Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Alm
Ursula

Almerlebnis im Zeitraffer

 von Ursula
Haus der Berge

Nicht nur im, auch ums Haus der Berge gibt es viel zu erleben

Die Führung „Das höchste Leben“ ist ein idealer Einstieg für einen Wanderurlaub im Berchtesgadener Land.

Wieviel aufmerksamer betrachtet man anschließend Pflanzen und Steine oder wirft einen Blick über und auf den Zaun der Bauerngärten. Auch dass eine Alm kein Holzhaus oder gar Gasthaus ist, erfährt innerhalb einer Stunde.

Brigitte Berreiter interessiert sich seit sie denken kann für Kräuter, Heilpflanzen und naturnahes Gärtnern. Glück hat, wer mit ihr – oder einer ihrer Kolleginnen – durch das Außengelände beim „Haus der Berge“ streifen kann. Neben ihrem Spezialgebiet erklärt Brigitte dabei noch viele andere Besonderheiten im Nationalpark Berchtesgaden.

Brigitte Berreiter

Wenn Brigitte erzählt, hört man gerne aufmerksamst zu

Nach einem Blick von oben auf das Gebiet des Nationalparks mit seinen grünen oder auch steinigen Tälern und felsigen Gipfeln geht es direkt in den alpinen Steingarten. Hier wartet das berühmte Edelweiss, die gar nicht furchteinflößende Teufelskralle und die wunderbare Silberdistel.

Silberdistel

Wer weiß, dass sich die Silberdistel schließt, wenn Regen droht?

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Rosi Fürmann

Almfest auf der Steiner Alm

 von Rosi
Blick über die Steiner Alm mit dem Hochstaufen im Hintergrund - Gemeinde Piding, Berchtesgadener Land, Rupertiwinkel, Oberbayern, Deutschland

Blick über die Steiner Alm zu Hochstaufen (1771 m) und Mittelstaufen (1615 m) im Hintergrund

Almfest auf der Steiner Alm am Fuße des Hochstaufen in der Gemeinde Piding
Sonntag, 4. September 2016

Früh- und Dämmerschoppen der Gemeinden Anger und Piding: Gemeinsam feiern die Trachtenvereine und Musikkapellen von Anger und Piding auf der Steiner Alm am Fuße des Hochstaufen ihr Almfest

  • ab 8.30 Uhr gemeinsame Wanderung vom Wanderparkplatz Urwies und zeitgleich Schwimmbad Aufham
  • 10.30 Uhr  Almmesse
  • ab 11.30 Uhr unterhalten die Musikkapellen und Trachtenvereine Anger und Piding
  • für Speis und Trank ist gesorgt
  • bei schlechtem Wetter entfällt die Veranstaltung ersatzlos
Heimatabend beim Altwirt in Piding - im Freien auf der Bühne

Trachtenverein d’Staufenecker Piding

traditioneller Heimatabend des Trachtenvereins Anger-Höglwörth beim Klosterwirt in Höglwörtt im Gastgarten

Trachtenverein Anger-Höglwörth

Standkonzert der Musikkapelle Piding auf dem Rupertusplatz vor der Touristinfo

Musikkapelle Piding

Standkonzert der Musikkapelle Anger-Höglwörth auf dem Dorfplatz von Anger

Musikkapelle Anger-Höglwörth

Für alle und jeden aus diesen Gemeinden und für alle Gäste aus Nah und Fern bedeutet die Steiner Alm den ganzen Wandersommer über ein absolut lohnendes Ziel und die Alm bietet für trittsichere Bergsteiger auf der weiteren Bergtour zum Hochstaufen eine willkommene Zwischenstation.weiterlesen

Gen Oim – Almauftrieb auf die Bindalm

 von Sepp
Almauftrieb zur Bindalm | Bergsteigerdorf Ramsau

Almauftrieb zur Bindalm

Heute war es soweit: Wir sind gen oim g’fahren! So sagt man bei uns zum Almauftrieb. Um 6 Uhr in der Früh lassen wir die Kühe und Jungtiere aus dem Stall des Möslerlehens und führen sie zur Alpenstraße. Tatsächlich treiben uns aber eher die Tiere an, wir versuchen sie zu bremsen, doch die älteren Kühe kennen den Weg bereits, waren sie doch schon mehrmals auf der Alm. Unsere Aufgabe besteht also zuerst mal darin, die schnellen Tiere einzubremsen, um die Herde zusammenzuhalten.

