Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Reiter Alm

Hüttentour Reiter Alm

 von Sepp
Unterwegs zur Neuen Traunsteiner Hütte auf der Reiter Alm

Unterwegs zur Neuen Traunsteiner Hütte auf der Reiter Alm

Steil und wild: So war meine Wochend-Bergtour. Ich war auf der Reiter Alm unterwegs. Und zwar auf dem schönsten Aufstiegsweg, dem Schaflsteig. Dann hab ich noch das Stadelhorn bestiegen, den höchsten Gipfel der Reiter Alm, bevor mich das Wetter ohne weiteren Gipfelsieg zur Neuen Traunsteiner Hütte trieb.

Aufstieg über den Schaflsteig zur Mayrbergscharte

Der Schaflsteig ist die wahrscheinlich schönste Variante, um auf die Reiter Alm zu kommen. Um zum Schaflsteig zu kommen, müssen wir aber erstmal bis zur Engertalm im Klausbachtal wandern. Tipp: Der Almerlebnisbus kann euch diesen zwar einfachen, aber langen Anmarsch ersparen. An der Engertalm führt ein Übersteig über den Zaun. Hier beginnt der Schaflsteig, ein sehr steiler und schwieriger alpiner Steig. Zuerst geht’s steil über die Weidefläche, dann durch lichten Mischwald und schließlich in die Latschen. In der Latschenzone ergeben sich das erste Mal richtige Ausblicke. Ich bin begeistert vom Blick zur Bindalm, aus dieser Perspektive habe ich die Alm noch nie gesehen.

Blick vom Schaflsteig zu Bindalm und Litzlalm

Blick vom Schaflsteig zu Bindalm und Litzlalm

Nach den Latschen wird das Gelände alpiner: Der Schaflsteig führt direkt zu den steilen Felswändern des großen Mühlsturzhorns und dann unterhalb dieser Wand entlang an beeindruckenden Felsformationen vorbei.

Beeindruckende Felsformationen unterhalb der Mayrbergscharte

Beeindruckende Felsformationen unterhalb der Mayrbergscharte

Eine unglaublich faszinierende Landschaft: Wild und schroff! Am Wandfuß entlang gehen wir weiter zu unüberwindbar wirkenden Felswänden.

Da geh's rauf

Da geht’s rauf

Doch die Wand hat eine Schwachstelle: In einer Rinne führt der Steig jetzt klettersteigähnlich versichert durch die Wand hinauf in die Mayrbergscharte zwischen Stadelhorn und Wagendrischlhorn.

Wegweiser in der Mayrbergscharte

Wegweiser in der Mayrbergscharte

Das Stadelhorn

In der Mayrbergscharte (2053 Meter) entscheiden wir uns, das Stadelhorn zu besteigen. Zwar wird der Himmel nun ganz schön wolkig, doch bis zum Regen wird es noch dauern. Über felsige Absätze kommen wir rasch höher, und haben dabei immer den Hintersee und die Halsalm tief unter uns im Blick.weiterlesen

Die Reiter Alm aus dem Klausbachtal.

Fantastische Runde auf der Reiter Alm

Die Reiter Alm war bisher ein unbekanntes Terrain für mich. Gestern wagte ich mich auf Erkundungstour in die „Ramsauer Dolomiten“ und kam begeistert zurück. Dafür sorgten die beiden landschaftlich großartigen Routen des Schafl- und Böslsteigs sowie die Besteigung des formschönen Stadelhorns, dem höchsten Gipfel der Reiter Alm. Für das beschriebene Tourenprogramm sollte man mit Pausen 8-10 Stunden auf jeden Fall einplanen.

Gestartet habe ich meine Runde am Abzweig des Schaflsteigs. Dieser beginnt kurz hinter der Nationalpark-Infostelle Engert-Holzstube im Klausbachtal. Hier befindet sich auch eine Haltestelle des Almerlebnisbus. Ich verzichte an diesem Morgen auf die öffentlichen Verkehrsmittel und erreiche den Beginn des Schaflsteiges mit dem Rad durch das schöne Klausbachtal. Früh bin ich gestartet, um der Mittagshitze auf dem nach Süden ausgerichteten Schaflsteig und den am späten Nachmittag vorrausgesagten Wärmegewittern zuvorzukommen.

