St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Watzmann
Sepp Wurm

Gebirgsaufklärer überschreiten Watzmann

 von Sepp
Die Soldaten der 2. Kompanie marschieren auf dem Grat des Watzmann

Die Soldaten der 2. Kompanie marschieren auf dem Grat des Watzmanns

Der Watzmann ist der dominante Berg der Berchtesgadener Alpen. Jeder, der ihn überschritten hat, wird sich an die Herausforderung und die spektakuläre Natur erinnern. Im Juli stellte sich die zweite Kompanie des Gebirgsaufklärungsbataillons 230 aus Füssen mit allen verfügbaren Soldatinnen und Soldaten dem Watzmann. Die dreitägige Überschreitung war der Höhepunkt der Gebirgsausbildung im Sommer. Die Gebirgsaufklärer legten damit ihr Gebirgsleistungsabzeichen ab, welches traditionell in der Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“ von allen Soldatinnen und Soldaten gefordert wird. Um die besten Chancen auf den alpinen Erfolg der Kompanie zu sichern, entschloss sich der Kompaniechef und Heeresbergführer Hauptmann Patrick Rosar zu einer zweiwöchigen Vorausbildung. Seine Kompanie erklomm etliche Gipfel der Ammergauer Alpen und Tannheimer Berge. Die Gebirgsaufklärer sammelten dabei über 5.000 Höhenmeter und viel Erfahrung auf den Klettersteigen der Köllenspitze und des Tegelbergsteigs mit den Schwierigkeitsgraden C und D, also schwierig und sehr schwierig. In diesen Schwierigkeitsbereichen brauchen die Kletterer viel Kondition und genug Kraft in Armen und Händen, weil längere senkrechte bis überhängende Stellen auftreten können. „Das ist ein strammes Programm für die Soldaten, da muss ich das Risiko im Auge behalten“, sagt Hauptmann Rosar, „ich habe deshalb Leistungsgruppen eingeteilt, die von den Ausbildern dann entsprechend gefordert, aber nicht überfordert werden.“

Die Watzmannüberschreitung selbst stemmte die Kompanie in drei Tagen. Los ging es gegen Mittag an der Wimbachbrücke. Bei bestem Wetter gelang der Aufstieg mit 1.300 Höhenmetern bis zum Watzmannhaus (1.915m). Marschbeginn war am Freitag um fünf Uhr morgens. Vom Watzmannhaus marschierten die Soldaten über das Hocheck (2.651m), die Mittelspitze (2.713m) auf die Südspitze (2.712m).

An einigen Stellen ist die Watzmann-Überschreitung mit Stahlseilen versichert an denen sich die Soldaten festhalten können.

An einigen Stellen ist die Watzmann-Überschreitung mit Stahlseilen versichert an denen sich die Soldaten festhalten können.

Am Hocheck wurde bereits das Klettersteigset angelegt, um die dreistündige Kraxelei über drei Kilometer auf dem teilweise stark ausgesetzten Watzmann Grat zu meistern. weiterlesen »

Sepp Wurm

Neue Rekorde am Watzmann

 von Sepp
Neuer Rekord in der Watzmann Ostwand © Philipp Reiter

Neuer Rekord in der Watzmann Ostwand © Philipp Reiter

Der Watzmann ist nicht nur durch seine außergewöhnliche Form so etwas Besonderes, sondern auch durch die alpinistischen Herausforderungen die der 2.713 Meter hohe Berg bietet. Zu den besonderen Herausforderungen gehören die Watzmann Ostwand und die Watzmann Überschreitung. Auf diesen beiden Klassikern des bayerischen Alpinismus wurden diese Woche neue Fabel-Rekorde aufgestellt. Bitte beachtet: Die hier beschriebenen Leistungen wurden von absoluten Ausnahme-Athleten erbracht! In eurem eigenen Interesse: Bitte messt Euch nicht an Ihnen!

