Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Kärlingerhaus

Die Haute Route der Berchtesgadener Alpen!

 von Ann-Kathrin
unendliche Weiten im Hagengebirge © Ann-Kathrin Helbig

unendliche Weiten im Hagengebirge © Ann-Kathrin Helbig

Lust auf einen Skimarathon? Eine richtige Skidurchquerung wie sie einzigartig in Deutschland ist? Dann solltet ihr euch auf den Weg zur großen Reibn machen! Es erwarten euch fast 50 Kilometer, 4500 Höhenmeter und fast 40 Grad steile Abfahrtspassagen. Wie ihr Anhand dieser krassen Angaben schon herauslesen könnt, ist diese Runde nicht für jeden geeignet. Daran sollte man sich nur heranwagen, wenn man schon sehr viel Skitourenerfahrung hat und/oder ortskundig ist.

Und so geht’s los: An Tag 1 geht es zuerst zum Carl-von-Stahl Haus.

Carl-von-Stahl Haus © Ann-Kathrin Helbig

Carl-von-Stahl Haus © Ann-Kathrin Helbig

immer in der Spur © Ann-Kathrin Helbig

immer in der Spur © Ann-Kathrin Helbig

Carl-von-Stahl Haus © Ann-Kathrin Helbig

Carl-von-Stahl Haus © Ann-Kathrin Helbig

Dort verbringt ihr die erste Nacht um dann ins Hagengebirge über den Schneibstein Richtung Wasseralm zu starten.

Von dort geht es dann über die Funtenseetauern zum Kärlingerhaus. weiterlesen

Die neuen Pächter vom Kärlingerhaus

 von Sepp
Die grüne Oase im Steinernen Meer: Der Funtensee und das Kärlingerhaus

Die grüne Oase im Steinernen Meer: Der Funtensee und das Kärlingerhaus

Andreas und Michael Bachmann heißen die neuen Hüttenwirte am Kärlingerhaus. Die beiden Brüder aus Österreich werden ab Mai die Berghütte der DAV Sektion Berchtesgaden am Funtensee führen. In den letzten Jahren hat das Brüderpaar auf der Priener Hütte am Geigelstein gearbeitet. Ab 18. Mai werden die Beiden ihre langjährige Erfahrung nutzen, um Wanderer und Bergsteiger am Kärlingerhaus zu versorgen. Die Brüder Bachmann folgen Gabi und Sigi Hinterbrander nach, die im Purtschellerhaus eine neue Wirkungsstätte gefunden haben. Wenn die Schnee- und Wetterbedingungen passen wird Sigi Hinterbrandner das Kärlingerhaus noch einmal für die Skitourenwochen bewirtschaften, vorrausichtlich vom 24. März 2018 bis zum 8. April. Reservierungen für die Schitourenwochen bitte per Mail an sigi.almberg@t-online.de oder info@purtschellerhaus.de bzw. teleonisch unter +49-8650-513.

Ab 18. Mai beginnt dann eine neue Ära am Funtensee. Wenn Ihr jetzt schon euren Platz für eine Hüttenübernachtung buchen wollt, nutzt bitte diesen Link zum Reservierungssystem.

Die Öffnungszeiten der Berghütten des DAV Berchtesgaden

Die vier Berghütten der Sektion Berchtesgaden des Deutschen Alpenvereins öffnen in den beiden letzten Mai-Wochen:

Bitte beachtet: Bei der Wasseralm kann man nur über das Reservierungssystem huetten-holiday.de reservieren.weiterlesen

Die neuen Pächter vom Purtschellerhaus

 von Sepp
Das Purtschellerhaus

Das Purtschellerhaus

Es ist wahrscheinlich einer der schönste Plätze in den Berchtesgadener Bergen: Das Purtschellerhaus! Am Eckerfist, dem Nordausläufer des Hohen Gölls, steht das Haus genau auf der Bayerisch-Österreichischen Grenze. Tatsächlich verläuft die Landesgrenze mitten durch die Küche: Die Westseite gehört zu Berchtesgaden, der östliche Teil der Hütte zum österreichischen Kuchl.

