Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Königssee
Scheibstein Gipfel © Ann-Kathrin Helbig

Scheibstein Gipfel © Ann-Kathrin Helbig

In den Sommermonaten ist der Schneibstein einer der beliebtesten und am einfachsten zu besteigenden Berge in den Berchtesgadener Alpen. In den Wintermonaten sehr beliebt bei Skitourengehern und in der Zwischenzeit steht er im Bann der Schneeschuhwanderer. Wer bei Schneeschuhwandern an gemütliches umher gestapfe im Schnee denkt, der wird hier das Gegenteil erfahren. Für die nun beschriebene Schneeschuhtour benötigt es eine gute Kondition, Erfahrung im Tiefschnee und ganz viel Freude am Gehen.

Am Besten man nimmt sich für die Tour 2 Tage Zeit. Das Auto kann Großparkplatz Königssee abgestellt werden oder man fährt bis zur Endstation der Buslinie 841 „Königssee“. Je nach Konditon kann es auch vom Parkplatz Hinterbrand losgehen (1.100m). Als Ausrüstung empfiehlt sich ein Rucksack an dem man die Schneeschuhe fest machen kann, zudem gehört auch bei Schneeschuhtouren im alpinen Gelände eine Lawinenausrüstung mit LVS-Gerät, Schaufel und Sonde. Mittlerweile habe ich die Erfahrung gemacht, dass Skistöcke mit einer fixen Länge besser bei solchen Touren sind als zusammenklappbare Trekkingstöcke.

Komplett ausgestattet folgt man nun ab der Talstation der Jennerbahn der Beschilderung Stahlhaus/Schneibsteinhaus. Je nach Schneelage kann die Tour bis zu 4 Stunden dauern. Der Weg verläuft entlang einer breiten Forststraße wodurch man sich in recht sicherem Gelände bewegt. Gerade im Frühjahr und Frühwinter muss man oft auch die Schneeschuhe bis Königsbachalm noch am Rucksack lassen. Dann wenn der Tiefschnee kommt, ist oft nur eine schmale Spur vorhanden. Fast alle guten Schneeschuhe haben eine Aufstiegshilfe, die man bei Steigung einstellen sollte. So kommt man bequemer und schneller bergauf. Definitv ist die Schneeschuhtour bis zum Stahlhaus ein Klassiker. Der Aufstieg dauert nicht zu lange und die Landschaft ist einzigartig schön! Auch der Gedanke an einen hausgemachten Kaiserschmarrn motiviert unheimlich immer wieder dorthin aufzusteigen. Auf Höhe des Schneibsteinhauses überwindet man dann noch den letzten Aufschwung. Und schon öffnet sich der Blick zum Schneibstein und der Alpenvereinshütte.

Aufstieg zum Stahlhaus © Ann-Kathrin Helbig

Aufstieg zum Stahlhaus © Ann-Kathrin Helbig

Aufstieg zum Stahlhaus © Ann-Kathrin Helbig

Aufstieg zum Stahlhaus © Ann-Kathrin Helbig

Matratzenlager © Peter Pruckner

Matratzenlager © Peter Pruckner

Das Stahlhaus ist die einzige Berghütte in den Berchtesgadener Bergen, in der man das ganze Jahr einkehren und übernachten kann. Die Berghütte wird jetzt schon seit vielen Jahren von Peter Pruckner geführt, dessen Kaiserschmarrn vor einigen Jahren als einer der besten ausgezeichnet wurde. Auch mit Knödelgröstel, Braten und Suppen kann man sich hier stärken. Da ab hier nun der anstrengste Teil der Tour startet, empfiehlt sich eine Übernachtung im Stahlhaus. Gerade in den Wintermonaten gibt es noch Plätze in den Zimmern und Lagern. Bitte vorher auf dem Carl von Stahlhaus anrufen +49-8652-6559922.weiterlesen

