Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Watzmann
Ursula

Kultureller Abstecher vom Christkindlmarkt

 von Ursula
Sonderausstellung im Museum Schloss Adelsheim

Sonderausstellung im Museum Schloss Adelsheim

„Der Blick auf Berchtesgaden im Wandel der Bildkunst“ lautet der Titel der aktuellen Sonderausstellung im Museum Schloss Adelsheim in Berchtesgaden. Ich durfte bereits einen Blick hinein werfen und möchte sie allen, die entweder einen Sinn für Kunst haben oder aber ihre Heimat neu entdecken wollen, wirklich wärmstens ans Herz legen.

Die Exponate, die private Kunstsammler sowie die Sparkasse Berchtesgadener Land leihweise zur Verfügung gestellt haben, sind in der vom Kulturkreis Berchtesgaden initiierten und ausgerichteten Ausstellung in einem besonderen Kontext zusammengestellt. Denn der Titel der Ausstellung prägt auch die didaktische Hängung der Kunstwerke. So wurden jeweils mehrere Bilder zum gleichen Motiv nebeneinander platziert. Anschaulich zeigen sich dadurch die unterschiedlichen Bildauffassungen, Malstile und -techniken im Laufe der Jahrhunderte.

Los geht es – wie sollte es auch anders sein – mit einer Watzmann-Ansicht. Es ist davon auszugehen, dass dieses erste und gleichzeitig älteste Exponat der Ausstellung von Michael Kirchmayr aus dem Jahr 1835 ein Geschenk des Marktes Berchtesgaden an Prinzregent Luitpold von Bayern war. Und schon unser höchster Berg macht deutlich, wie sich Pinselstrich, Farbgebung, Detailfreude und damit der Gesamteindruck verschiedener Ansichten vom gleichen Motiv unterscheiden können.

Verschiedenen Watzmann-Ansichten

Verschiedenen Watzmann-Ansichten

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Neues aus dem Nationalpark

 von Sepp

Thomas Gesell (Mitte), Hüttenreferent der Sektion München des Deutschen Alpenvereins, erläuterte Nationalparkleiter Dr. Roland Baier (l.) und Dr. Peter Loreth von der Biosphärenregion Berchtesgadener Land die Pläne für den Umbau des Watzmannhauses.

544.000 Euro für Wege und Steige im Nationalpark

45 Teilnehmer waren der Einladung von Nationalpark-Leiter Dr. Roland Baier zur Herbstversammlung ins Berchtesgadener Nationalparkzentrum Haus der Berge gefolgt. Traditionell berichtet die Nationalparkverwaltung unter dem Titel „Erholungsnutzung im Nationalpark“ über durchgeführte Arbeiten und Projekte des laufenden Jahres. Vertreter von Behörden, Gemeinden, Vereinen, Verbänden, Forstbetrieb, Tourismus und Hüttenwirten erfuhren darüber hinaus von der Sektion München des Deutschen Alpenvereins (DAV) die Pläne für den rund 1,1 Millionen Euro teuren Umbau des Watzmannhauses.

Die Erhaltung der Wege und Steige spielt im Schutzgebiet rund um Watzmann und Königssee eine bedeutende Rolle. Rund 544.000 Euro investierte die Nationalparkverwaltung im laufenden Jahr für den Erhalt dieser Infrastruktur für Wanderer und Bergsteiger. Die drei Nationalpark-Revierleiter Matthias Hofbeck, Hans Neubauer und Werner Vogel stellten außerdem die erfolgten Maßnahmen zu Borkenkäferbekämpfung, Wegemarkierung, Instandhaltung der Diensthütten sowie Pflanzungen von Buche und Tanne in der Pflegezone vor. Anschließend berichtete Nationalpark-Wegereferent Lorenz Köppl über die aufwändige Sanierung der Watzmann-Überschreitung im Juli 2017. In 300 Arbeitsstunden entfernte das Steigbau-Team insgesamt 171 Meter Stahlseil und 56 Haken. 178 Meter Seil und 43 Haken wurden erneuert und ausgetauscht. Köppl betont: „Die Watzmann-Überschreitung ist durch unsere Maßnahme keinesfalls schwieriger geworden. Wir haben den Watzmann lediglich in unschwierigem Gehgelände von seinem Korsett ein wenig befreit“. Diese Maßnahme hat der Nationalparkverwaltung neben wenigen kritischen Stimmen auch viel Lob und Anerkennung eingebracht. Besonders aus der einheimischen Bevölkerung sowie dem benachbarten Österreich gab es große Zustimmung.