Elf Jahre lang waren Regina und Sepp König die Hüttenwirte vom Purtschellerhaus, das der DAV-Sektion Sonneberg gehört. Nun wurden sie in den Ruhestand verabschiedet. Ab Mai 2018 werden die neuen Hüttenpächter Gabi und Sigi Hinterbrandner die Bewirtschaftung des Purtschellerhauses übernehmen. Dazu erfolgte nun auch bereits die Schlüsselübergabe durch den Hüttenreferenten der Alpenvereins Sektion Sonneberg.

Pächterwechsel: Sepp und Regina König übergeben den Schlüssel an Gabi und Sigi Hinterbrandner © DAV

Pächterwechsel: Sepp und Regina König übergeben den Schlüssel an Gabi und Sigi Hinterbrandner © DAV

Gabi und Sigi Hinterbrandner sind keine Unbekannten: Seit 2010 haben die beiden das Kärlingerhaus am Funtensee bewirtschaftet, die älteste Alpenvereinshütte in den Berchtesgadener Alpen. Nun wechseln die beiden nicht nur das Gebirge – vom Steinernen Meer an den Hohen Göll – sondern auch die Perspektive. Während das Kärlingerhaus wenige Meter über dem Funtensee in einem Kessel liegt und rundum von Bergen begrenzt ist, klebt das Purtschellerhaus förmlich an der Flanke des Gölls und gibt einen weiten Blick frei ins Berchtesgadener und Salzburger Land.weiterlesen

TV-Tipp Berggeschichten: Der Funtensee

 von Sepp
Der Funtensee im Winter

Der Funtensee im Winter

Kalt und geheimnisvoll. Der Funtensee im Steinernen Meer

„Jenseits von Gut und Böse liegt er“, sagen die Einheimischen über den Funtensee in den Berchtesgadener Alpen. Tatsächlich findet man den kleinen Bergsee, der als kältester Ort Deutschlands Berühmtheit erlangt hat, auf 1.600 Metern Höhe in einer Senke mitten im Steinernen Meer. Das eigenwillige Naturidyll hält mit einer Tiefsttemperatur von minus 45,9 Grad den deutschen Kälte-Rekord und ist wegen seines Mikroklimas und seiner abgeschiedenen Lage ein faszinierendes Phänomen. Außer Wetterforschern würde wohl kaum jemand an diesen gottverlassenen Ort kommen, gäbe es da nicht das Kärlingerhaus, das etwas oberhalb des Sees liegt. Erreichen kann man die Schutzhütte des Deutschen Alpenvereins über den fünfstündigen anstrengenden Aufstieg von St. Bartholomä am Königssee, der in mehr als 30 schmalen Serpentinen durch die berüchtigte Saugasse hinaufführt.

Der Funtensee im Steinernen Meer

Der Funtensee im Steinernen Meer

Eine Straße zum Funtensee gibt es nicht, deshalb fliegt der Versorgungshubschrauber das Kärlingerhaus in den Sommermonaten einmal in der Woche an – aber nur, wenn es das Wetter zulässt. Für die Hüttenwirte ist die Bewirtschaftung in der extremen Lage eine logistische Herausforderung.weiterlesen

beim Hundstodgatterl © Ann-Kathrin Helbig

beim Hundstodgatterl © Ann-Kathrin Helbig

Hüttentouren erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Und so kommt es, dass ein Großteil der Berghütten hier in den Berchtesgadener Alpen zum Teil schon ausgebucht sind für Übernachtungen. Doch, was heißt das genau? Was wenn ich auf das Geradewohl vorbei komme – werde ich dann weggeschickt? Brauche ich dann einen Schlafsack? Was soll ich mitnehmen auf meine Hüttentour?

All diese Fragen werde ich euch beantworten. Ehrlich und konkret. Danach folgt eine Beschreibung einer 2-Tagestour durch das Steinere Meer, die ich vor kurzem gegangen bin.

