St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Untersberg
Ann-Katrin

After-Work Tour Rauher Kopf

 von Ann-Kathrin
Gipfel Rauher Kopf © Ann-Kathrin Helbig

Gipfel Rauher Kopf © Andreas Wiesinger

Der Rauhe Kopf ist auf keinen Fall zu unterschätzen. Es mag vielleicht in der Überschrift klingen, wie als sei dieser Ausläufer des Untersberges eine gemütliche Runde nach Feierabend. Wer Wanderanfänger ist, sollte den Rauhen Kopf erstmal meiden oder  ganz viel Zeit und Trittsicherheit mtibringen.

Wir starten heute von der Kastensteinerwand-Alm in Bischofswiesen. Hier bei der Gaststätte ist auch ein sehr schöner Aussichtspunkt mit vielen Ruhebänken. Zuerst führt eine Forststraße sehr steil nach oben. Das ist kein Wadenbeißer, sondern ein Wadenkiller. Doch nicht lange, denn dann zweigt der Weg auf einen wurzeligen Waldpfad ab. Flache Stellen gibt es keine. Der Weg ist schmal und steil. Als Aufstiegshilfe kann man sich faltbare Trekkingstöcke mitehmen. Die helfen auch beim Abstieg. Nach einer knappen Stunde wird auch die sogenannte „Schlüsselstelle“ am Rauhen Kopf erreicht. Hier wurde für das durchsteigen am Fels ein Seil eingehängt. Das entschärft diese Stelle. Am Gipfel angelangt wiegen wir uns in der Sicherheit ganz alleine zu sein. Wer springt denn schon noch in den Abendstunden am Rauhen Kopf umher?!

Gipfel Rauher Kopf © Ann-Kathrin Helbig

Gipfel Rauher Kopf © Ann-Kathrin Helbig

Kaum, dass wir es uns auf dem Gipfel gemütlich gemacht haben ruft es vom Verbingsgrat zum Untersbergagtterl „dreht euch mal rum“. Es ist Andreas Wiesinger, bekannt durch seine sportlichen Leistungen trotz Atemwegserkrakung und durch seine Publikation über Wanderungen zu den Steiböcken. Mit der Kamera im Anschlag schießt er ein paar schöne Schnappschüsse von uns an diesem milden Frühsommerabend.weiterlesen »

Rosi Fürmann

Das Kehlsteinhaus

 von Rosi

Panorama über das Kehlsteinhaus auf dem Kehlstein mit links Mitte dem Watzmannmassiv und dem Hochkalter und rechts Mitte dem Untersberg

Nervenkitzel inklusive
Unvergesslich und unvergleichlich – eine Busfahrt hinauf auf den Kehlstein hoch über Berchtesgaden. Ein Berg mit Geschichte und spektakulärem Ausblick.

Eine schmale, 6,5 km lange Passstraße führt vom Obersalzberg – Parkplatz Hintereck (direkt neben der Dokumentationsstelle – Berchtesgaden) durch fünf Tunnel und meist auf der Südseite verlaufend hinauf auf den Kehlstein. Kurz unterhalb des auf 1834 m exponiert auf einem Bergsporn gelegenen Kehlsteinhauses endet die Straße und überwindet dabei mit nur einer Kehre 700 Höhenmeter. Die in nur 13 Monaten Bauzeit als ein äußerst aufwendiges Projekt in den Berg gesprengte und im Sommer 1938 fertiggestellte Straße und das Kehlsteinhaus bekam Hitler am 20. April 1939 zu seinem 50. Geburtstag geschenkt.

