St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Wimbachtal
Ann-Katrin

Bergstress im Wimbachgries

 von Ann-Kathrin
Panorama bei der Wimbachgrieshütte © Ann-Kathrin Helbig

Panorama bei der Wimbachgrieshütte © Ann-Kathrin Helbig

Samstag, Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen. Viele meinen da wohl „die Ann-Kathrin macht sich sicher einen schönen Tag“. Falsch gedacht! Ich hab Stress! Bergstress!

Samstagmorgen, der Wecker klingelt zum 3. Mal. Es ist kuschelig im Bett, es ist warm im Bett. Ich will eigentlich nur mal faulenzen. Aber nein! Schockiert schaue ich mit aufgerissenen Augen hinaus aus dem Schlafzimmerfenster. Sonnenschein. Blauer Himmel. Verdammt, ich muss raus aus dem Bett! Heute Mittag muss ich arbeiten, also will ich das schöne Wetter bestmöglichst ausnutzen. Also raus aus den Federn, ab ins Bad Zähne putzen. Waschen wird überbewertet, werde eh schwitzen wie verrückt. (Potentielle Dates sollten das jetzt überlesen :-P)

Es soll ins Wimbachgries gehen, genauer gesagt zur Wimbachgrieshütte. Laut offiziellem Wegeschild dauert die einfache Strecke 3 Stunden. Zeit habe ich aber für hin- und zurück 3 Stunden.
Um 08:30 Uhr komme ich am Parkplatz Wimbachbrücke an. Ausgestattet bin ich nur mit dem Nötigsten: Eine kleine Flasche zu trinken, meine Kamera, mein Handy und ganz viele Taschentücher. Denn passend zum tollen Wetter der nächsten Tage, habe ich einen Schnupfen. So ausgestattet, sehe ich eher aus als hätte ich mich verlaufen bei einer Führung auf St. Bartholomä als dass ich jetzt hier zur Wimbachgrieshütte laufe und wieder zurück. Es geht schnellen Schrittes vorbei am Wimbachlehen, vorbei an der geschlossenen Wimbachklamm in Richtung Wimbachschloss. Mein Ziel: Die erste Etappe in unter einer Stunde schaffen. Leicht machbar. Wie die Schneelage im Wimbachgries sein wird: ungewiss. Locker flockig komme ich am Wimbachschloss an. Ab hier beginnen nun auch die ersten Schneefelder. Beim Blick nach rechts entdecke ich ein Gamsrudel. Meine felligen Freunde stören sich nicht an meiner Anwesenheit, denn es ist Frühstückszeit.

Gams im Winterkleid © Ann-Kathrin Helbig

Gams im Winterkleid © Ann-Kathrin Helbig

So nun wird es immer schneereicher, aber noch breche ich in der Schneedecke nicht ein. Auch die Sonne ist noch nicht im Gries angekommen, somit schwitze ich auch nicht zu sehr.

das Wimbachgries © Ann-Kathrin Helbig

das Wimbachgries © Ann-Kathrin Helbig

Nun muss ich den schneebeckten Schuttstrom queren. Die Wolkenformationen schauen aus wie gemalt. Das blau des Himmels tut der Seele gut. Ein kurzer Moment zum inne halten. Ich habe noch eine flotte halbe Stunde vor mir und die Schneelage schaut ungut aus. Jetzt hätte ich gerne Schneeschuhe… Mit fast jedem Schritt sinke ich im Schnee ein. An wenigen Stellen knietief.weiterlesen »

Die Watzmann-Überschreitung

 von Jannis
Zwischen Mittel- & Südspitze.

Auf der Watzmann-Überschreitung zwischen Mittel- & Südspitze.

Watzmann-Überschreitung – Bergtour der Superlative

Für viele Bergsteiger ist es ein Traum, ein Mal in ihrem Bergsteigerleben die drei Gipfel des Königs der Berchtesgadener Alpen zu überschreiten. Bei meiner Tour auf das Hocheck hatte ich bereits ehrfürchtig auf die zackige Schneid hinüber zur Watzmann-Mittelspitze geblickt und mir fest vorgenommen, die Watzmannüberschreitung noch in diesem Sommer durchzuführen.