An der Hindenburglinde vorbei gehen wir mit unserer 13 Vieh starken Herde dann durch die steile Graßlergasse zum Bindenkreuz und Richtung Fernseben. 4 Kälber stehen derweil noch im Stall, sie sind noch zu klein für den langen Weg zur Bindalm und werden später mit dem Traktor auf die Alm gefahren. Über der Triebenbachstraße erhebt sich die Reiter Alm in den schönsten Farben, die der Morgen zu bieten hat.  Erstaunlich ist die Färbung der Buchen. Durch einen Kälteeinbruch vor wenigen Wochen sind viele der bereits ausgetriebenen Blätter erfroren und sind nun braun. Der Wald sieht eher nach Herbst denn nach Frühsommer aus.

Herbstliche Färbung der Buchen

Herbstliche Färbung der Buchen

Unseren Kühen ist die außergewöhnliche Färbung der Bäume egal, zielstrebig gehen sie bergab zum Hintersee.

Die Kühe am Hintersee

Die Kühe am Hintersee

Am Hintersee ist es um diese Uhrzeit noch sehr ruhig, lediglich ein Fischer ist mit dem Boot bereits hinausgefahren. Wahrscheinlich sind Fische Frühaufsteher!weiterlesen

Rund um den Schmuckenstein

 von Sepp
Das Almkreuz auf der Mordaualm vor dem Hochkalter

Das Almkreuz auf der Mordaualm vor dem Hochkalter

Nach dem Wintereinbruch letzte Woche wurde es zum Ende der Woche wieder frühlingshaft. Besonders der Samstag verwöhnte uns mit Sonne satt und wunderbaren Temperaturen. Ich habe das Wetter zu einer Wanderung rund um den Schmuckenstein genutzt.

Startpunkt dieser Wanderung ist das Hochschwarzeck im Bergsteigerdorf Ramsau. Vom Parkplatz an der Hochschwarzeck Bergbahn führt die Tour ein kurzes Stück über die Straße neben dem Schmuckenlift bergauf. Zwischen den beiden höchstgelegenen Bauernhöfen zweigt der Weg dann nach rechts ab und führt auf die Tratte oberhalb der Bergstation des Schmuckenlifts. Hier gabelt sich der Weg. Wir entscheiden uns, den Rundweg gegen den Uhrzeigersinn zu gehen. Der Weg führt jetzt durch den Wald, immer wieder geben die Bäume den Blick frei auf Watzmann, Untersberg, Toten Mann und Götschen. Während der Weg an der Ostseite von Schmuckenstein und Pfaffenbichl nahezu schnneefrei ist, hat der Wintereinbruch auf der Nordseite deutliche Spuren hinterlassen. Der Weg ist vollständig von Schnee bedeckt, stellenweise bereue ich jetzt meine Schuhwahl, ein hoher Stiefel wäre vielleicht doch besser gewesen als mein Trailrunning-Schuh. Allerdings erreiche ich jetzt die Mordaualm, wo die Sonne die Almwiese zum großen Teil schon wieder vom Schnee befreit hat.

