Kultur

Brauereiführung beim Wieninger

Gestern hatten wir einen besonderen Termin: Wie waren bei der Brauerei Wieninger in Teisendorf und haben uns zeigen lassen, wie Bier hergestellt wird.

Christian Wieninger, der Chef der Brauerei, begrüßt uns auf dem imposanten Betriebsgelände im Zentrum der Marktgemeinde Teisendorf. Im Eingangsbereich erzählt uns Christian Wieninger von der Geschichte der Brauerei: Seit 1666 wird hier Bier gebraut, seit 1813 von der Familie Wieninger.

Nach der Einführung steigen wir hinauf auf den Malzboden. Hier erklärt uns der Brauereichef die Rohstoffe: Hopfen, Malz, Hefe und Wasser! Die Zutaten für jedes Bier sind im Reinheitsgebot festgeschrieben, den Unterschied machen die Details. Beim Wieninger Bier sorget zum Beispiel Hefe aus eigener Zucht für den besonderen Geschmack. Oder das Wasser aus den eigenen Quellen am Teisenberg. Oder der Laufener Landweizen: eine alte Getreidesorte, die schon fast vergessen, jetzt wieder angebaut wird.

Meine Kollegin Spohie hört besonders genau zu. Sie betreibt den Blog Sophie kocht und widmet sich dort auch dem Thema heimische Produkte. Sie wird in den nächsten Wochen bestimmt auch etwas über Wieninger Bier schreiben.  

Nächste Station unserer Führung ist das Sudhaus, das Herz der Brauerei. In 24 Stunden Schichten wird in den großen Kesseln das Bier schonend gekocht.

Gleich nebenan erwartet uns die Bierwerkstatt: Hier können Gruppen bis zu 15 Personen einen ganzen Tag verbringen und ihr eigenes Bier brauen. In etwa 7 Stunden entstehen so 80 Liter individuelles Bier.

Jetzt geht es wieder hinaus. Im Hof der Brauerei erklärt uns Christian Wieninger sichtlich stolz sein Prinzip der nachhaltigen und ökologischen Unternehmensführung:  Seine Brauerei verfügt über einen eigenen Wertstoffhof und eine CO² Rückgewinnungsanlage. Auf 2.400m² Dachfläche erzeugt eine Photovoltaik Anlage Strom, Hackschnitzel ersetzen mittlerweile Heizöl, eine an die Kläranlage angeschlossene Biogasanlage erzeugt Strom. In allen Unternehmensbereichen wird auf Regionalität und Nachhaltigkeit geachtet.

Christian Wieninger öffnet das Tor zum Allerheiligsten. Eine steile Treppe führt 10 Meter hinunter in den Lagerkeller.

Hier reifen in riesigen Tanks die Biere fertig. Wieninger ist bekannt für seine lange Lagerzeit, die dem Bier seinen besonderen Geschmack verleiht.

Nachdem wir nun wissen, wie Bier gemacht wird, ist es Zeit, das Bier auch zu trinken. Im Brauereigasthof Alte Post kehren wir ein. Bei einer deftigen Brotzeit und dem ein oder anderen Bier lassen wir in der gemütlichen Stube den Tag ausklingen.

Wenn Ihr auch mal eine Brauereiführung beim Wieninger machen wollt, dann nehmt an einer der regelmäßigen Führungen teil. Immer mittwochs um 11 Uhr finden 90-minütige Führung statt, Oder bucht eine individuelle Führung für eine Gruppe ab 8 Personen.

Prost, Euer Sepp

Mein Name ist Sepp Wurm und ich bin seit Sommer 2010 bei der Berchtesgadener Land Tourismus. Als Social Media Enthusiast kümmere ich mich neben diversen anderen Kanälen auch um das BerchtesgadenerLandBlog. Schwerpunkt meiner Blogbeiträge sind Berichte über meine Wanderungen und Bergtouren im Sommer, sowie über Skitouren im Winter. Meine Leidenschaft für die Berge bringe ich gerne in unseren Blog mit ein. Als waschechter Ramsauer „Bergbauernbua“ liegen mir zudem unsere Heimat und ihre Traditionen und Bräuche natürlich besonders am Herzen. Ich hoffe, diese Liebe zu unserem schönen Berchtesgadener Land spiegelt sich auch in meinen Blogbeiträgen wider.

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