Buslinie auf der wunderschönen Passstraße zum Kehlstein

Er besuchte das Haus jedoch wahrscheinlich nur an die 10 Mal, da ihm die Ausflüge zu zeitaufwendig und riskant gewesen sein sollen. Besonders den am Gipfelpunkt der Passstraße durch einen 124 m tiefen Tunnel zu erreichenden, pompös mit Messing verkleideten und mit venezianischen Spiegeln ausgestatteten Aufzug, mit dem man im Berg nach einer Fahrt von 124 m direkt ins Innere des Kehlsteinhauses gelangt, soll er kritisiert haben: Er sei nicht sicher gegen Blitzschlag und man sei nicht sicher vor Überraschungsangriffen der Alliierten. Die Kosten der gesamten Baumaßnahme beliefen sich auf 30 Millionen Reichsmark, das entspricht heute ungefähr 123 Millionen Euro.

Panorama über das Kehlsteinhaus auf dem Kehlstein und dem unterhalb liegenden Parkplatz der Buslinie

Genau wie damals gelangt der Besucher auch heute noch mit dem bis heute unveränderten Aufzug im Berg in nur 41 Sekunden hinauf in das Kehlsteinhaus. Auf der seit 1952 für den Individualverkehr (Auto, Fahrrad und im obersten Teil sogar Fußgänger) gesperrten Straße bringen Spezialbusse mit wegen der speziellen Anforderung geänderter Motorleistung, Getriebe und Bremsen den Gast bis zur Wendeplatte (1696 m). Dabei bietet die Fahrt immer wieder grandiose Ausblicke und zuweilen auch ein wenig Nervenkitzel bei den steil abfallenden und aufsteigenden Hängen am Straßenrand.weiterlesen »

Ann-Katrin

Frühjahrstour auf den Untersberg

 von Ann-Kathrin
Bergrast mit Watzmannblick © Ann-Kathrin Helbig

Bergrast mit Watzmannblick © Ann-Kathrin Helbig

Frühjahr: In den Bergen bedeutet das aufgeweichter Schnee, in höhreren Lagen harter Schnee, der gut trägt und warme Temperaturen. So wie auch zu der Tour zum Untersberg/Berchtesgadener Hochhtron. Am häufigsten wird der Berchtesgadener Hochthron über Hintergern und das Gatterl bestiegen. Weniger Publikumsverkehr auf den Berchtesgadener Hochthron ist, wenn man über Bischofswiesen-Winkel aufsteigt. Hierbei sollte man sich nicht abschrecken lassen, dass der Aufstieg mit 5 Stunden ausgeschrieben ist. Das ist einfach nur sehr großzügig angegeben.

Am Ortsrand von Winkl (Alternativ auch ab Hallthurm) startet man zuerst auf einer Forststraße in Richtung Niernthalsattel. Schnell wandelt sich diese in einen schmaleren Waldpfad stetig bergauf. Fast zwei Stunden ist man nur im Wald, wodurch man auch bei sommerlichen Temperaturen hier noch einen kühlen Kopf behält. Am heutigen Tage ist sogenannte Inversionswetterlage. Da bin ich gespannt ab welcher Höhe ich endlich über dem Nebelmeer bin. Vorher habe ich aber über die Webcam der Funtenseetauern gespickt, wo in etwa die Nebelgrenze sein wird. Die Webcam nutzte ich sehr oft, gerade im Frühjhar um zu sehen ab welcher Höhe der Schnee noch liegt oder wie weit hoch das Nebelmeer aufragt. Ab dem Scheibelkopf bin ich über dem Nebelmeer. Leider wird dieser schöne, kreuzbesetzte Aussichtspunkt oft übersehen. Auch beim Blick ins Gipfelbuch entdeckt man zum Großteil nur einheimische Einträge. Dieser schöne Platz lädt mich zum rasten und Gedanken schweifen ein.