Fangen wir mal beim Rucksack an. Was wollt ihr eigentlich mit euren 60 Liter Rucksäcken, die schon über dem Kopf überhängen? Vollkommen unnötig! Außer ihr wollt nun die ganze Sommersaison in einer Berghütte verbringen! In den Rucksack soll ein dicker Pulli, eine dicke Jacke, eine Windjacke (super klein faltbar), T-Shirts, Tops, Unterwäsche, Socken, eine Wechselhose und vielleicht Shorts. Zu Essen reichen Müsli-Rigel und dafür eine große mind. 1,5-Liter Flasche die nachfüllbar ist. In den Berghütten kann man sehr gut essen. Denn Gewinn machen die Berghütten nur durch die Konsumation von Essen/Getränken. Alpenvereinshütten müssen einen Großteil der Übernachtungsgebühr an den deutschen Alpenverein abführen. Apropo Alpenverein: Berghütten des Alpenvereines sind auch Schutzhütten, was bedeutet ist ein Abstieg ins Tal nicht mehr zumutbar, so kommt ihr sicher im Notlager oder sogar im Gastraum auf einer Matratze unter. Ihr werdet nicht vor die Haustüre geschickt am Abend. Am Wochenende sind die Berghütten immer heillos überfüllt. Macht eure Hüttentour doch besser unter der Woche. Und was wollt ihr mit euren Zelten, Isomatten und Schlafsäcken?! Campieren ist im Nationalpark Berchtesgaden strengstens verboten! Wer erwischt wird, muss mit einer Anzeige rechnen. In den Berghütten gibt es sowohl im Matratzenlager, als auch in den Bettenlager genügend Decken und Kissen. Ihr braucht nur ein Inlett, also Hüttenschlafsack. Diese können in vielen Hütten geliehen werden oder kostengünstig gekauft werden. Das Packmaß ist winzig.

Also hier nochmal zusammengefasst:

  1. Den Rucksack minimalistisch packen. In der Regel reicht ein 30 Liter Rucksack für 3-4 Tage
  2. In den Berghütten Essen/Trinken konsumieren
  3.  Tour besser unter der Woche machen, da sonst schlafen in einer heillos überfüllten Hütte
  4. Campieren verboten! Zelt, Isomatte und Schlafsack zu Hause lassen.

So, jetzt kennt ihr euch aus.
Jetzt fragt ihr euch wieso redet die denn so schlau daher? Ganz einfach: Ich habe selbst schon in einer Berghütte gearbeitet, bin mehrmals die Woche in den Bergen unterwegs und beruflich im Tourismus tätig. Deswegen kommen hier auch ein paar Tipps und eine Tour, die ich vor kurzem machte als Beispiel.

Ein ehrlicher Guide durch das steinere Meer (denn wusstet ihr was blaue Linie im steinerne Meer bedeuten?!).

Tag 1:
Oft werde ich gefragt wohin mit dem Auto, wenn der Start nicht gleich der Endpunkt ist. Dazu rate ich immer die Tour zu einer Rundtour zu machen oder den Endpunkt so zu legen, dass man Mithilfe des ÖPNV zum Auto zurück gelangt. So auch heute. Das Auto lasse ich zu Hause in Schönau am Königssee (alternativ Mehrtagesticket am Automaten am Großparkplatz Königssee lösen). Mit dem ersten Schiff fahre ich bis zur Halbinsel St. Bartholomä. Mir wird wieder bewusst, dass ich am schönsten See Deutschlands lebe. An der Halbinsel angekommen biege ich gleich nach links und folge der Beschilderung Kärlingerhaus. Ausgeschildert ist es hier mit 5 Stunden für den Aufstieg über Saugasse zum Funtensee. Ehrlich gesagt kenne ich niemaden, der so lange brauchte. Der Druchschnitt is 3-3,5 Stunden. Meinen Kreislauf treibe ich gleich hoch indem ich das Tempo hoch anziehe. Denn nicht nur das Kärlingerhaus ist mein heutiges Ziel sondern auch 2 Gipfel. Also zack zack am Ufer entlang, steile schweißtreibende Kehren bis ins Schrainbachtal, dann flach am Schrainbach entlang und dann bin ich direkt vor ihr: der Saugasse. Ihr Ruf ist deutlich schlechter als sie ist. Das Ungewöhnliche an der Saugasse ist nur, dass man viele Höhenmeter über einige Spitzkehren macht. Der Endspurt nach der Saugasse zieht sich. Nach 2,5 Stunden habe ich das Kärlingerhaus erreicht. Die Haxen sind auf Autopilot, mein Kreislauf hasst mich gerade. Viel Wasser und zuckerhaltiges Essen brauche ich. Denn nun geht es weiter zum Gipfel des Viehkogels. Es geht steil und über mehrere Schuttrinnen bergauf. Man durchquert das wilde Viehkogeltal. 1 Stunde 45 Minuten dauert der Aufstieg.

