Winter-Berchtesgaden-Skitour

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Bindalm

Die Zeit auf der Mittereisalm ist vorbei

 von Sepp
Pinzgauer Jungvieh auf der Mittereisalm

Pinzgauer Jungvieh auf der Mittereisalm

Ende Juli haben wir einen Teil unserer Jungtiere von der Bindalm auf die höhergelegene Mittereisalm getrieben. Genau zwei Monate haben die Tiere dort oben verbracht. Nun, da die Weide erschöpft ist und die Schneefallgrenze rasch sinken kann, haben wir die Jungtiere am Donnerstagabend zurück zur restlichen Herde geholt.

Es ist etwa 18 Uhr als sich 3 Generationen unserer Familie auf der Bindalm treffen. Meine Eltern, die Sennleute, sind gerade mit der Stallarbeit fertig, als ich mit meinem Schwager und zwei seiner Töchter ankomme. Gemeinsam gehen wir hinauf zur Mittereisalm. Nachdem es den ganzen Tag geregnet hat, ist es jetzt am Abend zumindest trocken. Nach einer halben Stunde erreichen wir die Mittereisalm. Von den Tieren ist nichts zu sehen! Auch auf die Rufe meines Vaters, dessen Stimme sie genau kennen, lassen sich die 6 Jungtiere nicht blicken. Wahrscheinlich haben Sie sich im hintersten Winkel der Almfläche verkrochen. Meine Schwager und ich machen uns auf die Suche. Die Mittereisalm wirkt klein, doch gibt es einige versteckte Winkel, die vom Kaser aus nicht zu sehen sind und wo die Kühe auch niemanden hören. In so einem Winkel finden wir die Tiere. Als sie uns hören, kommen sie schon gelaufen.

Im hintersten Winkel der MIttereisalm

Im hintersten Winkel der MIttereisalm

Nach einem Geländebuckel hören die Tiere dann auch die gewohnte Stimme ihres Senners und beginnen zu laufen. 5 Tiere nehmen den direkten Weg über eine felsdurchsetzte Flanke der Alm, nur eine nimmt den ausgetreten Vieh Pfad, der in einem großen Bogen zum Kammerlinghorn-Weg und auf diesem zum Kaser hinabführt.weiterlesen

Rund um den Gerhardstein

 von Sepp
Die Eiblkapelle

Die Eiblkapelle

Das Klausbachtal bis zum Hisrchbichlpass und das daran anschließende Hintertal im Salzburger Saalachtal gehören zu den bekanntesten Wander- und Radl-Gebieten in unserer Heimat. Almen wie Bindalm, Litzlalm und Kallbrunnalm sind beliebte Ziele für Mountainbiker und Wanderer. Es gibt aber auch in diesem Gebiet noch wenig bekannte Orte. Zum Beispiel die Eiblkapelle und die Hundsfussalm. Ich bin am Samstag mit dem Mountainbike rund um den Gerhardstein gefahren und habe die beiden Orte besucht.

Los geht’s am Hintersee im Bergsteigerdorf Ramsau. Vorbei am Klausbachhaus fahre ich hinein in den Nationalpark, erst flach – hinter der Wildfütterung wird die Straße dann steiler. Kurz unterhalb der Mühlstutzgräben wurde die Straße neu geteert. In den letzen Wochen wurde die Straße deshalb teilweise gesperrt, der Almerlebnisbus konnte nicht fahren und Mountainbiker wurden auf den Fußweg umgeleitet. Jetzt ist der Großteil der Bauarbeiten fertig, kurzzeitig kann es aber noch zu Sperrungen kommen. Bis hinauf zum Hirschbichl wurde die Straße neu geteert. Das Radfahren auf dem neuen Bodenbelag ist mühelos, doch ich freue ich, als ich nach dem Hirschbichl auf die Sandstraße Richtung Litzlalm abbiege. An der Hufnagelkreuzung zweigt nach links der Mountainbike-Weg zur Litzlalm ab, ich radle aber geradeaus weiter und erreiche bald die Eiblkreuzung. Bevor ich nach links hinunter in den Möserwald fahre, mache ich noch den kurzen Abstecher zu Eiblkapelle, die sich hinter einem Hügel versteckt.

Die Eiblkapelle

Die Eiblkapelle markiert etwa die Hälfte des Weges der Wallfahrt von Ramsau nach Maria Kirchental, der Wallfahrtskirche im österreichischen St. Martin bei Lofer. Von der Kapelle sieht man schon hinüber zur Wallfahrtskirche, die in einem Hochtal in den Loferer Steinbergen liegt.