Auf dem Scheibelkopf © Ann-Kathrin Helbig

Auf dem Scheibelkopf © Ann-Kathrin Helbig

Nach einer weiteren halben Stunde ab dem Scheibelkopf erreicht man den Altschnee. Hier ist auch das Gatterl, wo der Weg mit dem Stöhrweg zusammentrifft. Stetig steigend mit häufigem Einsinken geht es nun in Richtung Stöhrhaus. Die Frühlingssonne wärmt schon sehr stark und die letzte Stunde des Aufstieges ist man der Sonne komplett ausgesetzt. Wie auch der Schnee, wodurch das unangenehme Einsenken entsteht. Hier lohnt es sich zäh zu sein, die Aussicht ist zwar atemberaubend, aber der Weg ist eindeutig nicht das Ziel wenn es so unangenehm ist.

auf dem Untersberg © Ann-Kathrin Helbig

auf dem Untersberg © Ann-Kathrin Helbig

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Sepp Wurm

Die Drehorte der neuen Lena Lorenz Folgen

 von Sepp
Der "Lorenzhof" Hauptdrehort der ZDF Serie Lena Lorenz

Der „Lorenzhof“ Hauptdrehort der ZDF Serie Lena Lorenz

Lena Lorenz: Hebamme mit Herz und Höhenangst

Am 9. März ist es soweit: Die 7. Folge der ZDF Serie Lena Lorenz wird ausgestrahlt. Insgesamt wurden letztes Jahr zwischen Mitte Mai und Ende September 4 neue Folgen der ZDF Heimatserie gedreht. Neben den Schauspielern waren 50 Mitarbeiter der Produktionsfirma Ziegler Film vor Ort sowie 20 weitere im Hintergrund beschäftigt. Neben der wunderbaren Hauptdarstellerin Patricia Aulitzky in der Titelrolle der Hebamme mit Herz und Höhenangst ist die Landschaft der Star der Serie: Himmelsruh heißt die Wirkungsstätte von Lena Lorenz in der Serie, gedreht wurde in Marktschellenberg, Ramsau und Berchtesgaden sowie an weiteren Orten im Berchtesgadener Land.

Am 9. März 2017 geht´s im ZDF mit brandneuen Lena Lorenz Folgen und jeder Menge Airtime von aeroCircus weiter. Natürlich mit der wunderbaren Patricia Aulitzky, Eva Mattes, Jens Atzorn und Vielen mehr.Kunde: ZIEGLER FILM GmbH & Co.KG | ZDF | ORFRegie: Sophie Allet-CocheKamera: Christian PaschmannPilot Multikopter: Matthias GihrHelikopter: HELI SALZKAMMERGUT#lenalorenz #zdf #orf #aerocircus #zieglerfilm #neuefolgen #Luftbilder #Luftaufnahmen #Helikopter

Posted by Matthias Gihr on Donnerstag, 23. Februar 2017

 

Hauptdrehort von Lena Lorenz: Der „Lorenzhof“ in Marktschellenberg

Dreh- und Angelpunkt der Serie ist der Lorenzhof, den Lena Lorenz mit ihrer Mutter Eva und Basti bewirtschaftet. Der Bauernhof steht auf dem Ettenberg in Marktschellenberg am Fuße des Untersberges, ist aber für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Winteridylle am "Lorenzhof"

Winteridylle am „Lorenzhof“

Nicht nur in der Serie herrscht an diesem Bauernhof die typische Berchtesgadener Idylle, sondern auch in Wirklichkeit. Ich denke die Bilder von Fotografin Marika Hildebrandt sprechen für sich!

Die Hofkatze am Bauernhof

Die Hofkatze am Bauernhof

Die weiteren Drehorte

Ein weiterer zentraler Drehort für die Serie findet sich ebenfalls auf dem Ettenberg: Der Almwirt ist nicht nur im fiktiven Himmelsruh ein Wirtshaus, sondern auch in der Realität. Er heißt zwar nicht Almwirt, sondern Mesnerwirt, ansonsten entspricht das Wirtshaus in der Serie fast komplett dem echten Wirtshaus. Der Mesnerwirt steht – wie der Lorenzhof – auf dem Ettenberg und zwar direkt neben der Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung.weiterlesen »

Die Watzmannfamilie präsentiert sich im winterlichen Kleid.