Der Watzmann im hohen Norden

 von Sepp
"Suche Frieden" Blick vom Grünstein zum Watzmann

„Suche Frieden“ Blick vom Grünstein zum Watzmann

In der Kommunikation mit unseren Gästen erreichen mich oft schöne Geschichten. Zum Beispiel von Monika. Sie hat mir letzte Woche folgende Nachricht geschrieben:

Hallo – immer wieder gern bei euch im Berchtesgadener Land 😉 Bei einer Bergtour im Berchtesgadener Land, letztes Jahr am 16.. August, bin ich mit meinem Freund von St. Bartholomä am Königssee über den Rinnkendlsteig und die Archenkanzel zur Kühroint Alm am Fuße des Watzmannes. Von dort sind wir über den Grünstein nach Königsee abgestiegen. Am Grünstein angekommen – es war schon abends, interessantes Licht und Wolken, bin ich auf der Suche nach dem Bildausschnitt über das Gipfelkreuz im Vordergrund gestolpert…ich wurde so sofort in einen Bann gezogen…

Es ist einfach der Blickwinkel.  Von diesem, geht – nicht nur in meinen Augen – eine besondere Faszination aus. Das Bild hängt seit Mitte Oktober in der Wanderausstellung „ Suche Frieden“ (in Osnabrück) und begleitet den Katholikentag 2018.

…Vielleicht ist der Watzmann ja noch immer auf der Suche nach seinem Frieden. Ich freu mich auf jeden Fall, dass mein Bild es in die Ausstellung geschafft hat – und möchte es euch nicht vorenthalten. Liebe Grüße, Monika…

Nach einem sehr netten E-Mail Verkehr hat Monika Ihr Archiv durchstöbert und mir weitere Bilder Ihrer Tour geschickt.

Hallo Sepp, endlich geschafft…viele Bilder Schlummern auf der Festplatte…und wollen entwickelt werden.

Bei unserer Bergtour hatten wir natürlich schönes Wetter – sonst wären wir ja bestimmt nicht über den Rinnkendlsteig. Heißt aber auch…zum Fotografieren suboptimal…viel zu grell – extreme Schatten etc. Du weißt schon was ich mein. Hab ein paar ausgewählt…vielleicht gefällt dir ja das ein oder andere für deine Geschichte.

Los gehts natürlich wie immer mit dem besten Frühstück überhaupt 😉  ok – ich gestehe, das Bild hab ich an einem anderen Tag gemacht…wir wollten ja das erste Schiff nehmen.

Frühstück: Der richtige Start in den Bergtag

Frühstück: Der richtige Start in den Bergtag

Dann ab übern See bis St. Bartholomä

Über den Königssee nach St. Bartholomä

Über den Königssee nach St. Bartholomä

Wallfahrtskirche St. Bartholomä am Königssee

Wallfahrtskirche St. Bartholomä am Königssee

über den Rinnkendlsteig…upsweiterlesen

Almabtrieb über den Königssee

 von Jannis

Auf Landauern werden die Kühe von der Saletalm an St. Bartholomä vorbei zur Seelände transportiert.

„Da Summa is umma“ – Auf Landauern in die hemischen Ställe

Es ist kalt, nass und windig als wir in das offene Boot einsteigen und uns früh morgens auf den Königssee begeben. In den letzten Tagen hat eine Kaltfront dafür gesorgt, dass es wieder weit runter geschneit hat. Viel von dem Neuschnee ist nicht zu sehen. Dicke Nebelschwaden verhüllen die Berggipfel und sorgen für eine gespenstische, beinahe bedrückende Atmosphäre. Es wirkt fast so, als sollte nochmal betont werden, dass der Almsommer nun um ist.

Es herrscht also die passende Stimmung für das bevorstehende Ereignis: Der Almabtrieb über den Königssee. Dieser ist im gesamten Alpenraum einzigartig. Denn die Saletalm und die Fischunkelalm sind über den Landweg ausschließlich über schwere Gebirgssteige erreichbar. Es bleibt den Kühen also nur der einstündige Weg über den See zurück in die warmen Heimatställe.