Blick von der Eiblkapelle hinüber nach Maria Kirchental am Fuß der Loferer Steinberge

Blick von der Eiblkapelle hinüber nach Maria Kirchental am Fuß der Loferer Steinberge

Jedes Jahr machen die Wallfahrer hier an der Kapelle Rast und halten eine Andacht ab bevor sie in das Salzburger Saalachtal absteigen. Die Kapelle wurde 1868 erbaut und 1966 erneuert und ist der Geburt der Gottesmutter geweiht.

Das Innere der Eiblkapelle

Das Innere der Eiblkapelle

Heute steht sie in einem eingezäunten Freiweidegebiet. Nach der Eiblkapelle folge ich der Möserwaldforststraße hinab, vorbei an einer Holzstube, bis zu einer Kreuzung. Jetzt geht es auf der breiten Forststraße wieder leicht bergauf durch schönen Bergwald. Ein unscheinbarer Wegweiser zeigt die Abzweigung zur Hundsfußalm an.

Almausschank Hundsfußsalm

Sie liegt etwas versteckt im Wald und ist hauptsächlich bei Mountainbikern und E-Bikern bekannt: Die Hundsfußalm.

Beliebt bei Mountain- und E-Bikern: Die Hundsfußalm

Beliebt bei Mountain- und E-Bikern: Die Hundsfußalm

Besonders lohnenswert ist der Ausflug zur Hundsfußalm am Wochenende (Freitag bis Sonntag) und an Feiertagen. Dann hat der Almausschank nämlich geöffnet. Das bedeutet, dass es nicht nur Getränke und almtypische Brotzeiten gibt. Auf der Hundsfußalm gibt es zusätzlich noch Schmalzgebäck: Auszogene Krapfen oder Blad`ln! Die Auszogenen Krapfen sind in Butterschmalz ausgebackene Hefekringel, die süß – mit Puderzucker – oder sauer – mit Sauerkraut- serviert werden.weiterlesen

Der Almsommer auf der Bindalm

 von Sepp
Sommerabend auf der Bindalm

Sommerabend auf der Bindalm

100 Tage dauert der Almsommer auf der Bindalm, das heißt: Der Almsommer 2018 ist schon wieder zu zwei Dritteln vorbei. Gerade aktuell haben meine Eltern als Sennleute auf der Alm aber einiges zu bewältigen.

Sanierung der Hirschbichlstraße

Zurzeit wird gerade die Hirschbichlstraße saniert. Das hat mehrere Auswirkungen. Zum einen fährt der Almerlebnisbus nur eingeschränkt und an manchen Tagen überhaupt nicht. Für Mountainbiker gibt es Sperrungen und Umleitungen. Auch die Almbauern und Sennleute dürfen bzw. können zurzeit nicht mit dem Auto fahren. Da meine Eltern momentan also quasi abgeschnitten sind von der Außenwelt, habe ich sie gestern Abend eben zu Fuß besucht. Der Wanderweg zur Bindalm ist von den Bauarbeiten nämlich nicht betroffen. Und so wandere ich auf dem bekannten Weg vom Hintersee an der Nationalpark-Infostelle Klausbachhaus vorbei hinein in das Klausbachtal.

Blick hinauf zu den Mühlsturzhörnern | Ramsauer Dolomiten

Blick hinauf zu den Mühlsturzhörnern | Ramsauer Dolomiten

Das Highlight auf der Strecke ist die Hängebrücke über den Mühlsturzgraben.

Die Hängebrücke über den Mühlsturzgraben

Die Hängebrücke über den Mühlsturzgraben

Die 55 Meter lange und 11 Meter hohe Konstruktion wurde 2010 gebaut und ersetzt eine kleine Brücke über den Klausbach, die nahezu jährlich nach Hochwasser, kleineren Felsstürzen und Lawinen neu gebaut werden musste.

seit 2010 führt die Hängebrücke über den Klausbach

seit 2010 führt die Hängebrücke über den Klausbach

Da ich meistens im Klausbachtal mit dem Bike unterwegs bin, gehe ich nur selten über die Hängebrücke. Jetzt am Abend ist es besonders schön, da nur ganz wenige Leute unterwegs sind.

