Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Watzmann
Rosi Fürmann

Seen der Region laden zum Baden…

 von Rosi

Bad im kalten Königssee

Kühles Wasser für heiße Tage: Seen der Region laden zum Baden…

In der Region des Berchtesgadener Landes und des Rupertiwinkels laden viele gepflegte Schwimmbäder zum Familienvergnügen oder zum sportlichen Ausgleich. Der Seenreichtum der Region macht dieses Vergnügen auch im kühlen, sauberen Wasser eines Sees möglich.

mutiger Sprung in den Höglwörther See

Höglwörther See

Der Saalachgletscher hinterließ nach seinem endgültigen Abschmelzen vor etwa 10 000 Jahren das Becken des Höglwörther Sees – Gemeinde Anger.  Den Endmoränensee mit hohem geowissenschaftlichem Wert wies das Bayerische Landesamt für Umwelt als Geotop aus. Die heute große Bekanntheit des Sees bringt das auf der Halbinsel im See liegende ehemalige Augustinerchorherrnstift, nicht zu Unrecht oft bezeichnet als die „Perle des Rupertiwinkels“. Von der hohen Wasserqualität zeugen die wieder im See anzutreffenden Krebse. Rund um den See finden sich freie Einstiegstellen und ganz besonders bietet sich die Liegewiese mit Kiosk am Nordufer für einen fröhlich-vergnüglichen oder auch sportlichen Aufenthalt an.

Am Abtsdorfer See genießt man das herrliche Bergpanorama

Der Abtsdorfer See

Ein Relikt aus der letzten Eiszeit – der Abstorfer See (auch Haarsee genannt) liegt scheinbar wie ein riesiger Wassertropfen im Gemeindegebiet von Saaldorf/Surheim. Auf der Nordseite verläuft an den Ufern des Sees die Grenze des Stadtgebietes von Laufen. Nach dem Rückzug des Salzachgletschers (Würmeiszeit siehe unten Beschreibung Waginger See) füllte sich die als „Schürfgrube“ bezeichnete Senke mit Wasser. Der Abtsdorfer See – von den Einheimischen liebevoll Abtsee genannt – bezeichnet sich ob der guten Wasserqualität als einer der fischreichsten Gewässer Bayerns. Die dunkle Färbung des Sees deutet nicht – wie man glauben könnte – auf Moorwasser hin, sondern stammt von huminsäurehaltigen Zuflüssen aus dem nahen Haarmoos. Vom Strandbad mit Liegewiese und einer bewirteten Seeterrasse lässt sich ein traumhafter Panoramablick auf die nahe Bergwelt genießen.weiterlesen

Über den Falzsteig zum Watzmannhaus

 von Sepp
Das Watzmannhaus

Das Watzmannhaus

Lange habe ich mir diese Jahr Zeit gelassen mit der ersten Tour aufs Watzmannhaus. Immerhin hat das Haus schon seit Wochen offen und ich war noch nicht oben. Heute war es dann aber soweit! Als Aufstiegsvariante wähle ich den Falzsteig. Der Weg über Kühroint ist zwar ein Umweg im Vergleich zum Normalweg über die Stuben- und Mitterkaseralm, dafür ist diese Variante landschaftlich extrem reizvoll und bietet auch ein paar alpine Momente. Um den gewählten Umweg möglichst schnell zu überwinden, fahre ich mit dem E-Bike auf der Forststraße zur Kühroint. Dort deponiere ich das Radl.

Kühroint

Kühroint

Von der Kühroint-Hütte geht es in Richtung Watzmannkar. Am Ende der Almfläche zweigt der Weg in den Wald ab.

Von Kühroint Richtung Watzmannkar

Von Kühroint Richtung Watzmannkar

Unterhalb des Watzmannkars wandere ich auf einem meist flachen, stellenweis aber feuchtem Steig bis unter eine bewaldete Steilstufe.weiterlesen

Eine Hommage an den König: Die Watzmannumrundung

 von Sarah

Er ist das Wahrzeichen des Berchtesgadener Landes: Der Watzmann.

