Berge

Mit dem Hund zum Watzmannhaus

Hund vor Watzmann
Der Werwolf vor dem kleinen Watzmann

Nachdem gestern endlich wieder Wanderwetter angesagt war, machten wir uns auf den Weg zum Watzmannhaus. Mit dabei war ein kleiner Hund (Zwergspaniel, 5 Jahre alt, ca. 4 Kilo), der gestern seine erste richtige Bergtour in Angriff nahm. Am Tag zuvor hatten wir getestet, ob sich der Hund im Notfall auch im Rucksack transportieren lässt, falls es Probleme gäbe (Tipps zum Wandern mit Hund) Nachdem dieser Test geglückt war, Stand der Versuchstour nichts mehr im Weg. Die Temperaturen waren zum Wandern ideal, nicht zu kühl und nicht zu heiß.

Wolken und Watzmann
Blick auf den Watzmann von der Forststraße unterhalb Kühroint

Um 10:15 Uhr starteten wir am Wanderparkplatz Hammerstiel. Am ersten Wegweiser waren fünf Stunden bis zum Watzmannhaus angeschrieben, allerdings über die Stubenalm. Wir hatten uns dazu entschlossen, den etwas weiteren Weg über Kühroint und den Falzsteig zu gehen, da ich diesen Weg noch nie gegangen bin. Da wir uns im Nationalpark befinden bleibt der Hund angeleint, denn hier herrscht Leinenpflicht. Auf breiten Forststraßen geht es bis zur ersten Kreuzung wo die Wege zum Parkplatz Wimbachbrücke und zur Stubenalm zusammentreffen. Von dort aus geht es weiter auf einer gut ausgebauten Forststraße entlang von Almwiesen in Richtung Kühroint. Auf der rechten Seite immer wieder tolle Ausblicke auf den Watzmann.

Hund trinkt aus Bach
Immer wieder Trinkmöglichkeiten für Hunde

Dann zweigt der Wanderweg nach Kühroint links von der Forststraße in den Wald ab. Nach ca. 2 Stunden haben wir Kühroint erreicht und gönnen uns un dem Hund eine kleine Trinkpause. Am Weg gab es immer wieder kleine Trinkmöglichkeiten für den Hund, allerdings könnte es sein, dass es im Hochsommer um einiges trockener ist als im Juni, also besser ein bisschen Wasser für den Hund mitnehmen.

Kapelle Kühroint
Die Kapelle in Kühroint
Kapelle Kühroint und Watzmann
Blick von Kühroint auf den Watzmann in Wolken

Nach ca. 15 Minuten Pause und einer „Hollerschorle“ geht es am Waldrand entlang weiter Richtung Watzmannhaus. Der Weg wird schmaler und spannender, es geht ein wenig auf und ab durch den Wald. Immer näher kommen der kleine und der große Watzmann, bis man schließlich im felsigen Gelände zwischen den beiden Gipfeln unterhalb des Watzmannkars ankommt. In diesem Bereich sind einige Stellen mit einem Drahtseil versichert, das aber eigentlich kaum nötig ist. Trotzdem sollte man einigermaßen schwindelfrei und trittsicher sein, wenn man diesen Weg wählt. Für den kleinen Hund waren die teilweise sehr hohen und steilen Stufen an der Grenze des Möglichen. Da der Hund jedoch sichtlich Spaß an der Herausforderung hatte, haben wir ihn nicht in den Rucksack verpackt. Nach ca. 15 Minuten ist der schwierigste Abschnitt geschafft. Der Stadthund hatte sich bereits bei seiner ersten richtigen Bergtour als echter Kletterhund entpuppt.

Watzmannkar
Blick auf den kurzen felsigen Abschnitt zwischen Kühroint und der Falzalm
Blick auf Kühroint
Blick vom Falzsteig zurück Richtung Kühroint

Weiter geht es an der Falzalm vorbei den letzten Anstieg hinauf zum Watzmannhaus. An der Falzalm trifft man auch wieder mit dem normalen Weg zusammen der von der Mitterkaseralm und der Stubenalm heraufführt. Die letzten Meter der immerhin 1.200 Höhenmeter waren sowhl für uns, als auch für den Hund anstrengend. Am Haus angekommen gab es einen „Russen“ und ein richtige Brotzeit. Insgesamt haben wir trotz einiger Fotopausen und der Pause in Kühroint nur 3,5 Stunden gebraucht. Da am Watzmann trotz des schönen Wetters einige Wolken hingen und auch ein frischer Wind wehte, zogen wir nach ein paar Minuten von der Terrasse nach drinnen um.