Schneeschuhtour auf den Untersberg – Vorbereitung auf das Winter Outdoor-Festival

In zwei Wochen werde ich am 6. BGL Winter Outdoor-Festival teilnehmen, das in diesem Jahr mit einem Schneeschuh-Special aufwartet. Um mich schon einmal mit dem Material vertraut zu machen und auszuprobieren, wie es sich anfühlt, stundenlang mit Schneeschuhen auf und ab durch Schnee zu marschieren, habe ich mir letzte Woche ein paar Schneeschuhe bei der Ski- und Snowboardschule Berchtesgaden-Oberau ausgeliehen.

Nachdem die höheren Lagen des Berchtesgadener Landes an den Tagen zuvor mit etwas Neuschnee beschenkt wurden, verjagte die Sonne am Sonntag gemeinsam mit ihrem Komplizen ‚Wind‘ endlich mal wieder die Wolken und gab den Blick auf die winterliche Bergwelt frei. Diesen idealen Wintertag nutzte ich, um eine Schneeschuh-Expedition auf den Untersberg zu starten und meine ersten Erfahrungen mit den praktischen Fortbewegungsmitteln zu sammeln. Das Winter Outdoor-Festival kann kommen!

Winter Outdoor-Festival: Schneeschuh-Special 2017 vom 3. bis 5. März

Am ersten Märzwochenende ist es wieder so weit und das Winter Outdoor-Festival, einer der absoluten Höhepunkte der Wintersaison im Berchtesgadener Land, findet zum mittlerweile sechsten Mal statt. Das Basecamp der von der Grassl Event & Promotion Services GmbH organisierten Veranstaltung ist wie auch schon im letzten Jahr das Explorer Hotel Berchtesgaden in Schönau am Königssee.

In diesem Jahr ist das Festival komplett auf die immer populärer werdende Aktivität des Schneeschuhwanderns ausgerichtet und bietet geführte Schneeschuhtouren für Einsteiger und Fortgeschrittene. Die Teilnehmer können  dabei traditionell zwischen einer 3, 6, 9 und 12-Stunden-Schneeschuhtour auswählen. Abgerundet wird die Veranstaltung durch ein kulinarisches und musikalisches Rahmenprogramm wenn am Samstagabend alle Teilnehmer zur Finisher Pasta Party mit Live-Musik zusammenkommen.

Während die 3-Stunden-Tour am Sonntag, den 5. März stattfindet, machen sich die Teilnehmer der 6, 9- und 12- Stunden-Tour bereits am Samstag auf in die Berchtesgadener Winter-Bergwelt. Ihr habt also die Qual der Wahl und könnt eure Entscheidung angepasst an Kondition und Erfahrung treffen.

Ich habe mich für die 9-Stunden-Wanderung entschieden, die hoch über dem Königssee über die Hochbahn zur Königsbachalm und anschließend zur Bergstation der Jennerbahn führt. Nach einer Stärkung in der Berggaststätte Jenner und einen Abstecher auf den Jennergipfel geht es im Anschluss über den den kleinen Spinnergraben, die Jennerwiesen und die Mittelstation wieder talwärts. Über die Routenführung der weiteren Touren, Startzeiten, Ticketpreise und Nächtigungsmöglichkeiten im Explorer Hotel könnt ihr euch hier informieren.

Das Explorer Hotel ist wieder Dreh-und Angelpunkt des Winter Outdoor – Festivals.