Philipp Reiter, in Trailrunner-Kreisen unter dem Kampfnamen „Zauberlehrling“ als einer der besten seiner Disziplin bekannt, machte sich auf, um die legendäre Watzmann Ostwand zu durchlaufen. Die imposante Wand erhebt sich hinter Sankt Bartholomä am Königssee bis zum Gipfelgrat des Watzmann. Die tatsächliche Wandhöhe beträgt 1.800 Meter. Die Watzmann Ostwand gilt damit als längste durchgehende Felswand der Ostalpen.

St. Bartholomä am Königssee, dahinter die Ostwand © Philipp Reiter

St. Bartholomä am Königssee, dahinter die Ostwand © Philipp Reiter

Die bisher schnellste Zeit für die Durchsteigung der Ostwand stammt aus dem Jahr 1988. Damals im Herbst rannte Albert Hischbichler in 2:10,12 Stunden vom See bis zum Gipfel der Südspitze hinauf. Diesen Rekord galt es für Philipp Reiter und seinen Kameraden Martin Schidlowski zu schlagen.

Philipp Reiter und Martin Schidlowski

Philipp Reiter und Martin Schidlowski © Philipp Reiter

Und tatsächlich gelang es den beiden: Am 27. August starteten die beiden auf St. Batholomä zu ihrem Rekordversuch. In einer Zeit von 2:02,53 Stunden liefen die beiden die 6,52 Kilometer lange Strecke mit einer Höhendifferenz von 2.037 Metern.weiterlesen »

Sepp Wurm

Hirschwieskopf 2.114 m

 von Sepp
Der Hirschwieskopf vor der Südspitze des Watzmanns

Der Hirschwieskopf vor der Südspitze des Watzmanns

Dieser Sommer ist ein echter Traum für alle Wanderer und Bergsteiger. Nach einer etwas durchwachsenen Woche verwöhnt uns das letzte August-Drittel wieder mit perfektem Bergwetter. Ich habe mir gestern extra freigenommen, um ein Bergtour zu machen. Der Hirschwieskopf, ein 2.114 Meter hoher Gipfel im Watzmann-Massiv war mein Ziel.

Der Hirschwieskopf bzw. die Hirschwiese liegt südlich der drei Gipfel der Watzmann-Überschreitung und wird über den Trischübel erreicht. Das heißt: Erstmal geht’s durch das komplette Wimbachgries.

Das Wimbachgries am Morgen

Das Wimbachgries am Morgen

Es ist sehr angenehm zu gehen, da das Wimbachgries noch zum großen Teil im Schatten liegt. Erst kurz vor der Wimbachgrieshütte, als das Tal eine leichte Kurve macht, zeigt sich die Sonne. Jetzt gehe ich genau der tiefstehenden Sonne entgegen. Zum Glück habe ich eine Sonnenbrille dabei, sonst könnte es echt unangenehm werden.

Gegen die tiefstehende Sonne

Gegen die tiefstehende Sonne

Die Wimbachgrieshütte liegt derweil noch im Schatten, der Wegweiser wenige Meter vor der Berghütte hingegen ist schon hell erleuchtet: 3 Stunden  sind es laut gelbem Schild  noch von hier bis zum Hirschwieskopf.

Wegweiser vor der Wimbachgrieshütte

Wegweiser vor der Wimbachgrieshütte

Bis zum Ende des Wimbachtales führt der der Weg weiterhin in sanfter Steigung, erst im Talschluss wird der Weg steiler. Es geht jetzt hoch zum Trischübel, einem wichtigen Knotenpunkt in den Berchtesgadener Alpen.weiterlesen »

Sepp Wurm

Andis Traum vom Watzmann

 von Sepp
Lauf über den Wazmann 2713m von der Mittelspitze zum Hocheck © Andreas Wiesinger/andi rennt

Lauf über den Wazmann 2713m von der Mittelspitze zum Hocheck © Andreas Wiesinger/andi rennt

Andreas Wiesinger ist Bergläufer – Extrembergläufer – und er plant im August 2015 ein Projekt, das auch erfahrene Bergläufer mit großem Respekt betrachten. Er wird im Berchtesgadener Land 30 Gipfel der nördliche Kalkalpen über 125 Kilometer in herausforderndem Gelände, davon 40 Kilometer auf Klettersteigen und technisch schwerstem, nicht gesicherten Gelände (Kletterstellen I/II.) mit gesamt 15.500 Höhenmeter Aufstieg und 15.500 Höhenmeter Abstieg in drei Tagen bewältigen.