Ernstzunehmender Hinweis im Schlussansteig zur Mayrbergscharte.

Über den Schaflsteig ins Felsreich der Reiter Alm

Viereinhalb Stunden wird am Beginn des Schaflsteigs bis zur Mayrbergscharte veranschlagt. Berechtigterweise ist der Schaflsteig als schwarzer Steig ausgezeichnet. Spätestens im Schlussanstieg in die Mayrbergscharte ist absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, sowie alpine Erfahrung Vorraussetzung, damit die Begehung nicht in einem Unglück endet.

Sind diese Vorraussetzungen gegeben, wird der Schaflsteig jeden Bergsteiger verzücken. Steil windet er sich zunächst durch die ungebändigte Vegetation am Hang des Klausbachtales hinauf. Immer weiter in Richtung der wilden Felsabstürze der Mühlsturzhörner. Mit jedem Schritt wird der Bergwald lichter und die Nah- und Weitblicke beeindruckender. Je näher man dem Fuß der steil aufragenden Felsgipfel der Reiter Alm kommt, desto steiniger und ruppiger wird der Pfad. Zwischendurch erleichtern Holztreppen den Aufstieg. Nie wird es wirklich schwierig, aber schon der untere Teil des Schaflsteiges verlangt stets konzentriertes Steigen.

Immer auf das große Mühlsturzhorn zu.

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Rund um die Reiter Alm

 von Sepp
Mit dem E-Bike über den Steg

Mit dem E-Bike rund um die Reiter Alm

Mit dem E-Mountainbike einmal rund um die Reiter Alm

Die Reiter Alm steht immer etwas im Schatten ihrer Nachbarn Hochkalter und Watzmann, dabei hat das mächtige Gebirgsmassiv für Bergsteiger und Wanderer viel zu bieten. Und auch Radlfahrer kommen hier auf Ihre Kosten: Zwar ist das Hochplateau des Gebirges nur zu Fuß zu erreichen, doch rund um die Reiter Alm führt eine der beliebtesten Mountainbike-Touren im Berchtesgadener Land. Ich bin die Strecke am Sonntag gefahren.

Von Ramsau aus fahre ich mit dem Radl über den Taubensee zum Wachterl. Noch bevor ich das gleichnamige Wirtshaus erreiche, biege ich nach links ab und fahre hinunter zur Schwarzbachalm.

Mit dem Mountainbike zur Schwarzbachalm

Mit dem Mountainbike zur Schwarzbachalm

Kühe sind zurzeit keine auf der Alm, die Schwarzbach ist eine Niederalm. Die Tiere weiden im Sommer auf den Hochalmen im Lattengebirge, Moosen- und Anthauptenalm sowie auf der Kallbrunn- und Bindalm. Zu sehen gibt es dennoch einiges hier unten. Zum Beispiel das Schwarzbachloch, das in wenigen Minuten zu Fuß erreicht ist.

Hier geht's zum Schwarzbachloch

Hier geht’s zum Schwarzbachloch

Blick hinauf zur Reiter Alm

Blick hinauf zur Reiter Alm

Die Quellhöhle des Schwarzbaches entwässert die Reiter Alm. Die Wassermassen sammeln sich in den Höhlen des Gebirges und treten dann hier unten aus.

Das Schwarzbachloch

Das Schwarzbachloch

Nach den Regenfällen der vergangenen Wochen ist das heute ein gewaltiges Spektakel, das Wasser schießt in großen Massen aus dem Berg heraus.weiterlesen

Waldi

die Loferer Steinberge

Letzte  Woche leistete ich mir das Vergnügen, mit einem E-Bike zur Mountainbike Tour Rund um die Reiter Alm auszurücken. Wir starteten am Bindenkreuz und fuhren das Wachterl hinunter. Bei der E-Stelle, so nennen die Einheimischen die Wehrtechnische Dienststelle WTD 52, vor Unterjettenberg bogen wir von der Straße links ab und radelten zuerst sehr schön auf einer Teerstraße, schließlich ging die Fahrt weiter aufwärts auf einer Forststraße. Dank des Stroms war das ein reines Vergnügen. Eine herrliche Landschaft bescherte uns dieser Ausflug, die Aschauerklamm liesen wir rechts liegen, es ging auf und ab bis wir zur Abzweigung Richtung Reit kamen. Hier hat man eine sehr schöne Aussicht auf die Loferer Steinberge. Nun gings stetig rasch bergab und beim Auer Kircherl nach Reit machten wir eine kurze Rast. Nun fuhren wir an der Salzach entlang bis nach Weißbach. Die Straße zum Lohfeyer hinauf ist geteert und auch noch bis zum Parkplatz Pürzelbach konnte man sehr entspannt auf der Teerstraße fahren. Das letzte Stück ging auf der Forststraße weiter bis zur Kallbrunnalm. Nach ca 3 Stunden Fahrzeit waren wir an unserem Ziel.Die Kallbrunnalm ist einfach ein wunderschöner Ort. Die Kühe weiden auf der Alm und ringsum die herrliche Bergwelt.

