Winter-Berchtesgaden-Skitour

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Winter

Wildfütterung unter Extrembedingungen

 von Sepp
Das Wintergatter im Pfaffenthal

Das Wintergatter im Pfaffenthal

Spätestens mit der Ausrufung des Katastrophenfalls wird offensichtlich: So viel Schnee in so kurzer Zeit hat es schon lange nicht mehr im Berchtesgadener Land gegeben. Zahllose Helfer, unterstützt von Bundeswehr, Feuerwehren und technischem Hilfswerk versuchen den Schneemassen auf Straßen und Dächern Herr zu werden. Derweil machen sich Berufsjäger Max Schmid und Förster Christian Lischka vom Forstbetrieb Berchtesgaden der Bayerischen Staatsforsten auf dem Weg zum Wintergatter Pfaffenthal im Bergsteigerdorf Ramsau.

Berufsjäger Max Schmid und Förster Christian Lischka vom Forstbetrieb Berchtesgaden

Berufsjäger Max Schmid und Förster Christian Lischka vom Forstbetrieb Berchtesgaden

Aufgrund der Zersiedelung und Verbauung der Auelandschaft ist das Rotwild gezwungen in seinen Sommereinständen zu überwintern. Hier wird es über den Winter mit Heu, Rüben und Grassilage versorgt, bis die Vegetation wieder genug Nahrung bietet. Aufgrund der großen Neuschneemengen stellt sich die Versorgung der Wildtiere jedoch als extrem schwierig heraus. Der Weg zum Wintergatter ist mit meterhohem Schnee bedeckt, abgebrochene Bäume liegen quer und immer wieder ist das Knarzen und Brechen von Ästen und Gipfeln durch den Wald zu hören.

Es kommt auch in anderen Wintern vor, dass die Straße zugeschneit ist und im Normalfall würde sich Berufsjäger Max Schmid mit den Skiern auf den Weg machen. Doch dies ist derzeit aufgrund der Gefahrenlage unmöglich. Das Wild verbraucht zum Glück derzeit nur wenig Energie. Es steht in der Regel windgeschützt beisammen und hat den Stoffwechsel auf ein Minimum heruntergefahren. „Es ist Ehrensache, dass unser Rotwild täglich gefüttert wird,“ sind sich Max und Christian mit allen anderen Revierjägern am Forstbetrieb Berchtesgaden einig. Von Tag zu Tag wird der Zugang kräftezehrender und Besserung ist nicht in Sicht.weiterlesen

Milcherfassung im Winter in Maria Gern | Berchtesgaden © Bernhard Huber

Milcherfassung im Winter in Maria Gern | Berchtesgaden © Bernhard Huber

Schwere Schneedecken auf den Dächern, gefürchtete Lawinenabgänge, Schneebruch und rutschige Fahrbahnen: Bayern versinkt gerade im Schnee. Im südlichen Berchtesgadener Land wurde heute Vormittag der Katastrophenfall festgestellt. Doch auch bei Eis und Schnee müssen die Sammeltankwagenfahrer der Molkerei Berchtesgadener Land die Milch bei den Bergbauern auf über 1.000 Meter zwischen Watzmann und Untersberg abholen.

„Das Gefährlichste an den Fahrten auf schneebedeckter Fahrbahn ist, wenn das Fahrzeug ins Rutschen gerät“ weiß Franz Foisner, Milchwagen-Fahrer bei den Pidinger Milchwerken: „Der Winter ist für mich als Fahrer schon eine gefährliche Zeit“, erzählt Franz Foisner, „Ich muss weit hinauf, auf über 1.000 Meter, und auf schmalen Straßen, die teilweise verweht oder nicht geräumt sind.“ Innerhalb von zwei Tagen holen er und seine Kollegen rund 1,6 Millionen Liter Milch von 1.700 Landwirten ab, die teilweise in extremen Gebieten entlang der deutschen Alpenstraße liegen. Die höchste Milchsammelstelle liegt auf 1050 Metern Höhe im Bergsteigerdorf Ramsau.

Milchsammeltankwagen der Bergbauernmilch am Hochschwarzeck in Ramsau © Bernhard Huber

Milchsammeltankwagen der Bergbauernmilch am Hochschwarzeck in Ramsau © Bernhard Huber

Halt macht Franz Foisner bei vielen kleinen Höfen, die zum Teil nur 25 Liter Milch abgeben. Starke Gefälle, gewaltige Steigungen und die schwappende Milch im Wagen sind bei Schnee und Eis eine noch größere Herausforderung. Doch die Fahrzeuge sind für die Extremtouren ausgerüstet: Schleuder- und Schneeketten bringen die Fahrer – und die Milch – sicher an ihr Ziel. „Die Landwirte verlassen sich auf mich, dass ich die Milch in gutem Zustand zur Molkerei nach Piding bringe“, erklärt Franz Foisner, „Würden wir die Milch nicht an vielen Stationen abholen, würden viele Landwirte aufhören, weil sich der Aufwand für einen eigenen Transport für sie nicht lohnt.“ weiterlesen