leichte Schwingungen sind deutlich spürbar

leichte Schwingungen sind deutlich spürbar

Beeindruckend, wie intensiv die massive Konstruktion schwingt und dennoch jederzeit absolutes Vertrauen erweckt.weiterlesen

Buchtipp: Sehnsucht Alm

 von Sepp
Sehnsucht Alm: Vom Glück des einfachen Lebens

Sehnsucht Alm: Vom Glück des einfachen Lebens

Vom Glück des einfachen Lebens

Auf der Alm ist das Leben immer noch wie vor Jahrhunderten. Die Tage vergehen im Einklang mit der Natur und im Rhythmus der Jahreszeiten. So stellen es sich viele vor. Tatsächlich ist das Leben auf der Alm verbunden mit harter Arbeit, wenig Komfort. Warum für viele Menschen das Leben auf der Alm trotzdem das pure Glück bedeutet, zeigt der neue Bildband „Sehnsucht Alm: Vom Glück des einfachen Lebens“. Die vielfach prämierte Journalistin und Buchautorin Karin Lochner und der preisgekrönte Fotograf Peter von Felbert ergründen den Sehnsuchtsort Alm, erzählen Geschichten vom Leben am Berg und verraten Rezepte, Kräuterwissen und Lebensweisheiten.

20 Almen in den bayerischen Bergen zwischen Kochelsee und Königssee haben die beiden besucht. Und natürlich waren sie auch auf den Berchtesgadener Almen unterwegs. Den Titel des eindrucksvollen Buches ziert ein Bild der Mordaualm im Bergsteigerdorf Ramsau.

Der Almabtrieb über den Königssee

Auf der Suche nach dem besonderen Almleben sind Fotograf Felbert und Autorin Lochner am Königssee fündig geworden. Und zwar beim einzigartigen Almabtrieb über den Königssee. Das Buch begleitet die Kühe nicht nur bei der Fahrt mit dem Boot über den Königssee,

Almabtrieb über den Königssee

Almabtrieb über den Königssee

sondern auch beim Anlegen der Fuikln an der Seelände

Geschmücktes Jungtier am Königssee

Geschmücktes Jungtier am Königssee

und Ihrem Weg durch die Gemeinde Schönau a. Königssee in den heimischen Bauernhof.

Almabtrieb in Schönau a. Königssee

Almabtrieb in Schönau a. Königssee

Der Bergbrenner auf der Priesbergalm

Weiter oben in den Bergen über dem Königssee liegt die Priesbergalm, das Revier des Bergbrenners der Enzianbrennerei Grassl. In einer uralten Brennhütte verarbeitet der Bergbrenner Lukas Schöbinger die Wurzeln des Pannonischen Enzians zu einem feinen Destillat.weiterlesen

Von der Bindalm auf die Mittereisalm

 von Sepp
Der Senner führt die Herde an

Der Senner führt die Herde an

Am Samstag waren wieder mal drei Generationen unserer Familie im Arbeitseinsatz auf der Bindalm. Wir haben unsere Jungtiere von der Bindalm auf die Mittereisalm getrieben. Also nicht die ganz kleinen Kälber, sondern die ein- bis dreijährigen Tiere. Insgesamt 6 Stück, 5 davon klassisch braune und eine seltene schwarze Pinzgauer! Drei von Ihnen waren letztes Jahr schon auf der als Hochweide genutzten Mittereisalm, die anderen drei sind zum ersten Mal für mehrere Wochen auf sich allein gestellt.

Es ist etwa acht Uhr am Morgen, als wir an der Bindalm aufbrechen. Meine Eltern haben bereits die Stallarbeit erledigt. Während die kleinen Kälber und die Milchkühe im Stall bleiben, lassen wir die Jungtiere hinaus. Mein Vater führt die Herde an, die anderen Treiber folgen am Ende. Wieder einmal ist die ganze Familie zusammengekommen, um auf der Alm zu helfen. Über den Forstweg folgen die Tiere meinem Vater bergauf. Die drei älteren kennen den Weg ja schon vom letzten Jahr, doch auch die jungen gehen brav hinterher. Schnell erreichen wir den Zaun, der die Bindalm begrenzt.

Trennung von Wald und Weide

Auf dem Weg von der Bindalm hinauf zur Mittereisalm erkennt man deutlich das Konzept der Trennung von Wald und Weide, das im Nationalpark Berchtesgaden umgesetzt wird. Durch Zäune werden Kultur- und Naturlandschaft abgetrennt. Die Almen sind komplett von Zäunen umgeben: Der so geschaffene abgetrennte Bereich wird landwirtschaftlich genutzt, der äußere Bereich der Natur selbst überlassen. So wird ein vorbildhafter Ausgleich der verschiedenen Interessen von Naturschutz und Landwirtschaft geschaffen.