Umbau des Watzmannhauses

Auch einige hundert Höhenmeter unterhalb der Watzmanngipfel, am Watzmannhaus, wurde und wird derzeit gebaut. Thomas Gesell, Hüttenreferent der Sektion München des DAV, präsentierte die Pläne zum laufenden Umbau des Watzmannhauses. Bis Mai 2019 wird die beliebte Bergsteigerunterkunft in drei Bauabschnitten umgebaut und modernisiert. Auch den strengen Auflagen des Brandschutzes wird bei der rund 1,1 Millionen Euro teuren Maßnahme Rechnung getragen. Die Arbeiten finden sowohl während des laufenden Betriebes als auch in der winterlichen Schließzeit statt. Neben moderneren Schlafräumen werden auch die Sitzplätze im Gastronomiebereich erweitert und neue Sanitärräume eingerichtet.

Das Watzmannhaus wird renoviert

Das Watzmannhaus wird bis 2019renoviert

Nationalpark-Ranger Klaus Melde gab einen Überblick über die Arbeitsschwerpunkte des Nationalpark-Dienstes im vergangenen Sommer.weiterlesen

Der Watzmann im hohen Norden

 von Sepp
"Suche Frieden" Blick vom Grünstein zum Watzmann

„Suche Frieden“ Blick vom Grünstein zum Watzmann

In der Kommunikation mit unseren Gästen erreichen mich oft schöne Geschichten. Zum Beispiel von Monika. Sie hat mir letzte Woche folgende Nachricht geschrieben:

Hallo – immer wieder gern bei euch im Berchtesgadener Land 😉 Bei einer Bergtour im Berchtesgadener Land, letztes Jahr am 16.. August, bin ich mit meinem Freund von St. Bartholomä am Königssee über den Rinnkendlsteig und die Archenkanzel zur Kühroint Alm am Fuße des Watzmannes. Von dort sind wir über den Grünstein nach Königsee abgestiegen. Am Grünstein angekommen – es war schon abends, interessantes Licht und Wolken, bin ich auf der Suche nach dem Bildausschnitt über das Gipfelkreuz im Vordergrund gestolpert…ich wurde so sofort in einen Bann gezogen…

Es ist einfach der Blickwinkel.  Von diesem, geht – nicht nur in meinen Augen – eine besondere Faszination aus. Das Bild hängt seit Mitte Oktober in der Wanderausstellung „ Suche Frieden“ (in Osnabrück) und begleitet den Katholikentag 2018.

…Vielleicht ist der Watzmann ja noch immer auf der Suche nach seinem Frieden. Ich freu mich auf jeden Fall, dass mein Bild es in die Ausstellung geschafft hat – und möchte es euch nicht vorenthalten. Liebe Grüße, Monika…

Nach einem sehr netten E-Mail Verkehr hat Monika Ihr Archiv durchstöbert und mir weitere Bilder Ihrer Tour geschickt.

Hallo Sepp, endlich geschafft…viele Bilder Schlummern auf der Festplatte…und wollen entwickelt werden.

Bei unserer Bergtour hatten wir natürlich schönes Wetter – sonst wären wir ja bestimmt nicht über den Rinnkendlsteig. Heißt aber auch…zum Fotografieren suboptimal…viel zu grell – extreme Schatten etc. Du weißt schon was ich mein. Hab ein paar ausgewählt…vielleicht gefällt dir ja das ein oder andere für deine Geschichte.

Los gehts natürlich wie immer mit dem besten Frühstück überhaupt 😉  ok – ich gestehe, das Bild hab ich an einem anderen Tag gemacht…wir wollten ja das erste Schiff nehmen.