Seit Jahren organisiert Andrea Hartmann mit Leib uns Seele den Bad Reichenhaller Christkindlmarkt – sie hat uns ihre Geschichte erzählt:

„Ich organisiere heuer zum 7. Mal den Christkindlmarkt in Bad Reichenhall. Selbst einen Stand auf dem Markt habe ich seit nunmehr 25 Jahren – ich kann also schon mit Fug und Recht über Erfahrung sprechen. Der Christkindlmarkt, findet zentral auf dem Rathausplatz in Bad Reichenhall statt. Er ist so angeordnet, dass ein schöner Kreis entsteht, so haben wir eine gemütliche und heimelige Atmosphäre.

Unsere Hütten

Unser Markt ist geprägt von Natürlichkeit, darauf legen wir großen Wert. Das geht bei der Dekoration der Hütten los und setzt sich auf dem ganzen Platz fort. Die Stehtische bestehen aus aufgeschlichtetem Holz mit einer Platte drauf. Zwischen den Hütten stehen überall schöne  Tannen und an den Eingängen runden große Tannen das Bild ab. Eine große Veranstaltungshütte aus gehackten Balken bietet Platz für Musik und auch zum Unterstehen, wenn das Wetter mal nicht so gut ist. Wir haben heuer 22 Stände auf dem Markt, wobei ich großen Wert darauf lege, mehr Handelswaren als Gastronomie-Hütten zu stellen. Hier gibt es zum Beispiel eine Hütte mit dem Namen „Geschenke aus Reichenhaller Hand“. Diese Hütte wird von vielen Händen gemeinsam bestückt, angefangen mit gestrickten Socken, gebastelten Ketten, Holzwaren, Stirnbändern, Töpferwaren und vielen Dingen mehr, die sich toll als Geschenke eignen. Viele Hände arbeiten hier gemeinsam, eine tolle Sache. Ansonsten stellt unsere heimische Saline eine Hütte mit allerlei Salzprodukten, es gibt Korbwaren, einen Holzschnitzer, Gewürze, Handschuhe und Mützen, Honig und Maroni, Christbaumschmuck und vieles mehr.

Von der Predigtstuhlbahn bis zu singenden Kartoffeln

Wir sind wohl der einzige Christkindlmarkt mit einer Gondel – die Predigtstuhlbahn, älteste im Original erhaltene Kabinenseilbahn der Welt – stellt bei uns eine nachgebaute Gondel auf, aus der Gutscheine und Bergprodukte wie Rucksack, Sitzkissen, Mützen usw. verkauft werden.weiterlesen

Rosi Fürmann

Der Watzmann – sagenhaft und sagenumwoben

 von Rosi


Der Watzmann – sagenhaft und sagenumwoben
„Der schönste Berg der Welt“

„Der schönste Berg der Welt“ – eine Umfrage des Bergsteigermagazins kommt zu diesem, den Watzmann treffend beschreibenden Schluss. Nicht nur die Höhe von 2713 m (die Mittelspitze) sondern ganz besonders seine einmaligschöne Form macht den Watzmann zum Wahrzeichen des Landkreises Berchtesgadener Land.

Die Kirchleitnkapelle auf dem Ponnzenbichl mit dem Watzmann im Hintergrund

Der Watzmann – sagenhaft und sagenumwoben: Wer kennt die Sage nicht? Einst regiert der grausame König Waze oder Wazemann das Land. Er verbreitet mit seiner Frau und den Kindern Furcht und Schrecken unter der Bevölkerung. Auf einer seiner wilden Jagden zerstampft er eine Bauersfamilie mit seinem Ross und die Bäuerin verflucht ihn: Gott soll dich und deine Familie zu Stein verwandeln. Im Nu tut sich die Erde auf, spuckt Feuer und der König mit seiner Familie erstarrt zu Stein.

Frühling mit dem noch verschneiten Watzmann

Aus der Sicht von Norden lässt sich die „Königsfamilie“ erahnen. Links die Watzmannfrau, in der Mitte die Kinder und rechts der Große Watzmann „König Waze“.weiterlesen

Wintertour auf den Zwiesel 1782m

 von Ann-Kathrin
Meine Freundin und ich am Zenokopf © Ann-Kathrin Helbig

Meine Freundin und ich am Zenokopf © Ann-Kathrin Helbig

Lange war es ruhig um mich gewesen, es gab wenig zu lesen von mir. Aber gewiss heißt das nicht, dass ich nicht unterwegs war. Im Gegenteil, ich war mehr denn je unterwegs und habe meinen Horizoint außerhalb der Berchtesgadener Alpen erweitert. Wer gerne meinen Touren folgen möchte, kann dies via Facebook oder Instagram machen. Dort findet ihr mich auch und halte diese Profile recht aktuell.