Göll und Falzalm
Blick zurück auf dei Falzalm, im Hintergrund der Hohe Göll
Hund und Mneschen am Watzmannhaus
Selfie von der Terrasse am Watzmannhaus

Nach etwa einer Stunde machten wir uns dann auf den Rückweg und waren froh, dass ab der Falzalm wieder angenehmere Temperaturen herrschten und wir die Jacken wieder im Rucksack verstauen konnten. Zurück ging es nicht mehr über den Falzsteig, sondern über die Mitterkaser- und die Stubenalm und dann hinüber zum Parkplatz Hammerstiel. Gegen 17:15 Uhr waren wir wieder zurück am Auto. Meine Begleitung und ihr Hund (aus Moskau) können stolz auf sich sein diese Tour problemlos geschafft zu haben.

IMG_kleiner Watzman
Beliebtes Fotomotiv, die Falzalm und der kleine Watzmann
Mitterkaseralm
Die Mitterkaseralm beim Abstieg
Hund mit Leine
Die letzten Meter Richtung Stubenalm

Euer Christian

Mein Name ist Christian Thiel und ich war von 2012 bis 2017 bei der BGLT beschäftigt. In den ersten beiden Jahren durfte ich das Berchtesgadener Land auf Messen vertreten und war für Auslandsmarketing zuständig. Bis 2017 war ich im kaufmännischen Bereich tätig und für die Finanzen der BGLT verantwortlich. In meiner Frezeit bin ich am liebsten sportlich draußen unterwegs. Im Sommer spiele ich Tennis, unternehme Berg- und Mountainbiketouren oder genieße die Seen im BGL und Umgebung. Im Winter gehe ich gerne Skifahren und seit kurzem auch Skitouren. Als waschechter Rupertiwinkler genieße ich vor allem die kurzen Wege in die heimischen Berge, in die Stadt Salzburg und zu den Seen und Bergen im Salzkammergut.

8 Kommentare

  • Peter Schmitt

    Schöner Bericht !!!

    Ich erinnere mich gerne an die Tour zum Watzmannhaus. Irgendwann werde ich das auch wieder angehen.

    Sehr vorbildlich von Euch den Hund anzuleinen. Es gibt viele die sich nicht daran halten. Da habe ich mich das letzte Mal darüber geärgert auf dem Weg zum Ingolstädter Haus. Die Mankeis waren in heller Aufruhr, weil eine Familie Ihre zwei großen Hunde frei laufen ließ. Gibt es da eigentlich Strafen dafür, wenn die Leute erwischt werden ?

      • Wuschel

        Schöner Bericht, aber zu den freilaufenden Hunden möchte ich noch kurz sagen:

        Man kann es machen, ABER(!) sollte auf die Umgebung und das Tier achten. Zudem sollte das Tier problemlos abrufbar sein.
        Es sollte andere nicht beeinträchtigen – weder Tier noch Mensch. Dennoch finde ich persönlich beispielsweise eine Zumutung, dass ich die ganze Zeit den Hund an der Leine halten soll. Für mich und das Tier.
        Ich möchte mir so manche Situation auf schmalen Wegen gar nicht erst vorstellen, wenn wir „aneinander gebunden“ wären. Zudem kann ich sie so auch einfacher mal, ohne auf Chaos mit der Leine achten zu müssen, auf einen Felsen abkommandieren, wenn sowieso wenig Platz auf dem Weg ist und Gegenverkehr kommt.
        Bisher bin ich damit auch recht gut gefahren und es wurde auch positiv von anderen Wanderern kommentiert.
        Im Gegenzug ärgere ich mich selbst über Hundebesitzer, die Ihre Tiere einfach willkürlich machen lassen was sie wollen. So ist das ja nicht. 🙂

        • Sepp

          > Danke für deinen Kommentar, es gibt leider immer wieder unvernünftige Hundehalter, die dann die anderen in Misskredit bringen. Das ist immer schade. Aber im Nationalpark besteht ohnehin Leinenpflicht zum Schutz der Wildtiere und des Almviehs 😉

  • Christian

    Toller Bericht 🙂 Die Tour würde ich gerne machen. Ich hätte jedoch eine Frage: Ist der Falzsteig mit einem mittelgroßen Hund (18kg, 50cm rückenhöhe) machbar? Auf Fotos sieht mir das teilweise recht nach klettern aus. Wieviel Zeit benötigt man für diese Passage ungefähr?
    Lg Christian

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.