Frühstück: Der richtige Start in den Bergtag

Frühstück: Der richtige Start in den Bergtag

Dann ab übern See bis St. Bartholomä

Über den Königssee nach St. Bartholomä

Über den Königssee nach St. Bartholomä

Wallfahrtskirche St. Bartholomä am Königssee

Wallfahrtskirche St. Bartholomä am Königssee

über den Rinnkendlsteig…upsweiterlesen

Herbst im Grünstein Klettersteig

 von Sepp
Grünstein: Klettersteig mit Watzmannblick

Grünstein: Klettersteig mit Watzmannblick

Viele Wege führen auf den Grünstein, der spektakulärste ist sicherlich der Klettersteig. In mehreren Varianten führt dieser Steig vom Einstieg oberhalb des Königssees auf den aussichtsreichen Gipfel. Jannis und ich sind neulich die einfache Variante, den Isidor Klettersteig, gegangen.

Der Einstieg zum Grünstein Klettersteig liegt oberhalb der Deutschen Post Eisarena, wie die Kunsteisbahn am Königssee, seit einiger Zeit heißt. Nach drei Kehren auf dem steilen Normalweg zur Grünsteinhütte zweigt ein schmaler Steig zum Anseilplatz ab. Hier müssen wir uns für eine Variante entscheiden. Links hinauf zum Isidorsteig oder rechts halten zur Hotel-Route. Zur Variante Räuberleiter hätten wir schon vorher in der 2 Kehre nach rechts abbiegen müssen. Wir entscheiden uns für die einfache Variante.

Der Isidor-Klettersteig auf den Grünstein

Klammern erleichtern den Weg durch die erste steile Wand nach dem Einstieg. Bei Schwierigkeiten im Bereich B und C führt der Steig über den Beppo-Pfeiler und durch das Werner-Wandl zur Hängebrücke.

Der Beppo Pfeiler im Grünstein Klettersteig

Der Beppo Pfeiler im Grünstein Klettersteig

Im Klettersteig unterhalb der Hängebrücke

Im Klettersteig unterhalb der Hängebrücke

Auf der anderen Seite der Hängebrücke münden die Hotel-Route und die Räuberleiter in den Isidor Klettersteig. Einmal über die Hängebrücke und zurück ist auch für uns ein Muss.weiterlesen

Das Watzmannhaus: Spiel der Jahreszeiten

 von Sarah

Jahreszeitenwechsel am Watzmannhaus auf 1930 Metern

Berchtesgaden: Wir schreiben Mitte September und der erste Wintereinbruch auf den Bergen hat für diese Saison bereits Einzug gefunden. Geschneit hat es bislang auf einer Höhe ab ca. 1300 Metern – der Schnee schmilzt an manch sonnigen Tagen, vermehrt sich an kühlen Herbsttagen. Auch am Watzmannhaus (auf einer Höhe von 1930 Metern) hat sich bereits eine Schneedecke ausgebreitet und ummantelt die sich goldbraun färbende Wiesenlandschaft rund um das Haus.

Um solches Naturschauspiel bewundern zu können, starte ich meinen heutigen Berglauf an der Wimbachbrücke in Ramsau. Ich folge am Parkplatz der gelben Beschilderung in Richtung Watzmannhaus (rote Markierung) – die eine Aufstiegszeit von vier Stunden angibt. Unmittelbar zu Beginn des Laufs folgt eine Konfrontation mit steilem Aufstieg und witterungsbedingt feuchtem Weg. Da die Temperatur an solchem Tag jedoch wieder etwas gestiegen ist, herrscht ein optimales Laufklima.

Auch begegne ich einigen Wanderern, gar Gruppen, die sich auf dem Weg zum bzw. vom Watzmannhaus bewegen.

Nachdem ich eine Rechtszweigung passiert habe, werde ich von eingezäunten – jedoch bellenden Hunden ein Stück meines Weges begleitet. Solche dienen als ,,Radar“ für die, ebenfalls eingezäunten Schafe, welche die Hunde bewachen sollen.