Seehorn von der Kallbrunnalm aus fotografiert

Ramsauer Dolomiten

Nach einem ausgiebigen Einkehrschwung starteten wir zur Heimreise.Über Falleck radelten wir zum Hirschbichl und und dann raus zum Hintersee und zu unserem Ausgangspunkt.weiterlesen

Rettungshubschrauber über der Reiter Alm © BRK BGL

Rettungshubschrauber über der Reiter Alm © BRK BGL

Ende Januar fand der mittlerweile 22. Lawinenhundekurs der Bergwacht-Region Chiemgau am Gebirgsübungsplatz der Bundeswehr auf dem Hochplateau der Reiter Alm statt. Bei schönstem Winterwetter mit Sonnenschein und arktischen Temperaturen konnten Staffelleiter Stefan Strecker und sein Team eine Woche lang intensiv unter sehr realistischen Bedingungen die Verschütteten-Suche im Lawinenfeld üben, wobei am vorletzten Tag die Besatzung des Polizeihubschraubers „Edelweiß 8“ zu Besuch kam, um die Hunde an den Lärm und Abwind beim Lufttransport zu gewöhnen. Dass es bei ihrem Job um Leben und Tod geht, ahnen die Vierbeiner nicht, denn für sie ist die Suche nur ein triebgesteuertes Spiel. Erst nach rund drei Jahren, vielen Geduldsproben und hunderten Übungsstunden sind sie umfassend einsetzbar.

15 Suchhundeteams in den Berchtesgadener und Chiemgauer Bergen

Bei einem echten Lawinenabgang mit Verschütteten zählt jede Minute, der Puls steigt schlagartig auf 180 und alles passiert innerhalb kürzester Zeit: Melden über Digitalfunk bei der Leitstelle, komplette Schutz- und Sicherheitsausrüstung anziehen und einpacken und geeigneten Landeplatz suchen. Der erste Hubschrauber holt das Suchhundeteam dann auf dem Anflug zum Lawinenkegel zu Hause, unterwegs oder am Arbeitsplatz ab und setzt es direkt per Winde am Berg ab, wo Mensch und Tier zunächst auf sich allein gestellt sind, bis weitere Kräfte nachrücken.

Lawinenhund Ausbildung auf der Reiter Alm © BRK BGL

Lawinenhund Ausbildung auf der Reiter Alm © BRK BGL

Aktuell gehören 15 Teams zur Such- und Lawinenhundestaffel der Bergwacht-Region Chiemgau, die Mitglieder ihrer jeweiligen Bergwacht sind und als Spezialisten für Vermissten- und Verschütteten-Suchen Tag und Nacht das ganze Jahr über ehrenamtlich trainieren und für Ernstfälle bereitstehen: Stefan Strecker mit Zabo, Hannes Jahrstorfer mit Kenn und Jörg Riechelmann mit Enzo (alle drei Bad Reichenhall), Ralf Kaukewitsch mit Lilly, Kurt Becker mit Askan und Thomas Pöpperl mit Buddy (alle drei Berchtesgaden), Ernst Bresina mit Lup (Bergen), Achim Tegethoff mit Cira und Jürgen Triebler mit Layla (beide Marquartstein), Martin Wagner mit Chica (Marktschellenberg), Michael Partholl mit Kantos (Ramsau), Hansjörg Gstatter mit Maya, Korbinian Conway mit Lana und Sebastian Steinbacher mit Fantos (alle drei Ruhpolding) und Hannes Hörterer mit Ferry (Schleching). Die Ausbildung eines Lawinenhunds dauert in der Regel drei Jahre. Fantos und Lana sind Junghunde und absolvierten im Januar 2017 den A-Lehrgang für Anfänger; die restlichen Hunde sind mit Abschluss des Kurses voll ausgebildete C-Hunde. Mit dabei waren auch zum organisations- und grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch drei Suchhundeteams der Südtiroler Bergrettung und in den Vorjahren immer wieder auch Hundeführer der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