Der Traum vom Naturerlebnis Berg. Vor 12 Jahren rauchte Andreas Wiesinger zwei Packungen Zigaretten am Tag. Sportlich und vor allem ein wahrer Naturfreak war Andi immer schon und mächtige Berge übten eine große Faszination auf ihn aus. Nach einer wegen Atemnot gescheiterten Bergtour auf das Zuckerhütl in den Stubaier Alpen und einem nächtlichen Asthmaanfall kam die für Andreas absolut schockierende Diagnose COPD! „Sie werden mit 40 Jahren überhaupt keine Berge mehr besteigen können und mit 50 Jahren nicht einmal mehr Treppen schaffen, wenn Sie so weitermachen. Hören Sie sofort auf zu rauchen und betreiben Sie keine anstrengenden Sportarten mehr“, bekam der Jenbacher von seinem Arzt zu hören. Mit dem Rauchen hörte Andreas Wiesinger auf, die Berge blieben aber sein begehrtes Ziel. Entgegen der damaligen Lehrmeinung begann Andreas mit Ausdauertraining – die Atemnot wurde weniger, die Ziele ambitionierter. Nach jahrelangem regelmäßigen Training in den Bergen begann Andreas wieder zu laufen. „Es ging mir beim Berggehen und Laufen immer um das für mich faszinierende Naturerlebnis Berge.  Festgehalten werden die Erlebnisse nicht nur im Kopf, sondern seit Beginn an auch in atemberaubenden Bildern.

Hirschwies mit Watzmann-Südspitze © Andreas Wiesinger/andi rennt

Hirschwies mit Watzmann-Südspitze © Andreas Wiesinger/andi rennt

Das Fotografieren – vor allem Panoramen – begleitet Andreas Wiesinger seit seinen ersten Bergtouren in jungen Jahren.weiterlesen »

Sepp Wurm

24 Stunden Watzmann extrem

 von Sepp
24 Stunden Watzmann extrem Wanderer am Watzmannhaus

24 Stunden Watzmann extrem Wanderer am Watzmannhaus

63 Kilometer, 3.400 Höhenmeter! Das sind die nackten Zahlen der 24 Stunden Watzmann extrem Wanderung beim diesjährigen Wander-Festival. Die extreme Variante der beliebten 24 Stunden Watzmann Tour war heuer das erste Mal im Programm und erfreute sich reger Nachfrage. Wegen der Exponiertheit des Geländes war die Wanderung auf 100 Teilnehmer begrenzt, die Nachfrage war aber viel höher. Zum Glück habe ich mich schon frühzeitig angemeldet. Denn tatsächlich habe ich die sportliche Herausforderung gesucht: Bei der 24 Stunden Watzmann extrem Tour ist ein beachtliches Tempo erforderlich, um die 63 Kilometer in den 24 Stunden tatsächlich zu schaffen.

Zeitplan 24h extrem Watzmann Tour

Zeitplan 24h extrem Watzmann Tour

In diesem Zeitplan seht Ihr die veranschlagten Zeiten für die einzelnen Etappen der Tour. Wer sich ein bisschen in unseren Bergen auskennt, sieht sofort, dass die extrem Tour nichts für Weicheier ist. 1:45 Stunde vom Watzmannhaus zum Hocheck ist durchaus knackig, und das bei Temperaturen von weit über 30° und den extra Kilometern durch den Start in Berchtesgaden. Bei meiner Vorbereitungstour aufs Hocheck habe ich für dieses Teilstück 1:30 Stunde gebraucht! Angeschrieben sind sogar 3 Stunden!