..und die Sommersaison hat bereits begonnen: Der Weg hinauf zum Hocheck ist bereits (fast) schneefrei; einige Einheimische haben außerdem schon die Überschreitung des Massives bestritten. Doch gibt es ebenfalls beim Watzmann die Möglichkeit, solchen zu umrunden. Im Folgenden möchte ich diese Option näher darstellen um euch eine potentielle (trailrunning-) Route aufzuzeigen.

Sebastian und ich starten am Morgen an der Wimbachbrücke in Ramsau unser Vorhaben. In Richtung Klamm geht es hinauf bis wir die flach ansteigende Strecke des Gries vor uns haben. Nun folgen etwa acht Kilometer Forstweg, die recht einfach im moderaten Tempo gelaufen werden können. Die Steigung ist in solchem Bereich kaum nennenswert und ermöglicht ein optionales Aufwärmen unsererseits. Am Wimbachschloss und einigen bewaldeten Passagen entlang laufend – erstreckt sich bereits ein imposanter Anblick zu unserer linken Seite: Der Watzmann selbst stellt sich zur Schau und gewährt uns die ersten Blicke des Tages auf ihn. Von der Sonne erhellt steht er da – mit der Hälfte seiner Masse – die wir heute umrunden möchten. Anders als bei der Zugspitze steht der Watzmann mitsamt seines kompletten Massivs in Deutschland.

Die Wimbachgrieshütte nach etwas über einer Stunde erreicht, begegnen wir nun vermehrt WanderInnen, die sich ebenfalls auf den Weg ihrer Touren begeben. Immer in Richtung ,,Trischübel“ folgend laufen wir gemächlich vor uns hin oder gehen schnell. Heute wollen die Kräfte klug eingesetzt werden. Mit einer Länge von 34 Kilometern und 2.300 Höhenmetern ist die Watzmannumrundung (inklusive Hirschwieskopf) eine der längeren sowie anspruchsvolleren trailrunning-Touren im BGL.

Das Wimbachgries

Auf einer Höhe von 1774 Metern am Trischübel angekommen halten wir uns links und folgen einem, zunächst begrasten Pfad bergaufwärts. Mit Zunahme der Höhenmeter verändert sich auch der Weg; vermehrt legen sich uns Steine und einzelne Wurzeln in den Weg. Solche passiert, erreichen wir das Plateu der Hirschwiese. Vor unseren Augen: Die Watzmann Südspitze mit Gipfelkreuz des Hirschwieskopfes im Vordergrund.weiterlesen

Dem Himmel ganz nah: Im Watzmannkar

 von Sarah

Mit viel Genuss aber auch einer Portion Wehmut betrachtete ich in den vergangenen Wochen traumhafte Bilder aus dem Watzmannkar. Im letzten Jahr war ich das erste Mal dort gewesen – natürlich in der sommerlichen Jahreszeit. Erlaufen hatte ich dabei das dritte Watzmannkind. Solcher Trailrun hinterließ eine strake Wirkung auf mich, war das Terrain doch recht steil, anspruchsvoll und nicht für jedermann geeignet.

Steiles Terrain im Watzmannkar

Da ich im Winter oftmals einen Gang aufgrund der Schneelage zurückschalte(n) (muss) erfreute ich mich dennoch an den Bildern, die sich mir aus dem verwegenen Kar präsentierten. Ließen meine Ski-Fertigkeiten noch keine allzu schwierige Abfahrt zu. (Wer meinen Blog verfolgt weiß, dass ich in dieser Saison erst mit dem Skifahren begonnen habe).

Das Gelände erfordert Abfahrtskönnen

Nachdem ich jedoch, zum gefühlt hundertsten Mal, zeitschriftentaugliche Bilder von der Jungfrau sah, ereilte mich ein Blitzgedanke: Wenn zwar nicht mit Skiern könnte ich wohl mit Schneeschuhen ins Kar, und letztlich zur Skischarte laufen! Gepackt von solchem Impuls lieh ich mir am darauffolgenden Tag Schneeschuhe aus und machte mich auf den Weg zum Hammerstieler Parkplatz, um von dort aus meine Tour zu starten.