Etwa 50 Minuten später erreiche ich die Stubenalm, wo die Natur sich noch sehr sommerlich/ herbstlich präsentiert: Die Kühe der Alm weiden auf den Wiesenflächen, die Vögel zwitschern und die Bauern gehen ihrer Tätigkeit nach. Auch überwiegt stets die Farbe grün in ihrer Präsenz – vergeblich suche ich hier nach dem weißen Gold: Schnee.

Wegbeschilderung nahe der Stubenalm

Weiter auf meinem Weg nach Oben wird es nun kühler, windiger und ich kann eine Veränderung der Temperatur ,,riechen“. Möglicherweise kennen einige LeserInnen von euch diese Sinnesempfindung – den besonderen Geruch, den der Winter mit sich bringt.

Angekommen an der Mitterkaseralm kann ich jetzt den Wintereinbruch sehen, riechen und spüren: Vor meinen Augen präsentieren sich Watzmannfrau, die Kinder und der Watzmann selbst in weißem Gewand. Lediglich vertikale Ausläufer des Gesteins ermöglichen das Erkennen von grauem Fels.weiterlesen

25 Jahre Waldklimastation am Watzmann

 von Sepp
Seit 1991 betreut Nationalpark-Mitarbeiter Stefan Donath die Waldklimastation am Watzmann im Nationalpark Berchtesgaden.

Seit 1991 betreut Nationalpark-Mitarbeiter Stefan Donath die Waldklimastation am Watzmann im Nationalpark Berchtesgaden.

Bayerns Wälder vor großen Herausforderungen

Die Waldklimastation nahe der Mitterkaseralm am Watzmann liefert seit über 25 Jahren Daten über die Witterung im Nationalpark Berchtesgaden. Damit ist die Station auf rund 1.500 Metern Höhe von Beginn an dabei im Netzwerk der heute 19 bayerischen  Waldklimastationen. Zum traditionellen Jahrestreffen der Waldklimastations-Betreuer kamen kürzlich 47 Betreuer, Probenehmer und Forstexperten der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) nach Berchtesgaden.

Die Waldklimastation am Watzmann betreut seit 1991 Nationalpark-Mitarbeiter Stefan Donath. „Seit mehr als 25 Jahren liefert unsere Station, die von der LWF betrieben wird, zuverlässig wichtige Kenndaten zu Witterung und Stoffeinträgen in die Wälder“, erklärt Donath. Bayernweit kommen so jährlich über 750.000 Messdaten zusammen, die eine Aussage über die Wirkungen der Umwelteinflüsse auf den Wald erlauben. Für Berchtesgaden sind die Werte gut: Die Station liegt fast an der Reinluftgrenze, die Belastungen sind hier so niedrig wie an keiner anderen Station im bayerischen Messnetz der LWF oder im bundesweiten forstlichen Umweltmonitoring. Doch die Fakten langjähriger Forschungen liegen auf der Hand. Im Rahmen der Fachtagung im Nationalparkzentrum Haus der Berge verwiesen zahlreiche Referenten ebenso wie LWF-Präsident Olaf Schmidt und LWF-Projektleiter Hans-Peter Dietrich auf die Herausforderungen für Bayerns Wälder durch den Klimawandel. Und diese sind durchaus ernst zu nehmen: Durch Stoffeinträge und die Klimaerwärmung ändern sich die Bedingungen in Bayerns Wäldern nach Auskunft der Experten nach 1990 stärker und rascher als im gesamten Jahrhundert zuvor. Damit haben lange bewährte Planungsgrundlagen ihre Gültigkeit verloren. Veränderungen und ihre Risiken zu erkennen ist daher für umwelt- und forstpolitische Entscheidungen besonders wichtig. weiterlesen

Waldi

Rad und Bergtour auf den Kleinen Watzmann

 von Waldi

Letzte Woche nutzten wir den Traumtag und starteten um 6 Uhr in der Früh an der Wimbachbrücke. Mit unserem E-Bike radelten wir ganz vergnügt auf Küroint hinauf. Die Rinder weideten auf der Alm unterwegs und die Sonne kam über die Berge drüber und es war eine ganz schöne Stimmung.