Viehkogeltalhütte © Ann-Kathrin Helbig

Viehkogeltalhütte © Ann-Kathrin Helbig

NUN EINE INFO, DIE ES IN KAUM EINEM WANDERFÜHRER GIBT: Wenn ihr über das Viehkogeltal zum Riemannhaus wollt, dann müst ihr hinter der Viehkogeltalhütte den blauen Linien nach rechts folgen. Nicht den roten Punkten! Denn die roten Punkte führen zum Gifel des Viehkogel. Aber Achtung oft bedeuten blaue Linien, dass dort der Weg zum Gipfel führt. Vor allem auf österreichischer Seite des stenernen Meeres. Bitte im steinernen Meer oft auch auf den Boden achten. Denn dort findet man gesprayed oder mit Edding auf Stein geschrieben die Richtung. Es gibt im stenernen Meer kaum Wegweiser.

Nach dem letzten, sehr schottrigen Steilaufschwung habe ich die Gipfelwiese des Viehkogels erreicht. Dieser Gipfel bietet tolle Blicke zu den Funtenseetauern und auf das steinerne Meer. Der Abstieg erfolgt über den Aufstiegsweg. Da der Weg doch recht rutschig ist, empfieht sich hier Trekkingstöcke zu nutzen.

Viehkogel © Ann-Kathrin Helbig

Viehkogel © Ann-Kathrin Helbig

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Christian Thiel
Karten und Höhenprofil unserer Hüttentour

Karten und Höhenprofil unserer Hüttentour

Vor drei Wochen war ich mit Jannis mit dem Mountainbike auf der Gotzenalm. Während wir dort aßen, kam mir die Idee mal wieder eine mehrtägige Hüttentour zu unternehmen. Auf Nachfrage bei der Hütte, ob denn in zwei Wochen noch ein Schlafplatz frei wäre, reservierte ich kurzerhand für mich und meine Freundin. Nachdem ich bei der letzten Tour wegen Neuschnee am Teufelshorn gescheitert war, entschloss ich mich, die zweite Nacht bei der Wasseralm zu reservieren, um das Teufelshorn erneut in Angriff zu nehmen. Nachdem wir auch dort noch Schlafplätze bekamen, stand unserer Tour nichts mehr im Weg.

Tag 1 – Abends von Salet auf die Gotzenalm

Nach einem stressigen Mittwoch erreichten wir gerade noch das letzte Schiff um 17:15 Uhr von der Seelände nach Salet. Das Echo des Flügelhorns war wie immer wunderbar zu hören und nachdem alle anderen Passagiere in St. Bartholomä das Schiff verließen fuhren wir ganz allein weiter zum Endhaltepunkt Salet. Um ca. 18:00 Uhr machten wir uns dann auf den Weg über den Kaunersteig in Richtung Regenalm und Gotzenalm. Der Steig führt steil nach oben am Königsseeufer entlang. Immer wieder sind Holztreppen und Seilversicherte Passagen zu bewältigen, der Steig ist aber sehr gut in Schuss. In der Abendsonne zeigten sich der Königssee und St. Bartholmä immer wieder von ihrer besten Seite. Nach ca. 1,5 Stunden erreicht man flacheres Gelände. Die Landschaft ist beeindruckend, fast der gesamte Wald liegt dort flach. Nachdem der Borkenkäfer viele Bäume befallen hatte, haben die Stürme der vergangenen Jahre ein ganzes Waldstück umgeworfen. Da die Natur im Nationalpark sich selbst überlassen wird, bleiben die Bäume dort auch liegen, lediglich der Weg wurde wieder freigeschnitten. Den Rest löst die Natur wohl selbst in den kommenden Jahrzehnten. Nach einer weiteren Stunde erreichen wir die Regenalm. Mittlerweile ist es 20:45 Uhr und schon richtig dunkel, Zeit für die Stirnlampe. Im dunklen geht es im Flachen weiter über den problemlos begehbaren Weg zur Gotzenalm. Um ca. 21:15 erreichen wir die Alm und checken ein. Nachdem wir unser Zweibettzimmer bezogen haben, gönnen wir uns noch ein Stück Kuchen, bevor wir ins Bett gehen.