Die Watzmann-Jungfrau: Auch mit Schneeschuhen zu erreichen

Bereits um kurz vor neun Uhr füllte sich der Parkplatz allmählich mit SkitourengeherInnen. Interessiert beobachtete ich das Geschehen während ich mich selbst für mein kleines Abendteuer wappnete. Da mein Laufrucksack aufgrund der Wärmebekleidung kein Platz mehr zuließ, klemmte ich mir die Schneeschuhe kurzerhand zwischen Rucksack und Rücken. In der rechten Hand die Laufstöcke und los konnte es gehen. Ich lief zunächst, vorbei an den SkitourengeherInnen,  in Richtung Schapbachalm. Durch zahlreiche TourengeherInnen der letzten Wochen war der Weg bis dorthin festgetreten und für mich gut laufbar. Lediglich zu rutschen begann ich einige Male, wenn mich eisige Stellen ereilten.weiterlesen

Blick gen Watzmann-Hocheck © Ann-Kathrin Helbig

Blick gen Watzmann-Hocheck © Ann-Kathrin Helbig

Sonntagmorgen. Ich hatte genau vier Stunden Schlaf, aber die Wintersonne strahlt schon kräftig durch meine Vorhänge im Schlafzimmer. Vor nicht vielen Stunden, da schlenderte ich noch durch das frühlingshafte Venedig und nun bin ich wieder hier, mitten im tiefsten Winter. Wer wäre ich, wenn ich nur einen Sonnenstrahl verpasse? Keine Frage, schlafen kann ich wieder wenn es dunkel ist 🙂 Also packe ich schnell meinen Rucksack, trinke einen extra starken Kaffee und dann wird ausgerückt. Heute soll es hinauf zur Falzalm gehen. Richtig Sonne tanken ohne sich zu verausgaben.

Mein Auto stelle ich beim Parkplatz Hammerstiel in Schönau ab. Der Parkplatz ist mehr als voll, glücklicherweise ist mein Auto kompakt genug um das letzte freie Platzerl zu füllen. Hier kommen alle zusammen, ob Skitour zum 3. Watzmannkind , Gugl oder Wanderer die den Grünstein und/oder Kühroint anstreben. Gleich an der Schranke beim Parkplatz schnalle ich die Schneeschuhe an. Selbstverständlich kann man diese Tour auch als Skitour unternehmen, aber leider bereiten mir meine Skitourenstiefel noch zu große Schmerzen und beim abfahren treffe ich wohl jeden 2. Busch, Baum oder Stein.weiterlesen

Heute schreiben wir den 14. Februar. Besser bekannt als Valentinstag. Tag der Liebenden – oder doch eher ein kommerzieller Tag?!

Liebe findet meines Erachtens jeden Tag statt. In Blicken, Begegnungen, Gesprächen mit unseren Mitmenschen. Dennoch möchte ich den heutigen Tag nutzen, um meiner Liebe zu einem speziellen Thema Raum zu geben: Dem Watzmann.

Der Watzmann im Winterkleid

Wusste ich bis vor über zwei Jahren nicht, um welchen Berg es sich da genau handelt, der sich vor meinen Augen präsentierte – kann ich mir nun einen Alltag ohne den Ausblick auf dieses Weltwunder nicht mehr vorstellen.

Mit einer sagenumwobenen Höhe von 2.713 Metern ist er der zweithöchste Berg Deutschlands. Für uns Einheimische steht außer Frage, dass er gleichwohl der schönste Berg Deutschlands ist!weiterlesen

Das Berchtesgadener Land: Was uns daran fasziniert

 von Sarah

Es wird zu allen vier Jahreszeiten besucht: Das Berchtesgadener Land. Ob TouristInnen aus dem In- oder Ausland; deutsch- oder fremdsprachig; das Berchtesgadener Land zieht jährlich tausende von TouristInnen an. Manche von ihnen bleiben dort. Worin liegt der Grund – was macht solche Region Deutschlands so begehrenswert und attraktiv für Außenstehende?