Der Kederbacherkaser auf der Mordau

Der Kederbacherkaser auf der Mordau

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Toni

Steinadler-Begegnung an der Gotzenalm

 von Toni

An einem nebligen Herbstnachmittag sitzen wir auf dem schmalen Steig in der Laafeldwand. Hunderte Höhenmeter unter uns liegt das schöne Landtal mit seiner verfallenen Alm, am Gegenhang ragen die riesigen Wandfluchten des Kahlersbergs in den Wolkenlücken auf. Nachdem wir mit der Königssee-Schifffahrt bis Salet gefahren sind und den schweißtreibenden Aufstieg über den Landtalsteig hinter uns gebracht haben, möchten wir an diesem guten Aussichtspunkt ein wenig rasten.

Wildbeobachtungen im Landtal

Mit den Ferngläsern werden nun die zwischen den Nebelschwaden sichtbaren Hänge, Steilflanken und Grasbänder abgesucht. Bald entdecken wir einige Gämsen mit Kitzen friedlich zwischen den Karstfelsen äsend. Oben auf dem Plateau des Kahlersbergs ist hin und wieder das Gehörn eines stattlichen Steinbocks zu erkennen, und ein kleines Rudel Steingeißen mit ihren kugelrund wirkenden Kitzen liegt im Schutt am Wandfuß. Dazu ziehen krächzend einige Kolkraben am Himmel dahin, ein Turmfalke sucht im Rüttelflug über Grasflächen nach Mäusen und ein vielstimmig piepsender Schwarm Zeisige pickt Insekten in den nahen Lärchen ab.

Jagender Steinadler am Kahlersberg

Nach diesen vielen Sichtungen sind wir schon fast wieder im Aufbruch, als unten aus dem Landtal Warnpfiffe von Murmeltieren erklingen. Es ist jeweils nicht die übliche, längere Abfolge von Pfiffen, die auf einen Bodenfeind wie Fuchs, Mensch oder freilaufender Hund hinweist, sondern der einzelne, konzentrierte Pfiff: Luftfeind! Das kann eigentlich nur ein Steinadler sein, der diese Warnungen bewirkt. Sofort springen wir auf und halten mit den Ferngläsern Ausschau. Zuerst ist nichts zu sehen, doch dann fällt uns ein großer Schatten an einer der Wände am Kahlersberg ins Auge. Ein männlicher Adler segelt dort langsam und nah am Hang auf den Hochgschirr-Pass zu. Er hatte offenbar versucht, sich an die hier verstreut lebenden Murmeltiere anzuschleichen, wurde aber von den Nagern früh genug entdeckt. Da ein Angriff nun sinnlos ist, landet er bald in einer toten Lärche und hält nach weiteren Jagdgelegenheiten Ausschau.weiterlesen

Rosi Fürmann

Almabtrieb von der Stoißeralm

 von Rosi
Die Almbauern treiben die mit Fuikln und Daxnbuschn geschmückten Kühe und Kalbinnen beim Almabtrieb auf der Stoißeralm auf dem Teisenberg - Teisendorf/Anger, Berchtesgadener Land, Rupertiwinkel,

Die Almbauern treiben die mit Fuikln und Daxnbuschn geschmückten Kühe und Kalbinnen beim Almabtrieb auf der Stoißeralm auf dem Teisenberg – Teisendorf/Anger Foto: (c) roha-fotothek

Almabtrieb von der Stoißeralm auf dem Teisenberg hinunter ins Tal zu den Bauern der Almgenossenschaft Freidling (Teisendorf) am Samstag, 26. September 2015.

Ein wunderbarer Almsommer neigt sich dem Ende zu. Die Senner und Sennerinnen hoch oben auf den Almen fertigen traditionell seit dem 24. August (dem Bartholomästag) die wunderbaren Fuikln und Almbuschen mit den herrlichen Röschchen aus Krepppapier und Span.

beim Almabtrieb von der Wasserfallalm an den Westhängen nördlich des Jenners auf 1.237 Meter ü. NN. in den heimischen Stall zum Obersulzberglehen in der Schönau, Berchtesgadener Land, Oberbayern, Deutschland