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Rosi Fürmann

Die Stoißeralm auf dem Teisenberg (1334m) mit Hochstaufen und Zwiesel, Berchtesgaden Alpen, ein „Magnet“ für Wanderer und Mountainbiker

„Der wohl schwärzeste Tag der Stoißer Alm auf dem Teisenberg“: Am 16. Februar 1967 brennt sie vollkommen nieder

Der wohl schwärzeste Tag der Geschichte der Stoißer Alm: 16. Februar 1967 – die Alm brennt lichterloh. Drei Soldaten finden im Flammeninferno den Tod. Bei der Winterübung der Stabskompanie der Gebirgsjägerbrigade 23 Bad Reichenhall wird die Alm zur Todesfalle. Sie brennt bis auf die Grundmauern nieder.

die abgebrannte Stoißeralm – fotografiert am 26.2.1967

Aus dem damaligen Zeitungsbericht des Reichenhaller Tagblattes:

Bei einem Hüttenbrand im Biwakraum des Spähzuges kamen drei Soldaten in den Flammen um; Gefreiter Rudolf Thalhauser aus Traunstein wurde verletzt. Die tödlich verunglückten Soldaten sind: Gefreiter Hurter Hans aus Wieslet, Gefreiter Ludwig Paul aus Beilstein und Gefreiter Staib Werner aus Regensburg. Der Spähzug biwakierte seit dem 13.2.1967 in Iglus und Schneehütten auf der Stoißeralm. Die in der Nähe gelegene Almhütte diente als Versorgungsstützpunkt; der Koch Gefreiter Staib, der Sanitäter Gefreiter Hurter und Gefreiter Thalhauser schliefen dort. Nach den Ermittlungen brach der Brand aus, als der Koch gegen 5.30 Uhr versuchte, im Herd der Hütte mit Hilfe von Benzin ein Feuer zu entzünden, um für den Zug Tee zu kochen. Als er dann die noch schlafenden Kameraden weckte, waren Feuer und Rauch bereits so stark, daß der Weg ins Freie versperrt zu sein schien. Der verzweifelte Versuch, das Eisengitter eines Fensters wegzureißen, schlug fehl; da rannte Gefreiter Thalhauser blindlings durch das Feuer und erreichte glücklich den Ausgang, wo ihm die ersten Kameraden vom Biwakplatz zu Hilfe kamen. Thalhauser erlitt eine Rauchvergiftung, die inzwischen abgeklungen ist. Der Wachposten hatte kurz nach Ausbruch den Brand bemerkt und sofort den Zug alarmiert; das Feuer breitete sich jedoch so schnell aus, daß für die drei in der Hütte eingeschlossenen Soldaten jede Hilfe zu spät kam. Zwar gelang es noch, das Gitter von außen herauszubrechen und Hurter aus der Hütte zu ziehen, aber, obwohl er sofort zu Tal gefahren wurde, starb er auf dem Weg zum Krankenhaus. … Erst nach dem völligen Ausbrennen der Hütte konnten die beiden anderen Soldaten geborgen werden. Sie wurden in der benachbarten Bergkapelle aufgebahrt; vier Soldaten standen Ehrenwache.

Stoißer Alm auf dem Teisenberg mit Untersberg und Hochstaufen vor dem verheerenden Brand 1967

Ein schreckliches Unglück. Der Wiederaufbau nach diesem „schwarzen Tag“ ist für die Almgenossenschaft keine Frage, vielmehr die finanzielle Beteiligung von Versicherung und Bund. Hier trifft das Sprichwort: Schwierigkeiten sind dazu da, gemeistert zu werden. In gleichem Aussehen, jedoch mit besserer Innenausstattung unter Leitung von Zimmerermeister Josef Eisl jun. neu erbaut, weiht Pfarrer Lindauer die neue Alm im Juli 1967.weiterlesen »