Folgender Artikel soll Aufschluss darüber geben und all jenen, die noch über einen potentiellen Besuch nachdenken, den nötigen Motivationsschub ermöglichen.

Immer wieder fallen mir insbesondere folgende Aspekte auf, die BesucherInnen an der süd-östlichen Region Deutschlands faszinieren:

Vielfalt: Insbesondere die Vielfalt des BGL wirkt attraktiv auf Außenstehende. Gemeint ist dabei ein Konglomerat aus Bergen, Seen, weiten Wiesenflächen, Kultur/ Historik, einem Zusammenschluss von unterschiedlichen Tierarten und einzigartigen Charakteren. Ob als Single, Paar, Familie oder Rentner/in – das Berchtesgadener Land ermöglicht durch sein zahlreiches Angebot an Outdoor- wie auch Indooraktivitäten ein ganzheitliches Angebot für jung und alt.

Vereinigung von Natur und Historik: Das Kehlsteinhaus

Die Walfahrtskapelle St. Bartholomä am Königssee gelegen; behütet von der Watzmann Ostwand

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 Sonnige Winterrettungstage der Reichenhaller Bergwacht am Watzmann © BRK BGLL

Sonnige Winterrettungstage der Reichenhaller Bergwacht am Watzmann © BRK BGL

22 Bergretter der Bergwacht Bad Reichenhall haben ein Wochenende lang auf der Kühroint-Alm am Watzmann die Winterrettung im Gebirge geübt und dabei traumhafte Tage in atemberaubender Landschaft erlebt. Pressesprecher Marcus Goebel war dabei, schildert seine Eindrücke und berichtet von den wichtigsten Lehr-Inhalten.

Bei der Rettung von verunfallten Skitourengehern, Schneeschuhwanderern und Wanderern im verschneiten Gebirge kommen zu der medizinischen Notfallversorgung und dem Abtransport des Verunglückten auch noch die Beherrschung der Lawinensituation und des Wärmeerhaltes des Patienten hinzu. Oftmals gestalten sich Bergrettungen im Winter ohne Hubschrauberunterstützung zu sehr materialintensiven Einsätzen.

Bereits am Freitagmittag waren die ersten Bergretter mit einem mit Ausrüstungsmaterial und Proviant vollgeladenen VW-Bus zur DAV-Hütte auf der Kühroint-Alm aufgebrochen, um die Hütte und die Ausbildungsstationen für das Wochenende vorzubereiten. Christian Schieder, Ausbildungsleiter für Winterrettung der Reichenhaller Bergwacht, hatte das Wochenende geplant und mit sehr vielen interessanten und lehrreichen Inhalten ausgestaltet.

WInter auf Kühroint © BRK BGL

WInter auf Kühroint © BRK BGL

Als dann am frühen Samstagmorgen alle Teilnehmer angekommen waren, ging es sogleich los mit Lawinenkunde. Zentraler Punkt war der Lawinenlagebericht. Dieser gab zwar die Lawinenwarnstufe zwei aus, hatte jedoch auch auf die Gefahrenstellen im kammnahen Steilgelände der Hangrichtung Nordwest bis Ost oberhalb von 1.800 Metern sowie in triebschneeverfüllten Rinnen und Mulden hingewiesen. Gerade die textlichen Ausführungen des Lawinenlageberichtes werden von manchem Alpinisten nicht wirklich gelesen, sondern es wird nur auf die insgesamt für das jeweilige Gebiet eingestufte Lawinenwarnstufe geachtet. Dabei sind gerade die Details im Textteil des Lawinenlageberichtes wichtig, um die Lawinensituation richtig einzuschätzen. Interessant ist der Textteil auch, weil noch Hinweise auf schön zu fahrende Hanglagen gegeben werden. Hier ist die richtige und von persönlicher Erfahrung geprägte Interpretation des Lawinenlageberichts unumgänglich. Dies sollte dann auch der einzige Theorieteil bis zum Abend bleiben.