Von Küroint gehts rauf  über die alte Lifttrasse, ein schöner Pfad schlingelt sich immer höher,zwischen die Latschen hindurch. Beim sogenannten „Gendarm“ hat man die bewaldete Zone hinter sich gelassen und jetzt ist viel Felsgeherei und auch ein bischen Kletterei angesagt. Kurz vor dem Gipfelkreuz ist noch eine lange „Platte“ zu bewältigen und dann waren wir oben. Ein herrlicher Rundblick belohnte unsere ca 2 stündige Wanderung.weiterlesen

Gipfel des Hochkalters

Unverhofft kommt oft – so sagt es bereits ein deutsches Sprichwort.

Als wissbegieriger und erkundungsfreudiger Mensch probiere ich mich gerne aus; suche und teste neue, mir unbekannte Wege. So war für den bisher heißesten Tag des Jahres eigentlich ein Trailrun auf das sogenannte Ofentalhörndl geplant – bei welchem es sich um einen unmarkierten Weg handelt und daher an dieser Stelle keine weitere Erwähnung finden wird. Zu sagen bleibt lediglich, dass der Einstieg zu solchem Berg schwierig zu finden ist und somit auch von mir nicht eingesehen werden konnte.

Kurzerhand entschloss ich mich relativ spontan, den Hochkalter aus dem Ofental heraus zu besteigen.

Ich startete am Parkplatz der Nationalpark-Informationsstelle ,,Klausbachhaus“ in Ramsau am Hintersee. Nach kurzem Passieren einer Teerstraße zweigt der Weg links ab und fortan beginnt ein flacher Schotterweg durch das vordere Klausbachtal. Nach etwa zehn Minuten lockerem Warmlaufen zweigt der gerade Weg abermals nach links ab und ich folge der gelben Beschilderung zum Hochkalter, welche mit sechs einhalb Stunden versehen ist. Solcher Weg ist durch eine schwarze Markierung beschildert und führt durch das Ofental – durch das bei der Hochkalterüberschreitung üblicherweise abgestiegen wird. Ich jedoch möchte durch das Ofental zum Hochkalter aufsteigen und erhoffe mir dadurch mehr Einsamkeit beim Hinaufschreiten des Berges.

Häufig begangen ist der Weg auf den Hochkalter über die Blaueishütte und einen markanten Grad, welcher mit Hilfe einiger Kletterpassagen im ,,einfachen“ Schwierigkeitsgrad zum Gipfel führt. Solche Tour, so der Austausch mit anderen BergsteigerInnen, sei technisch anspruchsvoller und erlebnisreicher als der Weg über das Ofental.

Blick hinunter zur Blaueishütte; von dort führt der ,,Normalweg“ hinauf zum Hochkalter

Weiter auf den, mir unbekannten Pfaden, geht es nun bergaufwärts – jedoch noch immer recht flach durch ein längeres Waldstück leitend. Nach etwa zwanzig Minuten verändert sich der breite Waldweg zu einem schmalen Wiesenweg, der letztlich in einem steinigen Steig mündet. Die Beschaffenheit des Weges erinnert zeitweise an die Ausläufer einer Endmoräne, da viele gröbere Steine den Trail bestücken.

Vor mir erstreckt sich nun ein langes, steiniges Kar: Das Ofental. Da sich die Sonne noch hinter dem Massiv des Ofentalhörndls versteckt, bietet das Kar viel Schatten auf meinem Aufstieg zum Hochkalter. Die, nun kleiner werdenden Steine fühlen sich beim Laufen wie Sand an – was das Laufen fortan mühsam und kräftezerrend gestaltet. Durch die Verwendung von Stöcken kann ich mich jedoch ausreichend auf dem Untergrund abstützen und meine Geschwindigkeit beibehalten.