Wir befinden uns jetzt im Wald oberhalb der Bindalm. Es ist kühl, nur vereinzelt schaffen es die Sonnenstrahlen durch den dichten Wald.

Im Wald zwischen Bind- und Mittereisalm

Im Wald zwischen Bind- und Mittereisalm

Kurz vor Erreichen der Mittereisalm wird der Weg merklich flacher, die Lichtung, die die Alm im Wald bildet, ist schon zu erahnen.

Kurz vor der Mittereisalm

Kurz vor der Mittereisalm

Schließlich erreichen wir den nächsten Zaun: Durch ein Gatter betreten wir die Mittereisalm und sind im Sommerquartier unserer Jungtiere angekommen.

Die Mittereisalm: Eine typische Hochalm

Die Mittereisalm ist eine typische Hochalm, schwer zu bewirtschaften wegen Abgelegenheit, Wassermangel und kargen Wuchses. Hinzu kommt auf der Mitterisalm das übermäßige Vorkommen des Weißen Germers.

Weißer Germer

Weißer Germer

Diese hochgiftige Pflanze säumt große Teile der Weide. Die Rinder fressen den Germer in der Regel nicht, doch die Folgen eines versehentlichen Verzehrs könnten fatal sein. Anekdote am Rande: Eine Vergiftung durch Weißen Gemer gilt als wahrscheinlichste Todesursache Alexander des Großen.

Unser Weg ist noch nicht ganz zu Ende. Vorbei am verfallenen Kaser folgen wir einem Pfad tiefer hinein in die Almfläche am Fuß des Kammerlinghorns.

Vorbei am verfallenen Kaser

Vorbei am verfallenen Kaser

Unser Ziel ist der zweite Kaser, der leicht erhöht am Beginn eine flachen Weidefläche steht.weiterlesen

Heuernte auf der Bindalm

 von Sepp
Heuernte auf der Bindalm

Heuernte auf der Bindalm

Mit Heugabel und Rechen statt Traktor und Maschinen

Die moderne Technik hat die Landwirtschaft revolutioniert. Früher brauchte man vor allem viele Hände (also Leute), um die Heuernte zu schaffen. Heute dagegen braucht man möglichst große, leistungsstarke Maschinen. Die Arbeit, für die früher zehn Leute zehn Tage brauchten, schafft ein Bauer mit entsprechender Ausrüstung heutzutage in ein paar Stunden alleine. Wenn auch der Mechanisierung der Landwirtschaft in weiten Teilen Berchtesgadens durch die Topographie enge Grenzen gesetzt sind – steile und kleinteilige Flächen erlauben keinen Einsatz allzu schwerer Traktoren und Erntemaschinen – ist die Technik doch ein unverzichtbarer Helfer gerade auch der Bergbauern geworden. Wie aus der Zeit gefallen muss da wirken, was sich alljährlich auf den Almen abspielt: Zumindest auf den wenigen, auf denen noch traditionell Heu gemacht wird. Wie zum Beispiel bei uns auf der Bindalm.

Zugegeben: Wir mähen nicht mehr mit der Sense, sondern mit einem Motormäher. Dieser ist aber das einzige technische Hilfsmittel, das wir zum Heu machen auf der Alm verwenden. Als Werkzeug nutzen wir sonst lediglich Rechen und Gabel. Mit Ihnen wird das gemähte Gras gewendet, je nach Anwelkgrad und Witterung, mindestens 2-mal, bei Bedarf auch öfters. 3 Generationen sind dabei im Einsatz: Onkel, Tanten, Nichten, Neffen, …. Der jüngste auf dem Feld ist 3, der älteste fast 70.