Ann-Katrin

Frühwinter auf dem Berchtesgadener Hochthron

 von Ann-Kathrin
eingefrorenes Gipfelkreuz © Ann-Kathrin Helbig

eingefrorenes Gipfelkreuz © Ann-Kathrin Helbig

Noch bevor wir hier im Tiefschnee versunken sind, herrschte bestes Wanderwetter. Gut, die Wanderwege hatten schon eine leichte Schneeauflage und waren zum Teil aalglatt, aber wenn man Grödel hat ist das alles kein Problem. So auch zu einer Wanderung von Hintergern/Maria Gern zum Berchtesgadener Hochthron am Untersberg. In Hintergern kann man optimal und kostenfrei parken oder alternativ mit Buslinie 837 bis zur Endstation Hintergern fahren. Da es mittlerweile sehr kalt ist und Minusgrade auch am Tag herrschen, ziehe ich am schattigen Parkplatz eine Vollgarage über mein Auto. Bekannte von mir sagen dazu, es sei mein Verhüterli für’s Auto. Tja, auch mein Auto schützt sich eben 😉 Aber Spaß beiseite, bei kostenfreien Parkplätzen, wo das Parkticket nicht sichtbar sein muss, sind diese Teile Gold Wert. Einfach abziehen und schon ist alles in einem Ruck frei gelegt – ja, ich weiß alles sehr zweideutig.

Wie auch immer, zuerst geht es schnee- und eisfrei stetig steigend vorbei an den letzten Häuser von Hintergern, bevor man, vorbei an einem Lamagehege (ob es auffällt wenn ich mir eines ausleihe, mich draufsetze und es mich hochträgt oder bei ungeräumten Straßen im Winter mich zur Arbeit bringt?! Hm?!) hinein in den Wald. Als nun die Forststraße schmaler und der Weg sich in Richtung Gatterl schlingert beginnt auch nun der Schnee und vor allem Eis. Also wird wieder was übergezogen. Kein Verhüterli. Grödel. Oder Schneeketten für die Füße. Jedenfalls sind die Teile einfach der Hammer. Damit bin ich schon über einen zugefrorenen See spaziert. Somit wird der vereiste Aufstiegsweg zu einem Spaziergang.

Bis zum Gatterl am Stöhrweg war es sonnig und windstill. Kaum am Gatterl angelangt gibt es ersteinmal eine fette Windpeitsche ins Gesicht. Aua! Um meine Haut im Winter zu schützen schmiere ich mir immer eine fettige Babycreme ohne Wasserzusatz ins Gesicht. Manchmal schaut das ziemlich daneben aus, aber dafür gibts keinen Gefrierbrand. Das letzte Stück über Stufen und durch Latschen bis zum Stöhrhaus und dem Gipfel des Berchtesgadener Hochthrones zieht sich am meisten bei dieser Wanderung. Kaum vorstellbar, dass ich im Herbst 2015 bei einem Berglaufwettkampf hierhoch teilnahm. Ich wundere mich öfter mal über mich selbst …

So, durch Schnee (glücklicherweise nicht zu tief) geht es weiter zum Gipfel. Der Schnee macht die Wege und Steige noch viel schmaler bzw. sind sie kaum noch vorhanden. Bitte aufpassen, der Untersberg ist ein Löcherkäse. Hier ist alles voller Höhlen und Dolinen.

eingefrorenes Gipfelkreuz © Ann-Kathrin Helbig

eingefrorenes Gipfelkreuz © Ann-Kathrin Helbig

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Lisa-Graf-Riemann

Langlaufen in Marktschellenberg

 von Lisa
Langlauf Loipe in Scheffau Marktschellenberg

Langlauf Loipe in Scheffau Marktschellenberg

Das kann man derzeit, und zwar ganz toll. Man muss nur hinauf in die Scheffau fahren, wo es eine bestens gespurte Loipe gibt, für klassische Langläufer wie für Skater. Das heißt, eigentlich sind es ja drei Loipen oder Schleifen.

Loipenplan Scheffau Marktschellenberg

Loipenplan Scheffau Marktschellenberg

Die leichteste, ohne Steigungen, in sozusagen die „Stadionrunde“ durchs Scheffauer Moos. Sie ist 1,2 Kilometer lang und bietet schöne Ausblicke in die Runde. Man begegnet herrlichen Kaltblut-Pferden, die kleine Dampfwolke durch die Nüstern blasen und kann ansonsten im Kreis meditieren.