1. Etappe. Von Berchtesgaden zum Königssee

Um 9 Uhr am Samstag starten wir am Weihnachtsschützenplatz in Berchtesgaden.

Über den Bahnhofssteg marschieren wir zur Königsseer Ache, der wir bis zum Königssee folgen. Wir müssen hier richtig Gas geben, denn der Zeitplan sieht für diese knapp 6 Kilometer lange Strecke nur eine Stunde vor. Außerdem müssen wir der direkt nach uns gestarteten Gruppe der 24 Stunden Watzmann alpin Wanderer eine Viertelstunde abnehmen, um genügend Abstand zwischen uns zu bringen. Immerhin haben wir den gleichen Weg, außer dass wir noch einen kleinen Abstecher aufs Hocheck machen und auch in der Nacht etwas weiter marschieren werden.

Schließlich schaffen wir die erste Etappe „just in time“ und machen an der Tourist-Information am Königssee eine kurze Pause. Der schnelle Auftakt hat schon mal die Marschrichtung des Tages vorgegeben. Wer hier schon Probleme hat, wartet auf die in Kürze eintreffenden 24Watzmann alpin Wanderer und schließt sich Ihnen an. Insgesamt werden im Verlauf der Tour 10 Wanderer von der extrem in die alpin Variante wechseln.

2. Etappe: Vom Königssee über die Kling zur Kühroint Alm

Diese Etappe hat mir im Vorfeld am meisten Respekt eingeflößt, denn ich weiß: Die Sonne knallt unbarmherzig auf den steilen Weg über die Kling. Bei den Temperaturen die Strecke in nur 1:45 Stunden zu gehen, erscheint mir sehr gewagt. Ich nehme mir auf alle Fälle vor, speziell in diesem Streckenabschnitt besonders langsam zu gehen. Auch Eddy Balduin, einer der Guides der Tour macht es so und drosselt auf dem steilen Weg das Tempo. Da die Wanderungen beim Wander-Festival allerdings keine geführten Touren sind, kann  jeder sein eigenes Tempo gehen. Und so geben einige Teilnehmer nach dem Einstieg zum Grünstein Klettersteig richtig Gas.

Natürlich folge ich ihnen nicht, und als auf der ersten ebenen Passge der Teilstrecke der Watzmann das erste Mal in unser Blickfeld rückt, habe ich mit meinem gleichmäßigen Tempo die anderen wieder eingeholt: Sie müssen jetzt ihrem hohen Tempo Tribut zollen und machen eine außerplanmäßige Pause. Ich gehe einfach meinen Schritt weiter bis zur Kühroint Alm, wo uns eine Labestation erwartet.

Ankunft auf Kühroint nach Aufstieg über die Kling

Ankunft auf Kühroint nach Aufstieg über die Kling

Bei den Temperaturen ist besonders das Trinken wichtig: Ich habe eine 2 Liter Trinkblase mit Wasser dabei und zusätzlich noch eine Flasche mit Apfelschorle. An der Labestation trinke ich zwei Flaschen Wasser und zwinge mich etwas zu essen, obwohl ich keinen Hunger habe. Aber bei so einer langen Tour ist die Nahrungsaufnahme extrem wichtig.

3. Etappe: Von Kühroint über den Falzsteig zum Watzmannhaus

Um 12 Uhr mittags brechen wir wieder auf: Über den Falzsteig wandern wir weiter zum Watzmannhaus. Die Sonne ist jetzt gnadenlos, die Hitze beträchtlich. Zuerst führt uns der Falzsteig durch den Wald unterhalb des Watzmannkars, dann über felsige Steilstufen zur Falzalm.

