Berge

Herbstliche Radl-Tour nach Ettenberg

Der Sonntag beschert uns Traumwetter. Ich habe den Tag zu einer kleinen Radltour genutzt: Und zwar bin ich von Berchtesgaden zum „Oimberg“ gefahren. So nennen wir Einheimischen den hochgelegenen Marktschellenberger Ortsteil Ettenberg

Vom Markt Berchtesgaden aus fahre ich in Richtung Salzbergwerk. Auch bei dem schönen Wetter heute besuchen zahlreiche Gäste das Bergwerk. Ich radle vorsichtig mitten durch die anstehenden Besuchermassen.

Das Salzbergwerk Berchtesgaden

Nach dem Salzbergwerk biege ich an der Gollenbachbrücke auf den Wiesenweg ein. Immer an der Berchtesgadener Ache entlang führt der Wiesenweg erst als Straße, dann als kombinierter Rad- und Fußweg in Richtung Unterau.

Auf dem Wiesenweg

Bei der Kilianmühle wird aus dem Wiesenweg die Königsallee. Eine Unterführung bringt mich auf die andere Seite der Straße. Über eine Brücke erreiche ich die Gartenau. Von hier führt der Weg wieder an der Ache entlang.

Die Berchtesgadener Ache

Am proppenvollen Parkplatz der Almbachklamm zweigt der Rad- und Fußweg auf die Teerstraße ein und führt jetzt auf der Alten Berchtesgadener Straße nach Marktschellenberg. Abseits der Hauptstraße und leicht erhöht nähere ich mich Marktschellenberg. Zahlreiche Radfahrer kommen mir entgegen. Die Strecke von Berchtesgaden bis Schellenberg ist ja auch ein Teilstück der Radtour rund um den Untersberg.

Die Alte Berchtesgadener Straße nach Marktschellenberg

Nach einer zügigen Bergab-Passage und wenigen Metern auf der Hauptstraße erreiche ich das Zentrum des Marktes Marktschellenberg. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite erhebt sich der Turm der Pfarrkirche St. Nikolaus.

Pfarrkirche St. Nikolaus

Zwischen Cafè Margit und frisch renoviertem Rathaus radle ich hinein ins historische Marktschellenberg entlang der Salzburger Straße.

Hier beginnt die entsprechend beschilderte Mountainbike-Tour Ettenberg Runde. Nach wenigen Metern zweigt nach links die Ettenberger Straße ab, die sich in engen Serpentinen in die Höhe schraubt. Schnell verlasse ich das Siedlungsgebiet am Friedensberg oberhalb des Dorfes und genieße den Ausblick. Auf der anderen Seite des Schellenberger Tales erhebt sich die Köppelschneid. Weithin sichtbar ist eine Skiliftstütze: Sie krönt die berühmte Wiese aus der Eingangssequenz des Filmes „Sound of Music„, wo Julie Andrews zu den Klängen von „The hills are alive“ vor dem Untersberg ihre Pirouetten dreht

Nach einem Stück durch den Wald öffnet sich in Unterettenberg der Blick: Der Untersberg ist zum Greifen nahe.

Ich schaue hinauf zur Mittagsscharte und Thomas-Eder-Steig, wo ich ein paar Bergsteiger erkenne. Weiter östlich fährt derweil eine Gondel der Untersberg-Seilbahn ins Tal.

Die Ettenberger Straße führt mich nun in leichtem Auf und Ab zum Hinterrossboden. Der Wanderparkplatz hier ist heute mehr als gut gefüllt, zahlreiche Wanderer und Bergsteiger brechen von hier zur einer Untersberg-Tour auf. Zum Beispiel zum Stöhrhaus. Oder zu einer Tour durch den Hochthron Klettersteig. Gerade als ich den Parkplatz passiere, ruft mich ein entgegenkommender Radfahrer: Es ist Thomas Huber! Er war beim Klettern in der Untersberg Südwand.

Die Untersberg Südwand

Nach einem kurzen Plausch fahre ich weiter. Im Südwesten ist jetzt der Watzmann zu sehen.

Jetzt geht es nur noch ein paar Meter durch den Wald bis ich vor der Wallfahrtskirche Ettenberg stehe.

Direkt neben der Kirche steht der Mesnerwirt, der in den letzten Jahren als Almwirt in der ZDF Serie Lena Lorenz Karriere gemacht hat. Ich finde einen Platz im Garten des Wirtshauses und stärke mich mit einem Getränk und einer Suppe.

Der Mesnerwirt

Nach dem Essen werfe ich noch einen Blick in die Kirche. Hier laufen schon die Vorbereitungen für das Erntedankfest: Ein Seitenaltar der Kirche ist bereits mit Früchten und Blumen des Herbstes geschmückt.

Die beschilderte Ettenberg-Runde führt von hier über den Grasleitenweg am Ochsenberg vorbei zurück auf die Ettenberger Straße. Als ich vom Ettenberg abfahre, werden die Wolken plötzlich mehr. Strahlender Sonnenschein wechselt mit dunklen Phasen. An der Friedensberg Kapelle bleibe ich kurz stehen. Es ist jetzt so dunkel wie am Abend. Dabei ist es doch erst Nachmittag…

Was für ein schöner Herbsttag. Euer SeppAn der Ache radle ich zurück nach Berchtesgaden. Hier nutzen die Bauern das schöne Herbstwetter nochmal zur Futterernte. Fasziniert bleibe ich am Wiesenrand stehen und schaue dem Traktor mit seiner Kombipresse zu.

Was für ein schöner Herbsttag. Euer Sepp

Mein Name ist Sepp Wurm und ich bin seit Sommer 2010 bei der Berchtesgadener Land Tourismus. Als Social Media Enthusiast kümmere ich mich neben diversen anderen Kanälen auch um das BerchtesgadenerLandBlog. Schwerpunkt meiner Blogbeiträge sind Berichte über meine Wanderungen und Bergtouren im Sommer, sowie über Skitouren im Winter. Meine Leidenschaft für die Berge bringe ich gerne in unseren Blog mit ein. Als waschechter Ramsauer „Bergbauernbua“ liegen mir zudem unsere Heimat und ihre Traditionen und Bräuche natürlich besonders am Herzen. Ich hoffe, diese Liebe zu unserem schönen Berchtesgadener Land spiegelt sich auch in meinen Blogbeiträgen wider.

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