Heuernte mit Rechen statt Traktor

Heuernte mit Rechen statt Traktor

Bei optimalem Wetter liegt das Gras zwei Tage und wird zweimal gewendet, dann ist es zu Heu getrocknet. Dieses Jahr lag das Gras etwas länger, erst nach 4 Tagen und etlichen „Wendemanövern“ ist es trocken genug um in den Heustadl transportiert zu werden. Auf dem Bauernhof im Tal geschieht das mit einem Traktor und entsprechendem Ladewagen. Nicht so auf der Alm: Hier wird das Heu zu Haufen zusammengerecht, und in einem Heu-Netz gebündelt. Diese etwa 50 Kilogramm schweren Heubündel werden anschließend auf den Schultern vom Feld zum Kaser getragen. Eine schweißtreibende Arbeit: die feinen Heupartikel setzten sich hartnäckig auf der Haut fest und wenn das Bündel verrutscht, sitzt es nicht mehr auf den Schultern, sondern drückt auf den Nacken. Als Träger so eines Heubündels sieht man zudem kaum etwas, der Blick ist nur auf den Boden gerichtet.

Etwa 50 Kilo schwer ist so ein Heubündel

Etwa 50 Kilo schwer ist so ein Heubündel

Zum Glück ist der Weg vom Feld zum Kaser nicht allzu weit, nur eine kleine Böschung muss überwunden werden.weiterlesen

Almauftrieb zur Bindalm

 von Sepp
Almsommer auf der Bindalm

Almsommer auf der Bindalm

Seit Samstag ist die Bindalm bewirtschaftet. Bei absolutem Traumwetter haben wir unsere Pinzgauer Milchkühe und Jungtiere vom Möslerlehen, unserem Bauernhof in Ramsau, zu unserer Alm im Klausbachtal getrieben.

Um 5:45 Uhr in der Früh starten wir am Möslerlehen. 11 Tiere müssen jetzt die 12 Kilometer zur Bindalm zu Fuß gehen, 5 bleiben derweil noch im Stall. Darunter 3 Kälber, die noch zu klein für den langen Marsch sind, ein Jungtier, das sich beim Weidegang leicht an der Schulter verletzt hat und eine ältere Kuh, die das Tempo der anderen Kühe nicht mitgehen kann. Diese Tiere werden später mit Traktor und Viehanhäger auf die Alm gebracht.

Mit mehreren Treibern machen wir uns auf den Weg über die Alpenstraße, hinab zum Bindenkreuz in Richtung Hintersee. Im unteren Bereich Triebenbachstraße sorgt die gerade aufgehende Sonne für eine unglaublich schöne Stimmung.

Almauftrieb im ersten Licht des Tages

Almauftrieb im ersten Licht des Tages

Weiter geht’s durch den Wald zum Hintersee. Am See herrscht um diese Tageszeit noch absolute Ruhe.

Morgendliche Ruhe am Hintersee

Morgendliche Ruhe am Hintersee

Ungestört marschieren wir mit unseren Kühen an der Straße am See entlang hinein in die ersten Sonnenstrahlen des Tages.weiterlesen

Durchs Klausbachtal zur Kallbrunnalm

 von Sepp
Auf der Kallbrunnalm

Auf der Kallbrunnalm

Anstatt die royale Hochzeit anzuschauen, habe ich den Samstag sinnvoll genutzt. Ich war unterwegs auf der klassischen Berchtesgadener Mountainbike-Tour durch das Klausbachtal zur Kallbrunnalm. Mein Ziel war die Jausenstation Kallbrunnalm, die gerade die Saison eröffnet. Der Weg durchs Klausbachtal und über die Grenze war wie immer wunderschön. Eine Besonderheit war dieses Mal die Blüte der Frauenschuhe.

Der Frauenschuh im Nationalpark Berchtesgaden

Der Frauenschuh ist die größte einheimische Orchideenart. Die eindrucksvolle Pflanze wächst an verschiedenen Plätzen im und auch außerhalb des Berchtesgadener Nationalparks. Unter anderem auch im Klausbachtal. Dieses Jahr blühen die Frauenschuhe früher als gewöhnlich, der warme Frühling macht‘s möglich.

Der Frauenschuh blüht

Der Frauenschuh blüht

Der Höhepunkt der Blüte ist zwar heuer schon vorbei und die Blüten und Blätter der Orchidee sind teilweise schon wieder am verblühen, dennoch ist der Anblick der gelben Frauenschuh-förmigen Kelche wunderschön.

Die Blüten erinnern in ihrer Form an einen Frauenschuh

Die Blüten erinnern in ihrer Form an einen Frauenschuh

Nach Fotopause radle ich weiter ins Klausbachtal hinein, vorbei an der Hängebrücke und der Engertalm-Holzstube. Auf der Engertalm weiden bereits die ersten Jungtiere.