So oft hatte ich bereits Berichte über die Tour gelesen, Videos von der Überschreitung studiert und mich gefragt, was für mich wohl die größte Herausforderung der Tour darstellen würde. Die krasse Ausgesetztheit des Grates? Wie würde es sich anfühlen, direkt über der höchsten Wand der Ostalpen, 2000m über dem Königssee mit nichts als Luft unter den Füßen Schritt für Schritt über den Grat zu turnen? Das durchgängig geforderte hohe Konzentrationslevel? Immer wieder wird über die Schlüsselpassage der Überschreitung diskutiert. Welche würde wohl meine Persönliche sein? Der Abstieg von der Mittelspitze direkt über den Abgründen der Ostwand? Das extrem schmale Gratstück im Aufstieg zur Südspitze? Oder doch der berüchtigte Abstieg von der Südspitze ins Wimbachgries?

Während der wolkenlosen Schönwetterperiode Ende August kam dann endlich der richtige Zeitpunkt, um den langen Ritt über den Watzmanngrat in Angriff zu nehmen und Antworten auf all diese Fragen zu bekommen. Mit Sepp fand ich einen Watzmann-Überschreitung-erfahrenen Mitstreiter. Wir teilten die Tour auf zwei Tage auf, denn glücklicherweise konnten wir noch zwei Schlafplätze in dem Watzmannhaus ergattern. Dies ist unbedingt zu empfehlen, die etwa 12-14- stündige Strecke von Wimbachbrücke bis Wimbachbrücke an einem Tag zu bewältigen ist schon grenzwertig.

Aufstieg zum Watzmannhaus

Und so fuhren wir nach Feierabend schnell nachhause, um alles Nötige für die Tour und den Hüttenaufenthalt zusammenzupacken und anschließend am frühen Abend an der Wimbachbrücke den Aufstieg zum Watzmannhaus zu starten. Im warmen Abendlicht stiegen wir über das Almentrio Stubenalm, Mitterkaseralm und Falzalm auf und erreichten mit den letzten Sonnenstrahlen des Tages das Watzmannhaus. Schnell verstauten wir unser Gepäck im Lager, bevor wir bei einem leckeren Abendessen die Sonnenuntergangsstimmung auf der Terrasse genossen. Die Lage des Watzmannhauses hoch über dem Berchtesgadener Talkessel ist einfach großartig! Irgendwann wurde es dann doch zu frisch draußen. Noch ein letzter Blick in den überwältigenden Sternenhimmel und wir gesellten uns zu den vielen Watzmannanwärtern und Hüttenwanderern in der warmen Stube. Kurz darauf schlüpften wir auch schon in unsere Hüttenschlafsäcke um ausgeruht für den nächsten Tag zu sein.

watzmannhaus

Ankunft am Watzmannhaus.

watzmannhaus-trockenraum

Schuh-Panorama im Trockenraum.

watzmannhaus-sonnenuntergang

Der Hohe Göll fängt die letzten Sonnenstrahlen des Tages ein.

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Ann-Katrin

Unverspurtes Glück

 von Ann-Kathrin
Blick zum Schottmahlhorn

Blick zum Schottmahlhorn

Nach einer gefühlten Ewigkeit endlich wieder purer Sonnenschein!  Was wäre denn ein Winter ohne Sonne? Da brächte all das Weiß nichts, er wäre trist! Die Sonne ist mein Lebenselixir und somit auch mein Motor, der mich in die Berge treibt. Bei bestem Wetter und einigem Neuschnee geht es von Ramsau Wimbachbrücke heute in Schneeschuhen zur Wimbachgrieshütte.

Vorbei am Wimbachlehen geht es nun in Richtung Wimbachschloss. Ich starte am späten Vormittag. Mir wurde schon prophezeit, dass ich hier hinten im Wimbachgries ganz alleine sein werde. Perfekt! Genau das brauche ich. Doch schon hinter mir bemerke ich zwei Rentnerpaare, die mich gerade beim anschnallen meiner Schneeschuhe begutachen. Schnell weg! Das kann ich gar nicht gebrauchen – ich will meine Ruhe. Also Highspeed an und die Powder-Gaudi beginnt. Der Weg durch das Wimbachgries ist gerade wenn er durchweg gespurt ist die reinste Genuss-Schneeschuhtour. Leider war heute nur bis zum Wimbachschloss gespurt und so lag es an mir, meine Kondition auszupacken und selbst alles zu spuren.

