Berge

Sicherheit für alle als absolute Priorität

Große Übung der Bergwacht Teisendorf-Anger am Hochstaufen

„Ein Urlauber geht den Pidinger Klettersteig. Er hat sich überschätzt und merkt schon in der unteren Hälfte, dass er es nicht schafft. Er entdeckt weit unterhalb des 2. Notausstiegs einen kleinen Pfad, der vermutlich Richtung Normalweg quert. Der Weg ist grasig, rutschig und abschüssig. Er stolpert, bricht sich das Bein und hat eine Kopfplatzwunde. Er hat ein Telefon dabei und ruft selbst bei der Leitstelle an. Aufgrund des schlechten Wetters kann der Heli nicht kommen.“ So das ausgegeben-vorbereitete Szenrario der Übung an der Nordseite des Hochstaufens.

Am „Parkplatz des Hüttenwirtes“ steht im „Amarok-Fahrzeug“ (Transportfahrzeug) die benötigte Ausrüstung für die Rettung bereit. Gleich mehrmals muss die Mannschaft den Aufstieg bis zur Waldgrenze bewältigen, die umfangreiche Ausrüstung an den Fuß der zu querenden Felswand zu bringen.

Weiter aus der Übungsbeschreibung: „Unmittelbar nach dem zweiten Waldstück müssen wir dann nach links queren, um zu dem Verletzten zu gelangen. Absolutes Absturzgelände, daher muss ein Seilgeländer aufgebaut werden. An den zahlreich vorhandenen Felsen können Bohrhacken gesetzt werden“.

Jeder der Übungsteilnehmer und Teilnehmerinnen kennt genau seine Aufgabe. Ganz wichtig: Die Standortbestimmung im Smartphone und die jederzeit bestehende Kommunikation mittels Funk.

Standortbestimmung mittels Smartphone

Suchen und Finden des Verletzten mit der Erstversorgung an Ort und Stelle und Aufbau des zum Abtransport in diesem „Absturzgelände“ zur Sicherheit für alle unbedingt benötigten Seilgeländers passieren beinahe gleichzeitig.

Mit dem in der Trage den Umständen entsprechend „bequem“ gelagerten Verletzten beginnt für die Mannschaft der kräfte- und schweißtreibende Transport auf dem gefährlich-schmalen Grasband / teils Pfad – unterhalb der Felswand entlang. Bei der Sicherung des Verletzten und der Mannschaft am inzwischen fertiggestellten Seilgeländer muss jeder Handgriff sitzen, stellt doch die Eigensicherung und die Sicherung des Verunfallten die „Lebensversicherung“ für alle Beteiligten dar. Noch während des Abtransportes beginnt bereits ein Teil der Mannschaft mit dem Rückbau des Seilgeländers.

Eine Übung – so eindrucksvoll – so spannend – so organisiert – für alle Beteiligten so sicher und gesichert wie nur irgend möglich: Nur eine Übung? – Das Miterleben einer solchen Übung mit all den Unwägbarkeiten und Schwierigkeiten in unwegsamem, teils unbekannt-gefährlichem Gelände lässt Ehrfurcht aufkommen – Ehrfurcht vor der Leistung – der enormen Leistung – die diese Frauen und Männer für uns alle bringen und erbringen. Die Pressemeldung „die Bergwacht war im Einsatz …..“ erscheint nach dem Erlebten in einem noch intensiverem Licht.

Eure Rosi
alle Bilder RoHa-Fotothek Fürmann

Die Bergwacht Teisendorf–Anger bekommt in Anger am dortigen Feuerwehrhaus wegen Platzmangel ein unbedingt benötigtes „Neues Zuhause“ und bittet die Bevölkerung und die Geschäftswelt hierfür um Spenden oder langfristig als Förderer.
Bank: Raiba Rupertiwinkel – BIC: GENODEF1TEI – IBAN: IBAN DE50 7016 9191 0000 0083 46

Im südostbayerischen Raum, besonders im Rupertiwinkel und dem angrenzenden Österreich ist Rosi Fürmann unterwegs, um die Landschaft, das Land und die Leute, die die Schönheiten der Alpenregion und des Voralpenlandes wiederzugeben, zu fotografieren.

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