Der See spiegelt sich vom Schiff aus in der Abendsonne

Die Abendsonne spiegelt sich vom Schiff aus im Königssee

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Waldi

Auf die Schönfeldspitze und durchs Steinerne Meer

 von Waldi
Blick von der Schönfeldspitze zum Hochkönig

Blick von der Schönfeldspitze zum Hochkönig

Eine meiner Lieblingstouren ist das Steinerne Meer. Diesmal wollten wir die Schönfeldspitze machen und der Ausgangspunkt war Maria Alm im Österreichischen. Wir stiegen Morgens um 6 Uhr auf zum Riemannhaus. Dieser herrliche Pfad, teils in Fels hieneingeschlagen, lässt jedes Bergsteigerherz höher schlagen. Die ersten Sonnenstrahlen schauten über die Berggipfel und es war einfach nur imposant. Nach gut 2 Stunden waren wir am Haus und konnten uns einen Kaffee genehmigen. Dann gings weiter zur Schönfeldspitze. Hier muss man schon ab und zu die Hände zum Klettern hernehmen, aber ansonsten ist es gut zum Gehen. Nach 1 1/2 Stunden hatten wir auch diesen wunderschönen Gipfel erreicht.

Das Gipfelkreuz der Schönfeldspitze

Das Gipfelkreuz der Schönfeldspitze

Das impossante Kreuz mit der Darstellung von der Gottes Mutter Maria mit dem Jesus im Arm ist gewaltig, wie auch der Rundblick. Das Wetter war traumhaft und wir machten eine ausgiebige Rast.weiterlesen

Hüttentour im Steinernen Meer

 von Sepp
Die grüne Oase im Steinernen Meer: Der Funtensee und das Kärlingerhaus

Die grüne Oase im Steinernen Meer: Der Funtensee und das Kärlingerhaus

Die Wettervorhersage ist bestens, die Übernachtungen auf dem Ingolstädter Haus und dem Kärlingerhaus sind gebucht, der Rucksack ist gepackt: Am Sonntag in der Früh brechen wir auf zu unserer Hüttentour im Steinernen Meer. Der strömende Regen am Sonntagmorgen stört uns wenig, wir sind überzeugt, dass der Regen bald aufhört und begeben uns für 3 Tage ins Steinerne Meer, fernab von erschütternden Nachrichten und Handy-Empfang.

Aufstieg im Regen zum Ingolstädter Haus

Wir starten unsere Mehrtagestour in Pürzlbach, das ist ein Ortsteil des österreichischen Bergsteigerdorfes Weißbach (das von unserem Bergsteigerdorf Ramsau lediglich durch den Hirschbichlpass getrennt ist) auf 1075 Metern. Ein Wanderparkplatz hier oben ist Beginn des kürzesten Anstiegs zum Ingolstädter Haus. Unser Weg führt uns auf einer breiten Fortstraße zur Kallbrunnalm. Der Regen ist unser ständiger Begleiter, auf der Almfläche kommt noch ein schneidender Wind hinzu. Doch das trübt unsere Wanderlust nicht. An der Kreuzung vor dem Kaskeller auf der Kallbrunn nehmen wir die Abzweigung zum Dießbachstausee.