Das Ofental

Wie erwartet folgt mir niemand auf dem, meinerseits gewählten Weg und auch im Abstieg befindet sich bislang keine Menschenseele. Eine für mich optimale, ruhespendende Atmosphäre. Da ich als Sozialpädagogin arbeite habe ich tagtäglich mit vielen Menschen zutun – beim Laufen in den Bergen sehne ich mich dann nach einem Pendant: Einsamkeit.weiterlesen

Angehende Gebirgsjäger-Offiziere auf dem Watzmann

 von Sepp
Die angehenden Gebirgsjäger-Offiziere auf dem Watzmann-Hocheck

Die angehenden Gebirgsjäger-Offiziere auf dem Watzmann-Hocheck

Nachwuchs für die Berge begeistern: Angehende Gebirgsjäger-Offiziere präparieren sich für ihre Zeit in der Truppe

Zu einer Ausbildungswoche bei den Gebirgsjägern waren angehende Gebirgsjäger-Offiziere, die derzeit ein Studium an einer der beiden Universitäten der Bundeswehr in Hamburg und München absolvieren, eingeladen. Rund 30 Offiziere und Offizieranwärter folgten der Einladung der Gebirgsjägerbrigade 23 nach Berchtesgaden und stellten sich verschiedenen alpinen Ausbildungen, um sich auf die fordernden Aufgaben als angehende militärische Führerinnen und Führer in den Bergen einzustimmen. Höhepunkt der Ausbildungswoche war die Besteigung des Hochecks (2.651m) am Watzmann.

Wenn sie ihr Studium erfolgreich bestanden haben, stehen für  die jungen Offiziere die nächsten Herausforderungen an. Vor Beginn einer verantwortungsvollen Verwendung in der Gebirgstruppe hat der Nachwuchs noch einige militärische Lehrgänge mit Prüfungen zu absolvieren. Im Rahmen des truppengattungsspezifischen Offizierlehrgangs haben die zukünftigen Gebirgsjägeroffiziere eine Ausbildung zum Heereshochgebirgsspezialisten erfolgreich zu durchlaufen. Das ist ein Meilenstein, der ohne Erfahrung im Gebirge kaum zu bewältigen ist. Daher hat die Gebirgsjägerbrigade 23 die studierenden Offiziere auch diesen Sommer wieder zu der einwöchigen Gebirgsausbildung in den Standort Bischofswiesen eingeladen.weiterlesen

Ein Paradies auf Erden: Der Königssee in Bildern

 von Sarah
Die Bootswerften Königssee am Morgen

Die Bootswerften Königssee am Morgen

Mit einem Umfang von 20 Kilometern und einer Fläche von 5,22 km² ist er nicht der größte, jedoch definitiv einer der schönsten Seen Deutschlands: Der Königssee.

Ganz verschwommen existierten in meinem Kopf die Bilder eines Sees, dessen Ufer am Seegelände bereits in Kindheitstagen große Wirkung auf mich erzielte. Als ich im Jahre 2015 nach Schönau reiste um die Beendigung meines Studiums zu zelebrieren, wurden die surrealen Kindheitsimpressionen aufgefrischt und um neue, tiefgehende Gefühle erweitert: Meine Zugeneigtheit zum Königssee.

Ummantelt von hohen und steilen Felswänden liegt er da, am Fuße des Watzmannes und inmitten des Nationalpark Berchtesgaden. Sein Wasser ist aufgrund von, im Wasser aufgelöstem Kalkgestein grün, bzw. türkisfarbend und mit einer maximalen Tiefe von 190 Metern ist er der tiefste See Deutschlands.

Auf dem Königssee: Mittig zu sehen die Schönfeldspitze

Auf dem Königssee: Mittig zu sehen die Schönfeldspitze

Der Ursprung des Sees liegt historisch gesehen weit zurück – ein Exkurs in die letzte Eiszeit ist von Nöten um die Entstehung festhalten zu können. Gebildet aus einem Gletscher des Steinernen Meeres und einer damals bestehenden Endmorände im Ort Schönau ergab sich die Bildung des heutigen Königssees – der seinen Namen vermutlich dank des Vornamens ,,Kuno“ trägt. Solchen trugen im Zuge der Fürstprobstei Berchtesgaden einige bedeutende Persönlichkeiten.weiterlesen