Trotz der langen Tradition des Almabtriebs über den Königssee hat die Evolution noch nicht dafür gesorgt, dass sich die Kühe von der Salet- und Fischunkelalm zu begnadeten Schwimmern entwickelt haben. Hölzerne Transportschiffe mit ebenen Böden und flachem Zustieg ermöglichen die Überfahrt: Sogenannte Landauer.

Der noch frachtlose Landauer startet zur Abholung in Richtung Saletalm

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Rosi Fürmann

Herbstlicher Spaziergang durch Salzburg

 von Rosi

herbstliches Panorama über die Stadt Salzburg vom Gaisberg aus mit Watzmann, Untersberg und Hochstaufen im Hintergrund

Ein Spaziergang durch das herbstliche Salzburg

Salzburg – die Stadt des „Jedermann“, Salzburg hat viele Gesichter. Ein Spaziergang durch das herbstliche Salzburg erschließt durch die Lichtsituationen ganz eigene, interessante Einblicke, die besonders durch die Farbigkeit des Herbstes sich hervorheben.

Mädchen auf dem herbstlichen Weg im Mirabellgarten in Salzburg

Einige Geschichten aus der Geschichte Salzburgs:

Die Altstadt von Salzburg erhält maßgeblich ihr Aussehen in der Zeit um 16oo, da Erzbischof Wolf Dietrich von Reichenau die Fäden in der Hand hält. „Ein Rom des Nordens“ will er sich schaffen mit vielen großen freien Plätzen. Da aber der Bereich zwischen Salzburg und Mönchsberg – der Bereich der heutigen Altstadt – bereits dicht bebaut, läßt er – wie geschrieben steht – abreissen. Um die 55 Häuser müssen weichen, um sich „seine“ freien Plätze schaffen zu können, die das heutige Stadtbild von Salzburg prägen.

der Residenzplatz mit dem mächtigen Residenzbrunnen vor dem Dom und der Residenz in Salzburg

Die Lebensader der Stadt – der Almkanal: In der Zeit des 11./12. Jahrhunderts versorgen nur wenige Brunnen die dicht bebaute Altstadt mit Trinkwasser. Wassernot ist an der Tagesordnung und zu wenig Löschwasser bei den nicht seltenen Bränden ist ein riesiges Problem. Die Idee, durch den Mönchsberg einen Stollen zu graben und das Wasser der gegenüber liegenden Moore so in die Alstadt zu leiten, bringt nach 6 Jahren Bauzeit mit der Fertigstellung 1143 zwar einen Teilerfolg, jedoch reicht es nicht aus. Mit dem dann folgenden Anzapfen des von Untersberg kommenden Rosittenbaches gelingt ein weiterer Teilerfolg, aber erst die Verlängerung des Kanals zum „Hangenden Stein“ in Marktschellenberg und das Anzapfen (1286) der aus dem Königssee kommenden „Alm“ (Königsseer Ache) sichert das Überleben der Stadt.weiterlesen

Morgendlicher Herbstspaziergang am Königssee

 von Sarah

Die Bootwerften auf dem Königssee

Wir alle kennen den Stress des Alltags und die damit verbundene Erschöpfung und Trägheit unseres Körpers. Auch der Geist sehnt sich in solchen Momenten oftmals nach Ruhe und Sinnespflege. Wie sollte dies besser funktionieren als mit einem morgendlichen Herbstspaziergang am Königssee? Im Gepäck mit Kaffee und Stuck mache ich mich an einem sonnigen, kühlen Donnerstagmorgen auf den Weg….

Ich beginne meinen Spaziergang am Parkplatz des sogenannten ,,Echostüberls“ am Königssee. Hier habe ich bereits einen tollen, ersten Blick auf den See und werde Zeuge des morgendlichen Nebels, der den See in seinem weiteren Verlauf noch zu verdecken scheint.

