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Berchtesgadener Land Blog

Sepp Wurm

Bergtour aufs Seehorn (2.321 Meter)

 von Sepp
Das Gipfelkreuz auf dem Seehorn 2.321 m

Das Gipfelkreuz auf dem Seehorn 2.321 m

Von der Kallbrunnalm aufs Seehorn

Über der Kallbrunnalm, also auf der österreichischen Seite der Berchtesgadener Alpen, erhebt sich das Seehorn. Der 2.321 Meter hohe Berg ist ganzjährig ein beliebtes Ziel, im Winter suchen zahlreiche Skitourengeher den Berg auf, im Sommer konditionsstarke Wanderer und Bergsteiger.

Ausgangspunt meiner Bergtour aufs Seehorn ist die Kallbrunnalm. Den langen Weg zum Ausgangspunkt überwinde ich mit dem E-Bike, so kann ich Zeit und Kraft sparen. Auf der Kallbrunnalm deponiere ich das Rad und folge dem Wegweiser Richtung Seehorn. 3 Stunden sind’s laut Beschilderung zum Gipfel.

3 Stunden dauert der Aufstieg von der Kallbrunnalm zum Seehorn

3 Stunden dauert der Aufstieg von der Kallbrunnalm zum Seehorn

Der Weg führt über die Almfläche in den Wald und in angenehmer Steigung bergauf. Der Blick hinunter zur Kallbrunnalm mit ihren 30 Kasern ist fantastisch.

Blick zurück zur Kallbrunnalmv

Blick zurück zur Kallbrunnalm

Die Kallbrunnalm: Größte Alm in den Berchtesgadener Alpen

Kallbrunn: Die größte Alm in den Berchtesgadener Alpen

Der Seehornsee

Auf 1.779 Metern Höhe, ziemlich genau auf halber Strecke zum Gipfel liegt in einer Senke der tiefgrüne und fast kreisrunde Sehornsee.

Der Seehornsee

Der Seehornsee

Am Ufer des Sees mache ich eine kurze Trinkpause und erfreue mich an diesem landschaftlichen Kleinod. Zahlreiche Kaulquappen bevölkern den kleinen See und an seinem Ufer sprießen allerlei Blumen.

Am Seehornsee

Am Seehornsee

Nach der kurzen Pause geht’s am rechten Seeufer entlang weiter. Jetzt wird der Weg merklich steiler. Durch Latschen und über Felsen gewinne ich rasch an Höhe. Eine steile Felsstufe erfordert sogar mal ein beherztes Zupacken der Hände. Oberhalb der Felspassage wartet noch ein kleines Schneefeld auf seine Überquerung. Nach einem Wiesenhang erreiche ich schließlich den sanft ansteigenden Gipfelhang, der von einem weithin sichtbaren Gipfelkreuz gekrönt wird.

Die letzten Meter zum Seehorn-Gipfel

Die letzten Meter zum Seehorn-Gipfel

Die letzten Meter des Aufstiegs erfolgen an der rechten Flanke des Seehorns, die steil ins Dießbachtal abfällt und den Blick ins Steinerne Meer freigibt.

Blick ins Steinerne Meer

Blick ins Steinerne Meer

Das Seehorn 2.321 Meter

Schließlich erreiche ich das imposante Gipfelkreuz auf 2.321 Metern Höhe.

Das Gipfelkreuz auf dem Seehorn 2.321 m

Das Gipfelkreuz auf dem Seehorn 2.321 m

Direkt gegenüber erhebt sich der Große Hundstod, sein Gipfel ist allerdings von Wolken verhangen.

Der Hundstod (2594 Meter)

Der Hundstod (2.594 Meter)

Überhaupt werden die Wolken immer mehr und es weht ein kalter Wind. Ich werde mich also nicht allzu lange am Gipfel aufhalten. Dabei gibt es hier oben viel zu sehen: Das Seehorn ist ein prächtiger Aussichtsberg. Nach allen Seiten öffnet sich der Blick. Die Wolken sorgen für eine tolle Stimmung. Beim Blick zum ebenfalls wolkenverhangenen Watzmann kann ich schon meinen Abstiegsweg überblicken: Über die Kematenschneid werde ich zur Hochwies absteigen.

Blick über die Kematenschneid und das Palfelhorn zum Watzmann

Blick über die Kematenschneid und das Palfelhorn zum Watzmann

Abstieg über Kematenschenid zur Hochwies

Der Abstieg über die Kematenschneid ist problemlos, aber im weiteren Weg hinab zur Hochwies, liegt stellenweise noch recht viel Schnee. Der Himmel über dem Seehorn hat sich jetzt massiv verdunkelt, finstere Wolken hängen über dem Berg.

