mit, weil mir die Sauen gefallen. Zweitens: Weil sie früher da schon mal heimisch waren und dass man solchen Rassen eine Chance gibt, dass sie wieder da heimisch werden dürfen. Und weil es auch neue Wege der Vermarktung gibt, die man probieren kann. Einmal was Rares, wo auch der Verbraucher gewillt ist, dass er mehr zahlt dafür.“ sagt Franz Kuchlbauer, Landwirt und Urenkel des Kederbachers, des legendären Ramsauer Bergsteigers, der als erster die Watzmann-Ostwand durchstieg.

Die Alpenschweine beim Kederbacher auf der Weide © BR

Die Alpenschweine beim Kederbacher auf der Weide © BR

Das schwarze Alpenschwein ist nicht geeignet für eine schnelle Mast im Stall, die Schweine brauchen Auslauf. Ein Teil der Ferkel ist im Sommer auf der Mordaualm, dort oben laufen sie aber nicht frei herum.weiterlesen

Winterwanderung auf der Soleleitung zur Mordaualm

 von Sepp
Unterwegs auf dem SalzAlpenSteig

Unterwegs auf dem SalzAlpenSteig

Nachdem mich die Abfahrt der Skitour auf die Hohen Rossfelder körperlich ziemlich mitgenommen hat, will ich am Samstag nur einen kleinen Spaziergang machen. Ich entscheide mich für einen Spaziergang auf der Ramsauer Soleleitung. Um der Tour doch noch ein paar Höhenmeter hinzuzufügen, will ich bis zur Mordaualm weitergehen. Somit wandere ich komplett auf einer Teilstrecke des SalzAlpenSteiges, des Premiumweitwanderweges vom Chiemsee durch das Berchtesgadener Land bis zum Hallstätter See.

Ich starte meine Winterwanderung am Zipfhäusl auf halber Strecke zwischen dem Ortszentrum des Bergsteigerdorfes Ramsau und dem Hochschwarzeck. Von hier kann man auf dem Soleleitungsweg sowohl nach Osten in Richtung Gerstreit oder nach Westen in Richtung Wachterl wandern. Die Variante nach Westen ist genauso sonnig wie die bekanntere Variante nach Osten, aber gewöhnlich etwas ruhiger. Gleich zu Beginn des flachen Weges steht ein Hinweisschild des SalzAlpenSteiges. Bei strahlendem Sonnenschein wandere ich auf dem fast schneefreien Weg entlang. Schon auf den ersten Metern des Weges laden zahlreiche Bänke zum Verweilen ein. Die markante Silhouette der Reiter Alm ist mein ständiger Begleiter.

Bank an der Soleleitung mit Blick zur Reiter Alm

Bank an der Soleleitung mit Blick zur Reiter Alm

Der Soleleitungsweg wird im Winter geräumt und ist, wegen der sonnigen Lage, auch in schneereichen Wintern ein idealer Winterwanderweg. weiterlesen

TV-Tipp: 1 Jahr Bergsteigerdorf

 von Sepp
Das Bayerische Fernsehen bei Dreharbeiten auf der Mordaualm

Das Bayerische Fernsehen bei Dreharbeiten auf der Mordaualm

Am 17. August 2016 war ein Team des Bayerischen Fernsehens bei Dreharbeiten in der Ramsau: Auf der Mordaualm dreht das Team für die BR-Sendung Unkraut einen 4-minütigen Beitrag zum Thema „1 Jahr Bergsteigerdorf Ramsau“. Im September 2015 erhielt unsere Ramsau die begehrte Auszeichnung des Alpenvereins und darf sich nun ganz offiziell erstes (und einziges) Bergsteigerdorf Deutschlands nennen.

Als Drehort wählte das Team den Kederbacherkaser auf der Mordaualm. Einen typischeren Platz im Bergsteigerdorf kann man gar nicht finden. Immerhin ist der Urgroßwater des heutigen Kederbach-Bauern der legendäre Bergsteiger Johann Grill, der – besser bekannt unter dem Namen Kederbacher – als erster Mensch die legendäre Watzmann-Ostwand durchstieg und von 1888 bis 1905 erster Hüttenwirt des Watzmannhauses war. Sein Nachfahre Franz Kuchlbauer zeigt dem BR-Filmteam bei seinen Kühen auf der Mordaualm die Bedeutung der Landwirtschaft für ein Bergsteigerdorf.