Nach der Durchführung des großen VS-Checks (Überprüfung der Funktion aller Lawinen-Verschütteten-Suchgeräte in einer Gruppe) stiegen die Reichenhaller Bergretter in drei Gruppen durch das Watzmannkar zur Skischarte und zum Fünften Kind auf.

Aufstieg zum 5. Kind © BRK BGL

Aufstieg zum 5. Kind © BRK BGL

Unterwegs wurden die Hangneigungen beurteilt, verschiedene Methoden zur Messung der Hangneigung dargestellt und geübt, diverse Schneeprofile gegraben und ausgewertet und nebenbei auch auf die richtige Spuranlage geachtet, um im Ernstfall den schwer gepackten Bergrettern einen möglichst kräfteschonenden und doch zügigen Aufstieg zu ermöglichen. Aufgrund der vielen Ausbildungsinhalte beim Aufstieg durch das Watzmannkar blieb den Reichenhallern sowohl am Gipfel des Fünften Kindes als auch auf der Skischarte kaum Zeit, die grandiose Aussicht bei herrlichem Wetter zu genießen.

In der Watzmann Skischarte © BRK

In der Watzmann Skischarte © BRK

Hatte doch der Ausbildungsleiter für das Wochenende, Christian Schieder, das Mittagessen bereits für 13.15 Uhr auf der Alm festgesetzt. So ging es in schnellen Schwüngen durch teilweise noch gut zu fahrenden Schnee zurück zur Hütte, wo eine hervorragende, selbst gekochte Kaspress-Knödel-Suppe wartete.

Abend auf Kühroint © BRK BGL

Abend auf Kühroint © BRK BGL

Am Nachmittag ging es durch verschiedene Stationen, bei denen die Bergretter die wichtigen Inhalte der Winterrettung im Gelände ausgiebig üben konnten. Eine der wichtigsten Stationen ist immer die VS-Suche mit Punktortung und Ansondieren der verschütteten Person. weiterlesen

Ursula

Kultureller Abstecher vom Christkindlmarkt

 von Ursula
Sonderausstellung im Museum Schloss Adelsheim

Sonderausstellung im Museum Schloss Adelsheim

„Der Blick auf Berchtesgaden im Wandel der Bildkunst“ lautet der Titel der aktuellen Sonderausstellung im Museum Schloss Adelsheim in Berchtesgaden. Ich durfte bereits einen Blick hinein werfen und möchte sie allen, die entweder einen Sinn für Kunst haben oder aber ihre Heimat neu entdecken wollen, wirklich wärmstens ans Herz legen.

Die Exponate, die private Kunstsammler sowie die Sparkasse Berchtesgadener Land leihweise zur Verfügung gestellt haben, sind in der vom Kulturkreis Berchtesgaden initiierten und ausgerichteten Ausstellung in einem besonderen Kontext zusammengestellt. Denn der Titel der Ausstellung prägt auch die didaktische Hängung der Kunstwerke. So wurden jeweils mehrere Bilder zum gleichen Motiv nebeneinander platziert. Anschaulich zeigen sich dadurch die unterschiedlichen Bildauffassungen, Malstile und -techniken im Laufe der Jahrhunderte.

Los geht es – wie sollte es auch anders sein – mit einer Watzmann-Ansicht. Es ist davon auszugehen, dass dieses erste und gleichzeitig älteste Exponat der Ausstellung von Michael Kirchmayr aus dem Jahr 1835 ein Geschenk des Marktes Berchtesgaden an Prinzregent Luitpold von Bayern war. Und schon unser höchster Berg macht deutlich, wie sich Pinselstrich, Farbgebung, Detailfreude und damit der Gesamteindruck verschiedener Ansichten vom gleichen Motiv unterscheiden können.