Der Dießbachstausee

Der Dießbachstausee

Hier nutzen wir die Unterstandsmöglichkeit um nochmal zu prüfen, ob der Regenschutz unserer Rucksäcke noch richtig sitzt und seine Funktion erfüllt. Passt! Wir sind übrigens mit Regenschirmen gewandert, das ist zwar in gewissen Kreisen verpönt, aber sehr nützlich, wenn der Weg nicht allzu anspruchsvoll ist. Am Dießbachstausee wandern wir an der Staumauer entlang zur anderen Seite des Tals, wo auf der rechten Seeseite ein Weg in Auf und Ab stellenweise richtig steil am bzw. oberhalb des Sees entlang ins hintere Dießbachtal führt. Hinter dem Dießbachstausee führt der Weg in angenehmer Steigung durch den Wald zur Talstation der Materialseilbahn auf der ehemaligen, mittlerweile aber verfallenen Mitterkaseralm. Hier wird aus dem Weg ein schmaler Steig, der erst nach links durch Latschen führt, bevor er sich an einer Kreuzung teilt.

Aufstieg zum Ingolstädter Haus

Aufstieg zum Ingolstädter Haus

Links geht’s hinauf zur Hochwies, rechts zum Ingolstädter Haus. Unterhalb der Südwände des Kleinen Hunstodes folgen wir jetzt dem Weg einmal halb um den Hundstod in die Dießbachscharte. Dort steht das Ingolstädter Haus, nur ist es heute nicht zu sehen: Regen, Wolken und Nebel lassen uns nur wenige Meter sehen. So sind wir einigermaßen überrascht, als sich plötzlich etwa 20 Meter vor uns die Umrisse des Hauses aus dem Nebel schälen. Ich bin diesen Weg bisher erst einmal gegangen, bei schönstem Wetter, und da sah alles irgendwie anders aus!

Das Ingolstädter Haus im Nebel

Das Ingolstädter Haus im Nebel

Wir sind nass, aber – Regenschirm sei Dank – nicht allzu sehr! Dennoch sind wir natürlich froh, das Ingolstädter Haus erreicht zu haben. Die Schuhe und das nasse Gewand werden im Trockenraum deponiert und wir gehen ins Haus. Viele Bergsteiger haben bei diesem Wetter den Weg nicht genommen hier rauf, und so teilen wir uns das große Haus mit nur wenigen anderen unerschrockenen Wanderern. Unseren Plan, den Hundsod zu ersteigen, haben wir bereits aufgegeben: Es will einfach nicht aufhören zu regnen. Stattdessen nutzen wir den Nachmittag und Abend, um das Ingolstädter Haus genau unter die Lupe zu nehmen.

Es wird Abend am Ingolstädter Haus

Es wird Abend am Ingolstädter Haus

Und ich sage Euch: Das Ingolstädter Haus ist ein Traum, das Essen ist hervorragend, die Zimmer und Lager vom allerfeinsten, und die Sanitäranlagen scheuen keinen Vergleich zu denen im Tal. Wenn Ihr mal in der Gegend seid, schaut Euch das Haus an! Das eigentliche Highlight der Hütte – die Aussicht auf das Steinerne Meer – wurde uns vom Wetter leider verwehrt, dennoch war der Aufstieg im Regen ein absoluter Erfolg. Zudem scheint sich das Wetter zu bessern. Während bei uns oben immer noch dicke Wolken um den Hundstod hängen, sieht man im Tal den Himmel leuchten!

Der Himmel leuchtet

Der Himmel leuchtet

Mit Aussicht auf einen wunderschönen Morgen lassen wir den Abend gemütlich ausklingen.weiterlesen

Waldi

Funtensee im Steinernen Meer: Skitourenparadies

 von Waldi
Skitour Steinernes Meer

Skitour Steinernes Meer

Die letzte Schönwetterperiode haben wir gleich ausgenutzt und suchten uns das Ziel Funtensee aus, auch aus dem Grund, da das Kärlinger-Haus ein paar Wochen geöffnet war.

Wir fuhren nach Maria Alm und gingen über die Buchauerscharte rauf, hier war noch ganz schön Schnee, so daß wir nur kurz unsere Skier tragen mussten. Nach 2 3/4 Stunden waren wir oben und machten eine kurze Rast. Dann wanderten wir weiter in Richtung Selbhorn. Ein wunderschönes Landschaftsbild bot sich uns.