Kaltblut-Pferde in der Scheffau genießen den WInter

Kaltblut-Pferde in der Scheffau genießen den WInter

Dann gibt es eine Querverbindung hinüber zur Neusieden-Loipe. Sie ist zwar nur 1,5 Kilometer lang, lässt sich aber auch zwei- oder dreimal befahren, da sie recht abwechslungsreich sanft auf und ab geht und man auf ihr einen fantastischen Blick auf das verschneiten Untersbergmassiv hat. Am Reiterhof vorbei kommt man auf einer kleinen Steigung wieder zurück auf die Moos-Runde.weiterlesen »

Waldi

Herbstwanderung auf den Untersberg- Störhaus

 von Waldi
untersberg-wanderung-herbst

Untersberg Wanderung im Herbst

blick-zum-untersbergHerbst ist Wanderzeit

Bei schönen Wetter entschlossen wir uns, die Sonnenseite unserer Berge zu erwandern. Der Ausgangspunkt zum Störhaus befindet sich in der Ortschaft Maria Gern. Beim Parkplatz gingen wir los. Es ging stetig bergauf und nach ca. einer Stunde kamen wir aus dem Wald heraus und konnten die herrlichen Berge und die Sonne genießen.

Der Scheibenkaser, immer in unserer rechten Sichtweite, leuchtete im herbstlichen Gewand herüber. Am Störhaus-Gatterl (nach ca. 2 Stunden) zweigten sich die Wege. Wir gingen geradeaus weiter bis zum Störhaus. Welches wir nach ca. insgesamt 2 1/2 Stunden erreicht.

Eine herrliche Sicht und Sonne lies uns die Rast in vollen Zügen genießen.weiterlesen »

Rosi Fürmann

Mittelaltermarkt auf Schloss Staufeneck in Piding

 von Rosi
die Zeltstadt beim mittelalterlichen Fest am Fuße von Schloss Staufeneck in Piding, Bayern, Deutschland

die „Zeltstadt“ beim mittelalterlichen Fest am Fuße von Schloss Staufeneck in Piding

 Mittelaltermarkt auf dem Schloss Staufeneck in Piding: „sich fühlen und leben wie damals“ – Geschichte erlebbar gemacht

Mittendrin im  16. und 17. Jahrhundert, einer Zeit der Auseinandersetzungen um Pfründe, Privilegien und die „richtige“ Religion, einer Epoche, die vom Hexenwahn und von maßlosen Ansprüchen absoluter Herrscher, aber auch vom Merkantilismus und den ersten sich regenden Ansätzen moderner Wissenschaft geprägt war, befindet sich der Besucher des farbenprächtigen Spektakels, das von der Gemeinde Piding bereits zum dreizehnten Mal durchgeführt wird. Geschichte soll „erlebbar“ werden, und ganz im Sinne von EUREGIO- Initiativen werden durch Grenzziehungen zerrissene Verbindungen, die erstmals unter den jeweiligen Salzburger Oberherren existiert haben, auf spielerische und Vergnügen machende Weise wieder neu geknüpft.

Ritter beim mittelalterlichen Fest am Fuße von Schloss Staufeneck in Piding, Bayern, Deutschland

Ritter in Kettenhemd beim mittelalterlichen Fest am Fuße von Schloss Staufeneck in Piding

Klirrende Schwerter, lodernde Lagerfeuer und der verlockende Duft von Gesottenem und Gebratenem – fein geschmückte, edle Damen und prächtige hohe Herren – höfische Minne vor den verwitterten Mauern einer „echten“ Kulisse: am Samstag  6. und Sonntag  7. August erwacht das Schloss Staufeneck aus seinem Dornröschenschlaf und vermittelt mit dem  aufwendigen und mitreißenden Mittelaltermarkt eine unterhaltsame Retrospektive in eine turbulente Epoche.weiterlesen »