Vierbeiner lernen fliegen

Für den A-Lehrgang standen wie üblich die Grundaufgaben für den späteren Arbeitsalltag auf dem Programm:  Neben der eigentlichen Sucharbeit im Schnee lernten die Hunde die grundlegenden Abläufe, die sie auch später als Lawinenhund erleben, wie beispielsweise die Mitfahrt auf motorisierten Pistengeräten oder der Mitflug im Hubschrauber. Diese ungewohnten und für den Hund zunächst wegen Lautstärke und Wind unangenehmen Transportmittel unter stressfreien Bedingungen kennenzulernen, ist besonders wichtig. „Wenn wir Hundeführer den Tieren vermitteln können, dass ihnen dabei nichts passiert, haben sie auch bei echten Einsätzen keine Angst mehr, lassen sich nicht ablenken und sind voll auf die Aufgabe fixiert“, erklärt der erfahrende Ramsauer Hunde-Ausbilder Michael Partholl. „Daher gilt unser besonderer Dank der Besatzung von „Edelweiß 8“, die trotz abschnittsweise schwieriger Sichtflug-Bedingungen mit Inversionsnebel vom Münchner Flughafen zu unserer Übung gekommen ist“, lobt Strecker.

Lawinen Hunde lernen fliegen © BRK BGL

Lawinen Hunde lernen fliegen © BRK BGL

Damit sich die Vierbeiner an das tosende Ungetüm gewöhnen und bei Einsätzen nicht zappeln, flüchten oder gar wild herumspringen, werden schon Junghunde bei Gewöhnungsflügen mit dem Stressfaktor Hubschrauber konfrontiert: Ein- und Aussteigen bei laufendem Rotor und Absetzen mit der Rettungswinde im Gelände stehen auf dem Programm. Entgegen aller Erwartungen sind viele Hunde ganz brav, lassen sich in die Maschine heben oder springen sogar selbst hinein. weiterlesen

Blick zum Hochkalter © Ann-Kathrin Helbig

Blick zum Hochkalter © Ann-Kathrin Helbig

… dann ist Winter auf der Reiter Alm! Oder: neue Perspektiven entdecken auf einem zauberhaften Gebirgsstock.

Wart ihr schon mal im Winter auf der Reiter Alm? Nein? Dann wird aber aller höchste Zeit! Die Reiter Alm, der wunderschöne Gebirgszug, der das Landschaftsbild von Ramsau so prägt ist Sommer wie Winter ein wunderbares Ziel. Überraschenderweise nicht annähernd so hoch frequentiert wie der Watzmannstock oder das Hochkaltergebiet.

Für die heutige Wintertour braucht es aufgrund der noch dünnen Schneeschicht noch keine spezielle Ausrüstung. Steigt aber die Schneelage sind Schneeschuhe oder eine Tourenskiausrüstung unabdingbar. Bitte dann auch die Lawinenausrüstung nicht vergessen. Wir parken das Auto in Oberjettenberg, nahe der Talstation der Seilbahn der Bundeswehr. Seilbahn – wie jetzt?! Tja, nur leider nicht für den Normalowanderer gedacht. Teile der Reiter-Alm werden als Truppenübungsplatz genutzt und all das Equipment muss dann auch hochgeschafft werden.

Der Wanderweg zieht sich fast durchweg als Forststraße bis hinauf zum Plateau. Zwar wird dies als Schrecksteig bezeichnet, aber da schreckt es einen geübten Wanderer eher wenig. Schwieriger wird es allerdings wenn am Steig hinauf zum Schrecksattel viel Schnee fiel. Das war im Frühwinter allerdings noch nicht der Fall, so konnten wir in rund 2 Stunden in flottem Tempo bequem den Schrecksattel erreichen.weiterlesen

Christian Thiel
Die letzten Meter bergauf auf der Almfläche

Emmy auf den letzten Metern bergauf zur Litzlalm

Der Wanderparkplatz an der Hirschbichlstraße beim Hintersee ist ein idealer Ausgangspunkt für Mountainbiketouren. Neben den Alm-Klassikern Kallbrunnalm und Litzlalm kann man den Parkplatz auch als Startpunkt für die Rundtour um die Reiter Alpe wählen. Alle drei Touren führen durch den Nationalpark Berchtesgaden und bieten wunderschöne Ausblicke.