Schneefelder im Abstieg vom Seehorn zur Hochwies

Schneefelder im Abstieg vom Seehorn zur Hochwies

Durch den vielen Schnee ist der Abstieg etwas mühsam, doch schließlich erreiche ich die Hochwies. Dieses Hochtal zwischen Hundstod und Seehorn ist landschaftlich ein absolutes Highlight.

Die Hochwies: Hochtal zwischen Hundstod und Seehorn

Die Hochwies: Hochtal zwischen Hundstod und Seehorn

Jetzt im Frühsommer stürzt das Wasser des Dießbachs, der unterhalb der Kematenschneid entspringt, in einem Wasserfall in den Talschluss der Hochwies.

Der Dießbach ergießt sich in das Hochwies-Becken

Der Dießbach ergießt sich in das Hochwies-Becken

Als kleiner Bach mit mehreren Armen bahnt sich das Wasser dann seinen Weg über die ebene Hochfläche. Die Wiese selbst ist noch ziemlich braun, da hier oben bis vor kurzem noch Schnee lag.

Auf der Hochwies

Auf der Hochwies

Doch in wenigen Wochen wird die Hochwies Ihrem Namen alle Ehre machen und in sattem Grün erstrahlen. Bis dahin sorgen Frühblüher für Farbtupfer auf der Hochwies.

Blick von der Hochwies zum Hundstod

Blick von der Hochwies zum Hundstod

Im weiteren Abstieg folge ich dem Dießbach. Der liebliche Fluss wird am Ende der Hochwies zu einem rauschenden Bergbach, dessen Getöse mich die ganze Zeit bis hinunter zur Materialseilbahn des Ingolstädter Hauses begleitet. Bis zur Talstation der Materialseilbahn auf der ehemaligen Mitterkaseralm ist der Weg ein schmaler Steig, danach wird er zu einem breiteren Fahrweg, der durch das wunderschöne Tal östlich des Dießbachstausees führt. Der Stausee bildet dann den Schlusspunkt meiner Seehorn Bergtour.

Der Dießbachstausee

Der Dießbachstausee

Zumindest fast: Schnellen Schrittes gehe ich zurück zum Ausgangspunkt meiner Tour auf der Kallbrunnalm und schwinge mich auf mein Radl.

Euer Sepp

5 Kommentare

21. Juni 2017 um 1:11 von Uschi

Danke für diesen wunderschön geschriebenen Bericht, da kann man in Gedanken direkt mit dabei sein! Ich freue mich auf weitere Touren-Berichte von dir und deinen Kollegen.
Gruß von Uschi

antworten

21. Juni 2017 um 8:26 von Sepp

> Servus Uschi, schön wenn dir meine Beiträge gefallen 😉 Liebe Grüße, Sepp

antworten

23. Juni 2017 um 20:44 von Stefan

Hallo Sepp, danke für den tollen Tipp und die tollen Fotos. Ich bin das gestern gegangen (vom Parkplatz Pürzelbach aus) und habe fast identische Fotos gemacht….nur mit blauerem Himmel…. ;o). Weil ich recht zügig unterwegs war, habe ich noch das Ingolstädter Haus mitgenommen und dort lecker gegessen und eine ausgiebige Pause gemacht, bevor es an den langen Abstieg ging. Ich kann die Tour – wie Du – nur dringend empfehlen.
Nochmal lieben Dank für diesen tollen Tipp .

LG aus Wuppertal (derzeit Schönau a.K.)
Stefan

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28. Juni 2017 um 9:38 von Sepp

> Servus Stefan, ja das Ingolstädter Haus kenn ich gut, wunderbschön dort oben! Liebe Grüße, Sepp

antworten

28. Juni 2017 um 15:54 von Stefan

> Servus Sepp, ja, das ist es. Nach der Seehorn-Überschreitung und dem recht langen Abstieg zur Hochwies kostet es ein wenig Überwindung sich noch zum Ingolstädter auf zu machen, aber es lohnt sich…nette Wirtsleute, nette Gäste, tolle Rundumsicht ins Steinerne Meer….Bin heute (leider) wieder daheim, hatte Montag aber noch einen mega-Tag auf der kleinen Reib’n (mit kurzem Abstecher zum Hochgeschirr) und wäre damit beinahe unwissend und vorauseilend Deinem nächsten schönen Tipp gefolgt… ;o)
LG aus W-tal, Stefan

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