St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Sepp Wurm
Laufener Adventfenster an der Leobendorfer Hütte

Laufener Adventfenster an der Leobendorfer Hütte

Die täglichen Adventsfenster in und um Laufen werden rege besucht und sind täglich echte Publikumsmagneten in den frühen Abendstunden im Freien. Grund dafür ist sicher die gelungene Mischung aus kurzweiliger Besinnlichkeit, Genuss und Geselligkeit. Insbesondere zur feierlichen Umrahmung der einzelnen Adventsfenster haben die Veranstalter viel Zeit investiert und Kreativität gezeigt. Einige griffen dazu das Motiv „Krippe“ auf und setzen es ganz verschieden und individuell um: Sei es eine weihnachtliche Krippe im Schaufenster wie in der Salzachapotheke, im Küchenfenster bei Elektor Thanbichler oder etwa der Froschham Hütten, die ihre Krippenlandschaft ganz traditionell mit den für die Region typischen Schnackensteinen gestaltete – sei es die lebensgroße heilige Familie, die in einem historischen „Droatkasten“ mit Strohpuppen dargestellt wurde, wie bei Familie Mayer in der Au, die gemeinsam mit den Gartlern ein Fenster übernommen hatte.

Andere dekorierten ihr Fenster mit Motiven wie Adventskranz, Kerzen oder etwa Engel, individuell im Material, aber immer mit viel Liebe bei der Ausführung. So vielfältig die Fenstergestaltung, so unterschiedlich auch das Rahmenprogramm. Die einen präsentierten Musikalisches: Adventslieder, die von zwei Stiftsmäusen von Gitarren begleitet stimmfest und ganz souverän vorgetragen wurden – Jugendliche, die bayerische Weisen zweistimmig zum Besten gaben – oder etwa Instrumentalstücke auf Blasinstrumenten, die Hüttenbuam der Leobendorfer Musi präsentierten.

Die Stiftsmäuse beim Laufener Adventfenster

Die Stiftsmäuse beim Laufener Adventfenster

Ebenso wurden etwa Geschichten von Märchenerzählerin Andrea Meier vorgelesen oder adventlich besinnliche und lustige Weihnachtsgeschichten von Hannes Haunerdinger vorgetragen.

Eins hatten alle Fenster gemeinsam: Sie luden die Anwesenden für kurze Zeit ein sich auf Weihnachten einzulassen, kurz innezuhalten. Die Mühen der Veranstalter wurden dann auch gewürdigt und der Spendenengel mit seiner Box für Bedürftige in und um Laufen immer gebührend „genährt“. Übrigens: Alle Spenden kommen zu 100% an, denn die Veranstalter der Fenster übernehmen die Kosten für Ausschank und Verköstigung. Auch in den kommenden Tagen heißt es jeden Abend wieder: „Kemmts vorbei, mir frein uns!“. Den Abschluss kommende Woche übernehmen dann zwei Firmgruppen. So gestaltet eine Gruppe zusammen mit Kirchenreferentin Ursula Kirchhofer das „Fenster“ am 23.12. im Pfarrgarten hinter der Stiftskirche Laufen ab 16 Uhr; am 24.12. schließlich bildet die Stiftskirche selbst mit der Kindermette ab 16 Uhr den besinnlichen Rahmen, und im Anschluss wünschen die zweite Firmlingsgruppe mit Glühwein und Kinderpunsch den Besuchern fröhliche Weihnachten.

1 Kommentar

20. Dezember 2016 um 19:47 von Schauer

Die Fenster sind eine schöne Sache für den, der etwas Stimmung und Begegnung sucht und ist außerdem wie eine Benefiz-Veranstaltung.

Der Gedanke, etwas Gutes für Bedürftige in der eigenen Gemeinde tun zu können wird sehr gut angenommen und weitergegeben.
Inzwischen ist das „Advents-Fenster“ schon ein Selbstläufer geworden.
Es finden sich bestimmt auch wieder für 2017 viele freiwillige Teilnehmer.

Ich freu mich schon darauf.

Frohe Weihnachten!
Regina Schauer

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