Beim Almabtrieb von der Wasserfallalm an den Westhängen nördlich des Jenners auf 1.237 Meter ü. NN. in den heimischen Stall zum Obersulzberglehen in der Schönau – Foto: (c)roha-Fotothek

Viel Arbeit steckt hinter diesen einmaligen Kunstwerken, die dann beim Almabtrieb die Kühe stolz auf den Köpfen ins Tal tragen. Aber nur, wenn der Almsommer für Mensch und Tier auf der Alm, aber auch auf dem Heimathof unten im Tal unfallfrei und besonders ohne Todesfall in der Familie und auf der Alm verlaufen ist, dürfen die Tiere geschmückt werden.

das Basteln des Holzspanröschens für die Fuikln zum Almabtrieb auf der Hochalm in Unken, Salzburger Land (Österreich), im Berchtesgadener Land (Bayern) werden die Fuikln mit denselben Röschen geschmückt

das Basteln des Holzspanröschens für die Fuikln zum Almabtrieb  Foto: (c) roha-Fotothek

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Frühling auf der Halsalm

 von Sepp
Blick von der Halsalm zum Untersberg

Blick von der Halsalm zum Untersberg

Nachdem ich die letzten vier Tage im Rheinland unterwegs war, um für unser schönes Oberbayern die Werbetrommel zu rühren und drei Nächte in der Großstadt Köln verbrachte, hat mich das Berchtesgadener Land nun wieder. Schon auf der Zugfahrt gestern Abend, als mir im Chiemgau die Berge immer näher kommen, wird mir klar, dass ich heute irgendwo raufgehe. Allerdings haben stressige Tage, kurze Nächte im Hotel und das ein oder andere Kölsch am Abend deutliche Spuren hinterlassen: Eine große Tour wird sich also nicht ausgehen. Doch eine kleine Wanderung ist allemal drin. Ich entscheide mich schließlich für die Halsalm.

Am Hintersee in Ramsau wandere ich los. Am Klausbachhaus vorbei geht es auf der Straße entlang ins Klausbachtal. Am Ende der flachen umzäunten Wiese des Nationalparks Berchtesgaden zweigt der Weg zur Halsalm nach rechts ab. Auf dem geschotterten Fahrweg geht es etwa 300 Höhenmeter aufwärts bis in die sogenannte Halsgrube.

Wegweiser Böslsteig auf die Reiter Alm

Wegweiser Böslsteig auf die Reiter Alm

Hier zweigt der Böslsteig ab, ein hochalpiner Steig der auf Bändern durch steile Felswände auf das Hochplateu der Reiter Alm führt. Gleich oberhalb der Abzweigung zum Böslsteig steht eine Bank mit Hinweisschildern zur Adlerbeobachtung: In den Felswänden oberhalb nistet nämlich ein Steinadler. Die Wanderung zur Halsalm ist Teil der Adlerwanderung des Nationalparks Berchtesgaden.

Blick zur Reiter Alm

Blick zur Reiter Alm

Der weitere Weg zur Halsalm führt in weiten Kehren unterhalb des Hohen Gerstfelds erst steiler, zum Schluss dann fast eben, auf die Almfläche. Die Aussicht ist schon am Beginn der ebenen Almfläche wunderschön, besonders der Untersberg wirkt aus dieser Perspektive recht markant.weiterlesen

Die Sennerinnen der Stoißer Alm

 von Sepp
die Stoißer Alm im Rupertiwinkel © RoHa Fotothek Fürmann

Die Stoißer Alm im Rupertiwinkel © RoHa Fotothek Fürmann

Drei Frauen sind es, die für eine Saison ihren Beruf mit dem Alltag einer Sennerin tauschen wollen. Auf Anhieb verstehen sie sich beim ersten Treffen prächtig, obwohl sie sich bis jetzt nicht kannten und freuen sich auf ihre Zusammenarbeit für die nächsten Monate auf der Stoißer Alm (1275 m) auf dem Teisenberg im Grenzgebiet der Gemeinden Anger und Teisendorf im Rupertiwinkel. Sie wissen um die verantwortungsvolle Aufgabe, die sie gemeinsam übernehmen werden und freuen sich auf ein lustiges Beisammensein in Arbeit und Freizeit, wie sie einhellig bestätigen. – Und sie haben eines gemeinsam: Sie wollen viele nette Leute kennenlernen, viel Schönes erleben und viel Erfahrung sammeln in diesem nicht alltäglichen Beruf.