Palfenhörner voraus

Palfenhörner voraus

große Berge - kleine Ann-Kathrin

große Berge – kleine Ann-Kathrin

Zuerst bleibt man auf dem Sommerweg der durch den Wald führt. Erst wenn man an eine Kreuzung gelangt, die nach rechts abzeigt Richtung Wimbachgrieshütte, so geht man im Winter nach links direkt in den Schuttstrom. In der Hoffnung endlich ordentlich Sonne zu tanken und vor allem auch Wärme – werde ich mit starken Winböen begrüßt. Der Wind schlägt mir nur so in Gesicht. Schnell die Sonnenbrille auf, denn sonst bekäme ich wohl kaum meine Augen auf. Auch eine Mütze und dicke Handschuhe müssen übergestreift werden. Wind und Kälte machen aus dem Genuss auf einmal eine Tortour, es ist nun vorbei mit dem Genuss. Schade!weiterlesen »

Sepp Wurm

Schüler erkundeten den Nationalpark

 von Sepp
Skibergsteigen auf Skipisten? Skitouren und Schutz von Wildtieren? Erweiterungen von Skigebieten in Schutzgebietsnähe? All diese Themen betreffen auch den Nationalpark Berchtesgaden. Nationalpark-Mitarbeiter Lorenz Köppl (Mitte) diskutierte mit Schülerinnen und Schülern der Oberstufe verschiedene Nutzungskonflikte im Nationalpark.

Skibergsteigen auf Skipisten? Skitouren und Schutz von Wildtieren? Erweiterungen von Skigebieten in Schutzgebietsnähe? All diese Themen betreffen auch den Nationalpark Berchtesgaden. Nationalpark-Mitarbeiter Lorenz Köppl (Mitte) diskutierte mit Schülerinnen und Schülern der Oberstufe verschiedene Nutzungskonflikte im Nationalpark.

Zeitreisen im Wimbachtal, Besuche beim „König der Lüfte“, eine „Nationalpark-Talkshow“ oder Wetterphänomene im Hochgebirge: 470 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Berchtesgaden besuchten kürzlich beim ersten Nationalpark-Projekttag den einzigen Alpen-Nationalpark Deutschlands. Bei 18 verschiedenen Programmen stellten Nationalpark-Mitarbeiter in individuell aufbereiteten Programmen für Unter-, Mittel- und Oberstufe den Nationalpark Berchtesgaden mit seinen vielseitigen Aufgaben und Funktionen sowie seiner Tier– und Pflanzenwelt vor.

„Das große Interesse und die fleißige Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler auch bei so komplexen Themen wie Nutzungskonflikte im Nationalpark haben mich wirklich angenehm überrascht“, freut sich Nationalpark-Mitarbeiter Lorenz Köppl, der mit 16 Teilnehmern aus der Oberstufe am Jenner unterwegs war. Auch die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe waren bei Exkursionen zur Königsbachalm, sowie im Klausbach- und Wimbachtal begeistert bei der Sache und beteiligten sich aktiv an den angebotenen Programmen. Für die Unterstufe standen Mitmach-Aktionen im Nationalparkzentrum Haus der Berge auf dem Programm, andere Teilnehmer waren auf den Spuren von Steinadlern, Spechten und Wassertieren im Klausbach– und Wimbachtal unterwegs. Die Schüler durften dabei selbst wählen, an welchem Programm ihrer Jahrgangsstufe sie teilnehmen wollten.weiterlesen »

Sepp Wurm

Hirschwieskopf 2.114 m

 von Sepp
Der Hirschwieskopf vor der Südspitze des Watzmanns

Der Hirschwieskopf vor der Südspitze des Watzmanns

Dieser Sommer ist ein echter Traum für alle Wanderer und Bergsteiger. Nach einer etwas durchwachsenen Woche verwöhnt uns das letzte August-Drittel wieder mit perfektem Bergwetter. Ich habe mir gestern extra freigenommen, um ein Bergtour zu machen. Der Hirschwieskopf, ein 2.114 Meter hoher Gipfel im Watzmann-Massiv war mein Ziel.