So, wieder genug von mir zurück zu einem tollen Winterberg. Zum Zwiesel bin ich fast immer nur im Sommer gestartet. Meist als Überschreitung mit dem Gamsknogel ab dem Jochberg Parkplatz/Schneitzelreuth. Einmal bin ich mit einem guten Freund diese Überschreitung im Frühwinter gegangen, zum Teil mussten die seilgesicherten Stellen und Eisentritte vom Schnee befreit werden. Im letzten November war ich auch am Zwiesel, allerdings war der Schnee noch so gering, dass „snowlines“ (Grödel) ausreichten. Dieses Mal wird es ganz anders sein.

Zwiesel © Ann-Kathrin Helbig

Zwiesel © Ann-Kathrin Helbig

Meine Freundin ist schon am Vortag bei der Zwieselalm gewesen, ab dort sei Ende im Gelände. Tiefschnee, der einfach noch nicht angespurt ist. Ein weiter gehen ohne Tourenski oder Schneeschuhe – unmöglich. Letzteres besitze ich in doppelter Ausführung. Das Auto stellen wir beim Listwirt in Bad Reichenhall ab. Dort geht es stetig bergan über eine Fortstraße bis man auf den Mulisteig trifft. Ab hier hat immer wieder gut gehbare Altschneefelder. Die Sonne lugt immer wieder zwischen den Bäumen hindruch. Uns wird sofort warm, der Duft der Luft verändert sich. Es fühlt sich schon fast frühlingshaft an. Schnellen Schrittes erreichen wir die Zwieselaln. Hier wird kurz gerastet und die Schneeschuhe angschnallt. Weitere Wanderer sitzen schon bei der Alm in der Sonne. Doch keiner hat bisher angespurt, also müssen wir zwei das unternehmen. Kaum im Wald unterwegs, schauen wir recht verwirrt. Wo sind die Markierungen? Geht man auch im Winter wie im Sommer? Fragen über Fragen, aber eines ist fix: Man sollte die Tiefwintertour zum Zwiesel nicht alleine als Ortkunkundiger angehen, sonst findet man sich schnell beim nächsten Abhang wieder. Das stapfen, spuren und queren wird immer anstrengender. Eine Auftsiegshilfe an den Schneeschuhen hilft uns ein wenig. Nicht lange im Bergwald und immer steileren Hängen fragen wir uns ob wir noch richtig sind. Alles ist so anders als zu den anderen Jahreszeiten. Von der Weiten sehen und hören wir andere Wanderer. Wir warten auf Sie und tuen uns zusammen.weiterlesen

TV-Tipp: Mit der Pferdekutsche zur Wildfütterung

 von Sepp
Pferdekutschfahrt im Klausbachtal

Pferdekutschfahrt im Klausbachtal

Am Montag, 15. Januar 2018, sendet das Bayerische Fernsehen einen TV-Beitrag von Redakteurin Brigitte Kornberger in Abendschau – Der Süden ab 17.30 Uhr über die Pferdekutschen-Fahrten in den Nationalpark Berchtesgaden!

Das Klausbachtal ist zwar als Tal der Adler bekannt, doch im Winter ist es eher das Rotwild, das die Besucher anlockt. In der Wildfütterung des Nationalparks Berchtesgaden kann man bis zu 50 Stück der Tiere von der barrierefreien Aussichtsplattform beobachten.

Rotwild in der Fütterung im Klausbachtal

Rotwild in der Fütterung im Klausbachtal

Erreichen kann man die Wildfütterung zu Fuß in einer schönen Winterwanderung oder eben mit der Pferdekutsche.

Wenn Ihr selbst mal eine Pferdeschlittenfahrt ins Klausbachtal mitmachen wollt, meldet Euch an. Es lohnt sich: Ich war vor ei paar Wochen bei einer Kutschfahrt dabei und kann es nur weiterempfehlen.  Die Termine und Kontaktdaten findet Ihr in unserem Veranstaltungskalender.

Schaltet ein: Heute Abend ab 17:30 Uhr im Bayerischen Fernsehen, Euer Sepp

Rosi Fürmann

Biathlon in Ruhpolding

 von Rosi

Ganze 1000 Zuschauer kamen 1979 an allen Wettkampftagen zur ersten Biathlon-Weltmeisterschaft in Ruhpolding

Biathlon – eine Wintersportart, die in den letzten Jahren zum wahren Publikumsmagneten geworden ist. Zwischen 15 000 bis 25 000 Zuschauer kommen täglich zu den Wettkämpfen in die Chiemgau-Arena in Ruhpolding. Ob die Männer- oder Frauenbewerbe – es macht keinen Unterschied und die Ränge im Schießstadion füllen sich schon Stunden vor den Wettbewerben, um einen guten Platz zu ergattern.

riesige Videoleinwand für die Zuschauer an der Strecke

Mit riesigen Videowänden bieten die Ruhpoldinger den Zuschauern an der Strecke einen ständigen Überblick über das Geschehen am Schießstand und auf der Strecke.