Skitour im Steinernen Meer

Blick vom Selbhorn im Steinernen Meer

Nach dem wir das Skidepot erreicht hatten, mussten wir noch ca 20 Minuten zu Fuß zum Gipfel gehen. Ein herrlicher Rundblick bot sich uns auf diesem schönen Gipfel, der fast 2700 m hoch ist. Nach dem Abstieg fuhren wir weiter Richtung Niederbrunnsulzen, immer mal ein bischen aufwärts und dann glitt es wieder dahin.weiterlesen

Welcome to the moon – unsere Reise zum Mond!

 von Ann-Kathrin
Steppenlandschaft

Steppenlandschaft

Wem das Shuttle zum Mond zu teuer ist, für den habe ich eine kostengünstige Alternative: das steinerne Meer! Einer der wenigen Plätze in denen man sich so abgeschieden und weltfremd fühlt.

Meine beste Freundin aus Mannheim ist für ein paar Tage bei mir zu Besuch. Grund war nicht nur der Erholungswert sondern auch mein gut besuchter Vortrag am 3. Oktober im Haus der Berge. Für unsere Reise zum Mond mieten wir kein teueres Shuttle, sondern wir nutzen den öffentlichen Personennahverkehr. Mit der Linie 846 fahren wir bis Wimbachbrücke. Bevor es dann los geht zu unserer Expedition wird am neuen Geldautomaten am Parkplatz der Geldbeutel gefüllt (ganz umsonst ist die Reise zum Mond natürlich nicht).

Die Wimbachklamm lassen wir links liegen (wusstet ihr, dass das Trinkwasser der Berchtesgadener hier entspringt?!). Unsere Trekkingstöcke stellen wir ein und schon kann es los gehen. Schnellen Schrittes wollen wir die Wimbachgrieshütte erreichen. Laut gelben Wegesschild dauert es bis zur ersten Trink- und Esstation drei Stunden. Unser Ziel ist die Hälfte der Zeit. Meine Freundin betreibt Kraftsport, somit habe ich auch eine starke Begleitung für die Tour. Zwar ist es Montag und schon fast Nebensaison, aber trotzdem sind hier einige Wanderer unterwegs. Gut, wir sind aber auch eigentlich zu spät los für solch eine lange Tour. Erst um kurz vor halb 11 starteten wir.

Zwei junge Frauen, sportlich gekleidet (und nicht minder attraktiv) gehen schnellen Schrittes nebeneinander durch das Wimbachgries – das fällt auf! Dementsprechend können wir uns auch Sprüche wie „Sind Sie von der Firma eilig?“ anhören. Mein Konter: „Nein, wir sind von der Firma sportlich!“. Mittlerweile höre ich schon sehr lange solche Sprüche. Wieso kann sich das so mancher nicht einfach verkneifen? Wieso kann nicht jeder so gehen wie er will? Ist doch eigentlich egal, so lange man niemanden anderes gefährdet? Wir sind doch der Freiheit wegen in den Bergen und nicht weil uns andere etwas vorschreiben wollen! Für die Reise zum Mond muss man eben schnell unterwegs sein!

im Wimbachgries

im Wimbachgries

Zeitlich im Plan kommen wir bei unserer ersten Station, der Wimbachgrieshütte an. Auf dem Weg dorthin haben wir uns mit etwas ausgetrockneten Datteln gedopt. „Das sind Energiespender!“, sagt meine Freundin voller Überzeugung. Davon merke ich nichts. Zu dem Zeitpunkt unserer Reise zum Mond bin ich leider etwas geschwächt durch eine Angina. Dank der Pharmaindustrie kann ich einigermasen funktionieren (Bitte keine Meinungsäußerungen dazu, jeder wie er will). Bei der Wimbachgrieshütte dopen wir uns mit Suppe, Kaskrainer, Kartoffelsalat, Speckbrot und Kuchen. Das tut gut! Die Dattel-Weltraumnahrung heben wir für später auf.weiterlesen