Auf dem Falzsteig zum Watzmannhaus

Auf dem Falzsteig zum Watzmannhaus

Durch den Wald drossle ich wieder mein Tempo und lasse die „Spitzengruppe“ abreißen. Ab der Falzalm bin ich quasi in meinem Wohnzimmer. Wie oft bin ich diesen Weg zum Watzmannhaus schon gegangen? Ich kenne den Weg genau und passe meine Geschwindigkeit dementsprechend an. So hole in den steilen Serpentinen unterhalb des Falzköpfels die schnellsten unserer Gruppe wieder ein und erreiche trotz einiger Fotopausen als einer der ersten das Watzmannhaus.

Am Watzmannhaus

Am Watzmannhaus

Ein zuerst ungläubiger Blick auf die Uhr offenbart eine Zeit von 1 Stunde und 10 Minuten von Kühroint bis zum Watzmannhaus. Das überrascht mich jetzt doch sehr, so schnell kam es mir gar nicht vor. Dann mache ich halt etwas länger Pause vor der nächsten Etappe.weiterlesen »

Christian Thiel

Mit dem Hund zum Watzmannhaus

 von Christian
Hund vor Watzmann

Der Werwolf vor dem kleinen Watzmann

Nachdem gestern endlich wieder Wanderwetter angesagt war, machten wir uns auf den Weg zum Watzmannhaus. Mit dabei war ein kleiner Hund (Zwergspaniel, 5 Jahre alt, ca. 4 Kilo), der gestern seine erste richtige Bergtour in Angriff nahm. Am Tag zuvor hatten wir getestet, ob sich der Hund im Notfall auch im Rucksack transportieren lässt, falls es Probleme gäbe (Tipps zum Wandern mit Hund) Nachdem dieser Test geglückt war, Stand der Versuchstour nichts mehr im Weg. Die Temperaturen waren zum Wandern ideal, nicht zu kühl und nicht zu heiß.

Wolken und Watzmann

Blick auf den Watzmann von der Forststraße unterhalb Kühroint

Um 10:15 Uhr starteten wir am Wanderparkplatz Hammerstiel. Am ersten Wegweiser waren fünf Stunden bis zum Watzmannhaus angeschrieben, allerdings über die Stubenalm. Wir hatten uns dazu entschlossen, den etwas weiteren Weg über Kühroint und den Falzsteig zu gehen, da ich diesen Weg noch nie gegangen bin. Da wir uns im Nationalpark befinden bleibt der Hund angeleint, denn hier herrscht Leinenpflicht. Auf breiten Forststraßen geht es bis zur ersten Kreuzung wo die Wege zum Parkplatz Wimbachbrücke und zur Stubenalm zusammentreffen. Von dort aus geht es weiter auf einer gut ausgebauten Forststraße entlang von Almwiesen in Richtung Kühroint. Auf der rechten Seite immer wieder tolle Ausblicke auf den Watzmann.weiterlesen »

Sepp Wurm

Bergtour aufs Watzmann Hocheck

 von Sepp
Der Watzmann in der Früh

Der Watzmann in der Früh

Als ich heute morgen die Haustür öffne, lacht mich der Watzmann direkt an! Keine einzige Wolke ist zu sehen, der Himmel strahlend blau und nur noch vereinzelte weiße Schneeflecken bedecken den Watzmann. Meine Entscheidung steht schnell fest: Heute geht`s aufs Hocheck, den ersten Gipfel des Watzmann nach dem Watzmannhaus. So kann ich auch gleich eine Teilstrecke der 24 Stunden Watzmann extrem Wanderung beim Berchtesgadener Land Wander-Festival am nächsten Wochenende in Augenschein nehmen, bei der ich mitgehen werde. Zum Glück habe ich mir heute Urlaub genommen.

Von der Wimbachbrücke in Ramsau gehe ich über den klassischen Weg zur Stubenalm. Von hier sehe ich schon erste Wolken um den Watzmann Gipfel kreisen.

Auf der Stubenalm

Auf der Stubenalm

Doch auch die Wolken am Hocheck können meine Wanderlust nicht trüben. Bei perfekten Temperaturen, nicht zu warm und auch nicht zu kalt, marschiere ich weiter durch den Wald zur Mitterkaseralm.