Ausblick auf die Christlieger vom Parkplatz ,,Echostüberl“ am Königssee

Die Nebensaison hat nun begonnen und das ist insbesondere an tourismusstarken Orten wie dem Königssee spürbar: Es herrscht eine ruhigere, überschaubarere Atmosphäre als noch vor einigen Monaten im Hochsommer. Auch heute werden wieder etliche Menschen den Königssee mit Elektrobooten überqueren – die Masse dessen bleibt jedoch aus.

Gemütlich, dennoch schnellen Schrittes gehe ich in Richtung Bootswerften um dann an meinem ersten Aussichtspunkt, dem Malerwinkl, zu rasten. Meine Vermutung des Nebels wird an dieser Stelle bestätigt und so bewundere ich das langsame Schauspiel, was sich mir bietet: Minute um Minute steigt der Nebel höher, wird durchlässiger – bis er sich schließlich auflöst und ich St. Bartholomä erblicken kann.weiterlesen

Lagerfeuer am Königssee © BRK Berchtesgadener Land

Lagerfeuer am Königssee © BRK Berchtesgadener Land

In lauen Sommernächten gemütlich am See um ein Lagerfeuer sitzen – wer wünscht sich das nicht? Leider mussten die Mitglieder der BRK Wasserwacht Berchtesgaden in letzter Zeit während Einsatz- oder Übungsfahrten am Königssee immer wieder Gäste auf die Regeln des Nationalparks Berchtesgaden hinweisen. Gerade am und um den Königsbach-Wasserfall am Königssee, gesellen sich im Sommer viele Jugendliche wie auch Erwachsene. „Zelten, Campieren und Lagerfeuer sind im Nationalparkgebiet strengstens verboten“ so Martin Planegger, stellvertretender technischer Leiter der BRK Wasserwacht Berchtesgaden. „Wir haben so ein schönes Fleckchen Natur, das sollten wir den nächsten Generationen erhalten“.

Bei fast jeder Einsatz- oder Übungsfahrt am Königssee sammeln die Mitglieder der Wasserwacht Müll und Hinterlassenschaften der Gäste auf. „Gerade bei schönen Abenden müssen wir immer wieder jugendliche Gruppen auf das Lagerfeuer-Verbot hinweisen“ so Martin Planegger. Der Nationalpark Berchtesgaden hat in Abstimmung mit der Seenschifffahrt und der Polizei an mehreren zentralen Stellen rund um den Königssee die „Verhaltensregeln“ veröffentlicht. Wenn ein Lagerfeuer außer Kontrolle gerät, kann sich im naturbelassenen Gehölz und Untergehölz schnell ein größerer Waldbrand entwickeln. Aus diesem Grund möchte die Wasserwacht Berchtesgaden sowie der Nationalpark Berchtesgaden nochmals darauf Aufmerksam machen, dass Zelten und das entzünden eines Lagerfeuers im Nationalpark ist strengstens verboten. (§9, Abs.4, Nr. 4 Nationalparkverordnung). Wiederholt wurden in jüngster Zeit Campierer und Lagerfeuer im Gebiet des Nationalparks gemeldet. Aus diesem Grund führt die Nationalparkverwaltung aktuell verstärkt Kontrollen durch.

Pressemitteilung BRK Berchtesgadener Land

beim Hundstodgatterl © Ann-Kathrin Helbig

beim Hundstodgatterl © Ann-Kathrin Helbig

Hüttentouren erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Und so kommt es, dass ein Großteil der Berghütten hier in den Berchtesgadener Alpen zum Teil schon ausgebucht sind für Übernachtungen. Doch, was heißt das genau? Was wenn ich auf das Geradewohl vorbei komme – werde ich dann weggeschickt? Brauche ich dann einen Schlafsack? Was soll ich mitnehmen auf meine Hüttentour?

All diese Fragen werde ich euch beantworten. Ehrlich und konkret. Danach folgt eine Beschreibung einer 2-Tagestour durch das Steinere Meer, die ich vor kurzem gegangen bin.