Die Engertalm im Klausbachtal

Die Engertalm im Klausbachtal

Ihnen steht derselbe Weg bevor, den ich jetzt mache. In zwei oder drei Wochen verlagern die Tiere ihr Sommerquartier auf die Kallbrunnalm.weiterlesen

Radl-Saison eröffnet

 von Sepp
Mit dem E-Bike zur Bindalm

Mit dem E-Bike zur Bindalm

Ich habe am Wochenende die Radl-Saison eröffnet. Und zwar bin ich durchs Klausbachtal zur Bindalm geradelt.

Von Berchtesgaden fahre ich auf dem Radweg neben der Bundesstraße bis zum Stangenwald, dann auf dem Weg an der Berchtesgadener Ache entlang durch den Wald bis zum Duftberg. Ein kurzes Stück geht’s auf der Hauptstraße entlang, bevor ich an der Roßhofschmiede auf die alte Berchtesgadener Straße abbiege und auf diesem kombinierten Fuß und Radweg das Bergsteigerdorf Ramsau erreiche. Durch das Ortszentrum radle ich auf der Straße. An der Marxenbrücke zweige ich in den Zauberwald ab: Hier führt die alte Hinterseer Straße, die mittlerweile Fußgängern und Radfahrern vorbehalten ist, hinauf zum Hintersee. Vorbei am See geht’s über die Hirschbichlstraße hinein ins Klausbachtal. In der Au, dem flachen Talboden des Klausbachtals, ist es auch neben der Straße komplett aper, erst ab der Engert-Holzstube säumen noch einzelne Schneeflecken die Strecke. Doch selbst der Mitterberg ist mittlerweile schneefrei. Dank des Motors meines E-Bikes stellt die Steigung des Berges keine Herausforderung dar, zügig erreiche ich die Almfläche der Bindalm.

Vor zwei Wochen war ich schon mal zu Fuß hier oben, da herrschte noch tiefster Winter. Jetzt ist davon kaum noch was zu sehen. Stattdessen: Frühling pur! Die Wiesen haben  noch nicht das saftige Grün des Almsommers, sind noch braun oder schon leicht grün. An den Hängen des Kreuzbichls (so nennt man den Hügel, auf dem das Almkreuz steht) blühen Erica. Oberhalb der Kaser sprießen Krokusse und sorgen für Frühlings-Farbtupfer.

Krokusse blühen auf der Bindalm

Krokusse blühen auf der Bindalm

Was für ein Anblick: Die zarten weißen Bergblumen und dahinter die schroffen Felsen der Mühlsturzhörner. Obwohl ich diesen Ort schon so gut kenne, bin ich immer wieder von seiner Schönheit überwältigt!

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Herbsttour durchs Klausbachtal zur Kammerlingalm

 von Sepp
Das Almkreuz auf der Kammerlingalm

Das Almkreuz auf der Kammerlingalm

Auch wenn der Almsommer vorbei ist und die Almen und Jausenstation geschlossen sind, lohnt sich eine Alm-Wanderung auch im Herbst. Ich war am Samstag auf der Kammerlingalm, eine der Weißbacher Gemeinschaftsalmen, die immer etwas im Schatten Ihrer bekannteren Nachbarn Litzl-, Kallbrunn- und Bindalm steht, landschaftlich aber unheimlich reizvoll ist.

Bis zur Kammerlingalm ist es ein weiter Weg. Durch das Klausbachtal führt der beliebte Wanderweg in meist angenehmer Steigung bis zum Hirschbichl.

Die Mühlsturzhörner auf dem Weg durchs Klausbachtal

Die Mühlsturzhörner auf dem Weg durchs Klausbachtal

Im Sommer und frühem Herbst verkehrt hier der Almerlebnisbus, doch jetzt – Anfang Oktober – muss man zu Fuß gehen oder mit dem Mountainbike fahren. Kurz hinter der Landesgrenze und dem Gasthof Hirschbichl zweigt von der Straße nach links der Almweg zur Kammerling ab. Der Weg führt an der Südseite des Kammerlinghorns bis auf etwa 1300 Meter Höhe und bietet einen interessanten Ausblick hinunter ins Salzburger Saalachtal.

Almweg zur Kammerlingalm

Almweg zur Kammerlingalm

Nebel über dem Salzburger Saalachtal

Nebel über dem Salzburger Saalachtal

Auf der langgestreckten Kammerlingalm stehen 11 Kaser, davon 7 ziemlich nah aneinander am Eingang der Almfläche. Ein richtiges Almdorf. weiterlesen