Almkreuz der Mitterkaseralm, dahinter der kleine Watzmann

Almkreuz der Mitterkaseralm, dahinter der kleine Watzmann

Beim Almkreuz mache ich kurz Pause und beobachte das Spiel der Wolken um den Watzmann. An der Ostseite scheinen die Wolken hartnäckig fest zu hängen. Das kennt man ja: Wolken, Nebel und Dunst steigen gerne vom Königssee an der Watzmann Ostwand entlang auf und hängen dann am Gipfelgrat fest. So scheint’s auch heute zu sein.

Die Mitterkaseralm am Watzmann

Die Mitterkaseralm am Watzmann

Oberhalb der Mitterkaseralm wird aus dem breiten Weg ein schmaler Steig. In Serpentinen führt dieser jetzt durch den Wald steil aufwärts. Als der Weg nach links den Wald verlässt, wird man von einem der berühmtesten Motive in den Berchtesgadener Bergen empfangen: Der Kaser der Falzalm vor dem Kleinen Watzmann.

Die Falzalm vor dem kleinen Watzmann

Die Falzalm vor dem kleinen Watzmann

Hier verlasse ich den Wald, jetzt geht’s über offenes Gelände erst über die Almfläche, dann auf einem steilen und fesligen Pfad weiter bergauf. Über mir sehe ich jetzt schon die grüne Fahne des Alpenvereins, die auf der Terrasse des Watzmannhauses weht. Am Falzköpfl links entlang führt dann der Steig über Stege zum letzten steilen Stück unterhalb des Hauses. Schnell noch über die Treppe hinauf und ich stehe in der Mulde unteralb des Watzmannhauses.weiterlesen »

Ann-Katrin

Hüttenportrait Watzmannhaus 1930 m

 von Ann-Kathrin
Panorama Watzmannhaus 'über den Wolken'

Panorama Watzmannhaus ‚über den Wolken‘

Das Watzmannhaus ist wohl eine der bekanntesten Berghütten hier in den Berchtesgadener Alpen, nicht nur wegen des berühmten Namensgebers, sondern auch wegen der 128 Jahre Geschichte, die diese Berghütte prägten.

imposante Größe: das Watzmannhaus

imposante Größe: das Watzmannhaus

Blick zum Watzmannhaus

Blick zum Watzmannhaus

Zu damaligen Zeiten war die Ansicht der Alpinisten, dass ein gestandener Bergsteiger keine Hütte brauch(t)e. Die ambitionierten vollbrachten die Watzmannüberschreitung in einem Tag. Weniger ambitionierte verbrachten die Nacht in der Guglalm. Urig und fast schon romantisch wurde in dieser einfachen Berghütte die Nacht verbracht. Doch auch der zu jener Zeit herrschende Erschließungswahn machte vor König Watzmann nicht Halt. Schon damals war der imposante Gebirgsstock bei Urlaubs-Ggästen beliebt. Also musste eine Unterkunft mit Bewirtung her. So wurde im Sommer 1886 ein geeigneter Platz ermittelt. Man kam zu dem Ergebnis, dass der Falzköpfl, ein freistehender Felsriegel an der Nordwestseite des großen Watzmanns sich hervorragend für den Bau einer Berghütte eignete.
Die Alpenvereinssektion München sprang finanziell ein, als der Sektion Berchtesgaden die Gelder nicht ausreichten für den Bau des Hauses. Im Juli 1887 war es dann endlich soweit, der Bau des Watzmannhaus begann. Es sollte die erste gemauerte Berghütte werden und so wurde nach Akkordarbeit am 5. August 1888 die feierliche Eröffnung vollzogen. Vorläufig sollten 25 Personen dort Platz für eine Übernachtung haben.weiterlesen »

Sepp Wurm

Bergtour auf Watzmannhaus

 von Sepp
Das Watzmannhaus

Das Watzmannhaus

Am Sonntag, den 31. Mai mache ich eine Bergtour zum Watzmannhaus. Die bekannteste der Berghütten in den Berchtesgadener Alpen hat schon seit einer Woche geöffnet und ich möchte dem Berchtesgadener Hausberg natürlich schon zu Saisonbeginn einen Besuch abstatten.