Fangen wir mal beim Rucksack an. Was wollt ihr eigentlich mit euren 60 Liter Rucksäcken, die schon über dem Kopf überhängen? Vollkommen unnötig! Außer ihr wollt nun die ganze Sommersaison in einer Berghütte verbringen! In den Rucksack soll ein dicker Pulli, eine dicke Jacke, eine Windjacke (super klein faltbar), T-Shirts, Tops, Unterwäsche, Socken, eine Wechselhose und vielleicht Shorts. Zu Essen reichen Müsli-Rigel und dafür eine große mind. 1,5-Liter Flasche die nachfüllbar ist. In den Berghütten kann man sehr gut essen. Denn Gewinn machen die Berghütten nur durch die Konsumation von Essen/Getränken. Alpenvereinshütten müssen einen Großteil der Übernachtungsgebühr an den deutschen Alpenverein abführen. Apropo Alpenverein: Berghütten des Alpenvereines sind auch Schutzhütten, was bedeutet ist ein Abstieg ins Tal nicht mehr zumutbar, so kommt ihr sicher im Notlager oder sogar im Gastraum auf einer Matratze unter. Ihr werdet nicht vor die Haustüre geschickt am Abend. Am Wochenende sind die Berghütten immer heillos überfüllt. Macht eure Hüttentour doch besser unter der Woche. Und was wollt ihr mit euren Zelten, Isomatten und Schlafsäcken?! Campieren ist im Nationalpark Berchtesgaden strengstens verboten! Wer erwischt wird, muss mit einer Anzeige rechnen. In den Berghütten gibt es sowohl im Matratzenlager, als auch in den Bettenlager genügend Decken und Kissen. Ihr braucht nur ein Inlett, also Hüttenschlafsack. Diese können in vielen Hütten geliehen werden oder kostengünstig gekauft werden. Das Packmaß ist winzig.

Also hier nochmal zusammengefasst:

  1. Den Rucksack minimalistisch packen. In der Regel reicht ein 30 Liter Rucksack für 3-4 Tage
  2. In den Berghütten Essen/Trinken konsumieren
  3.  Tour besser unter der Woche machen, da sonst schlafen in einer heillos überfüllten Hütte
  4. Campieren verboten! Zelt, Isomatte und Schlafsack zu Hause lassen.

So, jetzt kennt ihr euch aus.
Jetzt fragt ihr euch wieso redet die denn so schlau daher? Ganz einfach: Ich habe selbst schon in einer Berghütte gearbeitet, bin mehrmals die Woche in den Bergen unterwegs und beruflich im Tourismus tätig. Deswegen kommen hier auch ein paar Tipps und eine Tour, die ich vor kurzem machte als Beispiel.

Ein ehrlicher Guide durch das steinere Meer (denn wusstet ihr was blaue Linie im steinerne Meer bedeuten?!).

Tag 1:
Oft werde ich gefragt wohin mit dem Auto, wenn der Start nicht gleich der Endpunkt ist. Dazu rate ich immer die Tour zu einer Rundtour zu machen oder den Endpunkt so zu legen, dass man Mithilfe des ÖPNV zum Auto zurück gelangt. So auch heute. Das Auto lasse ich zu Hause in Schönau am Königssee (alternativ Mehrtagesticket am Automaten am Großparkplatz Königssee lösen). Mit dem ersten Schiff fahre ich bis zur Halbinsel St. Bartholomä. Mir wird wieder bewusst, dass ich am schönsten See Deutschlands lebe. An der Halbinsel angekommen biege ich gleich nach links und folge der Beschilderung Kärlingerhaus. Ausgeschildert ist es hier mit 5 Stunden für den Aufstieg über Saugasse zum Funtensee. Ehrlich gesagt kenne ich niemaden, der so lange brauchte. Der Druchschnitt is 3-3,5 Stunden. Meinen Kreislauf treibe ich gleich hoch indem ich das Tempo hoch anziehe. Denn nicht nur das Kärlingerhaus ist mein heutiges Ziel sondern auch 2 Gipfel. Also zack zack am Ufer entlang, steile schweißtreibende Kehren bis ins Schrainbachtal, dann flach am Schrainbach entlang und dann bin ich direkt vor ihr: der Saugasse. Ihr Ruf ist deutlich schlechter als sie ist. Das Ungewöhnliche an der Saugasse ist nur, dass man viele Höhenmeter über einige Spitzkehren macht. Der Endspurt nach der Saugasse zieht sich. Nach 2,5 Stunden habe ich das Kärlingerhaus erreicht. Die Haxen sind auf Autopilot, mein Kreislauf hasst mich gerade. Viel Wasser und zuckerhaltiges Essen brauche ich. Denn nun geht es weiter zum Gipfel des Viehkogels. Es geht steil und über mehrere Schuttrinnen bergauf. Man durchquert das wilde Viehkogeltal. 1 Stunde 45 Minuten dauert der Aufstieg.

