Ausflugstipps,  Berge

Auf und Ab am Högl

Am Ostersamstag bin ich mit dem Radl eine Runde am Högl, den freistehenden Bergrücken zwischen Piding, Anger, Teisendorf und Ainring gefahren.

Am Wanderparklatz an der Högler Straße in Piding beginnt meine Högl-Runde. Eine wenig befahrene Straße führt durch den Wald in angenehmer Steigung bergauf. Bald schon lichtet sich der dichte Wald und eröffnet den Blick auf Untersberg und Schlafende Hexe.

Nur kurz genieße ich die Aussicht, bevor ich weiter radle. Die Straße ist sehr angenehm zu fahren, die Steigung moderat und Verkehr ist heute keiner. Auf dem Weg zum Johannishögl begegne ich nur einem einzigen Auto.

Auf etwa halber Strecke zum Johannishögl halte ich nochmals kurz an. Der Watzmann zeigt sich von hier oben in seiner ganzen Pracht: Hinter den markanten Rotofentürmen – Nasen und Busen der Schlafenden Hexe – erhebt sich der weiß glänzende König der Berchtesgadener Berge. Der große Watzmann mit Hocheck, Süd- und Mittelspitze, der kleine Watzmann und das erste und zweite Watzmannkind sind deutlich zu sehen.

Bald darauf erreiche ich den Johannishögl. Die Kirche thront markant auf dem höchsten Punkt, davor der Berggasthof. Noch ist es zu früh für eine Einkehr, doch vielleicht mache ich auf dem Rückweg hier Halt und kehre im wunderschönen Biergarten ein.

Jetzt folge ich der Mountainbike Strecke Högl Runde Süd. Das Teilstück zwischen Johannishögl und Neubicher Alm verläuft auf dem Pidinger Bienenweg, dem beliebten Lehr- und Wanderweg. Ich bin aber noch früh dran, so dass mir keine Wanderer begegnen. Lediglich ein paar Mountainbiker kommen mir entgegen, die von der Ainringer Seite hier rauffahren. Es dauert nicht lange und ich erreiche die Stroblalm.

Heute am Samstag hat die Berggaststätte Ruhetag, doch die Aussicht von der Stroblalm gibt`s jeden Tag. Zwischen Untersberg und Lattengebirge glänzt die Hochfläche des Steinernen Meeres hervor.

Von der Stroblalm führt mich die Mountainbike Tour Högl Runde Süd hinab. Zwischen blühenden Wiesen fahre ich etwa 200 Höhenmeter hinunter in Richtung Anger. Von weiter unten sehe ich nun auch deutlich den Sendemasten auf dem Högl, ein weithin sichtbares Zeichen des Rupertiwinkels.

Beim Weiler Hainham zweige ich dann rechts ab und fahre wieder hinauf.

Erst durch Wald, dann über offene Fläche, vorbei an wunderschönen Bauernhöfen erreiche ich Steinhögl. Auf dieser Anhöhe befindet sich, eng umgeben von mehreren Bauernhöfen die Filialkirche St. Georg, ein echtes Kleinod.

Am Steinhögl verlasse ich die Mountainbike Strecke Högl Runde Süd und wechsle auf die Nordschleife der Höglrunde. Diese Variante führt mich in wenigen Minuten zur nächste Kirche: Vachenluegg. Die kleine, prächtig ausgestattete Wallfahrtskirche steht nur wenige Meter unterhalb der Filialkirche Steinhögl.

Die weitere Strecke der Högl Runde Nord führt durch die typische Landschaft des Rupertiwinkels: Flache Wiesen und sanfte Hügel sind das ideale Gelände für Radfahrer. Der Motor meines E-Bikes ist hier eigentlich überflüssig. Ich durchquere die Weiler Ottmaning und Thundorf auf fast ebenen Wegen, bevor es zum Ulrichshögl wieder bergauf geht. Vom Urlichshögl folge ich der Straße erst ein paar Meter abwärts, biege dann rechts ab und radle an der Reiter Alm vorbei hinauf. Bald zweigt von der Straße die Mountainbike Runde zum Johannishögl ab. Ein wunderschöner Weg führt durch den Wald bergauf.

Am Johannishögl pausiere ich nochmal kurz und genieße die Aussicht. Der Watzmann zeigt sich wieder von seiner schönsten Seite.

Schließlich fahre ich wieder die Johannishögl Straße hinab zum Ausgangspunkt meiner Runde.

Schön war`s, Euer Sepp

Mein Name ist Sepp Wurm und ich bin seit Sommer 2010 bei der Berchtesgadener Land Tourismus. Als Social Media Enthusiast kümmere ich mich neben diversen anderen Kanälen auch um das BerchtesgadenerLandBlog. Schwerpunkt meiner Blogbeiträge sind Berichte über meine Wanderungen und Bergtouren im Sommer, sowie über Skitouren im Winter. Meine Leidenschaft für die Berge bringe ich gerne in unseren Blog mit ein. Als waschechter Ramsauer „Bergbauernbua“ liegen mir zudem unsere Heimat und ihre Traditionen und Bräuche natürlich besonders am Herzen. Ich hoffe, diese Liebe zu unserem schönen Berchtesgadener Land spiegelt sich auch in meinen Blogbeiträgen wider.

One Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.