Bei besten Wanderwetter starten wir am Parkplatz Hammerstiel in Schönau am Königssee. Mir ist eigentlich der Weg von der Wimbachbrücke zum Watzmannhaus lieber als diese Variante, doch meine Begleitung besteht auf einen Start von Hammerstiel. So sparen wir uns nämlich etwa 100 Höhenmeter im Aufstieg. Gegen 7 Uhr am Morgen brechen wir auf und wandern zügig in Richtung Schapbachalm, überqueren die Forststraße Richtung Kühroint und gehen zur Stubenalm.

Stubenalm am Watzmann

Stubenalm am Watzmann

Auf der Stubenalm weiden bereits Kühe, die Almbauern haben ihr Vieh am Vortag aufgetrieben. Das Wetter sieht gut aus, zwar trüben zahlreiche Wolken den blauen Himmel, doch wir sind guter Dinge, dass sich die Wolken im Laufe des Tages noch verziehen. Zügig marschieren wir weiter.

Weg von der Stubenalm in Richtung Watzmannhaus

Weg von der Stubenalm in Richtung Watzmannhaus

Die nächste Station unserer Bergtour ist die Mitterkaseralm. Auf 1.420 Metern Höhe liegt diese bewirtschaftete Alm unterhalb des Watzmannhauses. Kühe sind noch nicht auf der Alm, in dieser Höhenlage wird es noch die ein oder andere Woche dauern, bis genügend Gras auf der Weide gewachsen ist, um das Vieh ausreichend zu versorgen.weiterlesen »

Sepp Wurm

Kühroint und Archenkanzel

 von Sepp
Blick von der Archenkanzel über den Königssee

Blick von der Archenkanzel über den Königssee

Den Nachmittag des heutigen Muttertages habe ich zu einer Wanderung zur Kühroint Alm genutzt. Natürlich inklusive eines Abstechers zum Aussichtspunkt Archenkanzel oberhalb des Königssees.

Start meiner Wanderung ist die Wimbachbrücke in Ramsau. Auf der breiten Forststraße gehe ich zügig in Richtung Schapbachalm. Ich überquere das Almgelände der Schapbach und folge dem Weg nach Kühroint, der für Wanderer vor der Benzinkurve nach links abbiegt und den großen Bogen des Fahrweges abkürzt. Noch ein paar Meter führt der Wanderweg dann wieder auf der breiten Straße entlang, bevor er nach rechts abbiegt und durch den Wald hinauf auf die Kühroint Alm führt. Die Kühroint Hütte hat bereits geöffnet, ich suche mir ein schönes Plätzchen auf der Terrasse und genieße den Anblick der malerischen Kühroint Alm unterhalb vom Watzmann.

Auf der Kühroint Alm

Auf der Kühroint Alm

Während ich ein kaltes Bier trinke schweift mein Blick zum Watzmann. Hinter dem Glockenturm der Bergopfer-Gedenk-Kapelle St. Bernhard sieht  man deutlich das Watzmannhaus auf dem Falzköpfl. Das Watzmannhaus ist noch geschlossen, wird aber in Kürze aufsperren.

Glockenturm der Bergopfer-Gedenk-Kapelle St. Bernhard auf Kühroint

Glockenturm der Bergopfer-Gedenk-Kapelle St. Bernhard auf Kühroint, dahinter das Watzmannhaus

Im Watznmannkar hängen Wolken, die über das Hocheck und den Watzmanngrat ziehen. Schön sieht man auch, wie wenig Schnee nur noch am Watzmann liegt. Bald kann die Bergsaison auch am König der Berchtesgadener Alpen wieder beginnen.weiterlesen »