Sennerinnen der Stoißeralm © RoHa Fotothel Fürmann

Die Sennerinnen der Stoißer Alm © RoHa Fotothek Fürmann

Die 51-jährige Andrea ist aufgewachsen in Paderborn und lebt seit 1983 in Bayern, jetzt in Siegsdorf und erzählt stolz, dass sie bereits Oma sei. „Als gelernte Hauwirtschafterin und bis jetzt in der Lebensmittelbranche tätig freue ich mich auf die Aufgabe auf der Stoißer Alm“. Susanne aus Moosham bei Laufen: „Ich bin neugierig auf das Arbeiten auf der Stoißer Alm.“ Als gelernte Kinderpflegerin und im zweiten Berufsleben als Koch bezeichnet sie die Arbeit „auf Saison“ im Winter auf einer Hütte im Zillertal auf 2330 Metrern als „cool“ und lässt sich auch von viel Arbeit nicht abschrecken, wie sie meint. Die Maschinenbaustudentin Stefanie aus Sillersdorf (24 Jahre)  wird mit ihrer Erfahrung in der Gastronomie das Dreierteam komplettieren. Alle drei trafen die Entscheidung, auf die Alm zu gehen, ganz spontan; alle Drei mögen den Umgang mit Menschen und alle drei lieben die Natur; also beste Voraussetzungen für ein Leben und Arbeiten als Sennerin.weiterlesen

Toni

Gamsbrunft am Untersberg

 von Toni
Brünftiger Gamsbock

Brünftiger Gamsbock

Die Schneeflächen in den Hochlagen des Untersbergs sind wie immer durchzogen von den Spuren der Gämsen, die hier an der langgezogenen Südwand ihre Einstände haben. Doch zwischen den normalen Fährten herumziehender Tiere, die meist relativ flach und mit geringen Trittabständen verlaufen, finden sich mit dem Fernglas auch immer wieder völlig andere Spuren. Fast in Falllinie ziehen sie sich die Hänge hinauf und hinunter, und mit den etwa einen Meter messenden Abständen zwischen den Abdrücken zeugen sie von den rasanten Verfolgungsjagden der brünftigen Böcke.

Beginn der Kämpfe

Treffen zwei annähernd gleich große Böcke bei einem Geißrudel aufeinander, so beginnt zuerst ein Zurschaustellen mit gesträubtem Fell, vor allem die Rückenhaare des „Gamsbarts“ werden dabei aufgerichtet. Im Gegensatz zu Stein- oder Rotwild, wo bereits das Gehörn bzw. Geweih Auskunft über Alter und Kondition des Trägers gibt, haben die Krucken der Gämsen keine Statusfunktion. Selbst Böcke die z.B. durch Steinschlag ein oder gleich beide Hörner verloren haben, können in der Brunft bei ansonsten guter Verfassung zum Zug kommen.weiterlesen

Die artenreichsten Almen

 von Sepp
Die bayerischen Gewinner der EuRegio-Wiesenmeisterschaft 2014 Quelle: Molkerei Berchtesgadener Land

Die bayerischen Gewinner der EuRegio-Wiesenmeisterschaft 2014 Quelle: Molkerei Berchtesgadener Land

EuRegio Wiesenmeistersschaft 2014

Artenreiche Almen zählen zu den größten Natur- und Kulturgütern, die in den Alpen zu finden sind. Um auf ihre Bedeutung für die Landwirtschaft und den Tourismus aufmerksam zu machen und so auch zu ihrem Erhalt beizutragen wurde die EuRegio-Wiesenmeisterschaft 2014 ins Leben gerufen. Initiiert von der Bayerischen Akademie für Naturschutz- und Landschaftspflege (ANL), der Biosphärenregion Berchtesgadener Land und der Naturschutzabteilung des Landes Salzburg zeichnet der Wettbewerb die artenreichsten Almen im südöstlichen Oberbayern und im Salzburger Land aus.