Der Hirschwieskopf bzw. die Hirschwiese liegt südlich der drei Gipfel der Watzmann-Überschreitung und wird über den Trischübel erreicht. Das heißt: Erstmal geht’s durch das komplette Wimbachgries.

Das Wimbachgries am Morgen

Das Wimbachgries am Morgen

Es ist sehr angenehm zu gehen, da das Wimbachgries noch zum großen Teil im Schatten liegt. Erst kurz vor der Wimbachgrieshütte, als das Tal eine leichte Kurve macht, zeigt sich die Sonne. Jetzt gehe ich genau der tiefstehenden Sonne entgegen. Zum Glück habe ich eine Sonnenbrille dabei, sonst könnte es echt unangenehm werden.

Gegen die tiefstehende Sonne

Gegen die tiefstehende Sonne

Die Wimbachgrieshütte liegt derweil noch im Schatten, der Wegweiser wenige Meter vor der Berghütte hingegen ist schon hell erleuchtet: 3 Stunden  sind es laut gelbem Schild  noch von hier bis zum Hirschwieskopf.

Wegweiser vor der Wimbachgrieshütte

Wegweiser vor der Wimbachgrieshütte

Bis zum Ende des Wimbachtales führt der der Weg weiterhin in sanfter Steigung, erst im Talschluss wird der Weg steiler. Es geht jetzt hoch zum Trischübel, einem wichtigen Knotenpunkt in den Berchtesgadener Alpen.weiterlesen »

Ann-Katrin

Sommergefühle im Wimbachgries im April

 von Ann-Kathrin
am Talschluss des Wimbachgries

am Talschluss des Wimbachgries

Nun werden sich einige fragen, die schon durch die angehängten Fotos gescrollt sind was das mit Sommergefühlen zu tun hat. Zwar liegt an einigen Stellen noch ordentlich was an Schnee – was die Skitourengeher freut – aber die Luft erwärmt sich schon so stark, dass Wanderungen in Sommerkleidung möglich sind. Die Sonne hat schon richtig an Kraft gewonnen. Fast jeder, der hier den Winter miterlebte freut sich über die Wärme, die sich nun einstellte.

eure Ann-Kathrin im Wimbachgries

eure Ann-Kathrin im Wimbachgries

Als Autofahrverweigerin starte ich meinen heutigen Wandertag in Schönau am Königssee. Von der Oberschönau beim Kramerlehen in Richtung Hammerstiel gibt es einen Weg der zur Wimbachbrücke nach Ramsau führt. Diesen fahre ich mit dem Fahrrad entlang. Dazu muss ich sagen, dass ich kein Hightech Fahrrad besitze, was auch für den Weg nach Ramsau gar nicht von Nöten ist. Ich fahre ein älteres „Klapperrad“. Liebevoll nenne ich das Fahrrad so, dass ich von einer guten Freundin zur Nutzung bekommen habe, da es einfach unheimlich klappert, wenn man damit über Kopfsteinpflaster fährt. Rund eine halbe Stunde dauert es bis ich von daheim bis nach Ramsau geradelt bin. Es sind ein paar Steigungen zu überwinden. Eine davon hat 20%, das lässt gefühlt die Waden explodieren. Aber danach geht es viel bergab, das tut natürlich gut und macht echt Spaß. Definitv besser als Auto oder Bus fahren! Mein Fahrrad schließe ich am Fahrradständer bei der Nationalpark-Informationsstelle ab. Leider gibt es im Berchtesgadener Talkessel einen Nachholbedarf in Sachen Fahrradständer – vor allem im Berchtesgadener Ortskern.

Nun geht es ein letztes Stück zu Fuß bergan Richtung Wimbachklamm, die zu dem Zeitpunkt noch geschlossen hatte. Auch Wimbach’s Wollstadel der Familie Aschauer war noch geschlossen. In der Morgensonne geht es vorbei am Wimbachschloss und ziemlich zügig Richtung Wimbachgrieshütte. Es fühlt sich einfach super an auf schneefreiem Boden zu laufen und die warme Sonne auf der nackten Haut zu spüren. Das lädt definitv die Batterien auf. Beim Blick zum Aufstieg zur Hochalmscharte wird mir ein lächeln auf mein Gesicht gezaubert. Diese Seite ist komplett schneefrei und lädt zur baldigen Überschreitung ein.

