Ausflugstipps

Wieninger Bierwanderweg


von Teisendorf zum Höglwörther See und zurück

Bier – das Nationalgetränk der Bayern – als Grundidee für einen Wanderweg? Warum nicht!


Der Bierwanderweg der Privatbrauerei Wieninger – Teisendorf/ Berchtesgadener Land – lässt sich von Familien, Einzelwanderern, Wandergruppen und Senioren genussvoll leicht und bequem „erobern“. Und für Radler? Ein Wohlfühlgenuss!

die Marktstraße von Teisendorf mit den herrlichen Fassaden und dem Marienbrunnen

Insgesamt der ganze Weg ohne nennenswert-anstrengende Anstiege zeigt sich zu allererst die im Inn-Salzachbaustil der ehemaligen Salzstraßen errichtete Marktstraße des Ortes Teisendorf in den prächtigen Fassaden. Wunderbar saniert – erbaut im venezianischen Baustil (auch Inn-Salzach-Baustil genannt), viele schmucke kleine Läden, die zum Einkauf einladen, Kaffee und Eisdiele für die kurze Einkehr, bodenständige bayerische Wirtshauskultur – ist es zwar auf meiner Wanderung noch etwas früh, so gönne ich mir doch einen Kaffee und eine Butterbreze und schaue dem bunten Treiben zu – da wandert es sich dann „fast wie von selbst“!

Braumeister Bernhard Löw und Brauereichef Christian Wieninger im Hopfengarten

Weiter geht es zum „südlichsten Hopfengarten der Republik“, der auf seinen 700 qm den Rohstoff für so manch einzigartiges Bier der Brauerei liefert. Nicht selten hier anzutreffen: Braumeister Bernhard Löw und Brauereichef Christian Wieninger, wie sie den Hopfen im Wachsen und in seiner Qualität begutachten.

am Wieninger “Eisweiher” in Teisendorf

Der sanfthügelig geführte, gut ausgebaute Weg leitet mit vielen interessanten Schautafeln und einladenden Ruhebänken weiter. Am ehemaligen Eisweiher stelle ich mir vor, wie im bitterkalten Winter dick Vermummte in der dann doch schweißtreibenden Arbeit Eisscholle um Eisscholle schneiden. Der für diese „Ernte“ von der Brauerei extra geschaffene Weiher lieferte in Zeiten Eis, als noch keine Kühlung das Bier auf die nötige Temperatur brachte. Fein zerhackt wartete das Gefrorene im Eiskeller der Brauerei darauf, im Sommer dann die nötige Kälte in die Bierkeller der Wirtshäuser zu bringen.

reines Quellwasser für das Wieninger Bier

„Reines Quellwasser“ – mit diesem Slogan kann und darf die Brauerei gut und gerne mit dem Wasser aus der näheren Umgebung werben. Zu lesen auf der Schautafel über den Rohstoff „reines Quellwasser“ in seiner Wichtigkeit für Gutes Bier.

an der Bruder-Klaus-Kapelle begrüßt “Bier und Glaube”

Vom Bier als Grundnahrungsmittel: Vor allem für die Fastenzeit schufen die Klöster in ihren hauseigenen Brauereien Bier, mussten sie doch in dieser Zeit auf so vieles verzichten. Das Bier aber stand nicht auf der „Verbotsliste“. Und so brauten sie für diese Zeit ein besonders nahrhaftes Bier – das Starkbier. An der Bruder-Klaus-Kapelle lege ich eine kurze Rast ein, in Gedanken in einem Kloster… – der Mönch mit einer frisch gezapften Maß zwinkert mir zu….

der ehemalige Gutshof der Brauerei Wieninger

Der als Ökonomie betriebene ehemalige Gutshof der Brauerei lieferte lange Zeit der „kurzen Wege“ wegen die zum Bierbrauen benötigten, landwirtschaftlich erzeugten Getreideprodukte Gerste und Weizen. Die Brauerei mit der seit einigen Jahren gebrauten Bierspezialität „Homat-Weissbier“ knüpft mit dem Anbau durch die heimische Landwirtschaft wieder an Vergangenes an.

das ehem. Augustinerchorherrnstift Höglwörth mit dem Hochstaufen im Hintergrund

Landschaftlich der Höhepunkt: Er eröffnet sich mit dem Blick auf das ehemalige Augustinerchorherrnstift Höglwörth mit Hochstaufen und Zwiesel im Hintergrund – einfach GRANDIOS!

Nach der gemütlichen Einkehr im Kastanienbiergarten beim Klosterwirt in Höglwörth und der Besichtigung der im Besitz der Brauerei Wieninger sich befindenden Klosteranlage umrundet der Weg den wie eine Perle in der Landschaft liegenden Höglwörther See direkt am Ufer mit dem jetzt folgenden Rückweg nach Teisendorf auf der gleichen Route (Rückweg auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich).

Der Innenhof im ehem. Augustinerchorherrnstift Höglwörth
Das ehem. Augustinerchorherrnstift Höglwörth am Höglwörther See

Viel “Genuss” wünsche ich Euch auf diesem Weg, den ich Euch sowohl landschaftlich als auch kulinarisch wärmstens empfehlen kann.
Eure Rosi

alle Bilder Roha-Fotothek Fürmann

Im südostbayerischen Raum, besonders im Rupertiwinkel und dem angrenzenden Österreich ist Rosi Fürmann unterwegs, um die Landschaft, das Land und die Leute, die die Schönheiten der Alpenregion und des Voralpenlandes wiederzugeben, zu fotografieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.