Ausblick in den Chiemgau
Berge

Stoißer Alm Runde mit dem Mountainbike

Der Rupertiwinkel ist mit seinen sanften Hügeln ein wahres Eldorado für Radfahrer. Doch auch Mountainbiker kommen auf Ihre Kosten. Beliebtestes Ziel nördlich von Berchtesgaden für sportliche Mountainbiker ist die Stoißer Alm. Ich bin letzte Woche mit dem E-Bike auf die Stoißer Alm geradelt.

Von Anger an der Stoißer Ache entlang

Ausgangspunkt meiner Radtour ist der Scheiterparkplatz unterhalb der Kirche Anger. Von hier aus fahre ich unter der Autobahn hindurch nach Westen. In stetiger aber angenehmer Steigung radle ich an der Stoißer Ache entlang durch den Wald hinauf.

Nach etwa sechseinhalb Kilometern zweigt nach links der Weg zur Inzeller Höhe und hinunter nach Adlgass ab, rechts geht’s hinauf zur Stoiß. Nach weiteren zwei Kilometern verlässt die Forststraße den Wald und das weitläufige Almgebiet der Stoißer Alm beginnt. Auf halber Höhe der Freifläche steht der Stall der Almgenossenschaft Freilding: Hier finden die Tiere der Bauern einen Unterstand und werden gefüttert.

Über eine letzte Kehre führt der Weg nun großzügig die letzten Meter hinauf Berggaststätte Stoißer Alm.

Die Stoißer Alm

Es ist ein beeindruckendes Gebäude, das unterhalb des Sattels das Teisenbergs steht: Mehr als 30 Meter lang ist die Berggasstätte Stoißer Alm, zahlreiche Bänke und Tische auf der Süd- und Ostseite zeugen von der Beleibtheit der Alm bei Besuchern.

Auch unter der Woche finden zahlreiche Mountainbiker den Weg hier herauf. Mehr als dreißig Räder lehnen am Geländer vor der Hütte.

Mich erstaunt die große Anzahl von Nicht-E-Bikes; etwa die Hälfte der abgestellten Räder verfügt über keinen Hilfsmotor. Auf den klassischen Mountainbikezielen in Berchtesgaden beträgt der E-Anteil meisten 75% oder sogar mehr. Mein Erstaunen klärt sich beim Blick auf die Terrasse aber schnell auf: Eine Gruppe von etwa 25 sportlichen Mountainbikern nutzt das schöne Wetter für eine Trainingsfahrt. Jetzt lassen sich die Sportler gerade ein kühles Bier schmecken!

Während ich auf der Terrasse sitze, beobachte ich das rege Treiben vor der der Hütte. Immer wieder treffen weitere Radler auf der Stoißer Alm ein oder brechen wieder auf.

Das schöne Wetter der vergangenen Tage hat den Weg zur Stoißer Alm geradezu ausgetrocknet. Die abfahrenden Radfahrer wirbeln mächtig Staub auf.

Abfahrt nach Teisendorf

Für die Abfahrt wähle ich die eine andere Strecke. Dazu folge ich zuerst wieder dem gleichen Weg hinunter und biege am Beginn der Almfläche nach links ab und folge der Beschilderung der Mountainbike-Tour 23: Stoißer Alm von Teisendorf.

Diese Variante führt in nordöstlicher Richtung durch die bewaldeten Hänge des Teisenbergs und gibt im unteren Bereich den Blick frei auf den Chiemgau und den Chiemsee.

Vorbei an wunderschönen Bauernhöfen erreiche ich Teisendorf.

Über Höglwörth zurück nach Anger

In Teisendorf folge ich dem Rupertiwinkel Radweg der in leichtem Gefälle in Richtung Anger führt. Schon von weitem sehe ich den Kirchturm von Höglwörth.

Die Strecke zwischen Teisendorf und Anger ist nicht nur Teil des Rupertiwinkel-Radweges sondern auch ein Teilstück des Bodensee-Königssee-Radwegs. Dementsprechend gut beschildert ist die Tour.

Der schattige Biergarten des Klosterwirts ist gut gefüllt, zahlreiche Radlfahrer machen hier Pause und genießen den Blick auf das Ensemble von Kirche und ehemaligem Kloster direkt gegenüber.

Mein Weg führt mich zwischen Biergarten und Kloster hindurch. Aus einiger Entfernung betrachte ich das Kloster, die Kirche und den See. Völlig zurecht gilt Höglwörth als Perle des Rupertiwinkels.

Von hier ist es jetzt nur noch ein Kilometer bis zum malerischen Dorfplatz von Anger.

Eine schöne Tour, überzeugt Euch selbst. Euer Sepp

Mein Name ist Sepp Wurm und ich arbeite seit Sommer 2010 im Tourismus Marketing. Als Social Media Enthusiast kümmere ich mich neben diversen anderen Kanälen auch um den Bergerlebnis Berchtesgaden Blog. Schwerpunkt meiner Blogbeiträge sind Berichte über meine Wanderungen und Bergtouren im Sommer, sowie über Skitouren im Winter. Meine Leidenschaft für die Berge bringe ich gerne in unseren Blog mit ein. Als waschechter Ramsauer „Bergbauernbua“ liegen mir zudem unsere Heimat und ihre Traditionen und Bräuche natürlich besonders am Herzen. Ich hoffe, diese Liebe zu unserem schönen Berchtesgaden spiegelt sich auch in meinen Blogbeiträgen wider.

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