Imposant - Loferer Seilergraben (hinter der gezackten Wand)

Imposant – Loferer Seilergraben (hinter der gezackten Wand)

Vor mir leuchten noch schneebedeckte Berge in der Sonne. Trotz, dass Wochenende ist sind nicht viele unterwegs. Entgegen ist mir noch niemand gekommen, fühle mich wie der einzigste Mensch im Wimbachgries. Übrigens ist das Wimbachgries der längste Schuttstrom der Nordalpen. Man sagt auch „Panta Rhei“, alles fließt. Das Wimbachgries ist das Paralelltal zum Königssee. Die Felswände um den Königssee konnten sich einfach besser gegen Erosion durchsetzen. Eine Wanderung ins Wimbachgries sowohl zum Wimbachschloss oder zur Wimbachgrieshütte lohnt sich zu jeder Wetterlage.

Schon bald habe ich die Wimbachgrieshütte erreicht. Gemütliche Wanderer sollten mit drei Stunden bis zur Wimbachgrieshütte rechnen. Sportlichere Geher schaffen es bis dorthin in eineinhalb bis zwei Stunden und eignet sich auch als Vormittagstour.weiterlesen »

Ann-Katrin

Allwetterziel – das Wimbachgries

 von Ann-Kathrin

Panta Rhei – Alles fließt! Und heute auch auf meinen Kopf.

Der Wetterbericht versprach für den heutigen Tag miserables Wetter. Es soll ordentlich regnen. Trotzdem wollte ich meinen freien Tag aktiv nutzen. Auch neue Bergschuhe hatte ich mir besorgt, die eingelaufen werden mussten. Es gibt im Berchtesgadener Talkessel einige Wanderwege, die auch bei Regenwetter begangen werden können. Man sollte sich keinesfalls von einem schlechten Wetterbericht abschrecken lassen, außer es ist ein Gewitter/Unwetter gemeldet. Einer dieser Wanderwege, die man auch bei Schlechtwetter gehen kann, ist der Weg zur Wimbachgrieshütte durch den Schuttstrom. Das Wimbachgries ist eines der drei Haupteinschnitte der Kernzone des Nationalparks Berchtesgaden. Der Ramsaudolomit des Wimbachgrieses konnte sich im Gegensatz zum Dachsteinkalk des Watzmannes und des Königssees weniger gegen die Erosion durchsetzen.

Wimbachgries

Wimbachgries

Bequem steige ich an der Bushaltestelle Wimbachbrücke aus. Die Linie 846 hält dort vom Bahnhof Berchtesgaden kommend, als auch vom Hintersee kommend. Die Wolken versprechen schon den nahenden Regen. Nichdestotrotz mache ich mich auf den Weg. Ausgerüstet mit Schutzhülle, Schirm und Regenjacke sollte der Regen mir kaum was ausmachen. Fast schon ebenmäßig geht es in 45 Minuten zum Wimbachschloß und überraschenderweise ist der Weg hoch frequentiert. Kaum bin ich 5 Minuten hinterm Wimbachschloß kommt der Regen. Starkregen. Na, toll. Immer daran denken, warum man aufstieg! Die Schuhe müssen eingelaufen werden und Bewegung schadet nicht. Also wird der Gedanke ans Umkehren sofort verworfen!

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Sepp Wurm

Steinadler im Nationalpark

 von Sepp

Steinadler-Projekt im Nationalpark Berchtesgaden

Fernglas, Spektiv und Datenerhebungsbögen sind derzeit ihre wichtigsten Arbeitsgeräte – bei der unermüdlichen Suche sind Geduld, Artenkenntnis und ein kleines Quäntchen Glück unerlässlich: Fünf Praktikanten sind den Steinadlern im Nationalpark Berchtesgaden und angrenzenden Gebieten täglich auf der Spur, um aktuell bebrütete Horste zu finden und den Bruterfolg zu protokollieren. 15 Reviere zählen zu ihrem Beobachtungsgebiet, mehrere aktuell bebrütete Horste hat das Team bereits gefunden.

Fest im Blick hat das Adlerteam rund um Toni Wegscheider (r.) den aktuell besetzten Steinadlerhorst im Klausbachtal.

Fest im Blick hat das Adlerteam rund um Toni Wegscheider (r.) den aktuell besetzten Steinadlerhorst im Klausbachtal.