Franz Kuchlbauer, der Kederbacher

Franz Kuchlbauer, der Kederbacher

Hier gibt es keine Hochleistungskühe, die nur wenige Jahre alt werden: In einem Bergsteigerdorf wird noch eine traditionelle Landwirtschaft gepflegt: Kuh „Gold’l“ wird heuer 18 Jahre alt! Eine würdige Alm-Seniorin!

18 Jahre alt: Kuh Goldi

18 Jahre alt: Kuh Goldi

Bei den Dreharbeiten auf der Alm wurde kurzfristig eine lustige Seniorentruppe als Statisten verpflichtet, lauter lustige Leute, dich sichtlich Spaß ahben an einer Fernsehproduktion teilzuhaben.weiterlesen

Gipfelbank am Karpsitzgipfel © Ann-Kathrin Helbig

Gipfelbank am Karpsitzgipfel © Ann-Kathrin Helbig

Heute ist wieder einer dieser Freundinnentage. Die Sonne scheint, die Stimmung steigt. Es soll zum Karspitz im Lattengebirge gehen. Er ist sowas wie ein Geheimtipp, wobei das Internet eigentlich voll mit genauen Beschreibungen zu diesem Gipfel im Lattengebirge ist. Der Karpsitz ist nicht ausgeschildert und eigentlich auch nicht Teil des offiziellen Wegenetzes. Begangen wird er allerdings oft. Aufmerksam auf diesen Berg wurde ich schon im Sommer 2014. Denn dort führte der Betriebsausflug der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden hin (Almerlebnisweg inkl. Gipfelbesteigung).

Wir starten heute bei warmer Frühlingssonne am Parkplatz Taubensee in Ramsau. Dabei folgen wir für weniger als einer Stunde einer breiten Forststraße zur Mordau-Alm. (Hat wirklich ihren Namen von „Mord in der Au“). Diese ist leider noch nicht bewirtschaftet, da die Almsaison noch nicht begonnen hat. Von dort führt dann links der Steig in Richtung Mossenalm dem wir folgen. Schon kurz vor der Abzweigung zum Karspitz begegnet uns eine Frau, die uns warnt: Bald käme eine große Wechte, die zwar Spuren hat aber aufgrund ihrer Größe sie davor abhielt die Wechte zu besteigen. So ein Mist! Da steht man früh auf, will einen schönen Tag verbringen und dann soll eine Wechte unsere Pläne zunichte machen?! Das ist typisch für das Frühjahr. Gerade an Stellen, wo die Sonne schwer hinkommt, hält sich noch viel Altschnee.
Wir beschließen uns diese mal anzuschauen, umdrehen kann man immer noch. Schnell erreichen wir die Stelle. Hinter uns folgt auch eine weibliche Wandergruppe. Nun stehen 8 Frauen vor einer ziemlich hohen Wechte, aber keine will umkehren. Stattdessen wird nach Möglichkeiten geschaut, ob diese zu umgehen ist. Ich entdeckte eine Lücke der Wechte an einem Baum. So steigen wir querfeldein zu dritt zu dieser Stelle hinauf, die anderen 5 Frauen versuchen den direkten Weg über die Wechte zu steigen.

fiese Wechte, die zu überqueren war © Ann-Kathrin Helbig

fiese Wechte, die zu überqueren war © Ann-Kathrin Helbig

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TV-Tipp: „Wunderschön!“ im WDR

 von Sepp
WDR-Moderator Stefan Pinnow mit Autorin Lisa Graf-Riemann

WDR-Moderator Stefan Pinnow mit Autorin Lisa Graf-Riemann

Am Sonntag, den 13. März 2016 sendet der WDR um 20:30 eine Wiederholung der Sendung „Wunderschön! Berchtesgadener Land – Hochgefühle in den Alpen“!

