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Die Bergsaison…

…beginnt!
Nur wann?

Noch scheint uns der Winter fest im Griff zu haben und ein Blick auf die verschneiten Berge, sofern die Wolken es zulassen, macht deutlich, dass es noch ein paar Tage dauern wird, bevor man sich wieder an Watzmann, Göll, Hochkalter und Co. wagen kann, ohne dabei mit Schnee in Berührung zu kommen.

 

Aktuelle Situation

Für die ganz Ungeduldigen gibt es auf der Seite der Nationalparkverwaltung eine Übersicht, die Auskunft über aktuelle Sperrungen und den Wegezustand gibt. So hat man eine gute Übersicht und kann sich im Vorfeld bereits informieren, bevor man auf der Tour auf einmal auf unüberwindbare Schneemassen trifft. Bei über 230 Kilometern an Wegen und Steigen ist das natürlich keine tagesaktuelle Übersicht, aber sie gibt dennoch einen guten Überblick über die momentanen Verhältnisse.

Unterhalb der Zwieselalm
Unterhalb der Zwieselalm

Vorsicht bei Altschneefeldern

Wie schon im letzten Jahr, so wird man auch in diesem Jahr oberhalb der Baumgrenze wieder auf Schneefelder treffen, während weiter unten schon der Frühling in voller Pracht und all seinen Farben blüht. Diese Altschneefelder können sich an manchen Stellen bis weit in den Sommer hinein halten und stellen durchaus ein gewisses Risiko dar. Bei der Querung ist äußerste Vorsicht geboten, denn nicht selten kommt es zu schwerwiegenden Unfällen. Der österreichische Alpenverein hat hierzu 2012 eine ausführliche Mitteilung veröffentlicht, die man sich ruhig mal durchlesen sollte.

Kärlingerhaus am Funtensee
Kärlingerhaus am Funtensee

Hüttenreservierungen mit Bedacht

Ende Mai öffnen dann wieder die ersten Berghütten und die Schneelage wird bis dahin sicherlich auch schon die ersten ausgedehnten Wandertouren möglich machen. Zum Thema Reservierungen auf Hütten bin ich im letzten Jahresbericht der Alpenvereinssektion Berchtesgaden auf eine Sache aufmerksam geworden, die mich sehr nachdenklich stimmt. Die Hüttenwirte vom Kärlingerhaus berichten darin über eine Begegnung der nicht ganz so schönen Art. Bleibt nur zu hoffen, dass sich solch eine Situation in diesem Jahr nicht wiederholt.

 

Auszug:
„[…] Eine Gruppe von 5 Erwachsenen und 4 Kindern fragt für ein schönes Juliwochenende nach einem Platz über unser Reservierungsformular um eine Übernachtungsmöglichkeit, obwohl wir schon lange darauf hingewiesen haben, dass wir bereits ausgebucht sind. Sie versuchen es nochmals telefonisch, auch hier wird hingewiesen, dass wir bereits ausgebucht sind. Dann kommt der Samstag. Natürlich steht diese Gruppe trotzdem vor der Tür, DAV-Ausweis in der Hand und sagt: “So, jetzt sind wir da, irgendwie müsst Ihr uns jetzt ja unterbringen! Und könntet ihr noch schnell am Ingolstädter Haus und in der Wimbachgrieshütte anrufen, da haben wir nämlich auch reserviert, aber bei Euch gefällt es uns besser. […]“

 

Ausblick und Wünsche

Jetzt heißt es warten auf den Frühling. Den richtigen Frühling mit Sonne, blühenden Blumen und ohne Schnee. Auch wenn es schwer fällt, sollte man mit den ersten Sonnenstrahlen nichts überstürzen und stets die Verhältnisse am Berg im Auge behalten. Die Berge laufen zum Glück nicht weg. Sie stehen morgen auch noch da und sogar im nächsten Jahr wird man sie wie gewohnt an gleicher Stelle wieder antreffen können.  Plant eure Touren sorgfältig, mit dem nötigen Respekt und denkt dabei nicht nur an euch, sondern auch an die anderen Menschen die in dieser einzigartigen Umgebung unterwegs sind.

 

Auf eine erlebnisreiche und unfallfreie Bergsaison!
Wir sehen uns auf der Hütte oder am Gipfel

Steve

Auf dem Funtenseetauern
Auf dem Funtenseetauern

Servus, mein Name ist Steve Auch und ich bin verrückt – zumindest behaupten das manche Leute von mir. Nicht jeder rennt auf und ab durch die Berge, aber wenn man einmal Gefallen daran gefunden hat, dann lässt es einen nicht mehr los. Man trifft mich aber auch durchaus mal ganz entspannt auf einer Alm, einem abgelegenen Gipfel oder am Klettersteig. Nebenbei teste ich Outdoorprodukte, schreibe Berichte, führe Interviews oder lese Bücher…natürlich immer zum Thema. Die Berge und das Berchtesgadener Land haben mich fest im Griff und werden mich sicher nie mehr loslassen.

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