Litzlalm und Kallbrunnalm (Fotos vom 2. und 8.7.2016)

Der erste Teil des Weges ist für beide Almen gleich. Über die geteerte Straße geht es durch den Nationalpark hinauf zum Hirschbichl. Zunächst führt die Straße nur leicht bergauf mit wenigen kleinen Anstiegen. Rechts beeindrucken die Felsformationen der Reiter Alpe, die sogennanten Ramsauer Dolomiten mit ihren markanten Spitzen, den Mühlsturzhörnern. Irgendwann erreicht man die Hängebrücke (nur Fußweg) und passiert zwei Wasserrinnen. Auf der rechten Seite türmt sich Gesteinsschutt der durch Erosion vom Berg nach unten in den Klausbach transportiert wird. Kurz danach kommen die steilen Passagen über den Mitterberg hinauf zur Bindalm. Knackige andauernde Anstiege forden einiges an Kondition, Kraft und Geschick. Wenn man diese Passagen geschafft hat, erreicht man den Hirschbichl. Achtung übrigens vor dem Bus: Auf dieser Straße verkehrt der Almerlebnisbus, der auch eingeschränkten Menschen ein Bergerlebnis mitten im Nationalpark ermöglicht.

Hirschbichlstraße kurz nach dem Parkplatz - noch ist es flach

Hirschbichlstraße kurz nach dem Parkplatz – noch ist es flach

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1. Alpines Philosophicum im Bergsteigerdorf Ramsau

 von Sepp
Das Bergsteigerdorf Ramsau, dahinter die Reiter Alm

Das Bergsteigerdorf Ramsau, dahinter die Reiter Alm

Ein Bergsteigerdorf zu sein heißt nicht nur, ein Ort des Alpinismus und seiner Traditionen inmitten eindrucksvoller Bergwelt zu sein. Es heißt auch, ein Ort des Nach-, Vor und
Querdenkens zu sein. Es bedeutet, den Einfluss der Berge auf die Menschen zu kennen, sei es als Inspirationsquelle oder Herausforderung, als Heimat oder als Ambiente, als Natur oder Kultur. Das Bergsteigerdorf Ramsau ist so ein Ort, wo das Leben in und mit den Bergen zu denken gibt.

Im Rahmen des 1. Alpinen Philosophicums im Bergsteigerdorf Ramsau vom 22.-26. August 2016 soll dieses Denken in unterschiedlichen Formaten angegangen werden: ein Hüttensymposium auf der Neuen Traunsteiner Hütte auf der Reiter Alm, eine philosophische Wanderung durchs Wimbachgries,und ein Diskussionsforum im Hotel Rehlegg stehen auf dem Programm. Eingeladen sind alle, die Lust am gemeinsamen Denken haben und denen die Berge am Herzen liegen.weiterlesen

Die Bergwacht übt für den Ernstfall

 von Sepp
Bergwacht-Übung an der Schwarzbachalm © BRK BGL

Bergwacht-Übung an der Schwarzbachalm © BRK BGL

Bei Rettungseinsätzen im alpinen und unwegsamen Gelände ist es seit vielen Jahren nicht mehr wegzudenken: Mit dem Rettungstau kann die Crew des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ Einsatzkräfte der Bergwacht und den Notarzt auch dort an Unfallstellen absetzen, wo der Pilot aufgrund von Hindernissen wie Bäumen und Felswänden, oder schlicht weil es einfach zu steil ist, nicht mehr landen kann. Die Technik hat sich bewährt und kam allein 2014 61 Mal zur Anwendung. Obwohl die Retter mittlerweile viele Erfahrungen sammeln konnten, müssen das Verfahren, die Kommunikation im Team und das reibungslose Zusammenspiel zwischen Bergwacht, Piloten, Notärzten und Rettungsassistenten regelmäßig trainiert werden. Die Organisatoren Manfred Hasenknopf (Bergwacht-Region Chiemgau), Ekkehard Steinau (Pilot und Tau-Beauftragter von „Christoph 14“) und Robert Portenkirchner (BRK-Rettungsassistent und Leiter des Luftrettungszentrums Traunstein) hatten für aktiven Einsatzkräfte der Bergwacht und für die Piloten, Rettungsassistenten und Notärzte von „Christoph 14“ mehrere Übungsszenarien im Gebiet der Schwarzbachalm zwischen dem Brunnhaus am Wachterl und den Ostabstürzten der Reiter Alm vorbereitet.