Das „Pflänzchen Biathlon“ begann in der Saison 1977/78 mit der Umstellung auf das Schießen mit Kleinkaliber auf 50 Meter entfernte Ziele zu wachsen – bis dahin eine militärische Sportart mit dem Schießen mit großkalibriger Munition auf 150 Meter Entfernung. Bereits in den 1970er Jahren hatten die Bemühungen Früchte getragen, in Ruhpolding ein Biathlonzentrum zu errichten. weiterlesen

Rosi Fürmann

Aperschnalzer mit Blick auf Aufham am Fuße des Hochstaufen

Großes Rupertigau-Preisschnalzen in Aufham am 3. und 4. Februar 2018
Das 65. Gaupreisschnalzen findet turnusmäßig in diesem Jahr auf bayerischer Seite statt

Turnusgemäß ist im Jahr 2018 das große Rupertigau-Preisschnalzen (Passen aus dem Rupertiwinkel und dem Umland des nahen Salzburg) auf der bayerischen Seite auszurichten. Die Schnalzer aus Aufham in der Gemeinde Anger (Rupertiwinkel) übernehmen die Aufgabe, das Schnalzen am 3. und 4. Februar zu organisieren. Groß ist die Freude, rund 1900 Schnalzer (rund 80 Jugendpassen am Samstag, 3. Februar und 130 Allgemeine Passen am Sonntag, 4. Februar) und dazu erfahrungsgemäß an beiden Tagen weit mehr als 3000 Zuschauer in Aufham auf dem Gelände hinter dem Schwimmbad / der Festhalle mit imposantem Blick auf den Hochstaufen begrüßen zu dürfen.

Schnalzergoaßl für das Aperschnalzen im Rupertiwinkel

Das Schnalzen ist ein Brauch, der sich – wie mündliche Überlieferungen erzählen – mindestens auf das Jahr 1600 im Bereich des heutigen Rupertiwinkels diesseits und jenseits der Salzach (der bayerisch-österreichische Grenzfluss) zurückverfolgen lässt. Den Winter und die Geister der dunklen Jahreszeit soll das Aperschnalzen mit der langen aus Hanf gedrehten Goaßl vertreiben, die Erdgeister wieder aufwecken und heute verstärkt die Lebensfreude der Bevölkerung zeigen. Aus dem „wilden“ Schnalzen einzeln oder in Gruppen mit teilweise schon zu kleinen Preisschnalzen entstand um die Mitte des letzten Jahrhunderts das heutige Rupertigau-Preisschnalzen.weiterlesen

Rosi Fürmann

Das neue Jahr 2018

 von Rosi

Das Neue Jahr 2018 im Rupertiwinkel, dem Bergerlebnis von Berchtesgaden

Die Rupertiwinkler Gemeinden Anger, Piding und Teisendorf wünschen allen Liebhabern und Freunden der Region „das Land vor den Bergen“ ein erfolgreiches, gesundes und rundum gelungenes Jahr 2018. Wir alle freuen uns auf ein Wiedersehen bei uns zu den „schönsten Tagen des Jahres“ dem wohlverdienten Urlaub und werden hier auf dem BLOG-Portal immer wieder mit neuesten Geschichten und Bildern Interessantes für alle „Freunde der Region“ veröffentlichen.

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Mit dem Pferdeschlitten ins Klausbachtal

 von Sepp
Mit dem Pferdeschlitten im Klausbachtal

Mit dem Pferdeschlitten im Klausbachtal

Seit letztem Wochenende fahren wieder die Pferdeschlitten zur Wildfütterung im Klausbachtal. Ich durfte bei der ersten Fahrt am Freitag teilnehmen.

Startpunkt der Pferdeschlittenfahrten ist das Klausbachhaus, die Informationsstelle des Nationalparks Berchtesgaden am Hintersee im Bergsteigerdorf Ramsau. Seit zwei Jahren liegen die Kutschfahrten in der Verantwortung vom Frankenkutscher Rudi.

Frankenkutscher Rudi

Frankenkutscher Rudi

Während des Winters lebt er mit seinen beiden Pferden auf einem Bauernhof in der Ramsau. Bei unserer Fahrt am Freitag hat Franz Stangassinger aus Schönau, der Sulzberg Franz, mit seinen Pferden Paul und Eva und einer wunderschönen Kutsche den Frankenkutscher unterstützt.weiterlesen