Viehkogeltalhütte © Ann-Kathrin Helbig

Viehkogeltalhütte © Ann-Kathrin Helbig

NUN EINE INFO, DIE ES IN KAUM EINEM WANDERFÜHRER GIBT: Wenn ihr über das Viehkogeltal zum Riemannhaus wollt, dann müst ihr hinter der Viehkogeltalhütte den blauen Linien nach rechts folgen. Nicht den roten Punkten! Denn die roten Punkte führen zum Gifel des Viehkogel. Aber Achtung oft bedeuten blaue Linien, dass dort der Weg zum Gipfel führt. Vor allem auf österreichischer Seite des stenernen Meeres. Bitte im steinernen Meer oft auch auf den Boden achten. Denn dort findet man gesprayed oder mit Edding auf Stein geschrieben die Richtung. Es gibt im stenernen Meer kaum Wegweiser.

Nach dem letzten, sehr schottrigen Steilaufschwung habe ich die Gipfelwiese des Viehkogels erreicht. Dieser Gipfel bietet tolle Blicke zu den Funtenseetauern und auf das steinerne Meer. Der Abstieg erfolgt über den Aufstiegsweg. Da der Weg doch recht rutschig ist, empfieht sich hier Trekkingstöcke zu nutzen.

Viehkogel © Ann-Kathrin Helbig

Viehkogel © Ann-Kathrin Helbig

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Ein Paradies auf Erden: Der Königssee in Bildern

 von Sarah
Die Bootswerften Königssee am Morgen

Die Bootswerften Königssee am Morgen

Mit einem Umfang von 20 Kilometern und einer Fläche von 5,22 km² ist er nicht der größte, jedoch definitiv einer der schönsten Seen Deutschlands: Der Königssee.

Ganz verschwommen existierten in meinem Kopf die Bilder eines Sees, dessen Ufer am Seegelände bereits in Kindheitstagen große Wirkung auf mich erzielte. Als ich im Jahre 2015 nach Schönau reiste um die Beendigung meines Studiums zu zelebrieren, wurden die surrealen Kindheitsimpressionen aufgefrischt und um neue, tiefgehende Gefühle erweitert: Meine Zugeneigtheit zum Königssee.

Ummantelt von hohen und steilen Felswänden liegt er da, am Fuße des Watzmannes und inmitten des Nationalpark Berchtesgaden. Sein Wasser ist aufgrund von, im Wasser aufgelöstem Kalkgestein grün, bzw. türkisfarbend und mit einer maximalen Tiefe von 190 Metern ist er der tiefste See Deutschlands.

Auf dem Königssee: Mittig zu sehen die Schönfeldspitze

Auf dem Königssee: Mittig zu sehen die Schönfeldspitze

Der Ursprung des Sees liegt historisch gesehen weit zurück – ein Exkurs in die letzte Eiszeit ist von Nöten um die Entstehung festhalten zu können. Gebildet aus einem Gletscher des Steinernen Meeres und einer damals bestehenden Endmorände im Ort Schönau ergab sich die Bildung des heutigen Königssees – der seinen Namen vermutlich dank des Vornamens ,,Kuno“ trägt. Solchen trugen im Zuge der Fürstprobstei Berchtesgaden einige bedeutende Persönlichkeiten.weiterlesen

Wenn es Nacht wird auf St. Bartholomä

 von Sepp
Abendruhe an den Bootsgaragen am Königssee

Abendruhe an den Bootsgaragen am Königssee

Berchtesgadener Kulturschmankerl: Die Königsserenade

Wenn Ihr den Königssee und die Halbinsel mit der weltberühmten Wallfahrtskirche St. Bartholomä mal ganz anders erleben wollt, habe ich einen besonderen Tipp für Euch: Die Königsserenade!