Verschiedenen Watzmann-Ansichten

Verschiedenen Watzmann-Ansichten

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Neues aus dem Nationalpark

 von Sepp

Thomas Gesell (Mitte), Hüttenreferent der Sektion München des Deutschen Alpenvereins, erläuterte Nationalparkleiter Dr. Roland Baier (l.) und Dr. Peter Loreth von der Biosphärenregion Berchtesgadener Land die Pläne für den Umbau des Watzmannhauses.

544.000 Euro für Wege und Steige im Nationalpark

45 Teilnehmer waren der Einladung von Nationalpark-Leiter Dr. Roland Baier zur Herbstversammlung ins Berchtesgadener Nationalparkzentrum Haus der Berge gefolgt. Traditionell berichtet die Nationalparkverwaltung unter dem Titel „Erholungsnutzung im Nationalpark“ über durchgeführte Arbeiten und Projekte des laufenden Jahres. Vertreter von Behörden, Gemeinden, Vereinen, Verbänden, Forstbetrieb, Tourismus und Hüttenwirten erfuhren darüber hinaus von der Sektion München des Deutschen Alpenvereins (DAV) die Pläne für den rund 1,1 Millionen Euro teuren Umbau des Watzmannhauses.

Die Erhaltung der Wege und Steige spielt im Schutzgebiet rund um Watzmann und Königssee eine bedeutende Rolle. Rund 544.000 Euro investierte die Nationalparkverwaltung im laufenden Jahr für den Erhalt dieser Infrastruktur für Wanderer und Bergsteiger. Die drei Nationalpark-Revierleiter Matthias Hofbeck, Hans Neubauer und Werner Vogel stellten außerdem die erfolgten Maßnahmen zu Borkenkäferbekämpfung, Wegemarkierung, Instandhaltung der Diensthütten sowie Pflanzungen von Buche und Tanne in der Pflegezone vor. Anschließend berichtete Nationalpark-Wegereferent Lorenz Köppl über die aufwändige Sanierung der Watzmann-Überschreitung im Juli 2017. In 300 Arbeitsstunden entfernte das Steigbau-Team insgesamt 171 Meter Stahlseil und 56 Haken. 178 Meter Seil und 43 Haken wurden erneuert und ausgetauscht. Köppl betont: „Die Watzmann-Überschreitung ist durch unsere Maßnahme keinesfalls schwieriger geworden. Wir haben den Watzmann lediglich in unschwierigem Gehgelände von seinem Korsett ein wenig befreit“. Diese Maßnahme hat der Nationalparkverwaltung neben wenigen kritischen Stimmen auch viel Lob und Anerkennung eingebracht. Besonders aus der einheimischen Bevölkerung sowie dem benachbarten Österreich gab es große Zustimmung.

Umbau des Watzmannhauses

Auch einige hundert Höhenmeter unterhalb der Watzmanngipfel, am Watzmannhaus, wurde und wird derzeit gebaut. Thomas Gesell, Hüttenreferent der Sektion München des DAV, präsentierte die Pläne zum laufenden Umbau des Watzmannhauses. Bis Mai 2019 wird die beliebte Bergsteigerunterkunft in drei Bauabschnitten umgebaut und modernisiert. Auch den strengen Auflagen des Brandschutzes wird bei der rund 1,1 Millionen Euro teuren Maßnahme Rechnung getragen. Die Arbeiten finden sowohl während des laufenden Betriebes als auch in der winterlichen Schließzeit statt. Neben moderneren Schlafräumen werden auch die Sitzplätze im Gastronomiebereich erweitert und neue Sanitärräume eingerichtet.

Das Watzmannhaus wird renoviert

Das Watzmannhaus wird bis 2019renoviert

Nationalpark-Ranger Klaus Melde gab einen Überblick über die Arbeitsschwerpunkte des Nationalpark-Dienstes im vergangenen Sommer.weiterlesen