Dass das Berchtesgadener Land landschaftlich und kulturell sehr viel zu bieten hat, zeigt sich nicht nur an den zahlreichen Urlaubern, die jedes Jahr unsere Region besuchen. Auch Fernsehteams finden immer wieder den Weg in die malerischen Berchtesgadener Alpen, sei es um die Landschaft als Filmkulisse zu nutzen oder sogar um gezielt über die facettenreiche  Kultur oder Natur zu berichten. Letzteres war auch das Anliegen der Crew des WDR, die das Berchtesgadener Land im September und Oktober 2014 besuchte. Das Team des Sonntagabend-Erlebnismagazin „Wunderschön!“ erstellte in diesen Tagen viele Stunden Filmmaterial an den schönsten und spannendsten Orten, die es hier zu finden gibt um die Zuseher an der Schönheit des Berchtesgadener Landes teilhaben zu lassen.

Neue Blickwinkel durch Unterstützung der Zuschauer

Um besonders Alltagsgeschichten und Ausflugsziele am jeweiligen Drehort zu finden, fordert das Format seine Zuschauer immer wieder dazu auf, ihnen Ausflugs – und Besichtigungsvorschläge für  die jeweiligen Regionen zuzusenden. Die Autorin Beate Höfener verriet uns bei einem Drehbesuch, dass die Redaktion des Erlebnismagazins, das seit zehn Jahren existiert, noch nie so viele Zusendungen von Zuschauern erhalten habe, wie für das Berchtesgadener Land.weiterlesen

Spaziergang zur Mordaualm

 von Sepp
Die Mordau Alm

Die Mordau Alm

Beim Blick aus dem Fenster glaubt man es zwar nicht, doch wird haben schon Ende Dezember. Da der Schnee immer noch auf sich warten lässt, wird eben weiter gewandert! Ich war heute nachmittag auf der Mordaualm, ein wunderbarer kleiner Spaziergang! Die Kaser auf der Alm sind zwar nur in den Sommermonaten bewirtschaftet, die Mordaualm ist dennoch ein Ganzjahres-Wanderziel: Sowohl der Aufstieg zur Alm als auch die Alm selbst sind immer sonnnig. Wenn viel Schnee liegt, ist die Mordaualm auch ein schönes Ziel mit Schneeschuhen oder Tourenskiern. Heute reichen allerdings auch Turnschuhe.

Genau ein Parkplatz ist am Parkplatz oberhalb des Taubensees an der Alpenstraße frei, als ich nach Mittag dort oben ankomme. Zahlreiche Wanderer nutzen das Traumwetter zu einer kleinen Wanderung im Bergsteigerdorf Ramsau: Ein paar werden wohl am Taubensee unterwegs sein, ein paar auf der Soleleitung, doch die meisten sind wohl auf der Mordaualm und dem weiterführendem Almerlebnisweg unterwegs. Ich werde heute nur bis zur Mordaualm gehen, für eine grüßere Tour ist es schon zu spät. Zuerst geht’s auf der geteerten Straße durch den lichten Wald nur sanft bergauf. Der Wegbelag ändert sich bald, nun wandere ich auf einer breiten Forststraße aus Sand. Und auch der Wald am Wegrand wird dichter. Nach dem ersten steilen Stück erscheint das erste Mal das Wegkennzeichen des SalzAlpenSteigs, der von Bischofswiesen über die Mordaualm und den Soleleitungsweg nach Ramsau führt.

Jetzt ist das Almgelände erreicht, kein Baum unterbricht nun die Strahlen der Sonne. Da ich außerdem recht zügig gegangen bin, ist mir tatsächlich heiß; meine Jacke habe ich schon am Anfang des Weges im Rucksack verstaut. Über die großen weiten Kurven des Almwegs erreiche ich die Hütten auf der Mordaualm. Die Südseite des Kederbacherkaser ist auf der ganzen Breite von Sonnenanbetern besetzt.

Sonnenanbeter am Kederbacherkaser auf der Mordau

Sonnenanbeter am Kederbacherkaser auf der Mordau

Ich wandere ein Stück weiter zum höhergelegenen Almkreuz. Hier oben weht zwar ein leichter Wind, doch mit Jacke, Buff und Strinband lässt es sich auf einer der hier aufgestellten Bänke sehr gut aushalten.

Das Almkreuz auf der Mordau Alm

Das Almkreuz auf der Mordau Alm

Besonders bei diesem Ausblick: Im Süden der Mordaualm begrenzen Watzmann und Hochkalter das Bergsteigerdorf Ramsau.weiterlesen