Sobald die letzten Schiffe in den Bootsgaragen an der Seelände festmachen, kehrt Ruhe ein am tagsüber so belebten See. Ganz still liegt er da zwischen den steilen Felswänden der Berchtesgadener Alpen: Unser Königssee! Die Halbinsel Hirschau mit der Kirche St. Bartholomä ist dann von der Zivilisation abgeschnitten. Zu Fuß kommt man dort nicht hin (oder nur sehr alpin)! Ihr könnt aber dennoch die unglaubliche Ruhe und Erhabenheit dieses Ortes entdecken: Und zwar bei der Königsserenade, einer abendlichen Erlebnisfahrt über den Königssee!

Die Königsserenade ist ein echtes Berchtesgadener Kulturschmankerl: Schon die Fahrt in die Dämmerung mit dem lautlosen Elektroboot über den spiegelglatten See ist ein echtes Erlebnis. In der Wallfahrtskirche St. Bartholomä auf der Halbinsel Hirschau erwartet euch anschließend ein exclusives Konzert mit Bläsern, Stub’n-Musi und Gesang. In der historischen Gaststätte St. Bartholomä werdet Ihr danach bei musikalischer Begleitung mit einem 4-Gänge-Menü verwöhnt.

Königsserenade: St. Bartholomä am Abend erleben

Königsserenade: St. Bartholomä am Abend erleben

Königsserenade am 14. Juli 2017: Romantische Abendfahrt über den Königssee

Am Freitag, den 14. Juli, habt Ihr die Möglichkeit, im Rahmen der Berchtesgadener Kulturschmankerl den Königssee von seiner schönsten Seite zu erleben. Der Abend wird folgendermaßen ablaufen:weiterlesen

Die Marktschellenberg: Das neue Boot auf dem Königssee

Die Marktschellenberg: Das neue Boot auf dem Königssee

Schiffstaufe am Königssee: Das 19. Boot heißt „Marktschellenberg“

Hoher Besuch hat sich heute Vormittag am Königssee angekündigt: Markus Söder, Bayerns Heimat- und Finanzminister war vor Ort, um das neue Schiff der Königsseeflotte offiziell in Dienst zu nehmen. Die ehrenvolle Aufgabe der Taufpatin übernahm Landtagsabgeordnete Michaela Kaniber aus Bayerisch Gmain. Mit viel Spannung wurde die Schiffstaufe erwartet, denn traditionell erhalten die Elektroboote auf dem See die Namen von Bergen oder Gemeinden im Umkreis des Sees. So auch das neue Boot: „Marktschellenberg“ heißt das mittlerweile 19. Mitglied der Flotte auf Bayerns schönstem See, benannt nach dem Dorf am Fuße des Untersberges.

Taufe des neuen Elektro-Motorboots auf den Namen 'EMB Marktschellenberg'

Posted by Markus Söder on Montag, 22. Mai 2017

 

„Fast 700.000 Fahrgäste genießen jährlich auf umweltfreundliche Art und Weise, nämlich elektrisch, die traumhafte Natur und Landschaft des Königssees. Die Ära der Elektromotorschiffe auf dem Königssee begann bereits im Jahre 1909. Insgesamt wurden bereits sechs Elektromotorboote in Eigenregie gebaut in der hauseigenen Werft, der höchstgelegenen in Deutschland. Das neue und nunmehr größte Boot auf dem Königssee kostete rund 500.000 Euro“, erklärte Markus Söder bei der feierlichen Schiffstaufe.weiterlesen