Aktuell sehr gute Beobachtungschancen

„Im Klausbachtal brüten die Adler erstmals seit 2009 wieder in einem Felshorst“, erklärt Tonio Schaub, Student der Landschaftsökologie in Greifswald. „Damit erhöhen sich die Chancen auf eine erfolgreiche Brut ganz erheblich!“. Im vergangenen Jahr hatte das Steinadlerpaar aus dem Klausbachtal Pech: Zur Brut hatten sie 2013 einen gegen Regen und Schnee nur schlecht geschützten Baumhorst gewählt. Den starken und lang andauernden Regen Anfang Juni hatte der Jungvogel nicht überlebt: Er starb an Unterkühlung. „Der Tod des Jungvogels war zwar tragisch, hatte aber auf den Gesamtbestand der Steinadler in der Region keine negativen Auswirkungen“, beruhigt Toni Wegscheider, Auftragnehmer des Steinadlerprojekts und auch Autor dieses Blogs.weiterlesen »

Sepp Wurm

Briefmarke Berchtesgadener Alpen

 von Sepp

Neue 58 Cent Briefmarke „Berchtesgadener Alpen“

Ab 1. Juli ist eine neue Sonderbriefmarke in der Briefpostzeichen-Serie Wildes Deutschland mit dem Wimbachtal mit Hochkaltermassiv als Motiv erhältlich. Damit wird rechtzeitig zum 35 jährigen Bestehen des Nationalparks Berchtesgaden das Naturschutzgebiet auch philatelistisch gewürdigt.

Sonderbriefmarke Berchtesgadener Alpen

Sonderbriefmarke Berchtesgadener Alpen

Anlass der Sonderbriefmarke

Zur Entscheidung der Motivwahl schreibt die Deutsche Post:

„Im deutsch-österreichischen Grenzgebiet, im südöstlichen Zipfel Bayerns, befindet sich der einzige alpine Nationalpark Deutschlands. Obwohl der Nationalpark Berchtesgaden erst zum 1. August 1978 eingerichtet wurde, blickt die Region auf eine lange Tradition als Schutzgebiet zurück. Bereits 1910 wurde eine Fläche im Südosten des heutigen Nationalparks als „Pflanzenschonbezirk Berchtesgadener Alpen“ ausgewiesen; im März 1921 erfolgte die Ausweitung zum „Naturschutzgebiet Königssee“. Überlegungen, den Watzmann mit einer Seilbahn zu erschließen, veranlassten den Deutschen Naturschutzring im Jahr 1953, die Einrichtung eines Nationalparks zu fordern. Am 13. Juli 1972 beschloss der bayerische Landtag die Planung eines Bayerischen Alpenparks im Naturschutzgebiet Königssee. Seit 1991 bilden der Nationalpark Berchtesgaden als Kernzone und sein Vorfeld ein von der UNESCO anerkanntes Biosphärenreservat.“

 

Erhältlich ab 1. Juli

Die neue Briefmarke ist ab 1. Juli in Zehnerbögen erhältlich. Zum Verkaufsstart findet am 1. und 2. Juli am Weihnachtsschützenplatz in Berchtesgaden ein Sonderverkauf statt:weiterlesen »

Sepp Wurm

RoHa – Fotothek im Wimbachgries

 von Sepp

„Ich war da…“ ein Steinmandl im Wimbachgries gibt Zeugnis davon

Ein Ausflug in dieses geologisch ganz besondere Gebiet zwischen Watzmann und Hochkalter (Nationalpark Berchtesgadener Land) lohnt mit herrlichen Formationen in Stein, mit einer Landschaft, die zu den ganz besonderen der Alpen gehört. Das Wimbachtal, ein mehr als 10 km langes Hochtal durchziehen riesige Schuttströme, die bis zu 1,5 km breit sind. Gletscher schürften das Tal aus und eine teilweise mehr als 300 Meter hohe Schuttschicht bedeckt den Talgrund.


„…Vergänglich bist du – Stein und wirst mit den Jahren, die der Tausend da waren zu Sand und zu Staub zerfallen dann sein.“ (Worte aus meiner Feder)

 

Danke Rosa Fürman für die schönen Bilder!

Roha-Fotothek Fürmann

Filzewg 14

83317 Teisendorf