Ausflugstipps

Rund um den Abtsdorfer See

Frühlingserwachen im Rupertiwinkel

Letztens hat es mich mal wieder in den Rupertiwinkel verschlagen. Nach einem Termin in Laufen habe ich das schöne Frühlingswetter zu einem kleinen Spaziergang rund um den Abtsdorfer See genutzt. Es ist ruhig, als ich beim Freizeitgelände am Nordufer des Sees meine Tour starte. Die Badesaison beginnt erst in etlichen Wochen, bis dahin haben die Spaziergänger den See für sich.

Bald beginnt wieder die Badesaison am Abtsdorfer See

Obwohl es etwas diesig ist kann ich die Berge im Süden des Sees erkennen. Das Weiß des Schnees macht die Konturen des Staufenmassivs deutlich.

Die Berge im Süden des Abtsdorfer Sees
Die Berge im Süden des Abtsdorfer Sees

Nach wenigen Minuten erreiche ich Seethal: An einem Steg legen mehrere Ruderboote an.

Die Boote gehören Fischern, die am bis zu 20 Meter tiefen Abtsee ein ideales Revier vorfinden. Kapitale Raubfische wurden schon aus dem See geangelt: Waller, Hechte, Aale und Zander lassen die Herzen der Petrijünger höherschlagen. Auch Friedfische fühlen sich im Moorsee wohl, neben Karpfen bevölkern Schleien, Güstern, Rotaugen und andere Arten den Abtsdorfer See. Im Frühjahr verirren sich gelegentlich auch Regenbogen- und Bachforellen in das kalte Wasser!

Die Wiesenbrüter im Haarmoos

Auf der westlichen Seite des Abtsees erstreckt sich das Haarmoos, die letzte große Streuwiesenlandschaft im Berchtesgadener Land. Seit 1979 stehen das Haarmoos und der Abtsdorfer See als Landschaftsschutzgebiet unter besonderem Schutz. Die insgesamt fast 400 Hektar des Haarmooses sind das bedeutendste Wiesenbrütergebiet in Südbayern. Zum Schutz von Kiebitz, Wachtelkönig und des Großen Brachvogels in der Brutzeit ist das Betreten des Haarmoos vom 20. März bis 15 Juni verboten. Zur Beobachtung der Vögel gibt es im Waldstück zwischen See und Feuchtwiese eine Beobachtungsplattform.

Von der Plattform blicke ich über die von Entwässerungsgräben durchzogenen Feuchtwiesen. Einzelne kleine Heustadel und Bauernhöfe im Haarmoos zeugen von der wirtschaftlichen Nutzung des Biotops. Die feuchten Wiesen werden ein- bis zweimal pro Jahr von Landwirten aus der Umgebung mit Spezialfahrzeugen – ausgestattet mit Zwillingsbereifung um den Bodendruck zu mindern – gemäht. Die Mahd findet zu unterschiedlichen Zeiten statt. Besonders die Wiesenbrüter finden durch den Wechsel von gemähten und nicht gemähten Wiesenbereichen optimale Lebensbedingungen vor.

Vorbei an alten Bauernhöfen gehe ich durch die typische Landschaft des Rupertiwinkels weiter um den See herum, vorbei an Strandbad und Campingplatz. Am Nordost-Ufer des Sees passiere ich die wunderschöne Capio Schlossklinik bevor ich wieder am Ausgangspunkt meiner Tour ankomme. Ich werfe einen letzten Blick über den Abtsdorfer See nach Norden bevor ich mich wieder auf den Weg zurück nach Berchtesgaden mache.

Ein letzter Blick über den Abtsdorfer See nach norden

Wenn Ihr mal im Rupertiwinkel unterwegs seid, dann umrundet unbedingt den Abtsdorfer See.

Es lohnt sich, Euer Sepp

Mein Name ist Sepp Wurm und ich bin seit Sommer 2010 bei der Berchtesgadener Land Tourismus. Als Social Media Enthusiast kümmere ich mich neben diversen anderen Kanälen auch um das BerchtesgadenerLandBlog. Schwerpunkt meiner Blogbeiträge sind Berichte über meine Wanderungen und Bergtouren im Sommer, sowie über Skitouren im Winter. Meine Leidenschaft für die Berge bringe ich gerne in unseren Blog mit ein. Als waschechter Ramsauer „Bergbauernbua“ liegen mir zudem unsere Heimat und ihre Traditionen und Bräuche natürlich besonders am Herzen. Ich hoffe, diese Liebe zu unserem schönen Berchtesgadener Land spiegelt sich auch in meinen Blogbeiträgen wider.

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