Landwirte der Molkerei Berchtesgadener Land ausgezeichnet

Unter den zehn bayerischen Preisträgern sind auch sechs Landwirte, die ihre Milch an die Molkerei Berchtesgadener Land liefern. „Die Auszeichnung ist eine Wertschätzung für die mühsame Arbeit der Landwirte“, erläutert Bernhard Pointner, Molkerei-Geschäftsführer. „Sie leisten mit der Almpflege nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der bayerischen Kulturwirtschaft, sondern auch zur Qualität der Milch, die durch eine vielfältige Fütterung der Kühe maßgeblich beeinflusst wird.“

Auf intensiv bewirtschafteten Wiesen im Flachland findet man heute nur noch knapp über zehn verschiedene Pflanzenarten. Auf den Almflächen, die im Rahmen des Wettbewerbs untersucht wurden, identifizierten die Biologen des eb&p Umweltbüros bis zu 200 verschiedene Arten. Im Rahmen der EuRegio-Wiesenmeisterschaft 2014 wurden die Almen mit der größten Artenvielfalt ausgezeichnet. Die insgesamt 74 Almen (darunter 19 in Bayern und 55 im Salzburger Land) wurden begutachtet und mittels eines Punktevergabesystems in den Kriterien „Naturschutz“, „Bewirtschaftung“ und „Landschaft“ bewertet.

Die Sieger: Mordaualm und Priesbergalm

In der Kategorie Nieder- und Mittelalm auf Kalk gewann die Mordaualm in der Ramsau im Berchtesgadener Land den ersten Preis. Es konnten 170 verschiedene Arten nachgewiesen werden, 16 davon stehen auf der Roten Liste. Die Priesbergalm, bewirtschaftet von Landwirt Josef Springl, Milchlieferant der Molkerei Berchtesgadener Land, wurde in der Kategorie „Hochalm auf Kalk“ zur artenreichsten Alm gewählt. Die gepflegten Almweiden auf einer Gesamtfläche von ca. 280 Hektar zeichnen sich durch ein sehr schönes, artenreiches Übergangsmoor aus und liegen teilweise im Nationalpark Berchtesgaden.

Die Priesbergalm, bewirtschaftet von Landwirt Josef Springl, Milchlieferant der Molkerei Berchtesgadener Land, wurde bei der EuRegio-Wiesenmeisterschaft 2014 in der Kategorie „Hochalm auf Kalk“ zur artenreichsten Alm gewählt. Quelle: ANL

Die Priesbergalm, bewirtschaftet von Landwirt Josef Springl, Milchlieferant der Molkerei Berchtesgadener Land, wurde bei der EuRegio-Wiesenmeisterschaft 2014 in der Kategorie „Hochalm auf Kalk“ zur artenreichsten Alm gewählt. Quelle: ANL

Alle Preisträger der Wiesenmeisterschaft findet Ihr auf der Seite der Biosphärenregion Berchtesgadener Land!

 Erhalt der Artenvielfalt ist harte Arbeit

Was es bedarf, damit der Artenreichtum der Almwiesen auch langfristig bewahrt wird, erklärt Landwirtin Christa Brandner, 3. Platzierte in der Kategorie Hochalm auf Kalk und Genossenschaftsmitglied der Molkerei Berchtesgadener Land: „Das wichtigste ist die Almpflege inklusive der guten Beweidung durch das Almvieh.weiterlesen