Blick vom Hubschrauber auf die Schwarzbachalm © BRK BGL

Blick vom Hubschrauber auf die Schwarzbachalm © BRK BGL

Die Abläufe wirken routiniert, für den unwissenden Beobachter oft aber auch gefährlich und abenteuerlich: In Zusammenarbeit mit den örtlichen Bergwachten setzt die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ seit mittlerweile 17 Jahren erfolgreich das „Rettungstau-Verfahren“ ein, um verletzte, erkrankte oder in Not geratene Bergsteiger aus unwegsamem Gelände ins Tal zu fliegen. Trotz des herbstlichen nasskalten Regenwetters und umherziehender Nebelschwaden war die Sicht gut genug für die Übungsflüge. Jeweils am Vormittag und am Nachmittag absolvierten acht Bergwacht-Luftretter und Notärzte die Fortbildung.

Bergwacht Übung mit Hubschrauber © BRK BGL

Bergwacht Übung mit Hubschrauber © BRK BGL

Der Arbeitsplatz in luftiger Höhe auf der Hubschrauberkufe oder am Ende des Fixtaus ist für viele Menschen faszinierend und angsteinflößend zugleich, doch für die Profis nur Alltag, soweit sie genügend Übung haben.weiterlesen

Christian Thiel

Mit dem Mountainbike rund um die Reiteralpe

 von Christian
Mountainbiker vor Hundalm

Tom und Seppi kurz vor der Hundalm mit bereits 1.400 Höhenmeter in den Beinen

Am vergangenen Sonntag war es endlich Zeit für meine Lieblings-Mountainbiketour „Rund um die Reiteralpe„. Mit knapp 2.400 Höhenmetern und 53,5 km ist die Tour sehr anspruchsvoll, landschaftlich aber kaum zu toppen. Die Tour sollte man am besten mit jemandem fahren, der sie schon einmal gefahren ist, da es einige Kreuzungen gibt, die nicht beschildert sind. Zu dritt starteten wir um ca. 10:00 Uhr in der Nähe des Schöndorfer Dolomitwerks bei Unterjettenberg unsere Tour. Kurz vor der Seilbahn der Bundeswehr geht es links hinauf auf eine Forststraße in Richtung neue Traunsteiner Hütte. Nach den ersten Anstiegen geht es eine Weil immer wieder auf und ab. Vorsicht einmal muss man an einer unbeschilderten Kreuzung rechts abbiegen, der Weg führt abwärts. Der erste Teil dieser Tour gefällt mir landschaftlich am besten. Die Forststraße schlängelt sich an der Felswand entlang, passiert zwei Felstunnel und einige Brücken über kristallklare Bäche. Dass es weit und breit keine Straßen und Häuser gibt, macht das ganze noch etwas schöner. Leider hatte ich zu Beginn der Tour mein Handy noch nicht bei der Hand, deshalb gibt es vom ersten Teil keine Fotos.

Mountainbiker trägt Rad über Zaun

Überstieg über Weidezaun nach dem „Schinderweg“

Nach einer weiteren Steigung an einem kleinen Bach entlang biegt man irgendwann rechts ab in Richtung Gasthaus „Drei Brüder“ Nach einem kurzen Stück auf etwas „lettigem“ und „batzigen“ Waldweg kommt man zurück auf die Forststraße. Dort biegt man rechts ab und es geht abwärts in Richtung Reith bei Lofer. Bevor man jedoch nach Reith kommt, biegt man wieder links ab und es geht über den sehr steiler „Schinderweg“ erneut aufwärts. Das ist der steilste und anstrengendste Teil der Tour. Am Ende des Anstieges kommt man auf eine Almfläche, wobei man das Bike kurz über einen Überstieg über einen Weidezaun heben muss.weiterlesen